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Antiautoritär erzogen!?

Also, ich hätte da mal eine Frage an euch ...

Würdet ihr eure Kinder autoritär oder eher antiautoritär erziehen bzw. wenn ihr schon welche habt, wie ihr erzieht ihr sie?
Oder auch, wie ihr selber erzogen seid ...

Hab%27 letztens mal mit jdm darüber diskutiert und sind uns nicht so ganz einig geworden ...

Also, dürft alles dazu aufschreiben ... ;-)
Würde mich dochmal so interessieren ...


P.S. Lexikonnachschlag:
Autorität
[lateinisch, „Urheberschaft”],

Ansehen, Einfluss, Geltung; ursprünglich der Ausdruck sachlicher Überlegenheit und persönlicher Größe. Soziologisch gesehen, ist Autorität eine Form der Macht, die nicht auf Gewalt, sondern auf der Anerkennung von Werten oder Funktionen beruht. Autorität besitzt die Persönlichkeit im ganzen oder auf einzelnen Gebieten (daher Autorität auch: maßgeblicher Fachmann). Zu unterscheiden ist zwischen Autorität und Prestige. - Autoritätsgläubig heißt, die Autorität der eigenen Einsicht überordnen, also nicht nach der Sache, sondern nach den Antworten des „Autors” fragen; gegen den Autoritätsglauben richtete sich insbesondere das Zeitalter der Aufklärung.

Wo immer eine Autorität nicht oder nicht mehr durch sachliche Überlegenheit oder persönliche Größe begründet ist, ist „Autorität” nach heutigem Verständnis nur ein beschönigendes Wort für Gewalt und Unterdrückung. Diese autoritäre Form der Autorität bekämpfen insbesondere die zeitgenössischen antiautoritären Bewegungen.


Antiautoritäre Bewegungen

seit Ende der 1960er Jahre Bezeichnung für politische Gruppierungen von meist Jugendlichen, die den Anpassungszwängen der Gesellschaft (Sozialstruktur) entgehen wollen und überzeugt sind, dass eine Gesellschaft ohne Zwänge und Repressionen geschaffen werden könne und müsse, auch wenn es bisher kein Vorbild dafür gibt. Ihre Ablehnung richtet sich gegen alle falsche oder missverstandene Autorität, nämlich 1. allgemein gegen Herrschaft und Macht, gegen die Gewalt von Menschen über Menschen (in Staat, Familie, Ausbildung u. a.), insbesondere gegen den Krieg; 2. gegen den Leistungsdruck im Berufssystem und Wirtschaftsmechanismus; 3. gegen den Konsumzwang („Konsumterror”), den die soziale Schichtung mit sich bringe. Der Begriff der antiautoritären Bewegung bezieht sich im engeren Sinne auf die Zeit der Außerparlamentarischen Opposition (Ende der 1960er Jahre). Auch in Gruppierungen der 1970er und 1980er Jahre finden sich Elemente der antiautoritären Bewegung. Als Gegengewichte zu orthodoxen marxistischen Gruppen, die ihrerseits neue Autoritätsmuster bildeten, versteht sich die undogmatische Linke (Spontigruppen). Neuere Formen des Eskapismus als Reaktion gegen Verhaltensmuster der Konsumgesellschaft (Aussteiger, Punker) und Formen mit starker Wohlstandsidentifikation mit Hang zum „Konsumzwang” (Disco-Generation, Popper) bilden eher unpolitische Randerscheinungen.

(Quelle: wissen.de)
hehe....
antiautoritär, vermutlich weil ichs selber bin....

Hate the System!
Kill the System!


