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Selbstmord/Freitod

Der Beitrag von Träumer über den Selbstmord von Kurt Cobain hat mich dazu gebracht diese Frage zu stellen..
Ist Selbstmord eigentlich das Recht jedes einzelnen sein Leben zu beenden oder nur eine Flucht die nicht "frei" entschieden wird? Ist der "einfachste" weg seinen Problemen zu entkommen?
Ich frage mich,kann der Mensch sich denn frei entscheiden zu sterben, oder fühlt er sich nicht meist durch "gewisse Umstände"(siehe Zitat) dazu gezwungen sein Leben zu beenden. Umstände die sein Leben so stark beeinflußen und so groß sind das er sich nicht in der Lage fühlt an seiner Situation etwas ändern zu können. Deshalb sein Leben als nicht lebenswert befindet.
Ist es daher eine Flucht vor Problemen oder gar eine mutige Entscheidung. Denn es gibt ja kein zurück. Es ist ein Entgültiger Beschluß, und auch nur ein Grund für das Leben machen die EINDEUTIGE entscheidung für den Tod unmöglich.

Manche Menschen wollen anderen nicht länger zur Last fallen oder können ihrem Leben keine Freude mehr abgewinnen; manche deshalb, weil sie Menschen, die sie geliebt haben, durch Trennung oder Tod verloren haben. Immer häufiger auch sind es alte Menschen, die vereinsamt sind oder sich überflüssig fühlen. Andere glauben, daß sie eine nicht wieder gut zu machende Schuld auf sich geladen haben und wollen sich selbst bestrafen. Menschen, die mit dem Wissen leben müssen, eine schwere oder unheilbare Krankheit zu haben, stellen sich ebenfalls häufig die Frage, ob das Weiterleben so noch einen Sinn hat. Manchmal sind es auch berufliche oder finanzielle Schwierigkeiten, welche die eigene Existenz in Frage stellen.
Aber viele leben schon längere Zeit mit dem sehr tief verwurzelten Gefühl, eigentlich gar nicht leben zu dürfen. Sie sind vielleicht in schwierigen Erziehungssituationen oder zerrütteten Familienverhältnissen aufgewachsen oder mußten als Kind schlimme Erfahrungen machen, so daß sie zu Menschen kein richtiges Vertrauen entwickeln konnten.


Momo

(tuerkis)Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst
Der Sinn des Lebens bist du.
Was sonst könnte es sein? Michael Barnett(/tuerkis)
Ich glaube, daß der Mensch grundsätzlich die Wahl hat zwischen Leben und Tod hat"

schreibt e. fromm in seinem zweiten humanistischen credo
und ich denke, dass er damit recht hat.

(wer mag: http://pub50.ezboard.com/fhierundjetztfrm8.showMessage?topicID=2.topic)

nur welcher grundsatz sich dahinter verbirgt & warum bei einigen menschen ein "nahezu unerträglicher" leidensdruck dazuführt, dass er eben gerade dann kraft & mut zusammenfaßt um "trotz allem" zu leben & ein anderer eben seine kraft & seinen mut zusammennimmt, um gerade eben dieses leben zu beenden.. wer weiß das schon..

ich persönlich glaube, dass die menschen, die den mut haben, sich das leben zu nehmen, soooo viel stärke hätten, alle probleme ihres lebens zu bewältigen.. mir erscheint aber gerade der wille (und das soll hier ganz unbewertet gemeint sein) hier eine wesentliche rolle zu spielen..

gruß..
Denn es gibt ja kein zurück.

(tuerkis)Genau das ist es was jemanden zum Selbstmord treibt!Die Erkenntnis ...es gibt kein zurück...
Deshalb sollte man die Augen offen halten,wenn jemand meint,dass er nicht mehr kann und niemand ihn bei seinen Probs helfen kann!(/tuerkis)
Mein Lehrer sagt immer einen Satz den ich für sehr richtig empfinde: "Wenn sich einer Entschlossen hat seinem Leben ein Ende zu setzen, kannst du nichts gegen die Entscheidung tun. Du musst sie akzeptieren und kannst ihm nur raten es nicht vor deinen Augen zu tun, denn dann kannst du sie nicht tolerieren. Wenn einer sich entschlossen hat findet er den Weg."

