Die Empörung über Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) und dessen Aussage über die "erzwungene Proletarisierung in der DDR", welche u.a. Ursache für die Verwahrlosung der Menschen in den neuen Bundesländern sein soll, ist noch nicht ganz verraucht, da hetzt doch prompt CSU-Chef Edmund Stoiber mit unüberlegten Parolen gegen Ostdeutsche und bringt damit wohl oder übel Unions- Kanzlerkandidatin Angela Merkel in bittere Not und das kann Folgen für die bevorstehenden Wahlen haben.
Für mich persönlich sind die Aussagen des CSU-Chefs diskriminierend und eine ungeheure Dreistigkeit. Ich hätte Herrn Stoiber Aussagen dieser Art niemals zugetraut. Für mich ist er in der Vergangenheit immer einer der wenigen Politiker gewesen, welcher klare Ziele verfolgte, immer wußte wovon er sprach und u.a. höchste Kompetenz ausstrahlte......
Was meint ihr zu den Aussagen des CSU-Chef??? Ein verzeihlicher Ausrutscher im Eifer des begonnenen Wahlkampfes????
Sind die Ostdeutschen (zähle mich ja dazu) Wähler zweiter Klasse oder hat der CSU-Chef möglicher Weise recht damit, als er im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung in Schwandorf meinte:
"Dass wenn es überall so wäre wie in Bayern, gäbe es keine Probleme.Wir haben aber leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern.Die Stärkeren müssen manchmal die Schwächeren ein Stück mitziehen. Desweiteren akzeptiere ich nicht, dass erneut der Osten bestimmt, wer in Deutschland Kanzler wird, dass die Frustierten über das Schicksal Deutschlands bestimmen."
Die bayrischen Landsleute des Herrn Stoiber mögen zwar schlauer sein als der Rest im Osten der Republik, er offenbar aber nicht. Es ist nicht gerade klug von ihm, sich so kurz vor der Wahl als "Ossi-Hasser" zu offenbaren.
Oder gönnen Schönbohm, Stoiber und Co Frau Merkel nicht, dass sie dort siegt und punktet, wo Stoiber verloren hatte???
Also bin gespannt über eure Meinung darüber.......
Gruß standarte