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Gorleben 2004

(weiss)
"Nach einem blutigen Zwischenfall in Frankreich hat der mit zwölf Atommüllbehältern beladene Castor-Transport Niedersachsen erreicht.
Nähere Angaben machten Polizeisprecher am Montagmorgen nicht. Der Zug wird am Abend im
Wendland erwartet. In Dannenberg sollen die Atommüllbehälter für den Straßentransport nach Gorleben auf Tieflader umgesetzt werden. In Frankreich hatte der Zug am Sonntag kurz vor der deutschen Grenze einem 21 Jahre alten Mann, der sich an die Gleise gekettet hatte, ein Bein abgefahren. Er starb kurze Zeit später. Es war der erste schwere Unfall seit Beginn der Transporte 1995.

Atomkraftgegner reagierten schockiert. In Hannover und in Hitzacker kamen mehrere hundert zu Trauerkundgebungen zusammen. Die Anti-Atom-Gruppen wollen an diesem Montag entscheiden, wie sie nach dem Unfall ihren Protest fortführen wollen. Der Protest werde auf eine andere Weise als ursprünglich geplant weitergehen, teilten Sprecherinnen der Anti-Atom-Initiative X-tausendmal quer am Morgen mit. Symbole der Trauer sollten dominieren.

Der Transport mit hoch radioaktiven Glaskokillen war am Samstagabend bei der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague gestartet. Mit der Ankunft der Atommüllbehälter im Zwischenlager Gorleben war ursprünglich am Dienstag gerechnet worden."

(Quelle: www.focus.de)

Ich finde dieser Typ der hat doch echt nen Lattenschuss gehabt! :-aua
Jeder weiß, dass ein Zug nicht so schnell anhalten kann und wenn er dieses Risiko in Kauf nimmt, ist er sleber Schuld und das hatw ohl kaum noch mit dem Thema "ATOMKRAFT" zutun... :-motz
das kann man sehen wie man will...
für uns schwer nachzuvollziehen, aber er ist für seine überzeugung gestorben. geändert hats jedoch nichts!

(schwarz)carina
ihm geschiehts gerecht...
ist selber schuld..wenn er meint, er muss bei sowas mitwirken udn sich anketten...
er muss sich bewusst sein, dass er den staat behindert...und das kostet allen geld, nicht nur den staat..bzw, die geben es ja ans volk weiter...
deswegen sollte manimmer bei sowas knallhart durchgreifen...
yope... as hitman said...

wenn er sich unbedingt dranketten muss, muss er und seine "mitstreiter" auch mit solch möglichen konsequenzen rechnen...
Stimme der Allgemeinheit hier zu. Wer mit Feuer spielt, verbrennt sich.
Stimme der Allgemeinheit hier zu. Wer mit Feuer spielt, verbrennt sich.


nicht unbedingt... auch bei aktivisten gibt es regelrechte pyrotechniker... aber leider eben auch solche die sich schon an einem streichholz verbrennen...
Der Raucher ist schuld an seinem Krebs.
Der Alkoholiker an seiner Abhängigkeit.
Der Drogenberauschte an seiner Selbstverstümmelung.
Der Meister Popper an seinem Aids.
Der Raser an seiner Querschnittslähmung.
Der DDR-Flüchtling an der Gewehrkugel in seinem Rücken.
Der Börsenspekulant an seinem Ruin.
Der Unachtsame an seinen schweren Verbrennungen.
Und der Demonstrant an seinem Tod.
Aber ist es deswegen weniger tragisch?

Zumindest ein Na-und,-selbst-Schuld, kann man sich sparen.
Oder ob seine Angehörigen auch so denken, „selbst schuld”?

WSK
Hmmmm...interessantes Argument WSK. Ich glaube, bei den genannten Beispielen dürfte die Reaktion doch recht unterschiedlich ausfallen.

Ich persönlich finde es gut, wenn Menschen für das, woran sie glauben, einstehen und sich dafür einsetzen. Allerdings tragen sie auch voll und ganz das Risiko dabei. Wenn jemand meint, sich einem staatlich genehmigten Zug entgegenzustellen und der dabei getötet wird, dann tut es mir für den Menschen leid, aber dumm war er trotzdem.