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also ich persönlich wurde ziemlich autoritär erzogen, habe mir jedoch die mir zustehenden freiheiten nach dem 18. lebensjahr regelrecht erkämpft.

was muss ich noch sagen, eine mischung aus beidem ist sicherlich das beste, nen kind dem in seiner entfaltung keinerlei grenzen gesetzt werden, wird später sicherlich des öfteren probleme in unserer von gesetzen und konventionen geprägten gesellschaft haben. man sollte dem kind in der erziehung gewisse freiräume eingestehen, aber auch grenzen setzen und sobald diese grenzen eben überschritten werden auch konsequenzen folgen lassen.

naja, schwer das verbal auszudrücken, hatte zwar 3 jahre lang erziehungswissenschaften in der schule, aber selbst da konnte man einem nicht sagen was die beste erziehungsvariante ist, man muss es halt ausprobieren, denke ich mal.

Stego
demokratisch freundschaftlich und teilweise antiautorität und laissez faire oder wie ma dat schreibt is scho lang her als ich die theorie gelernt hatte...:-)
ist echt keine einfache frage.. ich denk, ich würde mich da irgendwo in der mitte einordnen .. so bin ich auch erzogen worden. man muss grenzen setzen aber trotzdem dem kind die möglichkeit geben eigene interessen zu entwickeln und auch danach zu handeln.
man sollte aber auch immer bedenken, dass nicht nur die erziehung auf das kind wirkt, sondern umgekehrt das kind auch durch sein verhalten einen einfluss auf die erziehung hat. deshalb denke ich, wird auch jedes kind anders erzogen, entsprechend seinem eigenen verhalten ... wenn ein kind dazu neigt, die grenzen extrem zu testen und ständig rumquengelt und sehr aktiv ist, dann wird die erziehung mit sicherheit recht streng sein.
http://www.froggyland.de/images/danceivy.gif
aje.....für mich ist autorität gleichbedeutend mit schneiden des menschlichen geistes, mit einschränkung.....
nun in dem sinne werde ich da niemals eingreifen...man kann ja schließlich selber immer noch ignorieren......
achja und ich dürfte jemand gewesen sein der die grenzen extrem getestet und ohne bedenken oder furcht vor den "nötigen" konsequenzen auch überschritten hat.......

nun und der einfachste weg ist mit sicherheit nicht immer der beste.....

so far

(blau)QUALkommando
(/blau)
theoretisch finde ich auch jede art von authorität unangemessen..
praktisch aber fürchte ich, würden viele kinder, denen gesellschaftliche "regeln" nicht nahegebracht wurden, schwierigkeiten haben, sich später zurechtzufinden..
es sei denn sie haben es wirklich verinnerlicht..

ich kenne einige ehemaligen waldorf- & montesquie (wie schreibt man den?)-schüler, die mE schon ziemliche orientierungsschwierigkeiten haben..

dennoch denke ich, daß die idee gut ist.., nur die gesellschaft noch zu hierarchisch struktuiert..
ich denke um in unserer Gesellschaft zurechtzukommen bedarf es an Regeln!Sonst hat der Mensch keine Chance zu eingliederung, wird sozial auffällig, klar liegt es eigentlich daran die Umwelt für Problemmenschen/kinder zu ändern um ihrer "Individualität"(gg)keinen Einhalt zu gebieten jedoch wird das kaum Möglich sein. Und mit Erziehung im hinblick auf die Umwelt denke ich kann man auch vorbeugen (siehe gesellschaftskrankheiten: Borderliner; Disoziale Persönlichkeiten; Verhaltensprobleme im Allgemeinen) Ivy du kennst dich doch da aus...würdest du sagen das stimmt, bin nicht hundertprozentig sicher. Aber ich denke die Vorbereitung der Eltern, muss so sein dass das Kind am bestmöglichstens mit seiner Umwelt zurechtkommt.
Und das beinhaltet eben auch wichtige Regeln und Normen der Gesellschaft zu verinnerlichen.
Und Qualkommando Grenzen austesten, woher soll das Kind denn Grenzen erfahren, da müssen erst welche Gesetzt werden, was doch eigentlich Autoritär ist oder seh ich das falsch, ich denke Grenzen sind wichtig genauso wie das Austesten, aber das Kind muss eben merken das die Grenze überschritten wurde und darauf müssen Konsequenzen folgen.
Wie sonst soll das Kind denn ein Gespür für Recht und Falsch bekommen, oder will mir einer erzählen das wäre angeboren, das muss doch erlernt werden. Und sobald ich in einen Menschen eingreife handel ich doch mit Autorität, oder nicht.Ich werde gleich morgen nochmal nach meiner Pädagogikdefinition die ich für genauer halte suchen.
Ich kann an angemessener Autorität nichts schlimmes finden, denn so funktioniert zusammenleben.
Wer nicht Autoritär sein will, darf doch eigentlich nicht reagieren.Denn es ist doch autoritär zu sagen du darfst das nicht, es ist also auch autoritär zu sagen "Du darfst mein Geld nicht nehmen, weil es mir gehört"...bitte um korrektur