Es gibt Leute die wegen Suizidgefährdung geliefert werden, in der Klinik therapiert werden und als gesund befunden entlassen werden, schnurrstrackz zum nächsten Baum gehen und sich aufhängen. Sie hatten ihren Entschluß eben gefasst.

Momo
tach auch!!! ähmm.....ja will dazu dann auch ma was sagen.....

hat ja beruflich leider sehr viel mit suizidversuchen oder vollendetne suiziden zu tun........es vergeht wirklich keine woche wo nicht so ein vorfall ist.....die meisten menschen die diesen schritt wagen wollen, sind die die im unterem bereich der sozialschichten leben, meist alkohol oder drogenabhängig sind..... anderer seits sind es aber auch viele die probleme in der familie haben.......in den meisten fällen war es das verlieren vom sorgerecht für die kinder oder der verlust des partners(meist durch scheidung und der gleichen) die meisten suizidversuche/suizids geschehen in der vor-weihnachtszeit/bzw. zur weinachtszeit..........

die häufigste variante die gewählt wird um den freitod zu vollziehen, ist die der strangulation(erhängen)....durch diese art werden die 4hauptschlagadern(2 im vorderen halsbereich und 2im nackenbereich) durch das strangulationswerkzeug zugezogen und es kommt nicht zur blutstauung wie beim erdrosseln oder erwürgen, sondern die sauerstoffversorgung zum gehirn wird gestoppt und es kommt zur vollständigen bewußtlosigkeit......diese tritt nach ca.15sekunden ein(das verschließen einer der 4 hauptschlagadern reicht schon aus).....mann kann sich nach diesem vorgang nicht mehr durch eigener kraft befreien......der gehirntot tritt dann nach ca.5-6minuten ein.........

in einem versuch hatte mal ein wissenschaftler einen versuch getestet und sich stanguliert, sein assistent hat ihn nach 50sekunden abgeschnitten und er hatte keine folgeschäden(gehirnschäden)...diese treten nach ca. 1,5minuten ein........

die zweithäufigste art ist das einnehmen von giften oder eine überdosis von medikamenten......diese art wird meist von älteren oder körperlich schwachen menschen bevorzugt.....

so nun ma meine meinung zum thema:

vom gesetz her ist suzid nicht strafbar, aber trotzdem hab ik die aufgabe diese zu verhindern, da leib, leben und gesundheit(körperliche unversehtheit) das höchste zu schützende rechtsgut ist...... und das wenn einer den entschluß gefasst hat, so wie du es sagtest mo, und man ihn dann nicht mehr überreden kann ist nicht ganz richtig.....

mit sicherheit ist es nicht ganz leicht mit jemandem zu reden der auf einem dach steht oder sich vom balkon stürzen will(glaub mir) und man kann im grunde dann auch nichts weiter machen(man kommt sich hilflos vor) als mit ihm reden, ihm gut zuzureden und versuchen zu überzeugen.....das dauert dann schon ma bis zu 3stunden......es gab fälle bei denen man dachte man habe es geschafft und am ende ist dieser mensch doch gesprungen und es gab aber auch fälle wo es umgekehrt war......und diese leute werden dann in psychatrische einrichtungen gemäß dem psychKG (psychisch-kranken-Gesetz) eingeliefert........und dort kann ihnen geholfen werden, glaub mir süsse....;-)

fazit: es kann jeder selber entscheiden was er mit seinem leben macht oder nicht, nur ich werde versuchen meinen job zu machen und suizidversuche weiter versuchen zu verhindern um diese leute wieder auf die richtige bahn zu bringen und ihrem leben wieder einen sinn zu geben.........


standarte:-t
-only the stong is survive-
jap standi ich glaub dir ja auch, oder besser teilweise. klar kannst du ihn vielleicht ein zwei oder dreimal vom dach zurückholen, aber einer der für sich den entschluß gefassst hat zu sterben der wird es auch durchführen wenn sein wille in der psychiatrie nicht total gebrochen wird.
Dieser Lehrer hat über dreißig Jahre in einer Psychiatrie gearbeitet, ich denke er weiß wovon er spricht. sicherlich kann man vielen menschen helfen die da sind, aber eben nicht allen. wenn sich dann doch jemand erhängt..dann muss man sich sagen "Er wollte es so.." ..denke ich mir.
Man kann ja nicht jedem der das vor hat unzurechnungsfähigkeit vorwerfen, es ist der freie wille.
Trotzdem finde ich es als Pflicht den Suizid zu verhindern, soweit möglich ohne gefahr fürs eigene Leben, wenn man Zeuge wird.

