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[ Hot Spot ]: Sind Computerspiele Auslöser von Gewalt?

Diskussionen dieser Art sind zwar nicht neu, aber durch verschiedene Ereignisse der letzten Monate ( beispielsweise das Attentat in Erfurt ) wieder neu entfacht.

User von Spielen wie Quake, Duke Nukem, SoF etc. geben an, Realität und Spiel gut auseinanderhalten zu können. Sie leben in dieser irrealen Welt Dinge aus, welche sie in der realen Welt nie vollziehen könnten. Und gerade um dieses Thema geht es.

Meint ihr es ist möglich, dass die Hemmschwelle der Spieler durch gewaltverherrlichende Spiele auch in der realen Welt heruntergesetzt werden kann? Wären derartige Amokläufe auch zustande gekommen, wenn die Attentäter keinerlei Spiele gehabt hätten, in denen sie auf andere Menschen schiessen?

Forscher von etlichen Instituten geben zu Protokoll, dass dies sehr wohl der Fall ist. Vor allem jüngere Spieler würden demnach versuchen ihre Helden aus der Scheinwelt auch im echten Leben zu verkörpern, Gewalt anwenden und über deren Waffen etc. zu diskutieren.

Nun ist eure Meinung gefragt. Was denkt ihr über Gewalt in Computerspielen und deren Auswirkungen in der realen Welt?



Viel Spass beim Diskutieren wünschen im Namen von meetinX


:-MX05 und :-MX00


Habt ihr ein Thema, das ihr gerne mal im HotSpot diskutieren möchtet? Dann schreibt an HotSpot@meetinx.de
nein sind sie nicht und es gibt auch nichts zu diskutieren .
ne .. sind sie nicht .. und wer mir das nicht glaubt ... hol ich meinen baseballschläger ... ggg
In diesem Haushalt lebt ein kleiner Bengel (10). Er ist jeweils eine Woche hier, und dann eine Woche bei der Oma bzw. Mama. In der Mama-Woche sieht er regelmäßig eine Serie namens "Dragonball Z" (oder so) - hauptsächlicher Inhalt dieser Zeichentrickfilme scheinen Kampfszenen zu sein. Meine Beobachtung: hat er wieder 7 Tage Dragonball konsumiert, ist er agressiv, unkonzentriert und laut. Seine Gespräche drehen sich nur um die Schilderung irgendwelcher Kampftechniken, am liebsten kombiniert mit einer Vorführung. Seine Zeichnungen beschäftigen sich hauptsächlich mit Krieg, Waffen und Kampfrobotern.
Ihn wieder in ruhige Bahnen zu lenken ist jedesmal ein hartes Stück Arbeit.
Das gleiche habe ich bei uns beobachtet: lassen wir ihn im Vergleich zu Duke oder UT harmlose Spiele wie Starcraft spielen, ist er hinterher aufgedreht und aggressiv - mittlerweile lassen wir es ihn nur noch spielen, wenn wir supergnädig gestimmt sind :-).
Ich kann also nicht ausschließen, daß Fernsehen oder Computerspiele Einfluß nehmen. Ob dies jedoch zwangsläufig so weit führen muß, daß Kinder/Jugendliche zu Gewalttätern oder gar Mördern werden - verallgemeinern kann man dies sicherlich nicht. Es kommt, wie immer, auf die Charakterstärke des Einzelnen an.
Aber als ungefährlich kann ich solche Spiele nicht mehr bezeichnen - die Verhaltensveränderungen von "unserem" Kleinen haben mich eines besseren belehrt.
frins kuba ...
(blau)Bin der Meinung wie beast
:-1023
:-1023
sich da abalones worten anschließt. und verallgemeinern kann man dies wirklich nicht. es kommt immer auf die person an. es gibt leute die lassen sich durch sowas nicht beeinflussen




:-1047
meine meinung werde ich noch äussern, auf der arbeit einen langen beitrag zu schreiben kommt nicht so gut ;-)
Bin ich jetzt auch Gewalttätig? *lol*

Schwachsinnstherorie....

Wenn man danach geht müßte die ganze Welt durchdrehen und sich gegenseitig umbringen!

Manchmal habe ich das Gefühl das man nicht wirklich Ursachenforschung betreibt, sondern sich das einfachste rauspickt...

Aber Politiker werden wohl nie schlauer...


:-1028
Die Psyche eines Menschens ist unergründbar: für die "Forschung" und für den Menschen selber. Oftmals wird es sogar von allen Seiten unterschätzt und zu einfach gemacht.
User von Spielen wie Quake, Duke Nukem, SoF etc. geben an, Realität und Spiel gut auseinanderhalten zu können. Sie leben in dieser irrealen Welt Dinge aus, welche sie in der realen Welt nie vollziehen könnten.
Vielleicht sagen die es noch heute, morgen kann die Sache wegen einer Kleinigkeit anders aussehen. Jeder spricht da für sich selber, kennen aber den Gegner nicht, oder eher wenig.
Meint ihr es ist möglich, dass die Hemmschwelle der Spieler durch gewaltverherrlichende Spiele auch in der realen Welt heruntergesetzt werden kann?
Möglich ist alles, muß aber nicht sein. Eher würde ich mich fragen, wieso diese sog. EgoShooting-Games bei einer kleinen Anzahl der Weltbevölkerung beliebt ist, was macht das Game am Menschen so aus, daß er es immer wieder spielt? Ist dieser Mensch an sich stark genug, um in einer Gesellschaft klarzukommen, ohne Schaden an andere hinzufügen? Will der Mensch es überhaupt in Kontrolle halten?
Wären derartige Amokläufe auch zustande gekommen, wenn die Attentäter keinerlei Spiele gehabt hätten, in denen sie auf andere Menschen schiessen?
Bestimmt nicht, es würde schon reichen, wenn man einen oder mehrere Menschen äusserst sehr hasst, dann ist der Mensch eigentlich zu allem fähig.