http://members.tripod.de/cally7/momo.gif
muss dich da leider enttäuschen momo, über persönlichkeitsstörungen weiss ich noch nicht viel. das ist ja inhalt der klinischen psychologie und damit fang ich jetz erst im 5. semester an...
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Also, hab mir den ganzen Kram da oben drüber nicht durchgelesen, hoffe mal das ich nichts wiederhole ;-)

Ich bin selber in Gewissen Dingen sehr Antiautoritär erzogen worden, bin meinen Eltern auch dankbar dafür-aber ich denke in einigen Dingen Muss Erziehung schon sein. Ein kleines Beispiel dafür, mir fällt auf das immer mehr Kinder und Jugendliche rein gar keine Tisch und Essmanieren haben. Also ich denke das man mit Messer und Gabel richtig umgehen kann, sollte selbstverständlich sein, und nicht nur ein Teil der %27guten%27 Erziehung. Und zum Schluß, das wichtigste ist doch sowieso das man seine Kinder nach ihren Wünschen fördert und unterstützt

http://www.froggyland.de/images/mx/geminga.gif
Mhh, also finde Eure Reaktionen darauf jetzt doch schon irgendwie ziemlich interessant ...
Kann im großen und ganzen eigentlich schon zustimmen ...

Letztens hat mir da auchmal jemand so ne "Geschichte" erzählt (bin noch am rätseln, wo da die "Moral" steckt *gg*):

Also ein Mutter sitzt mit ihrem Sohn im Zug (oder inner U-Bahn oder wo ihr auch immer wollt). Und der Sohn tritt der Frau, die ihm gegenüber sitzt, ständig gegen das Schienbein (schreibt man das so?). Als die Frau die Mutter dann bittet, ihrem Sohn zu sagen, er soll das lassen, meint diese nur: "Nein, kann ich nicht. Mein Sohn wird antiautoritär erzogen!"
Da steht dann ein Mädchen von gegenüber auf, spuckt der Mutter ins Gesicht und sagt: "Wissen sie, ich bin auch antiautoritär erzogen" ...
*ggg*.....ja so ähnlich kenne ich die Geschichte auch...


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Wie sonst soll das Kind denn ein Gespür für Recht und Falsch bekommen..

mit den begriffen richtig & falsch habe ich ehrlich gesagt ziemliche probleme..
etwas von außen als gut oder schlecht vorgegebenes obliegt den werten eines anderen..in dem falle halt der erziehungsberechtigten..
manche eltern halten eine ohrfeige für richtig, andere für falsch..es ist enfach zu subjektiv & berüchsichtigt nicht, daß eltern eben auch nur menschen mit subjektiven empfinden sind..
gesellschaftliche regeln, z.b. eben, daß man andere (zumindest nicht ohne grund ;-) vor´s schienbein tritt oder anspuckt (schöne geschichte übrigens :-), haben sicher einen sinn, aber solange es ein kind nicht wirklich verständlich gemacht wird, sondern es nur aufgrund einer strafe künftig zu vermeiden sucht (oder gerade auch nicht, weil es eben aufmüpfig sein möchte), haben in meinen augen keinen wirklichen sinn..

bestrafung, ob psychisch oder physisch -und so verstehe ich authoritäre erziehung- ist resignation, die zwar zweifellos verständlich ist, wenn man 100 mal dem kind sagt, das & jenes solle man nicht machen, aber in keinem fall eine lösung..

wie wär´s z.b. ergänzend zu eine schwangerschaftskurs mit einem kurs in verhaltenspsychologie.. sozusagen als erziehungsführerschein..