Momo
Reinhard Mey

"Atze Lehmann"


Du hör%27 mal, eben ruft mich Walter an,
es geht da um die neue Produktion.
Also, wir fangen schon am Freitag an,
und den Termin für%27s Studio haben wir schon,
Und auch das mit den Musikern, um die ich gebeten hab%27,
geht alles klar.
Und es kommt auch wieder dieselbe Mannschaft,
die%27s letzte mal dabei gewesen war.
Und dann hat er sich noch nach Dir erkundigt
und nach Deinem Wohlergeh%27n gefragt,
Und daß ich%27s nicht vergesse, Dich herzlich von ihm zu grüßen,
hat er noch gesagt.
Und ganz am Schluß, als ich den Hörer schon auflegen wollte,
rutscht%27 es ihm noch raus,
Daß Atze Lehmann sich erschossen hat im Garten, hinter seinem Haus.

Ich kann das gar nicht richtig glauben, Menschenskind,
das kann doch gar nicht möglich sein!
Das geht ganz einfach nicht in meinen Kopf,
das kann ich einfach nicht begreifen, nein.
Das sind so Sachen, wie sie immer in der Zeitung
auf der letzten Seite steh%27n.
Und über sowas les%27 ich immer unbeteiligt
und fast gleichgültig hinweg,
So was passiert immer woanders, so was passiert immer
andern und weit weg.
Und mit demselben Blick les%27 ich oft noch die Kleinanzeigen
und mach%27 mir nichts draus.
Und jetzt erschießt sich Atze Lehmann im Garten, hinter seinem Haus.

Ich kann mich gut an ihn erinnern,
ohne je enger mit ihm bekannt zu sein.
Mit seinem struppigroten Haar stand er vor mir,
ein Monument aus rotem Stein,
Mit seinen ausgebeulten Hosen und Sandalen
mit viel Platz für fünf Paar Zeh%27n,
Den großen Augen eines Bär%27n,
dem Schnurrbart von einem Lufthansakapitän.
Und als ich ihn begrüßte, dacht%27 ich,
der hat Hände wie Klosettdeckel so groß,
Und als ich ihn am Flügel sah und spielen hörte,
fragte ich mich bloß:
Wie kriegt der Mann zwischen den Tasten seine Finger
wieder vollzählig heraus,
Und jetzt erschießt sich Atze Lehmann im Garten, hinter seinem Haus.

Das bißchen, was ich von ihm weiß,
hat er mir irgendwann im Studio selbst erzählt,
Zwischen zwei Titeln, und er schien mir nicht der Typ,
den immerzu der Zweifel quält,
Von seiner Frau, von seinen Kindern, haus und Garten
und dem nächsten Urlaubsziel,
Und abends wär%27 die elektrische Eisenbahn von seinem Sohn
sein Lieblingsspiel,
Und daß er irgendwann mal Flieger werden wollte,
aber dann kam ja der Krieg,
Und schließlich kam er, wie wir alle,
wie die Jungfrau zum Kind kommt, zur Musik.
Und wenn er jemals wieder fliegen würde,
dann im Suff aus dem Orchester raus,
Und jetzt erschießt sich Atze Lehmann im Garten,hinter seinem Haus.

Dann hab%27 ich ihn noch mal getroffen,
letzten Herbst auf der Stadtautobahn,
Da fuhr er eine Zeitlang hinter mir
und blinkte mich wie ein Verrückter an,
Und vor %27ner Wurstbude in Tegel
stieg er aus dem alten rostigen BMW
Und sagte: "Hallo, alter Freund, ich freu%27 mich riesig,
daß ich Dich mal wiederseh%27"
Dann hat er mir noch eine Currywurst spendiert,
und noch beim Essen haben wir
Ein bißchen vom Geschäft geplaudert
und mit vollem Mund noch sagte er zu mir:
"Ich habe jetzt die ganz große Nummer geschrieben,
kommt nächste Woche raus!"
Und jetzt erschießt sich Atze Lehmann im Garten, hinter seinem Haus.

