ChatKult FORUM · Next 1.0.7
Forenübersicht » [ meetinx ] » [ Hot Spot ]: Terrorangriffe in Europa – müssen auch wir Angst haben?

[ Hot Spot ]: Terrorangriffe in Europa – müssen auch wir Angst haben?

Nach den Anschlägen von New York und Washington im September 2001 und 2004 in Madrid wurde nun auch London Ziel von Terroristen. Selbst wenn Deutschland bisher von einem massiven Terroranschlag in den Dimensionen von New York und Washington, Bali, Istanbul, Madrid und jetzt London verschont geblieben ist, bedeutet das nicht, dass wir nicht bedroht sind. Habt Ihr Angst vor Anschlägen in Deutschland?

Laut Verfassungsschutzbericht ist in letzter Zeit die Zahl der Mitglieder und Anhänger islamistischer Organisationen in Deutschland auf 31.800 gestiegen. Darüber hinaus scheint sich die Struktur Al Kaida auf regionale und unter einander unabhängige Terror-Gruppen zu verändern. Um Deutschland vor Anschlägen zu schützen, wurden bereits so genannte „Anti-Terror-Pakete“ gegründet.

Aber sind unsere Behörden auf den Ernstfall tatsächlich vorbereitet? Hat der internationale Kampf gegen den Terror nichts gebracht? Sind die Länder der EU gegen Angriffe gerüstet? Wo könnten die nächsten Bomben explodieren? Wie bedroht ist Deutschland eigentlich? Müssen wir Angst haben?


Viel Spaß beim Diskutieren wünschen Euch im Namen von meetinx


:-MX00 und :-1048


Habt Ihr ein Thema, das Ihr gerne mal im HotSpot diskutieren möchtet? Dann schreibt an HotSpot@meetinx.de

Aber sind unsere Behörden auf den Ernstfall tatsächlich vorbereitet? Hat der internationale Kampf gegen den Terror nichts gebracht? Sind die Länder der EU gegen Angriffe gerüstet? Wo könnten die nächsten Bomben explodieren? Wie bedroht ist Deutschland eigentlich? Müssen wir Angst haben?



Mal ehrlich- wie kann man sich denn auf einen Ernstfall vorbereiten?
Wie soll man sich vor Terror schützen?

Wenn es jetzt nicht mehr die "Anderen" sondern die eigenen Staatsbürger sind, die das Land bedrohen, wird man kaum Wege finden dies zu verhindern.

Der Terror lauert überall- und ja, natürlich habe ich auch Angst vor Anschlagen in Deutschland... was eigentlich aber unrelevant ist: Ob hier oder in London, ob New York oder Madrid. Betroffen ist man irgendwie immer, und es nimmt auch nichts der Grausamkeit solange es nur außerhalb von deutschen Grenzen geschieht.

%27Ne Bombe in der Tasche, ein brennendes Auto, welches man in die Innenstadt fährt: es wird IMMER Wege geben. Man kann die Menschen nicht dermaßen kontrollieren- von wegen Big Brother! Das greift natürlich in unser allen Freiheit ein (und ist es uns das wert?) und auch schlicht und einfach nicht machbar..

Manchmal frage ich mich wirklich, worrüber diese Anti-Terror Kämpfe eigentlich diskutieren. Sicherheit in Flugzeugen, Überwachung öffentlicher Gebäude- jaja, das verstehe ich ja alles. Aber gegeben dass es immer und überall passieren kann und das jeder ein potentieller Terrorist ist, frage ich mich, ob man die Herangehensweise nicht einfach ändern sollte.

Terroristen wollen auf sich aufmerksam machen. Sie haben etwas zu sagen. Dort liegt die Wurzel. Hier sollten wir ansetzen...
Meiner Ansicht nach hat der Kampf gegen den Terror nur bewirkt, dass sich die Anschlaege mittlerweile auch nach Europa verlagert haben und von Mal zu Mal brutaler werden.

Der Kampf der El Kaida und weiterer Extremistengruppierungen beziehen sich vor allen Dingen gegen den Kapitalismus (USA und die westliche Welt) sowie ungerechtfertigten "Besetzungen" arabischer Laender (zunaechst Afghanistan, dann Irak, nun Iran?).

Der Terror wird sich weiter verstaerken. Vornehmlich gegen die Laender, die dem grossen Todfeind USA helfen, das heilige Land zu besetzen. Daher sind Spanien und UK die bevorzugten Ziele gewesen. Deutschland sehe ich nicht so im Fokus. Eher als Land, wo diese Anschlaege vorbereitet aber dann nicht durchgefuehrt werden.

Und eine Sache kann und werde ich mir nicht verkneifen: Wenn die CDU vor drei Jahren gewonnen haette, waeren diese Anschlaege wahrscheinlich auch in Deutschland gezuendet worden. Man vergesse niemals: Merkel und Stoiber wollten auch den Krieg im Irak!!

