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Copyright, Urheberrechte

Hi Ihrs,
da anscheinend niemand in der Lage war, einen Thread über das Thema (oder gab es tatsächlich eines?), werde ich mal den Anfang machen.
Gerade in der Zeit des Medienzeitalters, insbesonders das Internet, kommt das Thema mit den Urheberrechte wieder in die Diskussion. Wie das Gesamte abläuft, das wissen schon viele von uns.
Doch, wann ist ein Mensch der Urheber? In der Regel ist es der Schöpfer eines Werkes, doch muß der Schöpfer erstmal nachweisen können, daß er der Urheber ist. Ein Erfinder kann nicht behaupten, daß er das und das erfunden hat, ohne ein Patent anzumelden. Schreibt einer ein selbstgemachtes Gedicht und setzt ein Copyright unter dem Gedicht, ist somit nicht das Urheberrecht gesichert. Anders als bei prominenten Künstler, die zugleich ihre Werke anmelden und sozusagen schützen, erst da wirkt das Urheberrecht am effektivsten, das gilt auch für Privatpersonen. Wenn ich ein Werk von einem Künstler veröffentliche, stimme ich automatisch das Urhebergesetz zu, und bin automatisch verpflichtet, das Copyright oder im schlimmsten Falle, wenn ich den Autor nicht kenne, einfach die Quelle angebe. Und selbst wenn ich nur ein Gesetz kopiere, muß ich hinweisen, welches Paragraph und welcher Absatz ich entnommen habe, aber nicht unbedingt, aus welchem Gesetzbuch ich es entnommen habe, weil der Urheber allen bekannt ist, nämlich der Staat, und der Schöpfer, der das schrieb, ist unbekannt.
Ein "Autor" bzw. Künstler kann also nicht unbedingt auf sein Urheberrecht pochen, wenn sein Werk nicht dementsprechend geschützt ist. Zudem steht ihm auch nicht das Recht zu, daß das Werk Vervielfältigungs- und Verbreitungsrecht besitzt. Das Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers, darf jedoch vererbt und sogar verkauft werden, und verlängert sich um weitere 70 Jahre nach dem Tod des Miturhebers.

Die Facetten des Urheberrechtes sind zahlreich, zu zahlreich um es beim Übersicht zu halten. Zu jedem Pro gibt es ein Kontra, weil das Gesetz ziemlich viele Lücken aufweist. Eigentlich ist man schon der Urheber eines Werkes, doch gilt dieses Recht tatsächlich vor dem Gesetz?

Schließlich kann man nur auf den Urheberrecht pochen, wenn man das Recht besitzt.

So, und nun her mit Euren Pro und Kontras!
hast du auf den beitrag eigentlich auch Copyright? *g
Prong, sogar mein Hintern besitzt einen Copyright, die ganze Scheisse, was da rauskommt, darf nicht verwendet und kopiert werden. :-p
hm...find den thread doof
geht nich michelle.. da hab ich nen copyright drauf *g
michelle,
Begründe, warum Du den Thread doof findest.
Das ist nur ein kleiner Bruchteil, quasi eine kleine Einführung.
Fände es gut, wenn Du was dazuschreiben würdest. ;o)
Werde ich heute abend tun,da ich jetzt unter Zeitmangel leide und nichts logisches zustande bekomme...:-t
darauf hat michi ein copyright:-t
So,nach nochmaligen durchlesen kann ich noch ein bissi zu schreiben:
Der thread an sich ist ja sehr interessant und aufschlussreich,aber mit fehlt hier das Diskussionsthema...
Ich meine Pro und Contras findet man zu jedem Thema,aber isses des wert sich zu diesem hier ne Platte zu machen?...ich mein "Schließlich kann man nur auf den Urheberrecht pochen, wenn man das Recht besitzt"...
Sicher,aber ist es nicht schon immer so gewesen?Und willst Du dafür plädieren,dass es demnächst nicht mehr so sein soll?
Copyright hin oder her...ich finde das im begrenzten Rahmen sowieso Quatsch,aber der Urheber will und wird nicht auf sein Recht verzichten...also gibts doch nichts weiter zu diskutieren?!

michi
Hi michelle,
nicht hier fehlt das Diskussionsthema, sondern der Diskussionsstoff, und die liefert Ihr. Ihr habt schon oftmals bewiesen, warum sollte hier anders sein? Hier könntet Ihr über das Thema diskutieren, erörtern und eigene Erfahrungen reinsetzen, wie zuletzt in Love&Life oder war es Dreamworld?

