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[Voting Diskussion]: Prostitution- Beruf oder Verdammnis?

Diesmal haben wir uns ein relativ ernstes und provokatives Diskussionsthema ausgesucht. Es geht um Prostitution und um die Frage, die sehr viele Menschen zur Zeit beschäftigt. Sollte es als "normaler" Beruf anerkannt werden oder sollte es in der Gesellschaft nicht gebilligt werden? Was haltet ihr davon? Ist es eine Tätigkeit, die im akzeptablen Bereich liegt oder vielleicht doch eher sittenwidrig?

Für viele Frauen ist es ein ganz normaler Job, mit dem sie lediglich gutes Geld verdienen wollen. Andere sehn es als letzten Ausweg, um überleben zu können. Manche machen es freiwillig, manche werden von ihren Zuhältern gezwungen. Die Frauen müssen sich vieles Gefallen lassen - Demütigungen, Schikane. Die Frage ist - sollte man Mitleid haben oder es verachten?



Viel Spass beim diskutieren wünschen im Namen von meetinx


:-MX00 und :-MX05


diesmal in Zusammanarbeit mit der Love&Life Moderatorin

:-1013


Habt ihr ein Thema, das ihr gerne mal im Voting diskutieren möchtet? Dann schreibt an voting@meetinx.de
Also ich bin der Meinung das es nicht wirklich als Berufsbild zählen sollte. Obwohl die warscheinlich ein Haufen Kohle machen, aber als Beruf nicht geeignet, ich mein die Vorstellung alleine schon wäre krass.
Andernseits gibts viele dinge an die man nicht glaubt, die es aber doch gibt, was bedeutet das es schon möglich sein könnte, das es ihrgendwann mal zum beruf wird (oder so).

Obwohl ... die Frauen verdienen ja ihren Unterhalt damit, also ist die Frage :

Beruf oder Anerkannter Beruf .....

Aber wenn man richtig drüber nachdenk kann es überhaupt kein Beruf sein, weil ein Beruf aus meiner sich Spaß machen sollte und ... macht das Spaß ?


Wahooka
nur ein schneller zwischenruf @ wahooka: macht fließbandarbeit spaß? macht putzen spaß? spaß ist nun wahrlich kein kriterium dafür, ob etwas als beruf zu bezeichnen ist oder nicht.
zum thema selbst vielleicht heute abend mehr - muß noch genauer darüber nachdenken, tendiere aber dazu, es durchaus als beruf anzuerkennen.

*gruß* Aba
und noch ein einwurf: ich kann nicht wirklich abstimmen - denn die vorgegebenen antworten lassen eigentlich nur zu, daß frauen sich ausschließlich aus der not heraus für die prostitution entscheiden - als reine verdammnis mag ich es aber nicht betrachten, ein nicht zu vernachlässigender teil macht dies tatsächlich "freiwillig" - das ist nicht das richtige wort, setzt es doch wieder zwang vorraus - ich meine damit, daß sich manch eine frau dafür entscheidet, weil sie es als "berufung" empfindet bzw. auch spaß dabei hat.
Abalone...

Ich bezweifle, dass es eine dieser Frauen ihren Job als "Berufung" sieht - wie meinetwegen ein Sozialarbeiter seinen Beruf sehen mag. Dafür stehen bei diesen "Karrieren" meist ganz andere Dinge am Anfang als die "freie Berufswahl".


Desweiteren:

- Abschaffung der Sittenwidrigkeit und der Strafbarkeit der Beihilfe ja
- Kranken- und Sozialversicherungspflicht ja
- vorgesehenes Steuermodell eindeutig nein. Aus rechtlichen Gründen werden Prostituierte normalerweise als Selbständige angesehen, so dass keine Lohnsteuer sondern eine Gewerbesteuer passender wäre.

Alles in Allem ein sehr streitbares Thema, da es bei dem "Wandel" zum Beruf nicht nur um das Moralische geht, sondern auch um (bisher) Strafrechtliches.
zum punkt "freiwilligkeit":

http://www.freitag.de/2001/21/01211302.php

http://tatblatt.mediaweb.at/119sexarbeit.htm (man beachte den punkt "selbstbestimmung")

ich sage nicht, daß alle freiwillig der prostitution nachgehen, aber es ist durchaus der fall und zeigt, daß diese tätigkeit nicht ausschließlich "verdammnis" ist.
Warum sollte dieser Beruf nicht als normal anerkannt werden.