:-ghost
wenn ich mir über mögliche anschläge gedanken machen soll kann ich mich auch gleich in meinem zimmer einschließen.
ich denke mal wenn man die unfälle im verkehr / haushalt / arbeit usw mit den terroranschlägen vergleicht sollte die möglichkeit daheim von der treppe zu fallen ca genauso groß sein wie von einer bombe getroffen zu werden, von daher steh ich dem eigendlich "locker" gegenüber weil wenns passiert kann ich auch nix machen oder vielleicht doch wenn ich ab heute mit einem gepanzertem anzug durch die gegend laufe aber da wäre die chance in einen fluß zu fallen und zu ertrinken genausogroß .. blabla so kann man das die ganze zeit weterführen ;)

Man vergesse niemals: Merkel und Stoiber wollten auch den Krieg im Irak!!

schröder wollte 1mio arbeitslose .... wenn sein "ruf" besser gewesen wäre hätte er den krieg auch unterstützt 100%25ig


MFG
Wahooka
(thinkpink)Wie in Großbritannien muss auch den italienischen Behörden bewusst sein, dass ein Anschlag in einer italienischen Großstadt im Prinzip nur eine Frage der Zeit ist. So hat sich beispielsweise in Rom in den vergangenen Tagen das Stadtbild verändert: An jeder größeren Kreuzung, an jeder Touristenattraktion zeigen Polizei und Carabinieri Präsenz. Polizisten streifen durch U-Bahn-Züge und Bahnhöfe.

(font2)rp-online(/font2)



Die Italiener mögen eher gefährdet sein, als wir hier in Deutschland. Aber wissen kann man nicht, wo die nächsten Bomben hochgehen. In Italien versucht man sich wenigstens durch verstärkte Kontrollen zu schützen. Ich war am letzten Wochenende in Berlin, sind am Tag des Anschlags in London dort angekommen. Weder am Flughafen, noch in der Stadt und schon gar nicht in den U- und S-Bahnen ist mir verstärkte Polizei oder BGS Verstärkung aufgefallen. Im Gegenteil, wenn ich mich recht erinnere, habe ich kaum Uniformierte gesehen. Dabei wäre doch Berlin als Hauptstadt eine der Hauptzielscheiben in diesem Land. Da nützen unsere wahnsinns Anti-Terror-Pakete u.a. mit biometrischen Daten in Ausweis und Pass im Ernstfall auch nichts.(/thinkpink)
von daher steh ich dem eigendlich "locker" gegenüber weil wenns passiert kann ich auch nix machen oder vielleicht doch wenn ich ab heute mit einem gepanzertem anzug durch die gegend laufe aber da wäre die chance in einen fluß zu fallen und zu ertrinken genausogroß ..


Diesen Vergleich finde ich unpassend.Dass Du die Treppe runter fällst oder in einem Fluss ertrinkst, ist unter Umständen wirklich nicht zu verhindern.
Das sind Dinge, die wir als Unfall oder auch Zufall abstempeln.

Ein Terroranschlag ist aber kein Unfall der zufällig geschieht und den man nicht verhindern kann.

Ich denke schon, dass Du und auch wir alle etwas dagegen unternehmen können. Die Einstellung der westlichen Welt benötigt einfach eine Radikalüberholung...

Ich bin kein Terrorist und auch kein Diplomat, aber meine Meinung besteht darin dass wir den Terroristen (der süd-östlichen Welt) mehr Aufmerksamkeit schenken sollten (und nicht nur,wenn Anschläge gerade aktuell sind) - nach Ideen und Lösungsansätzen suchen sollten, welche den Menschen dort weiter helfen könnten bzw. mehr Aufklärarbeit in diesen Regionen zu leisten.
Blinde Wut á la G.W. Bush- "Unser heiliges Amerika, das lassen wir uns nicht bieten, wir werden sie besiegen" kann uns nicht weiterhelfen.
Auf diese Art und Weise schürt man rückläufige Wut, bekämpft aber nicht den Terror.

Von daher: Man kann gegen den Terror etwas tun. Für alles gibt es eine Lösung. Und wenn diese so dringend benötigt wird, wie für dieses Problem, dann ist eine Meinung wir "da kann ich sowieso nichts dran ändern" nicht gerade hilfreich.


schröder wollte 1mio arbeitslose .... wenn sein "ruf" besser gewesen wäre hätte er den krieg auch unterstützt 100%25ig


Schröder allein hat schon mal nichts zu entscheiden- es ist die SPD, die sich gegen den Krieg gestellt hat.
Und blöd ist die CDU ja auch nicht- sie wissen, dass Krieg immer negative Meinungen hervorruft- das dieser von dem größten Teil der Gesellschaft nicht gebilligt wird.Warum also haben sie trotzdem dafür plädiert?
Ich glaube das Thema Krieg ist einfach viel zu inhuman und ernst, als dass es ein wirkliches Wahlkampfthema dargestellt hätte.