Das Geschwafel von den Forschern kenne ich zur Genüge, halte nichts von ihren Theorien, zudem die es als Verallgemeinerung gelten würde.
Hmmm ich versuche mich mal so kurz wie möglich zu fassen.

Wer Medien generell Auswirkungen auf den Menschen abstreitet sieht das Ganze ist meiner Ansicht nach zu einfach. Sicher, einem Menschen mit "gefestigter" Psyche wird kein noch so hartes Ballerspiel zu einem Mörder machen. Doch leider ist dies ja eher selten der Fall da die Hauptzielgruppe von Videospielen dieses Genres die 12-25 jährigen sind.
Selbst in diesem Fall heisst es nicht, das Videospiele einen Menschen zu einem Killer machen, sie sind aber auch nicht ein Weg aus einer negativen Entwicklung herraus, sondern können sie weiter vertiefen.

Kurz um, ein Videospiel an sich kann eine Entwicklung eines Menschen verstärken, sie aber nicht bestimmen.

Solange ein Jugendlicher unrefektiert Gewalt in den Medien aufnimmt und keinen hat, mit dem er darüber sinnvoll sprechen kann. Solange besteht die Gefahr, dass die natürliche Hemmschwelle gegenüber der Gewalt und dem Tod gesenkt wird.

Zu einer Tat wie in Erfurt kann jedoch nie eine einzelne Sache als ausschlaggebend herrangezogen werden.

Die Meinungsmache die jetzt von Politikern und Medien gegen Videospiele im allgemeinen verbreitet wird beruht nur auf der Hilflosigkeit. Etwas zu verbieten ist sicher einfacher als ein Bewusstsein im Bezug auf Familie und Erziehung zu schaffen.
http://www.meetinx.de/cgi-bin/mx/wwf/wwf.cgi?_AKT=20&_ID=48102&x=582232526
Hallo @all,

Spät aber besser als nie auch meine Meinung zu diesem Thema. Ich denke, daß Gewaltdarstellungen in sämtlichen Medien durchaus den Verlauf und die Reaktionen der gesamten Gesellschaft mitprägen. Diese Darstellungen äußern sich auch in der Nachfrage des Konsumenten - man schaue sich die Verkaufszahlen "brutaler" Spiele oder Filme an - diese sprechen eine deutliche Sprache.

Nun ist die Frage wie man mit diesem Thema umgeht. Das tatsächlich über dieses Thema gesprochen werden muß, erscheint logisch allerdings darf man nicht in eine allgemeine Theorie verfallen, wenn man von den einzelnen Medien keine Ahnung hat. Siehe das Beispiel mit unseren Politikern: Ich glaube, die wenigsten von denen haben sich wirklich mal mit der "Game"-Szene beschäftigt - dennoch kommen die (für die kommenden Wahlen sicherlich pompösen) Forderungen, solche Spiele zu verbieten.

Das diese Spiele auch nicht besser sind als die Filme, die gezeigt werden oder aber das teilweise auch schon recht brutale Fernsehprogramm - darüber wird natürlich kein Wort verloren.

Letztendlich liegt es an den Eltern, ihre Kinder vor solchen Medien fernzuhalten und es ist nicht die Aufgabe des Staates entscheiden zu wollen was Kinder dürfen und was nicht. Zudem ist es eine Farce tatsächlich zu glauben, daß der Staat das im Geringsten kontrollieren könnte. Jeder Einzelne wird sich diese Spiele besorgen (z.B. über das Internet) wenn er es denn möchte.

Ich persönlich sehe die Schuld bei solchen Ereignissen ganz klar an der Gesellschaft an sich und besonders bei den Eltern. Das Problem ist nur, daß man die Gesellschaft nicht ändern kann und die Eltern kontrollieren wird man auch nicht können (was sicherlich im Großteil auch gut so ist)

Many greetinX,
ghostwalker

YOU are the Community
[...] man schaue sich die Verkaufszahlen "brutaler" Spiele oder Filme an - diese sprechen eine deutliche Sprache.[...]


zur info: 2001 wurden von 940 spielen die die usk geprüft hat 22 als "nicht unter 18 jahren geeignet" eingestuft. im gegensatz dazu wurden 510 spiele "ohne altersbeschränkung" freigegeben. es ist anzunemhen das die industrie nicht völlig neben den wünschen der kundschaft produziert, will sagen, videospiele werden von der allgemeinheit mit einem generalverdacht des brutalen belegt, der einfach nicht zutrifft, sondern von den medien vielfach gefördert wird.

wie du schon sagtest, die tv-sender sollten zuerst vor der eigenen türe kehren.
das thema wird in nie veraltet sein. ausserdem geht man in hotspots auch wünschen von usern nach. (wobei das mal garnicht meiner war)
zum Thema Counter-Strike ein Foren-Beitrag:

http://forum.counter-strike.de/forum/Forum19/HTML/015454.html

mancher mag es für geschmacklos halten, ich habe mich gut amüsiert (nein, ich spiele kein cs).