Ach, ich weiß nicht, das klingt mir wieder sehr nach Kokolores - Rassismus ist kein Problem, dass sich allein auf Fussball beschränkt. Wer sich im Stadion rassistisch äussert, tut dies auch ausserhalb, und umgekehrt.
Und was folgt demnächst - ein Schal gegen den Rassismus beim Eishockey, ein Stirnband gegen den Rassismus beim Tennis, oder machen wir%27s doch regionaler - ein Schlüsselanhänger gegen den Rassismus beim Minigolf in Zupfenhausen-Hintertupfingen?

Fein, dass Nike nicht sämtliches Geld selbst einsackt, sondern auch etwas an eine Stiftung fliesst - und was tut jene damit? Sie erforscht, was man tun könnte ... nicht gegen Rassismus im Alltag, nein, nur im Fußball. Na denn. Als ob das Gedankengut am Ticketschalter abgegeben werden könnte - draussen darf der Rassismus dann wieder aufflammen, es geht ja nur um saubere Stadien.
Ja, übertrieben

Nichtsdestotrotz halte ich die Aufsplittung der Problembekämpfung für falsch und unproduktiv. Anstatt seine "political correctness" zur Schau zu stellen und ein Armband zu tragen sollte man sich mit den Menschen unterhalten - einmal reicht wohl nicht aus, eine Lebensauffassung ist komplex und bedarf mehr Aufmerksamkeit als ein Abend in der Stadionkneipe. Achtet im eigenen Bekanntenkreis auf extreme Gedanken und diskutiert dort - das bringt meines Erachtens mehr als ein schickes Armband. Zumal es für mich auch wieder etwas von Abwälzung hat - %27ich habe doch zwei Euro gespendet, damit ist mein Part erledigt, um den Rest sollen sich die Stiftungen kümmern%27. Das kann nichts werden.