Egal was Schröder und seine Partei versprochen haben. Ich bin nicht dermaßen enttäuscht von unserer Regierung, wie es in den Medien immer dargestellt wird. Ich lebe gut, ich lebe friedlich, ich werde keine Studiengebüren zahlen müssen, die Mehrwertsteuer ist gering usw.
Duch die Ökosteuer haben sie 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Sicherung der Sozialsysteme und den Schutz der Umwelt...
und das Hartz-Programm war zumindestens schon mal ein Ansatz, der von der vorherigen CDU-Regierung nicht getätigt wurde.Endlich können wir die ganzen Sozialschmarotzer aus ihren Nestern locken.

Und dass uns dadurch auch noch eine Kriegsbeteiligung erspart geblieben ist, ist natürlich das positivste.

Aber mit Blick auf die möglichen Neuwahlen im Herbst bin ich mir nicht ganz so sicher, ob Deutschland zukünftig wirklich auf der sicheren Seite steht.
Und außerdem: Man schlägt dort zu, wo man am wenigsten damit rechnet.
Nach den Anschlägen auf New York habe ich London ein Jahr gegeben, bis etwas passiert. Und wie lange hat%27s gedauert? Man hat sich schon fast wieder sicher gefühlt.
Oder anderes Beispiel: Djerba! Da wäre auch nie jemand drauf gekommen.

Ich glaube nicht, dass Italien das nächste Ziel sein wird. Das wäre einfach zu berechenbar... und wer will das schon sein?
Die Gefahr für Deutschland ist nicht wirklich gebannt. Der Hass der Terroristen gilt nicht unbedingt den kriegführenden Ländern... er gilt den westlichen, kapitalistischen Industrienationen. Und das sind auch wir.
applaus für michelle!
dein stil zu schreiben ist echt cool. du benutzt nicht tausend fremdwörter aber drückst dich trotdem gewählt aus. auch wenn ich nicht immer deine meinung teile, finde ich sie jedes mal äußerst interessant.

nur mal so angemerkt...


zum thema:

ich habe mehr angst, nachts alleine durch die straßen zu laufen, als mich an einem möglichen ziel für einen bombenanschlag aufzuhalten. gewalt, wut und angst sind überall. doch bin ich auch der meinung, dass wir quasi ohnmächtig sind, was die bekämpfung dieser terroristen angeht. ihnen gehör zu verschaffen wäre nicht richtig. somit hätten sie mit all ihrer gewalt und den vielen zivilen, unschuldigen menschen, die sie getötet haben, erfolg. außerdem; was genau wollen die? wer sagt, dass sie ruhe geben, wenn wir westlichen länder uns zurückziehen und sie in ihren ländern frei walten und schalten lassen. ich denke, der hass, der in diesen menschen immer größer wird, wird sich nicht durch die erfüllung ihrer forderungen legen. für die selbstmordattentäter ist es die allerhöchste ehre, die jemand für sein land erbringen kann. wie ehren sie sich in diesen maßen, wenn keine bombenanschläge etc. mehr nötig sind? ich glaube nicht, dass es machbar ist, terroristische vereinigungen mit loyalität, toleranz und akzeptanz ihrer lebensformen zum "stillschweigen" zu kriegen. sie sind terroristen, weil sie von propagandistischen anführern angestachelt und manipuliert werden, ihnen meinungen "eingebrannt" werden, die für sie gesetze sind und absolut unanfechtbar. was geht nur in diesen köpfen vor? was machen sie als nächstes und wie weit gehen diese "eiskalten patrioten"? davor sollten wir uns fürchten. und richtig, italien wäre zu einfach. sie schocken durch ihre überraschungsmomente...

eine lösung oder einen ansatz für eine habe ich nicht, sonst säße ich auch nicht hier in diesem büro in münster, sondern vielleicht in berlin ;-)

(schwarz)carina

Der Kampf der El Kaida und weiterer Extremistengruppierungen beziehen sich vor allen Dingen gegen den Kapitalismus (USA und die westliche Welt) sowie ungerechtfertigten "Besetzungen" arabischer Laender (zunaechst Afghanistan, dann Irak, nun Iran?).