Wenn man schließlich mal in die Geschichte schaut gibt es diesen Beruf schon ewig lang. Selbst in der Bibel ist davon geschrieben.

Ich muß sagen, ich finde es nicht schlecht das es diese "Berufe" gibt. Schließlich können wir Frauen dadurch sicherer leben.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Männer beim "Hormonstau" durchdrehen würden, die dies aber nicht tun, sondern lieber zu einer Prostituierten gehen, um sich dort abzureagieren.

Und nur, weil dieser Beruf anders ist und für den einen oder anderen unmoralisch ist, sollte er doch aktzeptiert und toleriert werden.

Eure Woody
Das mit dem Akzeptieren und Tolerieren ist so eine Sache, die Aba mal gut definiert hatte. ;o)

Ich fange jetzt noch nicht an, eine ausführliche Antwort zu schreiben aus Zeitgründen und weil ich bei der Arbeit bin. Aber dennoch denke ich, daß ein Otto-Normalverbraucher (weiblich und männlich) dazu eigentlich nix sagen könnte, jedenfalls sowieso erst recht nicht, wenn er/sie die Szene nicht genau kennt.

Woodstock, ein Satz habe ich nicht verstanden, vielleicht könntest Du mir/uns das näher erläutern?
... Schließlich können wir Frauen dadurch sicherer leben.
Ich gehe davon aus, daß Du alle Frauen in der Gesellschaft meinst. Was für eine Sicherheit bietet denn Prostitution für alle Frauen? Oder meintest Du speziell Frauen in der Prostitution?

Und bitte, liebe Teilnehmer und an die Voting-Autoren. Es gibt auch Männer, die in der Szene "aktiv" mitwirken, wenn man versteht was ich meine. Wenn schon ein Thema, dann wenigstens vollständig, auch wenn Frauen-Prostitution "populärer" ist als Männer-Prostitution.

So, der andere Rest kommt am WE. ;o)
Schwierig schwierig...

Erstmal: Ja, es gibt Frauen, die das als Berufung sehen und sogar deshalb Ihren alten Job aufgegeben haben.
Man muss halt unterscheiden.
Einerseits Strassenstrich, wo Frauen sich prostituieren, um zu überleben, bzw Geld für den nächsten Schuss bekommen.

Dann "normale" Bordells, auch hier gibt es natürlich schwarze Schafe, bei denen manche Frauen dazu gezwungen werden. Aber es gibt auch welche, die mahe das freiwilig.. vieleicht, WEIL sie keinen anderen Job kriegen.

Und diese Edeldinger...oder auch Begleitagenturen. Ich glaube, da liegt der grösste Teil der "Berufenen". Viel Kohle, die Frauen können sich aussuchen, mit wem sie mitgehen, wenn Ihnen ein Mann nicht passt, müssen sie nicht, etc.

Es ist auch wirklich OK, dass es Prostitution gibt. Es ist immerhin erwiesen, das die Zahl der Vergewaltigungen viel höher wäre, wenn es keine Prostituierten gäbe. (Ich suche bei Gelegenheit mal die Ergebnisse raus ;))

Ich finde es bewundernswert, denn ich könnte das nicht.

Fazit: Bei Freiwilligkeit OK, Bei Zwang nicht akzeptabel!

Dat Jassylie
irgendwie redet hier jeder nur von den frauen die es vielleicht freiwillig machen.

Aber was ist mit den frauen die zur prostitution gezwungen werden? wenn man mal an andere länder denkt wo leute sogar kinder auf den strich schicken?

Man muss das natürlich unterscheiden!

Jeder kann sich seinen beruf frei wählen, und für viele Frauen und auch Männer (!!!) ist das ehrlich verdientes geld. Es ist doch nichts anderes als wenn leute wie ich morgens ins Büro rennen und da ihren Job machen. Sind sie deshalb schlechte menschen? Auf keinen Fall! Viele verdienen sich so das Geld das sie brauchen um zu leben. Viele tun es weil sie in eine situation geraten sind wodurch sich ihr leben verändert hat. Es gibt viele frauen die diesen Job machen um ihr Kind ernähren zu können, damit es ihnen nicht weggenommen wird.