Sicher findet man zu jedem Thema ein Pro und Kontra, aber auch nur dann, wenn man sich ausreichend informiert hat oder man es schon immer wusste. Auch geht es um eine Diskussion um eine eigene Meinungsbildung, evtl. mal Beispiele und und.... Jedes Thema ist es wert,hier ne Platte zu machen, es wird auch mal von anderen Leser als zusätzliche Infomaterial über versch. Meinungsbildung dienen.
Der Satz mit dem UrHR (ich kürze es einfach mal ab aus Bequemlichkeit) pochen und das Recht besitzen war einfach nur mal so dahingeschrieben, aber es war nicht immer so, wie man z.B. neuerdings aus dem betroffenen Thread lesen konnte. (erinnerst Du Dich?) Es wäre auch alles nicht so schlimm, würde es das Verlagsrecht (Vervielfältigung und Verbreitung) nicht geben, dann ab da fangen die Probleme an. Ich denke, diesen Teil muß ich jetzt noch nicht näher erörtern.
michelle, ich plädiere hier für gar nix; ich will nur wissen, aus welcher Perspektive Ihr das Thema betrachtet. Einige sagen es muß sein; einige sagen, es ist sinnlos, weil es sowieso niemand wissen will und und ... Die Begründungen dafür habe ich allerdings noch nicht gesehen, ich habe evtl. mal eine Vorstellung, wieso er/sie das sagt, aber ist es dann die korrekte Vorstellung? Ich weiß es nicht, aber Ihr bestimmt. :o)
Ich nehme mir mal die Freiheit und nehme mir von Deinem Beitrag einen Zitat raus.
...ich finde das im begrenzten Rahmen sowieso Quatsch,aber der Urheber will und wird nicht auf sein Recht verzichten...also gibts doch nichts weiter zu diskutieren?!
Definier mir mal bitte, was Du unter begrenzten Rahmen verstehst. :o) Sofern er der Urheber ist, wird er sowieso nicht drauf verzichten, sofern er aber etwas von seinem Werk sieht und es ist keine Markierung über das UrHR vom Autor vorhanden, wird es ggf. je nach Möglichkeit nachträglich selbst drum kümmern, und denjenigen einen Hinweis geben. Ist es aber im schlimmsten Falle ein anderer Autor eingetragen, dann kann es eng werden, sofern es geschützt wurde.

Abalone z.B. hatte damals in dem Thread (um das von dem Gedicht von einem Chatter) das Copyright nachträglich reingeschrieben; sie hatte da einen Gefallen getan. Nicht für den Autor, sondern für den Chatter selber, der allerdings meiner Meinung nach es völlig falsch aufgefasst hatte; vielleicht fand er es zu spitzfindig, wer weiß?

Warum also das Thema nicht genauer erörtern und drüber zu diskutieren? Wenigstens bleiben dann andere Threads davon verschont. :o)
Huch hab das hier irgendwie gar nicht so mitbekommen und zufälligerweise gestern mal hier im Forum mich zu dem Thema mal ausgetobt weil ich feststellen mußte, daß hier viele ihre Mäuse mit ständigem Cut%27n%27Paste vergewaltigt haben. Die entsprechenden Quellen zu finden ist mittels Suchmaschinen ja auch kein Problem.

Ansonsten ist finde ich, daß es einfach die Zeichen der Zeit sind. Mangelnde Online-Kultur und leider auch Niedergang der übrigen Werte im Offline-Leben. In den Zeiten als Onlinezeit noch richtig teuer war konnte halt nicht jeder %27ne HP haben und seine mehr oder minder wertvollen geistigen Ergüsse der Netzwelt nahebringen oder sich eben da mit fremden Federn schmücken.

