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Thema
Mein erster Kontakt war mit rund 14 Jahren. Nach einem Fussballspiel tranken die Älteren Bier. Ich habe mich
dazugesetzt und ordentlich mitgebechert.
Am nächsten Tag sind wir dann in eine örtliche Kneipe und ich musste einen Liter Bacardi-Cola auf Standmaß trinken. (d.h. wenn der Literkrug auf den Henkel gekippt wird, darf nichts rauslaufen. Ansonsten muss man den nächsten Liter bezahlen.)
Da ich das noch nie gemacht hatte, habe ich soweit getrunken, bis ich den Boden sah. Dann habe ich aufgehört.
Es war damals noch knapp 0,1 Liter im Glas. Danach bin ich nach Hause getorkelt und an irgendeiner Strassenlaterne habe ich mir die Seele aus dem Leib gekotzt.
Nach und nach hat sich mein Konsum gesteigert. Den Höhepunkt meiner "Karriere" hatte ich mit knapp 25, als mir mit 2,22 Promille (die Blutentnaheme war 3 Stunden nachdem sie mich angehalten hatten) der Führerschein abgenommen wurde.
Danach habe ich 10 Monate gar nichts getrunken. Als ich bei der MPU durchfiel habe ich weitere 2 Monate nichts getrunken und bin zu einer Therapie gegangen. Aber irgendwie hat der Psychologe mich da so genervt, das ich wieder angefangen habe zu Saufen.
Mit 28 Jahren, es war der 3.3.99 habe ich mich dermassen besoffen, das ich am nächsten Tag im Fussballtraining so gekotzt habe, das ich nicht mehr konnte.
Ein Freund, ich weiss jetzt, was wirkliche Freunde sind, hat mir dann den Tipp gegeben, wenn ich wirklich vom Alkohol wegkommen wolle, solle ich doch morgen zum Arzt gehen. Und wenn es ein guter Arzt wäre, würde er mir eine Einweisung in deie Psychatrie schreiben, zwecks Entzug.
Das habe ich am nächsten Tag auch gemacht. Und seit diesem Zeitpunkt habe ich keinen Alkohol mehr angerührt.
Der Entzug war sehr hart. Es gab Tage, da habe ich mich geduscht, bin aus der Dusche raus, und musste mich kratzen. So sehr, das ich blutete.
Ich wünsche niemandem, das er Alkoholiker wird.
Mein durchschnittlicher "Verbrauch" lag bei knapp 40 Hütchen, nebenher noch knapp 10 Weizenbier, und das täglich, 7 Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr. Naja, nicht ganz 52 Wochen, ab und zu habe ich auch mal eine Woche Pause zwischendurch gemacht.
Früher fand ich es immer toll zu prahlen, wieviel ich denn vertrage. Heute bin ich stolz, dass ich sagen kann: Ich trinke nichts.
ReneeW
P.S.: Das Schönste Erlebnis hatte ich, als ich mir in meiner Stammkneipe ein Wasser bestellt habe. Damals meinte jemand: "Oh, wohl zuviel gesoffen gestern!?" Noch bevor ich antworten konnte, sagte ein sehr guter Freund: "Nein, er trinkt keinen Alkohol mehr."