Ich denke Prostitution ist auch ein kontroverser Begriff. Denn Prostitution bedeutet nicht das sich frauen anbieten, es beudeutet das frauen angeboten werden.

Man muss unterscheiden ob eine frau oder ein mann ihren/seinen Körper gegen zahlung anbietet oder ob er dazu veranlasst wird dieser tätigkeit nachzugehen!

Jede Frau und jeder mann der diese Tätigkeit ausübt wird keine andere wahl haben, denn entweder sie befinden sich in einer schwierigen lage und sehen keinen andern ausweg oder sie wird dazu angehalten. Wie auch immer, ich denke nicht das man das als beruf sehen kann, wenn man in einem Massagesalon, Puff, freundenhaus oder sontiges menschen gegen bezahlung ansieht, denn schließlich ist das strafbar!

§ 180a
Ausbeutung von Prostituierten

(1) Wer gewerbsmäßig einen Betrieb unterhält oder leitet, in dem Personen der Prostitution nachgehen und in dem diese in persönlicher oder wirtschaftlicher Abhängigkeit gehalten werden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer

1. einer Person unter achtzehn Jahren zur Ausübung der Prostitution Wohnung, gewerbsmäßig Unterkunft oder gewerbsmäßig Aufenthalt gewährt oder
2. eine andere Person, der er zur Ausübung der Prostitution Wohnung gewährt, zur Prostitution anhält oder im Hinblick auf sie ausbeutet.

Fassung aufgrund des Gesetzes zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten (Prostitutionsgesetz - ProstG) vom 20.12.2001 ( BGBl. I S. 3983 *) m.W.v. 1.1.2002.

Man sieht das sich jeder bordell besitzer strafbar macht sobald er nur eine/n Prostituierte/n an eine/n Kunden/Kundin anbietet.

siehe auch z.B.:
http://www.spormann.de/foerderung.htm

Aber zurück zu dem anderen Thema:
In manchen Ländern werden (meist) Frauen immer noch zur prostitution gezwungen. Und wollen wir es mal nicht schön reden, auch hier in deutschland!
Diese Frauen und Kinder werden verkauft, gedemütigt und misshandelt. Das sehe ich nicht als Beruf an. Denn sie gehen keinem Beruf nach, sondern sie entfliehen den Schlägen, den Misshandlungen ihrer Zuhälter. Diese Frauen, Kinder und männer leben nicht mehr. Sie lassen all ds über sich ergehen, nicht weil sie geld verdienen. Weil sie dazu gezwungen werden.
Gerade kam im fernsehen eine Dokumentation über den Kinderhandel in Thailand. Da werden Kinder für ein paar dollar verkauft, damit der rest der familie überleben kann.
Diese Kinder werden zur Prostitution gezwungen, zum Betteln gezwungen, usw.
Das ist kein leben mehr, aber diese Kinder sind teilweise noch so jung das sie es gar nicht anders kennen. Sie haben mehr angst vor ihren Zuhältern als vor den Menschen an die sie zur prostitution angeboten werden.

Ich finde Prostitution ist kein Beruf! Es ist eine Hölle!
Menschen die Ihren Körper anbieten, weil sie nicht anders können oder weil es ihnen spaß macht sollen das tun so lange sie wollen! Aber Prostitution ist etwas anderes; etwas viel schlimmeres!

by Proxis
Das Thema "freiwillig" scheint ebenso breit gefächert zu sein wie die Formen der Sexdienstleistung. Trotzdem - auch wenn eine Frau aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus anschaffen geht, so ist das in meinen Augen keine freiwillige Entscheidung. Wenn ich z.B. einen Job annehmen würde, der zwar nicht meinem Berufsziel entspricht, mir aber gutes Geld einbringt - dann ist das zwar eine rationale und ökonomische, aber keine vollkommen freie Entscheidung.