(sorry, sehe jetzt erst, dass versehentlich alles rot geworden ist..)
Das meinte ich auch nicht mit Richtig und Falsch hab mich vielleicht doof ausgedrückt...aber es soll Menschen geben die nicht wissen das ich einen anderen nicht Schlagen, mit Messer bedrohen, beklauen, bedrohen darf weil es einfach Falsch ist. Oder "Böse"...und ich denke die Werte unserer Gesellschaft, was "Gut" und "Böse" ist...du sollst nicht lügen und du sollst das Kind im Kindergarten nicht hauen sonst hast du bald keine Freunde mehr oder ich bin dann entäuscht von Dir. Das muss meiner Meinung nach einfach sein.
Sonst kann das Kind nicht einordnen was in Ordnung ist und wird schwierigkeiten haben sich zurecht zufinden.
Man erzieht ja nicht alleine die Umwelt fließt ja ein, und wenn mein Tischnachbar klaut, sind die Eltern daran dem Kind zu sagen dass das nicht gut ist, so dass das Kind den Weg einschlägt den man für vernünftig hält...und ich kann mir nciht vorstellen das es Eltern gibt die vorsätzlich was schlechtes für das Kind wollen, und sie müssen egben ne zeit entscheiden für das Kind. Auf jedenfall einige Dinge.
Die Beiträge von Momo haben mich zu folgenden Überlegungen gebracht:

Sind "Gut" und "Böse" Kategorien nach dem Schema: "Wenn du das machst, dann wirst du bestraft oder dann passiert dir etwas - deshalb ist es besser für dich, wenn du so handelst, wie ich es dir sage!" oder ist "Gut" einfach das, was uns nützt und "Böse" das, was uns schadet?

Gibt es "Gut" und "Böse" an sich, oder wird es durch die Gesellschaft definiert?

Wenn antiautoritäre Erziehung Sinn machen soll, müssen wir dann nicht annehmen, daß der Mensch von Natur aus einen guten Kern habe und daß alles "Böse" nur aus Pfusch bei der Erziehung und schlechten Erfahrungen in der Kindheit resultiert?
interessanter gedanke sam ... das menschenbild ist immer wieder eine überlegung wert. sieht man den mensch so an, dass das "gute" von geburt an vorhanden ist, oder ist es eher so, dass der mensch an sich "böse" ist?
darüber haben viele philosophen sich den kopf zerbrochen und jeder hat darüber seine eigene meinung.

zum verständnis von moral und der entwicklung von moral gibt es eine theorie von kohlberg. diese theorie besagt, dass es verschiedene stufen gibt in dieser entwicklung. am anfang handelt ein kind aus angst vor strafe oder in der erwartung einer belohnung. also rein egoistisch. beim wechsel auf eine höhere stufe kommen dann unterschiedliche aspekte in den blickwinkel. erst die familie, es wird der nutzen einer handlung berechnet.. später dann wird auch die struktur der gesellschaft mit berücksichtigt und man argumentiert "wenn jeder das tun würde, dann würde die gesellschaft nicht bestehen können" ...
in der erziehung sollte man so handeln, dass man dem kind die argumente von einer stufe höher erklärt, als der auf dem das kind sich gerade befindet, dann ist es am einfachsten in dieser entwicklung voran zu kommen.
es bringt also nichts, einem vielleicht zweijährigen, das nur bestrafung oder belohnung kennt, zu versuchen, die struktur der gesellschaft erklären zu wollen.
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"ich kenne einige ehemaligen waldorf- & montesquie (wie schreibt man den?)-schüler, die mE schon ziemliche orientierungsschwierigkeiten haben.."
und ich kenne noch viel mehr "normal"-schüler, die dieselben schwierigkeiten haben.
wenn du montessori-schüler meinst, das schreibt sich -> montessori.