Heute nun in Zeiten von "Schulen ans Netz" (dran sind %27se schon aber wer weiß eigentlich genau was die Kids da machen) Kennt eben kaum einer Begriffe wie Netiquette geschweige denn deren Inhalte.

Es fehlt IMHO an einer differenzierten Entwicklung der Gesellschaft in eine Richtung in der wieder menschliche Werte wie Ehre und Stolz eine Bedeutung haben. Aber solange die geistigen/wirtschaflichen Größen unseres Kulturkreises eben durch Diebstahl geistigen Eigentums Millionen verdienen kann es doch nicht falsch sein ... Oder etwa doch ?

Andererseits wenn nicht jeder gleich in Lobesbekundungen verfallen würde wenn er was tolles/schönes/faszienierendes liest, sondern mal die Sinne schärft und die Tatsachen hinterfragt würde mancher persönliche Eindruck stark ins wanken kommen.

Und was ist so schwer dran %27ne Quellenangabe drunter zu setzen ? ... Jede Haus-, Diplom-, Doktor-, usw-arbeit wird nicht bewertet bzw. abgewiesen wenn der Diebstahl geistigen Eigentums auffliegt. Selbst wenn es erst verspätet erkannt wird muß man mit Sanktionen rechnen.

Unsere Gesellschaft leidet an Oberflächlichkeiten die größere Stellenwerte einnehmen als eben menschliche Werte. Geile Klamotten, Autos, Wohnungen, cool erscheinen zählen mehr als Courage, eigene Meinungen, Stolz und Ehre. Und sowas äußert sich nun mal immer als erstes an den schwächsten Stellen. Es wäre an der Zeit dahingehend die Notbremse zu ziehen. Denn wenn wir überlegen, daß die heutige heranwachsende Internetgeneration mit solchen verschobenen Wertvostellungen erzogen wird will ich gar nicht dran denken was diese dann ihren Kindern mitgeben.

@Michelle, ich persönlich bin nicht der Meinung, daß es Quatsch ist. Ich denke es geht hier weniger um die großen wie Musik- oder Softwareindustrie sondern um all die kleinen die mühevoll für Ihre HP Grafiken erstellen und die diese dann auf anderen Webseiten wiederfinden oder Gedicht schreiben und die dann unter anderen Namen in Zeitungen finden. Ich persönlich bin schon oft genug Opfer davon geworden. Kurzes Beispiel: ... für meinen Anrufbeantworter hab ich ein kleines Script (ca. 10 Zeilen) geschrieben welches mir eingegangene Anrufe als Anhang via Email schickt. Ein "Kumpel" fand es toll und ich habs ihm gegeben. Einige Zeit später hatte er immer mehr Fragen zur Erweiterung und Anpassung. Zufällig hab ich dann erfahren, daß er genau dieses (in seinem Namen und ohne Quellenangabe) an eine Firma verkauft hat die damit Ihre Telefonanlage optimiert hat. Noch dazu hat er der Copyrighthinweis und meinen Hinweis auf die GPL rausgelöscht und seinen Namen eingesetzt. Eine rechtliche Verfolgung wäre langwierig und teuer also für mich unmöglich ... Aber ich hab draus gelernt, mit dem Ergebnis, daß ich solches nicht mehr so freizügig rausgebe. Leider für alle anderen die ehrlich sind

Also ein grundsätzliches Urheberrecht ist nötig und sollte noch verschärft bzw. entsprechend durchgesetzt werden. Andererseits muß sonst jeder zu drastischen (und teuren) Maßnahmen greifen seine Texte, Scripte u.ä. zu schützen bzw. zu sichern. Als (militanter) Vertreter der GPL (und deren Erweiterungen geht es nicht darum Informationen bzw. Dokumentationen anderen zu verweigern oder jemanden an der Verwendung/Veröffentlichung/Verbreitung zu hindern. Sondern nur das es bitte immer mit dem Hinweis auf den geistigen Vater (oder auch Mutter) passiert. Gerade im Softwarebereich ist das auch eine Frage der Sicherheit. In unserem Zeitalter ist es auch gar nicht mehr möglich ohne andere Quellen zu arbeiten ... und dafür gibt es ja Quellenangaben.

