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Gewalt gegen Kinder/Jgdl.-wo fängt das an

Ich wollt einfach nur mal so wissen wo bei euch Gewalt gegen die eigenen Kinder anfängt. Ist die Ohrfeige schon zuviel oder muß da schon mehr sein. Ist Ohrfeigen als Bestrafung okay oder sollte das nur eine Ausnahmehandlung sein.
Ab wann sollte man sich als betroffener zum Ju-amt oder sonstwem wenden?! Und wieviele Kinder tun das schon...
Bin gespannt.....
entnehme ich deinem thread, dass du physische und psychische gewalt voneinander trennst????

:-t LB :-t
ich find es nicht ok .. auch nicht als bestrafung.. man kann seine kinder auch anders bestrafen wenn man denkt das das sein muss aber nicht mit schlagen ...
Ich halte gar nichts davon.Bestrafungen allgemein sind ok(z.B.Fernsehverbot o.ä),wobei ich aber auch der Meinung bin,daß sie nicht sehr viel bringen.Aber das ist ja ein anderes Thema.
Ich kann verstehen,daß,wenn Eltern total gernervt sind und was-weiß-ich-noch-alles zusammenkommt,Ihnen mal die Hand ausrutscht.Damit entschuldigen kann man das jedoch nicht.Gewalt ist nie die Lösung - aus Gewalt resultiert Gegengewalt.

Ich denke,wenn es soweit kommt,daß den Eltern bei der kleinsten Kleinigkeit die hand "ausrutscht"(was man ja eigentlich auch schon nicht mehr als ausrutschen bezeichnen kann),sollte man sich Hilfe holen und sich vielleicht erst Freunden oder Lehrern anvertrauen.Dann können evt.weitere Schritte eingeleitet werden.


:-e
(blau)jesse_blue
HiHo,
ich kenne selber jemanden, der Vater ist, und bei dem war es mal so: Seine Tochter war im damaligen Alter von fast 2 Jahren fröhlich auf der Fensterbank rumgeturnt. Extremerweise befanden die Familie im 7.ten Stock, und das Fenster stand zu dreiviertel offen. Als der Vater sie sah, reagierte er schnell, nahm sie von der Fensterbank und gab sie 2 Klapser auf den Po, das hat sie allerdings schnell verstanden und tat es seither nie wieder, weil sie es jetzt weisst, daß es gefährlich ist. Aber die Gefahrpunkten waren anders: Sie denkt, daß durch das Fensterbankturnen der Paps böse sein kann und wieder dann 2 Klaps bekommt, während die Gründe völlig anders sind (sie kann runterstürzen). Wenn sie mal älter wird, dann wird sie dann auch verstehen, wie gefährlich es damals war.
Einer 2 jährigen ist es nicht so einfach, was es machen darf und was nicht, und wieso; anders als bei einem 5 jährigen.
Es soll auch zu bedenken geben, in welcher Situation diese Ausnahmehandlung befindet, und ob sie nötig war.

Gewalt gegen die eigene Kinder: Wäre ich Zeuge bzw. der Nachbar, und immer wieder Schreie von Kindern aus der Wohnung hören, würde ich erstmal nachfragen was denn los sei (daß ich keine anständige oder richtige Antwort bekommen würde, ist klar). Sollte das in den nächsten Tagen wieder der Fall sein, würde ich die Polizei rufen, weil ich Geschreie höre, und sie sich drum kümmern solle, und der Rest dürfte allgemein bekannt sein.
Könnte hierüber 5 Seiten schreiben...

Kinderseelen sind zerbrechlich.

Ich lehne Schläge gänzlich ab. Aber ich habe noch keine Kinder. Vielleicht denke ich später anders darüber...

Bis sie lernen zu laufen, sind sie eh noch klein und niedlich. Aber dann mutieren sie zu kleinen Monstern.
Und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer, bis sie große Monster sind...

Da liegt eine große Zeitspanne zwischen.
Ich kann mich dran erinnern, dass ich mit 9 oder 10 mal richtig von meiner Mutter verprügelt wurde.
DAS war ein Fehler ihrerseits und ich hab heute noch daran zu knabbern, da es nicht gerechtfertigt war.
Aus ihrer Sicht wohl schon, aber es war gänzlich keine Lösung (außer für sie natürlich - und so schön einfach) und aus meiner komplett falsch.
Und der Fehler, den sie gemacht hat, wird erst Jahre später sichtbar...
Nach knapp 10 Jahren zeigen sich die Folgen.