antiautoritäre erziehung wird leider zu oft mit der erziehung verwechselt, die in den damaligen kinderläden (60er) und kommunen praktiziert wurde.
genaugenommen fand dort aber gar keine erziehung statt, weil das wichtigste element fehlte: das setzen von grenzen.

das aufwachsen ohne grenzen, der mangel, mit beschränkung nicht umgehen zu können, für später wohl zu ziemlichen defiziten im gesellschaftlichen umgang.

der fehler, den viele eltern gerade heute machen, ist, der beste freund ihres kindes sein zu wollen. das ist blödsinn. der beste freund soll jemand anderes, gleichwertiges sein. ich hingegen muss mich meiner selbstgewählten rolle fügen und erziehen. keine autoritäts- aber respektsperson. nicht laisse faire, sondern formgebend.

*ersma*
(@schlau..wie penlich..ich hatte montesquie im kopf & meine auch, daß seine ideen auch in ein schulssystem eingeflossen sind)
die grenzen & das formgebende klingt zwar einleuchtend, aber ist dennoch bleibt das problem, dass es in gewisser art willkür der eltern bedeutet..

@sam..
ich denke schon, daß die gesellschaftliche prägung insbesondere die dem kind von kleinauf deutlich gemachte differenzierung zwischen "fremden"= unbekannt = falsch=böse=bedrohlich & "nahem"= vertraut= gut= richtig für ein gut & schlecht verantwortlich ist.
durch diese differenzierung, durch das bewußtsein über einen gegensatz ansich, bilden sich mE überhaupt erst die werte..
was aber einem gesellschaftlichen zusammenleben wirklich förderlich ist, würde ein kind vielleicht ganz von allein durch erfahrungen verstehen..
durch die traurigigkeit eines, der geschlagen wird, durch eigenen schmerz, beim geschlagen werden etc.pp.
(soweit die theorie :-) von der praxis habe ich keine ahnung)

das system der belohnung für "gutes" & der strafe für "schlechtes" bringt mE einen menschen eher davon ab, ein gesundes verhältnis zu sich & der umwelt zu erfahren..
ja und? wo ist das problem?

leben IST willkür!
 
(linkto)
wißt ihr was mich stutzig macht, wollt ihr damit sagen das in einer montessori schule keine grenzen gesetzt werden?! Es geht doch maria montessori nur darum das die Kinder nicht nach lehrplan lernen sondern nach iherer persönlichen entwicklung...es gibt aber trotzdem verhaltensregeln und hausaufgabenstd. und und und....
sonst würde es eher summerhill ähneln obwohl es auch dort regeln gab die nur die schüler gemeinsam mit den lehrern erstellt haben. ich sehe kein problem bei montessori schülern und kenne auch ehemalige die jetzt studieren und gar keine probleme haben weil sie wissen wie sie am besten lernen und auf sich selber achten gelernt haben.

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wäre wohl autorität zu verbieten geld zu nehmen, aber wer bitte hindert mich denn daran es zurückzunehmen?
nein, ich hatte nie gesagt daß ich irgendwelche grenzen setzen würde......sondern vielmehr nur daß mir grenzen gesetzt wurden.....aber mit verlaub ich würde mich da ja auch nicht nach anderen richten, will heißen...mich der "gesellschaft" anpassen und meine kinder auf das zukunüftige leben in eben dieser "gesellschaft" vorbereiten, weil ich einfach der festen überzeugung bin daß es diese gesellschaft nicht wert ist um sich darin zu integrieren.
desweitern...gut und böse, recht und unrecht...sind nur menschen mit ihrer zwanghaften suche nach ordnung und disziplin entsprungen, ich für meinen teil leugne die existenz dieser ähm...."wesenheiten"....