Du, weißt Du, eigentlich geht uns ja die ganze Geschichte
überhaupt nichts an.
Wir kannten ihn ja nur so eben,
ändern können wir ja auch nichts mehr daran.
Und doch ist mir, wen ich dran denke,
irgendwie, als wär%27s Winter, als würd%27 ich frier%27n,
Als hätt%27 ich eben einen Freund gewonnen, nur,
um ihn gleich wieder zu verlier%27n.
Als ob seit dem all das geschehen ist,
wir beinahe alte Verwandte war%27n,
Was um alles in der Welt ist denn bloß
in den alten Spaßvogel gefahr%27n?
Und je mehr ich drüber nachdenk%27,
desto wen%27ger werd%27 ich schlau daraus.
Da erschießt sich Atze Lehmann im Garten, hinter seinem Haus.
also ich finde dass jeder selbst entscheiden sollte wann schluß is. solange er sich so umbringt daß es keine qual anderer (z.b. vor den zug werfen) oder gar gafahr für andere ist (z.b. in den gegenverkehr ziehen).

mfg, max
naja max was ich wissen wollte ist..ob du die entscheidung als feige oder mutig betrachtest...
Ich glaube auch das jeder einzelne Mensch das Recht hat, wie und wo er es beendet.

Dennoch meine ich, dass das Leben immer lebenswert ist und das Selbstmord mehr als feige ist. Weglaufen hat nie einen Sinn und ist der richtige Weg.
Ich glaube auch immer noch fest daran, dass man so ziemlich alle Probleme lösen kann und das es immer-und wenn es nur einer ist- das es immer einen Mensch gibt, der das Leben Lebenswert macht....

Es gibt nichts was man über das Leben in ein drei Worte fassen kann, nur ES GEHT WEITER!
als feige. stimme charleen zu.

cya, max
selbstmord is ein heikles thema..man kann nicht sagen weil jemand sich selbst umbringt..er ist feige..man muß dazu die hintergründe kennen die einen zu diesem schritt treiben..wer so einfach ein urteil über solche menschen fällt hat meiner meinung nach nicht begriffen was selbstmord bedeutet...für manche ist es der einzige ausweg..sicher man hinterläßt sehr viel trauer und schmerz..aber soll man nur weiterleben damit man nicht als feige gilt oder damit es anderen menschen gut geht..und was ist mit einem selber hat man kein recht auf glückseligkeit und frieden..was ist wenn man denkt ihn nur so zu erlangen..macht es sinn unzufrieden weiter zu leben..nicht zu wissen wofür und warum???...und nein es gibt nicht für jedes prob eine lösung..und dieses es kann nur weitergehen..sorry aber wer das sagt der hat noch nicht diese verzweiflung gespürt, diesen schmerz der einen fast um den verstand bringt..es kann nur weitergehen is eine phrase doch es hat für mich nichts mit dem wirklichen leben gemeinsam...das ist meine meinung..das heißt nicht das andere nicht auch andere meinungen haben

gruß katja
dann mal zum thema :

ich denke mir mal, das es jedem selbst zu überlassen ist, was er mit seinem leben anfängt
... es gibt sehr viele menschen auf der welt, die kummer oder streit ham, aber wenn sich jeder freiwillig den freitot hingibt, nur weil er denkt es gibt kein ausgang, dann lebt ja keiner mehr ...
also, wenn die leute wirklich ernsthaft darüber nachdenken würden, gäbe es warscheinlich ein paar weniger im jahr, die sterben ...

.... ausserdem habt ihr gewusst, das 57%25 aller selbstmörder, im letzten augenblick doch nicht sterben wollten, es aber schon zuspät war ...............


CU
Wahooka

P.S. : Es gibt immer einen weg --------
Meinen Tod lobe ich euch, den freien Tod, der mir kommt, weil ich will.
-Friedrich Nietzsche

Ich sehe es ganz klar als mutig an, gegen die allgemeine haltung der gesellschaft seinem leben selbst ein ende zu setzen.
Moin alle ..

sicherlich gibt es eine Diffenzierung .. ein Selbstmord um der Endlichkeit wegen oder als letzter Hilferuf im Bewusstsein, daß er ungehört verhallen kann.

