Hiho Pholx,
die Verbreitung von Musik im Internet hat der Musikindstrie bis jetzt nur nach eigenen Angaben geschadet, unabhängige Studien sehen den Grund für das geringere Absatzwachstum eher in der allgemeinen Rezession als im Internet begründet. Fakt ist, das bereits zu Zeiten in denen MP3 oder DivX

Zukunftsmusik waren fleissig Tracks gesampelt und als MOD, später XM oder S3M per Modem getauscht wurden... Trotz vieler Warnungen und Aufrufen haben es die grossen Labels bis heute nicht geschafft eine akzeptable Lösung für den Zahlungswilligen Interessenten zu schaffen, die heute gängigen Lösungen der Musikindstrie treten die Rechte des Käufers mit Füssen und sind völlig überteuert. Da liegt der schwarze Peter einwandfrei bei den Musiclabels, nicht beim Kunden der aus Mangel an guten Angeboten über P2P Netzwerke Musik zieht...
Das Thema DVD-Rips ist ein weit umfangreicheres als zuerst vermutet. Die DVD als Nachfolger des Videobandes ist momentan nicht ohne Qalitätsverlust zu vervielfältigen, das erstellen einer Kopie ist jedoch vom Gesetzgeber vorgesehen, sofern diese für den privaten Gebrauch, bzw. als Geschenk für einen Bekannten gedacht ist. Dies heisst das man von jeder DVD, sei sie privat erworben oder in der Videothek geliehen eine Kopie für den privaten Gebrauch machen darf, diese mit Freunden tauschen oder an diese verleihen. Die Filmindustrie sieht sich auch am heutigen Tage nicht ernsthaft durch Kopien bedroht, das Erlebnis einer DVD, bzw. der grossen Leinwand kann keine Kompression oder heute verfügbare Technik einfangen, von LCD-Projektoren jenseits der 5.000 einmal abgesehen, wobei die Tonqualität von Rips häfig zu wünschen übrig lässt...
Es ist zwar nicht unbedingt bekannt, aber den Filmverleihern ist es möglich den Ursprung jedes auftauchenden Rips zurückzuverfolgen, hierzu werden unter anderem Artefakte in den Tonspuren und versteckte Bildteile in Einzelbildern benutzt anhand derer sich die Nummer der Kopie ermitteln lässt. Mit dieser Nummer ist der Übeltäter recht schnell gefasst, ausgenommen sind hiervon natürlich die sog. DigiCam-Rip´s, welche meist eine annehmbare Bildqalität haben, der Sound ist meist grottenschlecht...
Anstatt sich der allgemeinen Panikmache anzuschliessen würde ich gerne mehr solche Nebensächlichkeiten wie "Rechte des Verbrachers", Beschneiden der Rechte des Verbrauchers drch die Hintertür, Kopierschutz für CD´s, welche nicht mehr dem bindenden Standard entsprechen usw. zur Debatte stellen. Auch wenn alle am schreien sind, pleite gegangen oder wirklich gelitten hat bis heute weder ein Musiclabel noch ein Filmverleih. Das die Musiclabels zur Berechnung Ihrer Verluste Ihre Umsatzerwartungen heranziehen ist zwar im ersten Moment beeindruckend, im Zeitalter der Rezession allerdings nicht ganz realistisch...
Schliessend sei noch erwähnt das es seit der Verfügbarkeit von Videokameras Rabkopien von aktuellen Kinofilmen gibt, hierfür ist nicht das Internet oder DivX

verantwortlich. Und nebenbei bemerkt ist DivX

auch ein wunderbares Mittel um seinem Recht auf Kopien von Filmen aus der Videothek Geltung zu verschaffen: Leihen, 3 Euro bezahlen, Abends in den PC, morgens Video-CD raus...
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