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qual .. dann frage ich dich .. willst du es schaffen komplett ohne die "gesellschaft" zu leben? ganz ohne die vorteile wahrzunehmen? wie stellst du dir das vor? der mensch ist ein herdentier.. und kann nur in einer gemeinschaft überleben ...
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na dann bin ich gespannt wie du das anstellst das dein kind den schokoriegel den es ausm supermarkt direkt mal mitnehmen will, du aber nicht genug geld dafür hast, wieder hinlegt und weiß dass das so nciht geht. Oder bist du der Meinung herjee is ja nur ein schokoriegel.
Und ich wette du setzt auch grenzen, es geht gar nicht ohne. oder willst du jedesmal wenn einer dir was wegnimmt wieder hingehen und es dir holen. es geht ja nicht nur um Materielles, du lässt die Leute nur soweit an dich ran wie du es möchtest, wer die grenze überschreitet der erlebt wie du abblockst. Oder wenn dir irgendwer ungefragt annen arsch grabscht, deiner meinung wäre das sein gutes recht wenn ihm danach ist, kann man ja zurückgrabschen oder ihm eine klatschen <<<vorsicht du setzt so aber auch grenzen mit der reaktion. Es geht gar nicht ohne und warum sollte ich meinem Kind nicht vermitteln grabsch anderen nicht an irgendwelchen körperteilen rum wenn es dem anderen nicht gefällt. Respektiere die Privatsphäre anderer.
sich in einer gesellschaft zurechtfinden heißt nicht ihre Meinung zu haben. Du hast ja erziehungsziele oder? und es ist doch schon fast formgebend wenn du deinem Kind mitgeben willst pass dich nicht an. die beeinflußung eines jeden ist auf andere ist doch Autoritär.

Apropos Gesellschaft, wie soll das denn gehen, du bist vielleicht hart genug dich gegen die Meinung anderer Durchzusetzen und auch mal allein dazustehen. Erträgst vielleicht auch die Kritik und die Ablehnung anderer aber du kannst nicht davon ausgehen dass das jeder kann und tut.
Außerdem musst du auch davon ausgehen das dein kind diese gesellschaft später richtig toll findet und sich gerne integriert...wäre das den schlimm für dich oder wäre es dann in Ordung weil du ja nicht versucht hast ihn das anzuerziehen sondern es seine freihe entscheidung war?

Außerdem frage ich mich noch ob dein kind in den kindergarten und schule sollte. wenn du deinem kind keine richtlinien geben willst wird es nämlich (meiner meinung nach) die richtlinien der bezugspersonen in kindergarten und schule übernehmen oder eben der person die ihm am meisten Struktur gibt. Du musst ja sehen das dein kind hilflos in einer welt ist, die es nicht versteht. Es braucht die struktur das es weiß wie ungefähr man sich verhalten muss und was dann passiert. es ist eben so, wenn dein kind im kindergarten was anstellt bekommt es auch ärger wenn es von dir darauf vorbereitet wird was ungefähr okay ist und was man besser nicht anstellen sollte(andere kinder hauen nur weil ...) dann hat es die struktur schon mal und muss nicht hilflos dastehen. man muss schon wissen was in der umgebung gut und recht ist. auch wenn mit diesen worten viele nix anfangen können.
"wollt ihr damit sagen das in einer montessori schule keine grenzen gesetzt werden"
nein, ich glaube, dass chici damit nur sagen wollte, dass sie den unterschied von waldorf- und montessorischulen zu den "normalen" nicht kennt.
Vielleicht sollte man nach der Natur der Autorität fragen, durch die das Kind erzogen wird.
Wird das Kind dogmatisch erzogen, auf Gehorsam getrimmmt oder stützt sich die Autorität auf Vertrauen und Zuneigung.

Es gibt ja die Theorie von Alice Miller, daß Adolf Hitler, Jürgen Bartsch etc. nur zu so schlechten Menschen geworden sind, weil sie sich nicht haben frei entfalten können, sondern in autoritären Umgebungen aufgewachsen sind.