Ansonsten bleibt abschliessend noch zu sagen, daß das Interesse an diesem Thema wohl nicht sonderlich groß ist, wenn wir im Vergleich dazu mal die üblichen Drogen-Threads oder (Online-/Fern-)-Beziehungs-Threads im Forum anschauen. Ist das nun der Spiegel unserer Gesellschaft ... ???

Dieses Posting unterliegt der GPL ... (ich verweise besonders auf §2)

GPL: http://hot-server.de/menole/lib/gpl_de.txt
ähnliche Dokumente: http://www.gnu.org/copyleft/copyleft.de.html

Netiquette: http://www.ping.at/guides/netmayer/netmayer.html
Danke Echolon für Deinen Beitrag, sehe ich als sinnvolle Ergänzung zu diesem Thread. :o)
Stellung werde ich, wenn von meiner Seite aus nötig, am WE dazu nehmen.
So Michi, nun bist Du dran ich hab Dir ja Streitgespräche versprochen ;o) aber keine Angst ich beiße ja nicht (es sei denn, <zensiert> ... *fg*)
[...],aber isses des wert sich zu diesem hier ne Platte zu machen?...ich mein "Schließlich kann man nur auf den Urheberrecht pochen, wenn man das Recht besitzt"... [...]

Ich persönlich bezieh mich mal auf mein Fachgebiet Computer und Internet und denke mal es ist auch im speziellen das Hauptthema des Threads. Das Internet, als sehr junges und nun auch (leider) für jeden erschwingliches Medium macht es unheimlich einfach sich mit fremden Federn zu schmücken. Ich denke auch, daß das Netz als junges und schnelles Medium ein sehr realer Spiegel unserer Gesellschaft ist. Insoweit wäre es schon ne Überlegung wert sich darüber Gedanken zu machen. Es hat alles gut und schlechte Seiten ... wir beide nutzen es z.Bsp. um Gedanken und Meinungen auszutauschen und Diskussionen zu führen aber es wird auch genutzt um anderen zu schaden und Gedanken zu verbreiten die eben nicht der zivilisierten Weltanschauung entsprechen. Und da es eben keine allgemeingültige Gesetzliche Regelung gibt ist es wichtig die Sinne der Nutzer zu schärfen. Da diese auch noch immer jünger werden fängt hier auch eine Wertvermittlung der zukünftigen Generationen an. Und Werte wie die Achtung vor dem Eigentum anderer verfallen eh schon immer mehr. Und dazu zählt eben auch das geistige Eigentum. Und alles was jeder Mensch von sich gibt, ob nun in gesprochener oder geschriebener/getippter/usw. Form ist sein persönliches Eigentum an dem er alle Rechte besitzt. Inwieweit er diese durchsetzt ist nun seine Sache aber das ist kein Freibrief. Ich persönlich hätte z.Bsp. nichts dagegen wenn jemand dies hier in seiner Hausarbeit verwendet und sich z.Bsp. damit %27n Job suchen will. Ich hab nur was dagegen wenn es in seinem Namen geschieht oder als Quelle einfach nur "Internet" zu lesen ist. Es gibt schon Beispiele das mit komplett übernommen Webseiten ganze Bücher geschrieben wurden.
[...],aber der Urheber will und wird nicht auf sein Recht verzichten...also gibts doch nichts weiter zu diskutieren?![...]