Ein anderes Beispiel: Ich würde mich als Pazifisten bezeichnen. Ich halte nichts von Soldaten und nichts davon, in andere Länder einzumarschieren. Und jeder einzelne Soldat, der z.B. im Irak stirbt, ist selber schuld und ist dumm, weil er Soldat geworden ist. Das ist sicherlich eine hochkontroverse Diskussion, aber ich persönlich halte Kriege, Kämpfe und Besetzungen für die falsche Lösung.

Für seinen Glauben einzustehen, für diesen Glauben etwas zu tun und voll und ganz eins zu sein mit ihm ist eine Sache - die andere ist es, sich Gesetzen, an die sich JEDER halten muß, zu brechen und einfach seinen eigenen Weg zu gehen (und sich beispielsweise auf Gleise zu legen). Unsere Gesellschaft funktioniert nur, weil wir Gesetze haben, an die sich jeder halten sollte. Oder könnte ich einfach mal so zum Spaß den Bundeskanzler umbringen und nicht dafür belangt werden? Nein - so kann eine Demokratie nicht funktionieren.

:-ghost
Der Raucher ist schuld an seinem Krebs.
Der Alkoholiker an seiner Abhängigkeit.
Der Drogenberauschte an seiner Selbstverstümmelung.
Der Meister Popper an seinem Aids.
Der Raser an seiner Querschnittslähmung.
Der DDR-Flüchtling an der Gewehrkugel in seinem Rücken.
Der Börsenspekulant an seinem Ruin.
Der Unachtsame an seinen schweren Verbrennungen.
Und der Demonstrant an seinem Tod.
Aber ist es deswegen weniger tragisch?

Zumindest ein Na-und,-selbst-Schuld, kann man sich sparen.
Oder ob seine Angehörigen auch so denken, „selbst schuld”?

WSK


Was willst du von gewissen Personen hier noch so alles erwarte? Überfordere sie nicht.. ;-)
@zed: Ich denke Seitenhiebe auf Personen kannst du dir sparen. Mich interessiert viel mehr deine Meinung was du genau dazu zu sagen hast ;-)

:-ghost
m.E. die beste idee in diesem zusammenhang war - sich als menschliches schutzschild im iraq zu engagieren. g

..für die richtige idee zu sterben is manchmal heldenhaft, für die falsche dumm. beides jedoch tatsächlich tragisch, umso mehr, sofern man sich geirrt haben sollte, aber entsprechend auch dumm, wenn es in bezug auf die konsequenzen war.
Zumindest ein Na-und,-selbst-Schuld, kann man sich sparen.
Exakt.

Ansonsten wundert%27s mich nur, dass es nicht erwähnt wurde, dass der Zug vielleicht zu schnell gefahren sei und wieso der Überwachungshubschrauber nicht reagiert hat. Da kann man verdammt noch vom Glück reden, dass an der Gleise nichts demoliert wurde.

Jedenfalls gab es einen Toten und das ist irgendwie tragisch und traurig; unabhängig durch welchen Umständen.
der zug fahr korrekt shcnell und der überwachungshubschrauber war gerade beim auftanken und dass nicht die polizei jedes streckenteil überwachen kann, ist ja wohl auch klar :-aua

der zug fahr korrekt shcnell


hmm s-) gg

kraz lan, du disch ankettest? - hole isch meine brüder, und mache dich zug!
Ach, es war beim Auftanken? Soso, das nennt man also %27Sicherheit%27.
Zug Tempo 100 und 2000 Tonnen schwer, Überwachungshubschrauber weg zum Nachtanken, und die Motorradstreifen werden die Personen zu spät bemerkt haben. Aber du hast recht, bei Tempo 100 kann die Polizei auf dem Boden nicht jeden Streckenteil überwachen und das bei so einer Ladung, auweia. Alles klar.

der zug fahr korrekt shcnell


hmm s-) gg

kraz lan, du disch ankettest? - hole isch meine brüder, und mache dich zug!



:-lach


:-shy
wenn nächstes mal die bahn einfach wieder die preise erhöht oder undurchsichtige tarife anbietet ketten wir uns auch alle paar kilometer an die gleise...

vielleicht wird dann auch einer überrollt, wir haben alle unsere ideologien erfolgreich durchgesetzt, und alles bleibt beim alten...

viva la revolution

chepeif
http://www.tageschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3791636_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html