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[ HotSpot ]: Lieber sterben oder leben?

In den letzten Tagen geht eine Diskussion jeden Tag durch die Schlagzeilen und wieder einmal ist das ganze Land in zwei Lager gespalten.

Das Urteil des Berufungsgerichts in Atlanta erschüttert zwar die Eltern der Koma-Patientin Terri Schiavo, doch sie wollen weiter kämpfen. Die Ernährung von Schiavo wird nicht wieder aufgenommen. So entschied das Berufungsgericht am Mittwoch. Vater und Mutter der 41-jährigen Frau kündigten daraufhin einen Eilantrag beim Supreme Court an. Schiavo wird auf Wunsch ihres Mannes seit Freitag nicht mehr künstlich ernährt.

Quelle: RP-Online


Seit nunmehr 15 Jahren liegt Terri Schiavo im Wachkoma, wurde bis letzte Woche über eine Magensonde künstlich ernährt. Diese wurde auf Wunsch ihres Ehemannes entfernt, ihre Eltern reichten hingegen Klage ein, die Sonde wieder einzusetzen.

Ist es ein Leben, wenn man über 1/3 seines Lebens im Wachkoma liegt? Ist es Qual oder Ruhe? Sollte man Wachkomapatienten am Leben erhalten? Die Diskussion über aktive Sterbehilfe kommt hier wieder auf.

Unsere Fragen an Euch: wie steht Ihr zur aktiven Sterbehilfe? Wenn Ihr Euch in die Situation von Terri versetzt, würdet Ihr lieber sterben oder leben wollen? Wen könnt Ihr besser verstehen, den Ehemann oder die Eltern? Könntet Ihr die Entscheidung treffen, den Menschen, den Ihr liebt, nicht mehr am Leben zu lassen?


Viel Spaß beim Diskutieren bei diesem doch sehr ernsten Thema wünschen Euch


:-MX00 und :-1048


Habt Ihr ein Thema, das Ihr gerne mal im HotSpot diskutieren möchtet? Dann schreibt an HotSpot@meetinx.de
an dem thema kam man in den letzten tagen ja gar nicht vorbei, sofern man nicht alle arten der medien boykottiert hat. neuster stand der dinge: jeb bush (seineszeichens gouverneur von florida und bruder von george w.) will Terri in "schutzhaft" nehmen, um eine weitere nahrungszuführung sichern zu können. außerdem soll j. bush im namen von florida das sorgerecht für terri beantragt haben.

aber trotz der ganzen informationen, pro & contras, ethnischen und moralischen bedenken bin ich immernoch zwiegespalten und kann keine klare stellung beziehen. 15 jahre. das ist so unvorstellbar lange. daher finde ich es umso größer (rein menschlich gesehen), dass sie von ihrer familie und ihrem ehemann nicht aufgegeben wurde. aber ich denke, irgendwann muss schluss sein. ich kann verstehen, dass der ehemann einen schlussstrich ziehen will, um mögliche qualen und leiden endlich zu beenden und vielleicht um sein leben auch wieder in andere (positivere) bahnen zu lenken (was noch lange kein pro für sterbehilfe sein sollte, sondern nur ein weiterer aspekt dieser überlegung!). andererseits kann ich%27s genauso gut verstehen, dass eltern nicht einfach so ihr kind aufgeben wollen. ausserdem weiß ja niemand, wieviel sie tatsächlich von ihrer umwelt wahrnimmt und mitbekommt, ob sie tatsächlich gefühlsregungen zeigt oder ob das unkontrollierte bewegungen sind...

so, jetzt - nach 15 jahren des hoffens und bangens und der tatsache, dass der zustand nach wie vor unverändert ist, soll also über ihr weiteres "leben" bzw. über weitere lebenserhaltungsmaßnahmen oder ihrem tod entschieden werden. ich denke, das ist eine angelegenheit, die die ärzte gemeinsam mit der familie (wozu ich den ehemann zähle) entscheiden sollten. denn das sind die menschen, die sie ihr leben lang begleitet haben und nicht irgendwelche plakatschwänker vor dem krankenhaus oder politiker, die mal wieder in den medien auftauchen wollen!
ich emfpinde es als eine bodenlose respektlosigkeit diesen "fall" medienwirksam zu verkaufen und publik zu machen, um ein weiteres mal das amerikanische volk aufzuhetzen und somit zu spalten, das m.E. sowieso nicht gerade mit übermäßig viel intelligenz gesegnet wurde.

wenn ich das ganze auf mich und mein leben beziehen würde, wäre es leichter eine entscheidung zu treffen. ganz egal ob ich vielleicht noch denken kann und mitbekomme, was um mich geschieht, mich aber keineswegs bemerkbar machen kann und mich auf keinste art mitteilen kann, würde ich dieses "dasein" verabscheuen und hoffen, dass ich erlöst werde. ich möchte keine 15 jahre lang mehr oder minder vor mich "hinvegetieren" und vielleicht sogar noch zusehen, wie die menschen, die mich lieben, daran zerbrechen, dass sie mich tagtäglich so sehen müssen.

andererseits find ich es auch äußerst krass, dass sie dann quasi verhungern wird. da muss es doch andere möglichkeiten geben!

immernoch keine klare meinung,
(schwarz)carina
Nun ja je nach schwere der Krankheit oder der aussichtlosigkeit der Heilung bin ich für Sterbehilfe da ich finde diese leute sollten nicht leiden sondern erlöst werden denn auch alzheimer kranke patienten leben nicht mehr wirklich ich glaub aus denen enstand das wort Zombie ich spreche da aus erfahrung.