Alle Moral sei ihrer Natur nach nur relativ, so Alice Miller, das Kind erlernt daher eine relative Moral - aber auf eine zwanghafte, aufgezwungene Weise, nicht durch Nachahmung oder Einsicht.
Jeder, auch gut gemeinter, Versuch der Erziehung der Eltern schädigt die eigene Entwicklung des Kindes.
Darum antiautoritäre Erziehung.
Bedeutet dies aber nun, daß man nur das Kind gewähren und wachsen lassen muß, damit es sich zu einem "guten" Menschen entwickelt?
Oder räumt man dem Erzieher auch eine gewisse Führerrolle ein, da das Kind sonst verloren geht, stagniert oder sich einfach an andere Richtlinien für sein Verhalten orientiert [siehe Thread von Momo], was dazu führen kann, daß es möglichen schlechten Einflüßen von außen empfänglich wird?

@danceivy
Dieses 3-Stufen-Modell hat etwas für sich, nur würde ich eine vierte Stufe hinzufügen, die den Menschen befähigt, die allgemeine Moral der Gesellschaft zu hinterfragen, über die gesellschaftliche Moral hinwegzugehen, eine bessere Moral zu leben.

Ich denke, der Mensch kann alleine leben. Er bedarf aber für die volle Entwicklung seiner Fähigkeiten der Gesellschaft.
Die Gesellschaft scheint mir allerdings etwas, an dem man sich messen, über das man hinaus muß, um nicht in einem Sog gefangen zu bleiben, der einen zwar bewegt, aber eben nicht dahin, wohin man sollte, will oder muß.


Gruß
Sam
ich habe die theorie hier stark verkürzt dargestellt.
es sind insgesamt 6 stufen in diesem modell enthalten und die letzte ist eine, auf der der mensch versucht, das problem von jeder seite zu betrachten und alle argumente gegeneinander abwägt, um danach die entscheidung zu treffen, die für alle parteien gleich gut ist. leider ist in der forschung festgestellt worden, dass diese stufe so gut wie nie erreicht wird, und diese daher eine theoretische bleiben muss.
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@danceivy
Der Mensch ist ein Herdentier? und kann nur in der gemeinschaft überleben? nun was ist dann mit diversen einsiedlern die eine räumliche distanz zu jedweder "zivilisation" aufrechterhalten konnten.
Desweiteren kann eine trennung ja nicht nur auf physischem wege sein sonder eben auch im "gedankengut". Also einfach andere vorstellung als "der rest der herde", ja und man kann auch "vorteile" einer gesellschaft wahrnehmen ohne im geistigen sinne teil derselbigen zu sein.

@momo
also mir scheint ich hab gänzlich andere moralische vorstellungen, beispielsweise macht es für mich doch einen unterschied ob jemand was in nem supermarkt klaut, oder in dem kleinen laden um die ecke....aber wenn ich ein kind hab und das da einen schokoriegel nehmen will? und ich kein geld hab? nunja mundraub ist nicht strafbar....
so, weiter im text, üb ich damit autorität aus wenn ich jemanden abblocke? ich zwing die person ja zu nichts, ich übe einfach meinen willen aus ohne irgendjemandem was aufzuzwingen? natürlich sobald der eigene wille andere personen betrifft, nun da mag es autoritär wirken, aber für mich bedeutet autoritär: ein bestimmtes verhalten jemand anderst aufzuzwingen.....
ja warum sollte ich das meinem kind auch vermitteln? es wird doch auch so lernen was nicht nur seine eigene person betrifft.
Erziehungsziele? nein, ich würde nicht erziehen, ich würde vorleben wie ich mich verhalte und wenn mein kind mir dies nachleben würde, wär ich erfreut. Aber wenn es sich für einen anderen weg entscheidet, zugegebenermaßen meiner ansicht nach der falsche dann, dann kann und werde ich es doch nicht beinflussen wollen. Es hat ebenso das recht über sich zu entschieden wie ich selbst auch. Und wenn es sich halt in "unserer" gesellschaft integrieren will, ist das seine entscheidung.
So ich gebe meinem Kind keine Richtlinien, das setzt in meinen augen zwang voraus, ich lebe es ihm vor, und als vater hab ich wohl eine..hmm natürliche vorbildfunktion.
Und wer sagt daß die existierenden regeln richtig oder falsch sind? wenn denn mein kind entscheidet daß diese regeln für sich selbst nicht stimmen, nun wer wär ich dann diese mit aller "gewalt" durchzusetzen?
Nunja "gut und recht"? ich weiß bis heute noch nicht was das bedeuten soll, wie gesagt ich hab vermutlich andere moralische vorstellungen als du.