Der Grund warum sich ein Mensch sein Leben nehmen will ist immer eine Flucht, eine Flucht vor Dingen, Situationen die der Mensch dann nicht mehr in der Lage ist tragen zu können, ein zerstörerischer Selbstschutz, klingt fast paradox. Aufgrunddessen wird es sehr schwer sein, ab einem gewissen Stadium, diesen Menschen davon abhalten zu können. Oder hat jemand schon davon gehört, daß einer "sagt" ..so .. mein Leben war so erfüllt, so wundervoll, ich hab alles erlebt was man erleben kann, ich geh nun?

Gruß ... Syltgirl

...eine Flucht vor Dingen, Situationen die der Mensch dann nicht mehr in der Lage ist tragen zu können, ein zerstörerischer Selbstschutz...


Hallo Wattfloh :-)

Das klingt so gar nicht paradox und beschreibt, wenn ich mir denn versuche einen Reim auf die Beweggründe zu machen, die Intetion eines Selbstmörders ganz gut.

Ob dies nun zutrifft, ich weiß es nicht, aber rein vom Gefühl her sagt mir mein Verstand, dass Du damit scheinbar den Nagel auf den Kopf triffst.

Ein lieber Gruss,

Nucleus




.... ausserdem habt ihr gewusst, das 57%25 aller selbstmörder, im letzten augenblick doch nicht sterben wollten, es aber schon zuspät war ....



@Wahooka

Worauf fusst diese Statistik????

Irgendwie kommen mir Zweifel an der Beweisbarkeit dieser Auswertung auf, da es allem Anschein nach an Denen zu mangeln scheint, die das verifizieren könnten ;-)

Gruss
Nucleus
Mein Lehrer sagt immer einen Satz den ich für sehr richtig empfinde: "Wenn sich einer Entschlossen hat seinem Leben ein Ende zu setzen, kannst du nichts gegen die Entscheidung tun. Du musst sie akzeptieren und kannst ihm nur raten es nicht vor deinen Augen zu tun, denn dann kannst du sie nicht tolerieren. Wenn einer sich entschlossen hat findet er den Weg."

Es gibt Leute die wegen Suizidgefährdung geliefert werden, in der Klinik therapiert werden und als gesund befunden entlassen werden, schnurrstrackz zum nächsten Baum gehen und sich aufhängen. Sie hatten ihren Entschluß eben gefasst.

Momo

(tuerkis)Klar Momo!Wenn jemand ein Entschluss gefasst hat,dann ist es scho schwer ihn davon abzuhalten,aber nit unmöglich!Ob es richtig ist...das kann ich auch nit sagen!Ich meinte eigentlich nur,dass man einen Menschen,der in seelisch schlechter Verfassung ist helfen soll,bevor er sich über Selbstmord Gedanken macht!(/tuerkis)michi
morgen!!!!


hmmm....ich weiß nicht......ihr redet alle so dahin also ob ihr es alle genau wißt was in diesen menschen vorgegangen ist/vorgeht.......

man kann hier nicht einfach für die allgemeinheit urteilen und vorraussetzen das alle anderen die gleichen lebensauffassungen haben wie man selbst......also wie z.b. "es geht weiter"....is das nicht ansichtssache und ganz auf die situation bezogen???

ich müsstet nur einmal tief in die augen eines sterbenden schauen oder in diese eines menschen der keinen lebenswillen/mut mehr hat, der die worte wie hoffnung, liebe, vertauen, ziele und geborgenheit nicht mehr kennt, der voller tränen in den augen nur noch eins will, den sinn des lebens nicht mehr versteht und dir als letzte person tief in die augen schaut und sich dann mit einem lächeln aus dem leben verabschiedet.......

dies ist ein augenblick im leben den man nie wieder vergessen wird.......man kommt sich vor als kannte man diesen menschen, als würde man schon in ewig mit ihm befreundet sein und am ende sind es die letzten worte die man von ihm hört die er sagt "machs gut und grüß mir den rest der welt"(sagte eine 39jahre junger familienvater).......es ist einfach ein grausames gefühl der hilflosigkeit.......

charleen: und glaub mir, für diese menschen gab es kein "es geht weiter"........

was haltet ihr eigentlich vom verbot der sterbehilfe????



standarte:-t
-only the strong is survive-
(blau)Hi!

Ganz ehrlich gesagt es gehört ne ganze menge Mut zum selbstmord! Mit dem gedanke hatte ich schon oft gespielt aber ich bin zu feige das durchzuziehen!