Gruß

LT
Es gibt Leute, die nach so langer Zeit wieder aufgewacht sind und klar im Kopf waren.

Ich finde die Sache ziemlich riskant

Ach ja, wie liebt man es doch in Amerika, solche Dinge wirksam zu verkaufen. Im Grunde genommen geht es keinen außer den wirklich Betroffenen irgendetwas an. Die Einmischungen machen doch alles nur noch schlimmer. Ich fände es in Ordnung, wenn man das Thema allgemein in der Öffentlichkeit behandelt, anstatt sich an dem Schicksal einer solchen, bedauernswerten Person aufzuhängen und es zu "benutzen". Mit Sicherheit ist das Thema an sich etwas, über welches man sich Gedanken machen sollte. Doch diese Art von "Gedanken machen" am Beispiel dieser Frau finde ich unmöglich.
jeden hund würde man gnädig einschläfern - diese arme frau muss seit nunmehr 8 tagen qualvoll verhungern und verdursten!

lasst euch mal von einem arzt erklären, WIE qualvoll der tod durch verdursten ist!

xeena
Lag dein Hund schon mal im Koma, Mädel?
Wirklich vergeleichbar
das "mädel" ist 40 jahre alt und hat in ihrem leben dinge gesehen, von denen du dich nicht mal zu träumen traust!

ich ignoriere mal deinen groskotzigen ton und versuche dir zu erklären, was du nicht verstanden hast, ok?

was mich an dem ganzen entsetzt ist, dass die frau sich langsam zu tode quält - und kommt mir jetzt bitte keiner mit "die merkt doch eh nix, die liegt ja im koma", denn ein wachkoma ist kein herkömmliches koma und ich weiss sehr genau, dass man fühlen und z.t. auch hören kann!

mein satz "ein tier würde man gnädigerweise einschläfern" bezieht sich darauf, dass man einem tier mehr gnade erweist, indem man es sich nicht langsam zu tode quälen lassen muss, sondern es, wenn es keinen ausweg mehr gibt, erlösen kann, erlösen darf!

m.e. ist es wider jegliches ethisches recht, einen menschen so zu tode zu bringen - es ist menschenverachtend, schmerzvoll und grausam

xeena
Wie kann man seinem Kind das antun? Lasst Sie doch endlich in Ruhe sterben!

:-1028
gibt woody da recht

und fra unbekannt-ich-bin-nicht-angemeldet-aber-40-jahre-alt gg, sdie kriegt morphium. das heißt, sie spürt von schmerzen rein gar nichts. außerdem ist diese frau gehirntot, die wird nie wieder wach... was hatse denn davorn und auch wenn ich jetzt von euch die hucke vollkriege: die lebt auf staatskosten und das sind bestimmt erhebliche beträge die da zusatande kommen.
Ist mir ziemlich egal was du ignorierst und was nicht ;), außerdem solltest du deinen eigenen "großkotzigen ton" mal überdenken, wenn du ihn schon an anderen kritisierst, oder etwa nicht? Was ich gesehen habe, weißt du schließlich ebensowenig. Nur mal dazu
Ich lasse jedem seine Meinung und ich akzeptiere deine wie die eines jeden anderen. Also sei wenigstens genauso fair und werd nicht gleich ausfallend, Gottchen!
Jetzt muss sie nicht mehr leiden: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4203334_NAV_REF1,00.html
Als Arzt hätte ich die Maschinen schon vor 15 Jahren abgestellt ... ´die chancen einer wiedergenesung waren eh aussichtslos,zudem 15jahre im bett gefesselt zu sein ist kein schönes leben..vorallem wenn man nichts selbstständig machen kann nicht mal atmen ... tz waren 15 qualvolle jahre
Das, was ich da eben gelesen hatte, konnte ich erst nicht wirklich glauben ^^
Ich meine, wenn die Familie jetzt schon so lange ausgehalten, und jetzt wird die arme Frau quasi ja Getötet..
Ich habe eure Antworten jetzt noch nicht gelesen, da ich keine Zeit hatte..
Das Thema ist durch. Terri ist vor einigen Wochen gestorben!

:-(

Das, was ich da eben gelesen hatte, konnte ich erst nicht wirklich glauben ^^


also ich würde tendentiell auch hier nichts glauben.

erst recht nicht, wenn ich zu faul bin die antworten zu lesen.

und ganz gewiss dann nicht, wenn ich über das weltgeschehen aus den einleitungsposts der internetforen erfahre.

und schon gar nicht, wenn ich das vier jahre spätter als der rest der welt tu.

hust...