Falsch, der Kampf der El Quaida bezieht sich nicht im geringsten gegen den Kapitalismus, zumal ihre Geldgeber doch große Profiteure ebenselben Systems sind. Der Kampf von El Quaida bezieht sich gegen die aufgezwungene Besetzung islamischer Länder im Nahen Osten und dem Rest der Welt. Bezieht sich gegen das Betreten der heiligen Stätten zwischen Euphrat und Tigris (ganz im ernst, wäre ich gläubig und es würde jemand in meiner Kirche urinieren, würde ich auch nichts weiter als Hass empfinden)
Man schaue sich einmal die Landkarte der ehemaligen Sowjetunion an, heute muslimisch geprägte Länder wie Usbekistan, Kirgisien, etc. sind durch amerikanische Militärpräsenz überprägt. Ursache: ganz klar, hegemoniale Ansprüche gegenüber der ehemaligen SU bzw. dem heutigen Russland. (Irgendwie ist mir sogar danach das Wort Kreuzzug in den Mund zu nehmen, aber damit würde ich mich terroristischem Vokabulars bedienen.) So hat der neu und vorallem frei gewählte kirgisische Präsident Bakijew geäußert, dass er keine US-amerikanische Militärpräsenz in seinem Land wünscht. Daran zeigt sich erst, wozu die von den US-Amerikanern so stark favorisierte Demokratie und ihre Verbreitung in der Welt führt. Ob das Pentagon diesem Wunsch jedoh nachkommt, ist fraglich - hier tun sich Berührungspunkte für einen neuen Konfliktherd auf.


schröder wollte 1mio arbeitslose .... wenn sein "ruf" besser gewesen wäre hätte er den krieg auch unterstützt 100%25ig


BILD lässt grüßen, mehr als nur lächerlich was da von sich gegeben wurde.

---

Der islamischen Welt sollte der Eindruck genommen werden missioniert zu werden, wären die Absichten ernsthaft und würde man aufrichtig versuchen Wohlstand und Demokratie in die Länder zu bringen und Entwicklungs- bzw. Aufbauhilfe zu leisten, ohne das man diese Länder irgendwelchen Zwängen unterwirft, hätte sich das Problem des internationalen Terrorismus sicher schon abgemildert. (Achtung: alles höchst spekulativ)

Man bedenke, gegen religiöse Fanatiker die ihre Djihad gegen die Ungläubigen führen kann man nichts tun. Diese werden ihren Glaubenskrieg bis zu einem blutigen Ende fortführen, ob man nun das irakische Oel nach Europa, USA verkauft oder im eigenen Land behält, das spielt keine Rolle.

Es ist an der Zeit Tolleranz zu predigen, nicht jeder Turbanträger oder Suren-Sänger ist gleich ein Terrorist, man sollte fremde, bzw. andere Kulturen so akzeptieren wie sie sind und ihnen nicht mit aller Gewalt ein anderes Denkmuster aufprügeln.
Erneute Bombenanschläge in London:
http://www.netzeitung.de/ausland/349498.html
Ich hab eher Angst nen unverschuldeten Autounfall zu haben.
(thinkpink)+++ Aufgrund der Aktualität des Themas und der Ferienzeit wird dieser HotSpot verlängert +++



Viele unserer Chatter sind im Urlaub, einige haben ihn noch vor sich. Habt Ihr Angst, an Eurem Urlaubziel in Gefahr zu sein? Würdet Ihr lieber Zuhause bleiben, wenn nicht schon alles gebucht wäre? Habt Ihr Euer Ziel bedacht ausgewählt oder nehmt Ihr keine Rücksicht auf potenzielle Risikoorte? Meidet Ihr Großstädte und Touristenhochburgen oder seid Ihr völlig relaxed, was das Thema Terror angeht?


:-MX00
Terrorverdächtige Ausländer sollen nach Ansicht des bayerischen Innenministers Beckstein vorbeugend in Sicherheitsgewahrsam genommen werden: "Potenzielle Terroristen dürfen bei uns nicht frei herumlaufen." Auch Terrorverdächtige per Kopfschuss zu töten hält er für grundsätzlich zulässig.


da frage ich mich ja - gehts noch?
Letzten Sonntag am Bochumer Hauptbahnhof,
an den Gleisen, dort wo sonst angezeigt wird welcher Zug als nächstes einfährt
oder wieviel Verspätung er haben wird,
stand dieser Text:

!!!!!ACHTUNG!!!!!
ACHTEN SIE BITTE AUF HERRENLOSE KOFFER!


Das fande ich teils skurril, teils lustig.
Auf jedenfall wert genug um diesen Beitrag wieder auszubuddeln.
Interessant...die Frage ist doch, wie lange dies Bestand haben wird. Irgendwann verschwindet das wieder und irgendwann kommt der Alltag wieder. Und irgendwann...passiert wieder ein Unglück und alles geht von vorne los...
Jawoll und Hartz IV-Empfänger als TrainGuards!
Allein schon die Idee, überhaupt TrainGuards einzuführen fand ich absurd. In jedem Zug in Deutschland, am besten noch in jedem Abteil. Manche Politiker scheinen wirklich jeglichen Sinn zur Realität verloren zu haben...