Würdet ihr eure Kinder autoritär oder eher antiautoritär erziehen bzw. wenn ihr schon welche habt, wie ihr erzieht ihr sie?
Oder auch, wie ihr selber erzogen seid ...
Hab%27 letztens mal mit jdm darüber diskutiert und sind uns nicht so ganz einig geworden ...
Also, dürft alles dazu aufschreiben ...
Würde mich dochmal so interessieren ...
P.S. Lexikonnachschlag:
Autorität
[lateinisch, Urheberschaft],
Ansehen, Einfluss, Geltung; ursprünglich der Ausdruck sachlicher Überlegenheit und persönlicher Größe. Soziologisch gesehen, ist Autorität eine Form der Macht, die nicht auf Gewalt, sondern auf der Anerkennung von Werten oder Funktionen beruht. Autorität besitzt die Persönlichkeit im ganzen oder auf einzelnen Gebieten (daher Autorität auch: maßgeblicher Fachmann). Zu unterscheiden ist zwischen Autorität und Prestige. - Autoritätsgläubig heißt, die Autorität der eigenen Einsicht überordnen, also nicht nach der Sache, sondern nach den Antworten des Autors fragen; gegen den Autoritätsglauben richtete sich insbesondere das Zeitalter der Aufklärung.
Wo immer eine Autorität nicht oder nicht mehr durch sachliche Überlegenheit oder persönliche Größe begründet ist, ist Autorität nach heutigem Verständnis nur ein beschönigendes Wort für Gewalt und Unterdrückung. Diese autoritäre Form der Autorität bekämpfen insbesondere die zeitgenössischen antiautoritären Bewegungen.
Antiautoritäre Bewegungen
seit Ende der 1960er Jahre Bezeichnung für politische Gruppierungen von meist Jugendlichen, die den Anpassungszwängen der Gesellschaft (Sozialstruktur) entgehen wollen und überzeugt sind, dass eine Gesellschaft ohne Zwänge und Repressionen geschaffen werden könne und müsse, auch wenn es bisher kein Vorbild dafür gibt. Ihre Ablehnung richtet sich gegen alle falsche oder missverstandene Autorität, nämlich 1. allgemein gegen Herrschaft und Macht, gegen die Gewalt von Menschen über Menschen (in Staat, Familie, Ausbildung u. a.), insbesondere gegen den Krieg; 2. gegen den Leistungsdruck im Berufssystem und Wirtschaftsmechanismus; 3. gegen den Konsumzwang (Konsumterror), den die soziale Schichtung mit sich bringe. Der Begriff der antiautoritären Bewegung bezieht sich im engeren Sinne auf die Zeit der Außerparlamentarischen Opposition (Ende der 1960er Jahre). Auch in Gruppierungen der 1970er und 1980er Jahre finden sich Elemente der antiautoritären Bewegung. Als Gegengewichte zu orthodoxen marxistischen Gruppen, die ihrerseits neue Autoritätsmuster bildeten, versteht sich die undogmatische Linke (Spontigruppen). Neuere Formen des Eskapismus als Reaktion gegen Verhaltensmuster der Konsumgesellschaft (Aussteiger, Punker) und Formen mit starker Wohlstandsidentifikation mit Hang zum Konsumzwang (Disco-Generation, Popper) bilden eher unpolitische Randerscheinungen.
(Quelle: wissen.de)