Hinzu kommt, dass für den Kunden und den Gesetzgeber alles andere als offensichtlich ist, in welchem Verhältnis eine Hure zu ihrem Zuhälter tatsächlich steht, i.e. inwieweit sie finanziell, wohnungstechnisch oder auch durch psychischen/physischen Druck von ihm abhängig ist, inwieweit sie ihrer Arbeit selbstbestimmt nachgehen kann, wann und wie oft sie arbeitet etc.

Dass die Prostitution illegaler Einwanderer in den meisten Fällen gesetzeswidrig ist (sei es aufgrund von Einwanderungsbestimmungen oder aufgrund der üblichen Anlegung des Arbeitsverhältnisses), ist in meinen Augen sinnvoll.
Dass jedoch die geduldete Prostitution (wie zB hier in Hamburg) in den Stand eines Berufs gehoben wird, finde ich hingegen positiv. Nur geht der Gesetzgeber hier leider sehr blauäugig an die Sache heran. Wie gesagt - auch unter den Augen der Polizei ist nicht alles so wunderbar und freiwillig, wie es scheint.

Dass die Kontrolle der Betriebsstätten - wie zB in Lokalen und Restaurants - einen enormen Aufwand bedeuten würde, wird auch unterschätzt. Der Gesetzgeber versucht hier, mit kleinen Zugeständnissen (Wegfall der Strafbarkeit der Förderung, Möglichkeit der gesetzlichen Kranken- und Sozialversicherung) zu locken - und auf der anderen Seite Steuern einzustreichen. Den Weg der "vollkommen legalen" Prostitution werden jedoch meiner Einschätzung nach die wenigsten Huren gehen - alleine der Abgaben und hinzukommenden Meldepflichten wegen.

Es hat schon einen Grund, aus dem die Verbände der Sexdienstleister zwar einerseits einen gesetzlichen Rahmen fordern - andererseits aber sehr viel Augenmerk auf Unterstützung beim Aufhören legen. Denn gerade nach mehreren Jahren Arbeit ist es alles andere als einfach, wieder ein solides Leben zu führen.


Die moralische Diskussion zu führen, ist hingegen müßig. Prostitution hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben. Im Laufe der Zeit haben sich halbwegs annehmbare Arbeits-"Umgebungen" gebildet, die von der Gesellschaft weitestgehend akzeptiert werden. Meist hört man "sollen sie - solange es nicht hier im Haus ist". Gerade Touristen und Ortsfremde sind häufig überrascht von der Akzeptanz, die zB hier in Hamburg herrscht.
Die Frage ist - sollte man Mitleid haben oder es verachten?

Ich denke, dass man in diesem Bereich nicht pauschalisieren kann. Im Falle der illegalen (weil erzwungenen oder geschleusten) Prostitution fühle ich persönlich wenig Mitleid für die Zuhälter und bin der Meinung, dass es den Huren in einem anderen Job wesentlich besser gehen würde.
Bei der geduldeten Prostitution sieht es ein wenig anders aus - hier wäre ich aber eher für einen "sozialen" Ansatz, sprich für das Aufzeigen von Möglichkeiten aus der Prostitution und eine weitere gesellschaftliche Akzeptanz.
Es kann nicht sein, dass eine Hure keinen Dispositionskredit bekommt, nur zwischen drei Krankenkassen wählen kann und auf eine von ihrem Zuhälter angemietete Wohnung angewiesen ist, weil sie auf den entsprechenden Formularen keinen Beruf angeben kann.
@ Abalone


weil ein Beruf aus meiner sich Spaß machen sollte


vielleicht gefällt den leuten des fliesband ja ?!?
mal den satz..jeder prostituiert sich - auf irgendeine art und weise tag für tag - nur jeder hat halt einen anderen preis..in den raum wirft..

zum thema:ich sprech jetzt mal bewußt von frauen die es freiwillig tun.. nicht von den tragischen fällen)
1,eine "handentspannung" (so lustig wie das klingt, es wird angeboten..g) kostet 12euro...eine halbe stunde sex (mit allen drum und dran ist mittlerweile für 40 euro und drunter
zu haben).. soviel zum thema "reich werden"
ich red hier nicht vom straßenstrich.. sondern vom bordell..