Kinder zu haben ist eine sehr große Verantwortung. Und man sollte sich lange überlegen, ob man sich dieser stellen kann.
Meine Mutter war nicht fähig, mich vernünftig großzuziehen. (Was nicht unbedingt körperliche Gewalt betrifft!)
Ich hab mich bisher allein durchs Leben geboxt.
Ohne Vater, ohne Mutter.
Ich weiß eigentlich nicht viel über meine "Eltern".

Was ich vielleicht erwähnen sollte: Ich bin Einzel- und Scheidungskind...

Ich mag meinen Dad lieber als meine Mutter. Er hat mir mehr durchgehen lassen. Ich verstehe mich gut mit ihm, flüchte heute noch zu ihm, wenn meine Mutter mal wieder abdreht.

Meine Mutter ist noch nichtmal 50, aber schon eine verbitterte alte Schachtel.

Ich denke mal, ein Klaps ab und zu ist noch akzeptabel.
Und die Schläge damals hätte ich nicht bekommen, wenn sie immer für mich dagewesen wäre.

Wenn Kinder spüren, dass ihre Eltern sie trotzdem lieben, ist ein "Notfall-Klaps" sicher noch erträglich.
Aber wenn sie nur gerügt werden, dann denken sie irgendwann, sie können einem nichts recht machen und gehen DARAN zu Grunde...
Aaalllssooooo....hoffe mal das meine Schwesta nie in diesen Threat schaut sonst gibts ärger.
Ich lehne körperliche wie seelische Gewalt total ab. Ich kann zwar verstehen das es Affekthandlungen gibt und ein Kind oder ein schwieriger Jugendlicher mal fett eine geschmiert kriegt. Aber ich denke danach, wenn beide abgeregt sind, sollte ein klärendes Gespräch kommen und der Grund und auch die Entschuldigung für die Ohrfeige.
Was über eine Affekthandlung geht, ist falsch und wenn man es selber für Unerträglich oder Belastend hält und trotz Gesprächen nichts erreicht sollte sich an Caritas oder sonstige Verbände oder sogar Jugendamt wenden.
Ich kann aus Erfahrung sprechen das diese Objektiv und sachlich weiterhelfen und sich auf keine Seite stellen.
Wer Angst hat seine Eltern zu "verraten" kann sich auch nur Tipps holen, Eltern müssen nich informiert werden.
Da wäre ich beim Jugendamt aber vorsichtiger falls es sichtbare Zeichen der Gewalt gibt und derjenige noch nicht 16 ist. Das kann schnell aus der Hand rutschen und Rechtliche Folgen für die Eltern haben und über den Kopf wachsen. Kommt auf den Sozialberater an.
Ist dann vielleicht auch besser so aber ich möchte nicht wissen wie man sich dabei fühlt.
Wenn ihr aber wisst das ihr euch helfen lassen wollt, lasst euch bloß nichts einreden, das passiert nämlich oft.
Hatte einige Freunde/innen die das nicht verstehen konnten und die gesagt haben ich würde verrat an meiner Familie begehen. Jetzt sehen sie es ein, nagut habe wahrscheinlich auch nicht genug erzählt.
Ist egal soll kein seelenstreaptease werden oder gar Leidensgeschichte, wär ja auch unsinn.
Oder Nummer gegen Kummer wählen!
Kostet total überwindung finde ich.
Bei mir war es so das mein Vater alle Zeit lang mal seinen ausraster bekommen hat und dann gings schön lustig zu.
Bis ich einmal halb erwürgt aufm Boden lag, danach hab ich meine Ju-Amt Drohung war gemacht und war 2Wochen von daheim weg.
Wir hatten einige Gespräche bei meinem Sozialberater und haben am Schluß einen Kompromiß ausgehandelt.
Was so ging das ich festlegen mußte was sich ändern muß, so das ich daheim wohnen will.
Meine Eltern sollten zustimmen oder eben nicht, was die Entscheidung Pflegefamilie oder Zurück ergeben hätte.
Ich bin jetzt wieder bei meinen Eltern und das Verhältnis ist für unsere Zustände ganz gut.
Immernoch heftigster Streit mit übelsten Beschimpfungen väterlicher seits aber auch von uns Kindern, aber keine körperlichen Übergriffe mehr.
Ich denke es ist auch schwer gewesen für meine Eltern, war ein sehr schwieriges Kind und ich nehme ihnen nix zu Übel.
Es ist Schade das so einiges passiert ist aber es ist ja nicht zu ändern.
Tschuldigung habe vielleicht am Thema vorbeigeredet?!
Keine Ahnung...Emotionen halt.....