abgesehen davon muß man "gut" und "schlecht" wohl immer relativieren, und moral ist relativ wie ich da nur zustimmen kann.


(blau)QUALkommando(/blau)
Eure Kinder sind nicht eure Kinder

Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch. Ihr dürft Ihnen eure Liebe schenken, aber nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken. Ihr dürft ihre Körpern ein Heim geben, aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen. Ihr dürft versuchen, so zu sein wie sie, versucht aber nicht, sie euch gleich zu machen. Ihr seid die Bögen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden. (Gedicht von Nahlil Gibran).

glaube sagt alles oder?

jessie
Also..ich wurde keinesfalls...autoritär oder antiautoritär erzogen, vielmehr is das so eine gesunde Mischung, aber an diese Begriffe mag ich eigentlich nicht so recht glauben...ich denke meine Eltern, bzw.größtenteils meine Mutter, hat einfach nur immer das getan was sie für richtig gehalten hat,sie hat sich auf ihr Gespür verlassen,auf niemanden gehört,hat mir meine Freiräume gelassen und wenn ich dann eben gefallen bin, hat sie mir gesagt daß ich wieder aufstehen kann....,egal mit welchen
Konsequenzen...sie hat mir gesagt daß man hinschauen soll, wenn Unrecht geschieht und mir von ihren Erfahrungen erzählt..., die ich verworfen hab ,hat mir dann den Rücken gestärkt und mit mir gestritten...man muß seinem Kind das Recht eingestehen eigene Wege einzuschlagen,vorbereiten auf diese Welt kann man eh nicht, schützen sowieso nicht, aber das Rückgrat stärken...ich denke, wenn man seinen Kindern mit gutem Gewissen ein Vorbild sein kann, dann schlägt man den richtigen Weg ein...Wahrscheinlich liegt dieser Art von Erziehung auch die ihrige zugrunde, die
extrem...streng...war, vielleicht aber auch die Fähigkeit in seinem Herzen selbst noch ein wenig Kind geblieben zu sein...zu verstehen, eben...
Meine...ähm... Kinder würd ich daher auf selbigem Wege zu eigenständigen Wesen heranwachsen lassen...
Schließt sich jessie an, kann man nicht besser sagen...
Khalil Gibran...weiser Mann!
und noch nen "weisen" spruch hinterher: kinder tanzen auf einem viel zu hohen seil. man kann nichts dagegen tun, nur auffangen, wenn sie fallen.

jessie

also ich persönlich wurde ziemlich autoritär erzogen, habe mir jedoch die mir zustehenden freiheiten nach dem 18. lebensjahr regelrecht erkämpft.

was muss ich noch sagen, eine mischung aus beidem ist sicherlich das beste, nen kind dem in seiner entfaltung keinerlei grenzen gesetzt werden, wird später sicherlich des öfteren probleme in unserer von gesetzen und konventionen geprägten gesellschaft haben. man sollte dem kind in der erziehung gewisse freiräume eingestehen, aber auch grenzen setzen und sobald diese grenzen eben überschritten werden auch konsequenzen folgen lassen.

naja, schwer das verbal auszudrücken, hatte zwar 3 jahre lang erziehungswissenschaften in der schule, aber selbst da konnte man einem nicht sagen was die beste erziehungsvariante ist, man muss es halt ausprobieren, denke ich mal.

Stego


Ganz dieser Meinung ist!!