2,die zahl der studentinnen die anschaffen gehen,steigt ständig,hausfrauen.. ehefrauen die ein doppelleben führen usw. so schwer das auch für manchen zu verstehen ist, aber für viele frauen ist das sogar eine art reiz..und sie tun dies aus reiner lust..viele sehen es als eine art "zubrot" um sich diesen oder jenen wunsch zu erfüllen..

warum will der staat das nun als beruf anerkennen? na ganz einfach.. weil die staatskassen leer sind.. und man ne tolle einnahmequelle wittert..im interesse der frauen wär ich dafür..der hintergrund jedoch ist schäbig!

um evtl. fragen vorzubeugen..
nein ich habe kein bordell..
und nein.. ich geh nicht anschaffen..

mavor ; )
... Schließlich können wir Frauen dadurch sicherer leben.


Also was ich damit meine, ist das es schon genug kranke und geistig gestörte Männer (ich meine damit die Minderheit; nicht das es zu Mißverständnissen kommt)gibt, und das diese besser zu einer Prostituierten gehen sollen, anstatt in der Nacht wehrlose Frauen anzufallen und zu vergewaltigen.

Wer weiß wie viele Männer schon davon abgehalten wurden, Frauen anzufallen, weil sie einfach ins Bordell gegangen sind, um sich dort abzureagieren.

Besser so als anders....
Woodstock,

ich weiß nicht. Zu allererstes gehören Frauen nicht alleine zu den Opfern, sondern auch Männer und Kinder. Daher sehe ich Prostitution da nicht mal als Sicherheit.

Außerdem verstehe ich die Logik doch nicht so ganz. Gestatten, ich ziehe mal ein paar Zitate raus:
...anstatt in der Nacht wehrlose Frauen anzufallen und zu vergewaltigen.
...weil sie einfach ins Bordell gegangen sind, um sich dort abzureagieren.
Wenn ich den ersten Zitat im Zusammenhang zum zweiten Zitat lese, dann frage ich mich als Mensch tatsächlich, wieso eine Vergewaltigung an einer Prostituierten besser ist? Oder wurde mit dem "abreagieren" womöglich nur normaler Sex gemeint? Dann bitte es in Zukunft genauer sein.

Nein, ich denke, mit dem Thema Schutz vor Vergewaltigungen sollte man Prostitution nicht zusätzlich als Begründung geben. Diese Menschen (ich habe bewusst keine Männer genommen, weil eine kleine Minderheit auch Frauen sein könnten) sind vom sexuellem Trieb ausgenommen auch auf Opfer aus, die wehrlos sind, aber sich dennoch wehren, schreien wollen und Angst haben. Auf willige Prostituierten werden die wohl nicht hinaus sein.

Meinung akzeptiert, aber die Begründung ist meiner Meinung nach nicht akzeptabel.

Aber mehr von mir kommt ja am WE. Pro und Kontra, Ihr wisst schon.
(tuerkis)Hallo zusammen,

dann werde ich mich auch mal zu Wort melden, nachdem ich mich durch die Masse der langen und kurzen interessanten Meinungen gearbeitet habe... (ich gehe an dieser Stelle einmal nur auf die weiblichen Prostituierten ein)

Ich habe mir generell mal über dieses Thema Gedanken gemacht... ist ja klar, nach der ganzen Diskussion, die in der letzten Zeit durch alle Medien gegangen ist. Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt, warum sollte es nicht legalisiert werden? Ich meine, jeder verkauft ein Gut, warum sich nicht selber? Solange man das aus freien Stücken macht, finde ich es in Ordnung. Warum kann man nicht erstmal eine Art Gewerkschaft für die Prostituierten bilden. Wäre vielleicht eine Übergangslösung für die Legalität. Das lasse ich gerne so im Raum stehen und warte auf Kommentare...

Die Beweggründe können total unterschiedlich sein. Manche Frauen wünschen sich eventuell auch wieder mehr Spannung oder daß sie sich mal ausleben können. Oder die Beziehung ist eingefahren und sie wollen etwas Neues erreichen.

Schlimm ist es, wenn Frauen aus Polen, Tschechien oder sonstigen Ländern nach Deutschland verschleppt werden oder mit der mit der Aussicht auf eine rosige Zukunft herkommen. Aber am Schlimmsten ist noch die Kinderprostitution. Den Männern, die die Kinder kaufen gehört der Schnipsel vorne scheibchenweise abgeschnitten :-g.