Ich finds aber trotzdem nicht aktzeptabel!
Ich glaube nicht, daß es jede Menge Mut dazu braucht, eher jede Menge tiefste Verzweiflung. Mut braucht man nicht um zu sterben sondern um zu leben .. in diesem Moment!


Mut, Verzweiflung, Feigheit. Was ist in diesem Moment die "richtige" Darstellung?

Antworten, die eigentlich nur der Selbst"mörder" geben könnte.

Nachtrag:

Ich weiss in solcehn Augenblicken nur, dass ich einen Freund/Bekannten verloren habe, aber sobald meine "Wut/Verzeiflung" über ihn weg ist, dann denke ich, dass er schon wusste, was er tat.

ReneeW
Hi zusammen!

ich finds schrecklich bei einem solchen thema statistische auswertungen oder dinge lesen zu müssen, die in irgendeinem buch stehen. jeder soll seine meinung haben - klar! aber dennoch sollte nicht vergessen werden, dass es bei selbstmördern um menschen wie dich und mich geht. menschen mit familie, freunden, einen job, vielleicht werden sie sogar geliebt.

dieses thema ist so extrem sensibel, dass man äußerst vorsichtig und bedächtig bei der wortwahl sein sollte!

es kann so verdammt schnell passieren, dass man so sehr am boden ist, dass man keinen klaren gedanken mehr fassen kann. deine gedanken kreisen nur noch um das eine thema: ständig suchst du nach möglichkeiten und ideen für deinen abgang. du suchst, du findest, du planst, du entschließt.

du quälst dich selber, weil du weißt, dass es feige ist einfach abzuhauen - dafür hasst du dich nur noch mehr...
die gedanken werden immer krasser, es findet ein innerer kampf statt: deine gedanken tricksen dich aus, stellen dir fallen, irgendetwas steckt in dir, was dich auslacht und dir die ganze zeit einredet, dass du ein absoluter versager bist, dass du besser schon bei der geburt hättest sterben sollen, dass du nur existierst, um anderen das leben zur Hölle zu machen und dass du es nicht verdienst weiterzuleben...

ich wünsche keinem von euch jemals solche gedanken, aber wenn ihr sie einmal hattet, werdet ihr ein wenig anderes über das thema denken!

des weiteren denke ich, dass nur ein einziger mensch einen selbstmörder in spe aufhalten kann - er selbst!
niemand anders wird einem fest entschlossenem von seinem vorhaben abbringen können, diese macht hat einfach niemand.
entweder er/sie schafft alleine den absprung - oder niemand.

meine erfahrung

http://www.froggyland.de/images/ladybitch.gif

hmmm....ich weiß nicht......ihr redet alle so dahin also ob ihr es alle genau wißt was in diesen menschen vorgegangen ist/vorgeht.......


@Standarte

Normalerweise würde ich nun hingehen und Dir meine Auffassung von Sterbehilfe darlegen.

Jedoch schüchtern mich Aussagen wie die oben zitierte so erheblich ein, dass ich mich ausserstande sehe erneut irgend etwas zum Thema Sterben so dahin zu reden. ;-)

Gruss
Nucleus
und wiedermal guten morgen.....

nucleus:

hmmm....in sachen "sterbehilfe" geht es ja um meinungen, ansichten und standpunkte........was anderes ist es, wenn jemand eine these in den raum stellt, von der er meint sie treffe auf alles und jeden zu......

ich bin weiß gott nicht der mensch der auf anderen meinungen/ansichten herrumreitet oder sie nicht akzeptiert, doch in dieser sache ist es dann doch schon ein großes stück zu behaupten man wisse wie sich so ein mensch fühlt/fühlte......niemand kann dies behaupten oder der meinung sein er wisse die lösung........
diesen endgültigen entschluss dann doch zu erfassen und ihn durchzuführen ist dann doch schon was anderes als mit dem gedanken zu spielen......

also nuc......ich warte nun sehnsüchtigst auf deine stellungnahme in sachen sterbehilfe......;-)


standarte:-t
-only the strong is survive-

.... ausserdem habt ihr gewusst, das 57%25 aller selbstmörder, im letzten augenblick doch nicht sterben wollten, es aber schon zuspät war ....



@Wahooka

Worauf fusst diese Statistik????