Habe neulich eine Reportage gesehen, da hat eine Familie ihr Kind verkaufen müssen um die Familie zu ernähren und das Kind wurde von dem Käufer im Nachbarland zur Prostitution gezwungen... So was kann man nicht legalisieren.

@ Abalone:
Spass? Naja... in erster Linie sollte ein Beruf Spass machen, zumindest sollte man keine tiefe Abneigung dagegen besitzen. Aber es ist sicherlich kein Kriterium dafür, ob es ein Beruf ist, oder nicht... ich meine ja, Sex macht Spass... aber die anderen Gegebenheiten sollten auch berücksichtigt werden. Und zum 2.: Ich habe neulich einen Artikel in der Zeitung mit den 4 Buchstaben gelesen (NEIN, es ist nicht meine Standardlektüre), daß es Frauen gibt, die es für den Reiz und den Kitzel machen. Also ich glaube schon, daß es auch diesen Teil der Prostituierten gibt... er ist nur verschwindend gering.

@ Admiral:

Definition "freiwillig" (meine): freiwillig ist eine Sache oder Aktion, wenn man nicht dazu gezwungen wird, egal durch welche Einflüsse auch immer.
Ich denke man kann alles freiwillig machen, auch Sachen, die andere nicht verstehen....

@ Proxis (the Oxis):
Der Bordellbesitzer macht sich solange nicht strafbar, wie er keine Minderjährigen oder in persönlicher oder wirtschaftlicher Abhängigkeit anbietet.

@ Woodstock:
ich weiß nicht, ob man es pauschalisieren kann, daß es mehr Vergewaltigungen gibt, wenn man es verbietet. Klar, der Hormonüberschuß muß irgendwohin. Aber ich bin mir sicher, daß wie in jedem anderen Gebiet auch, es sich ein "Schwarzmarkt" bilden würde, denn daran hängt zuviel Geld.

Was haltet Ihr in diesem Zusammenhang von einem "freien Bordell". Da könnten sich die Prostituierten eine Art "Büro" oder Zimmer mieten, in dem sie geschützt ihrem Job nachgehen können??? Als Entgeld müßten sie nur einen Bruchteil der Einnahmen abgeben.

Freue mich auf Eure Kommentare.
:-1013
@Waterangel...

"Warum kann man nicht erstmal eine Art Gewerkschaft für die Prostituierten bilden."
In gewisser Weise könnte man die diversen Vereinigungen der Sexarbeiter (zB Madonna e.V.) als "Gewerkschaften" sehen - zumindest als Interessenvertretung.

"Die Beweggründe können total unterschiedlich sein."
Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde Eure Vorstellungen von den Einstiegsgründen zum Teil etwas euphemistisch. lächels

"Zeitung mit den 4 Buchstaben"
Was ist so schlümm an der "Welt"? g

"Der Bordellbesitzer macht sich solange nicht strafbar, wie er keine Minderjährigen oder in persönlicher oder wirtschaftlicher Abhängigkeit anbietet."
Wobei wie schon gesagt, diese Abhängigkeit im Regelfall nicht nachzuweisen sein wird - das Strafgesetz also nur vor offensichtlicher "Überredungskunst" schützt.

"Was haltet Ihr in diesem Zusammenhang von einem "freien Bordell". Da könnten sich die Prostituierten eine Art "Büro" oder Zimmer mieten, in dem sie geschützt ihrem Job nachgehen können??? Als Entgeld müßten sie nur einen Bruchteil der Einnahmen abgeben."
Prinzipiell steht und fällt eine solche Einrichtung mit dem Betreiber. Eine reine Zimmervermietung (die nach dem Gesetz erlaubt ist) durch Privatleute geschieht bereits - zumindest nach aussen hin. Nachfragen: a) wer sollte es betreiben, b) wer kontrolliert die Einhaltung der Auflagen?

XX
??
water, lies meinen ersten beitrag (den mit dem spaß) nochmal durch - ich glaube, du verwechselst mich mit wahooka?
(tuerkis)uuuups Aba, sorry... ist tatsächlich Wahoo :-p

:-1013