Irgendwie kommen mir Zweifel an der Beweisbarkeit dieser Auswertung auf, da es allem Anschein nach an Denen zu mangeln scheint, die das verifizieren könnten ;-)

Gruss
Nucleus


Wüsst ich auch gerne, hab des nur ma so übernommen, sieht klug aus ;)
Eigentlich Offtopic Feind, aber ich glaube die liebe Momo wird darüber nicht allzu böse sein.

Bei der Sterbehilfe unterscheide ich zwischen der passiven und aktiven Form.

Die passive Form, sprich die Unterlassung lebensverlängernder Maßnahmen ist meines Erachtens nach die fragwürdigere, da in solchen Fällen nicht selten die Entscheidung zur Beendigung des Lebens nicht nur durch den Sterbenden getroffen wurde.

Der Idealfall zur Leistung passiver Sterbehilfe sieht vor, dass ein Schwerstkranker zu Lebzeiten darüber entscheidet, ob er im Falle seines zuende gehenden Lebens an Apparaturen gehängt werden möchte die seinen Tod hinauszögern oder ob er dies ablehnt.

Kranke die entschieden haben, todesverzögernde Maßnahmen abzulehnen fällen diese Entscheidungen zum Einen aus dem Wunsch nach würdevollem Tod und zum anderen, weil sie auf die Urteilsfähigkeit des Arztes vertrauen, der ihnen sagte, dass am Ende ihrer Krankheit nur der Tod steht.

Dann gibt es aber auch Fälle, in denen Angehörige zu entscheiden haben, ob bei Komafällen, Schwerstverunglückten oder Schwerstbehinderten todesverzögernde Maßnahmen ergriffen werden sollen oder nicht.

Hier ist man auf Gedeih und Verderb auf Entscheidung von Aussen angewiesen.

Anders als im ersten Beispiel, muss nun ein Angehöriger auf die Aussagen des Arztes vertrauen, bzw. der Angehörige muss um die Einstellung des Betroffenen zu diesem Sachverhalt wissen, aber am Ende bleibt immer noch die Unsicherheit über die Richtigkeit der getroffenen Entscheidung.


Die aktive Sterbehilfe, also Tötung auf Wunsch des Kranken in Form von Medikamentenbereitstellung, stellt mich nicht vor solche Zweifel, weil ich diese Entscheidungen akzeptieren kann und muss, da der Betroffene selbst diese Entscheidung trifft und sein Leben beendet.
Jedoch lehne ich eine aktive Form der Sterbehilfe unter Herbeiführung des Todes durch fremde Hand gänzlich ab.



Gruss,
Nucleus

Sterbehilfe ..

.. wäre ein thema für einen neuen Thread unabhängig von diesem hier ..

fällt sonst schwer am Thema zu bleiben ..
Hallo Ihr !
leider kenn ich jenes hier angesprochene Thema nur zu gut. Daher kann ich sagen da zu dem Thema wohl keine Eindeutigen Aussagen möglich sind. Schließlich muß man immer das Individuum sehen, Hintergründe erfragen. Jemanden als feige zu bezeichnen der diesen Schritt gewählt hat, aus welchem Grund auch immer, halte ich für falsch. Dabei sollte man auch das Umfeld und ganz wichtig, den Glauben, jener Person in diese Grundsatzüberlegungen miteinbeziehen. Ein Christ verspricht sich nach dem (Frei-)Tod andere Sachen als ein Ateist, für den dieser Schritt weit mehr Endgültigkeit bedeutet. Da ich selbst schon Erfahrungen mit diesem Thema habe, auf die ich allerdings an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte, würde ich sagen das dieser Schritt weniger ein Schritt der Verzweiflung ist denn selbst diese setzt Hoffnung voraus. Eher ist es die eigene Ohnmacht. Für diese Ohnmacht können auch wiederum mehrere Gründe stehen, Verlust eines Geliebten Menschen, Verlust der eigenen Existenz usw. Das es immer wieder Mut erfordert durchs Leben zu gehen das einen, wie an anderer Stelle schon sehr treffend formuliert, immer wieder ins Gesicht schlägt, ist einzusehen, aber erfordert es nicht mindestens ebensoviel Mut durch den Schritt des Suizids in die Unendlichkeit zu gehen? Das soll nicht heißen das ich Suizid unbedingt gutheißen will, aber versuchen zu verstehen und akzeptieren. Verstehen und akzeptieren, weil es auf die meisten Fragen im Leben kein universales Patentrezept gibt.

VEGA