Es geht nicht darum zu verzichten, es geht darum wie es umgesetzt wird. Wenn ich Dir meine Liebe in einem Gedicht offenbare und nachdem wir daraufhin 20 Jahre verheiratet sind 3 Kinder haben und Du das Gedicht immer noch bei Dir trägst damit Du Dich immer an diese Zeilen erinnerst Zeilen erinnerst und unsere Liebe immer mit diesem Gedicht in zusammenhang bringst ... nach dieser Zeit erfährst Du das es gar nicht von mir ist ... was denkst Du dann? Ist Dein Weltbild zusammengebrochen? Dein halbes Leben würde ja auf einer Lüge basieren? Und würdest Du mir noch Vertrauen können?(weit hergeholt .. aber ich übertreib halt gern ;o)

Urheberrecht heißt das mein geistiges Eigentum mir gehört und ich festlegen kann was damit passiert. Bloß leider kann ich im privaten es eben nicht durchsetzen weil es aufwendig und teuer ist. Und weil die Gesetze mal wieder der Entwicklung hinterherhinken und mit den neuen technischen Entwicklungen nicht schritthalten können. Und der Schritt von Mißachtung geistigen Eigentums zum sachlichen Eigentum (z.Bsp. der Parkrempler am Auto, eingeworfene Fensterscheiben) ist IMHO nur ein kleiner. Und da die Kids nun mal mit den Net aufwachsen und damit zur Meinungsbildung beigetragen wird ist es wichtig das Bewußtsein für Recht und Unrecht zu schärfen.

Vor einigen Jahren noch wurden die 10 Gebote gelehrt. Wer kennt die heute noch und vor allem wer hält sich dran. Ich konnte mich mal dran erinnern, daß es in meiner Jugend verpönt war die Ex-Freundin von nem Kumpel anzubaggern. Heute wird nicht mal gewartet bis es die Ex geworden ist.

Es geht (mir persönlich) hierbei nicht unbedingt nur um das Urheberrecht. Aber als eines der (im privaten) am wenigsten bekannten und auch durchgesetzten Rechte ist es eben auch das was als erstes gebrochen wird. Mir geht es auch nicht um die Milliarden der Musikindustrie sondern um die ganzen kleinen Dinge des täglichen Lebens die inzwischen als normal angesehen werden. Die Werte nämlich, die uns (hoffentlich) vom Tier unterscheiden.

@all:
wir sollten den Thread vielleicht nicht nur auf das Urheberrecht beschränken sondern unter dem Begriff "Onlinekultur" betrachten oder "Verfall der menschlichen Werte im allgemeinen und im Internet im besonderen". Vielleicht würden sich dann mehr angesprochen fühlen und das Thema Urheberrecht ist ja nun auch nur durch das Internet so richtig Interessant geworden. Und es kann sich bestimmt keiner davon ausnehmen .....



Hi Echo,
sicher will ich/wollen wir nicht nur um Urheberrechte beschränken, das galt sozusagen als Basis, und von einer Basis entstehen Facetten wie Deine og. Beispiele alá Onlinekultur etc.
Wichtig ist nur, daß einem mit dem anderen mehr oder weniger zusammhängt, und ich bin dafür, über alle möglichen Facetten zu diskutieren, zudem einige Zusammenhänge sehr interessant sein könnten.

Da ich am WE erst relativ mehr Zeit habe als unter der Woche, und dennoch einige Reaktionen hier abwarten würde, kann ich ab dato erst wieder dran teilnehmen. ;o)
Heben wir das mal wieder hoch. ;)
Das eigne Copyright heißt heute "Signatur".

Informationen dazu auf http://www.servicecd.beep.de

unter Ruprik "Allgemeine Informationen" Thema 2.

:-1053
Hallo alle zusammen -

ich krame diesen Thread mal wieder hervor, weil ich vor einem Problem stehe und hoffe, hier eine klärende Antwort zu erhalten :-p
Es geht um folgendes: in einem Online-Spiel können sich die Spieler Portraits für ihre Spielfiguren verlinken. Dabei fällt die Wahl doch sehr häufig auf meines Erachtens urheberrechtlich geschütztes Material, beispielsweise gezeichnete Grafiken aus bekannten kommerziellen Spielen. Jemand hat auf dieses Problem aufmerksam gemacht und bekam unter anderem folgende Antwort:

(weiss)"copyright?

ich setz nen punkt hier und nen punkt da und schon ists doch eigentlich mein copyright?"(/weiss)

Ich habe mich nun hingesetzt und mir den Wortlaut des Urhebergesetzes einmal angesehen, was es in Bezug auf "Bearbeitung eines Werkes" zu sagen hat. Ich bin dabei auf zwei Paragraphen gestossen:

1. (weiss)§ 23
Bearbeitungen und Umgestaltungen

Bearbeitungen oder andere Umgestaltungen des Werkes dürfen nur mit Einwilligung des Urhebers des bearbeiteten oder umgestalteten Werkes veröffentlicht oder verwertet werden. Handelt es sich um eine Verfilmung des Werkes, um die Ausführung von Plänen und Entwürfen eines Werkes der bildenden Künste, um den Nachbau eines Werkes der Baukunst oder um die Bearbeitung oder Umgestaltung eines Datenbankwerkes, so bedarf bereits das Herstellen der Bearbeitung oder Umgestaltung der Einwilligung des Urhebers.(/weiss)

und 2. (weiss)§ 24
Freie Benutzung

(1) Ein selbständiges Werk, das in freier Benutzung des Werkes eines anderen geschaffen worden ist, darf ohne Zustimmung des Urhebers des benutzten Werkes veröffentlicht und verwertet werden.(/weiss)


Vielleicht bin ich durch das Juristendeutsch der anderen 22 Paragraphen schon meschugge ;-), aber ich bin nun wirklich verwirrt - Bedarf es nun der Zustimmung des Urhebers oder nicht?
Oder bedeutet der Ausdruck "in freier Benutzung" (§24), daß zuvor vom Urheber des Ursprungswerkes das Werk zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt sein muss?

Im Moment verstehe ich die Sache so:

1. Hat ein Urheber sein Werk zur freien Nutzung freigegeben ("Macht damit, was ihr wollt"), dann kann ich es verwursten, wie ich lustig bin - das Endresultat gilt dann als MEIN Werk.

2. Ist das Werk NICHT freigegeben, muss ich auf jeden Fall den Urheber um Erlaubnis bitten, sein Werk zu verwenden, auf welche Art auch immer.

Ist das so richtig? Dann würde sich mir bei Punkt 1 noch die Frage aufdrängen: reicht es dann, wenn ich nur einen Punkt in ein Bild einfüge, um es als meines bezeichnen zu können? Oder gibt es da eine Regel à la "mindestens 30%25 müssen verändert sein, dann erst geht das Urheberrecht auf den Bearbeiter über"?

Bittääää, erleuchtet mich! :P

*sich im Paragraphen-Dschungel verirrt hat* Abalone
... über das Urheberrecht fangen gerade Horden von Anwälten an sich zu streiten ich glaub nicht, dass wir hier eine Antwort auf Deine Fragen finden.

Deine Schlußfolgerung ist soweit richtig.

1. der Urheber hat alle Rechte und grunsätzlich ist der IMMER zu befragen was mit seinem Werk passieren darf.

2. hat dieser das Werk freigegeben hat man sich entsprechend der Freigabe zu verhalten. Dafür gibt es genügend (wenn auch unbekannte) Lizenzmodelle (Freeware, GPL u.ä.) Ich kann mir auch eine eigene Lizenz ausdenken. ( Ich hatte mal ein Sharewareprogramm mit einer Postkartenlizenz. Der Urheber wollte nichts weiter als möglichst witzige oder exostische Postkarten aus jedem Teil der Welt )

Zu diesem Prozentsatz läßt sich auch nichts genaues sagen, bei Software redet man von ca. 80 - 100 Zeilen zusammenhängenden identischem Programmcode (seit SCO vs. IBM achtet man mehr auf die Kommentare) die als Beweis für eine fremde Urheberschaft stehen.
Diese Paragraphen hören sich auch alle ganz supitoll an, lassen sich aber anscheinend verwursten so wie man`s gerade gebrauchen kann.Sprich:zu schwammig!

siehe: ==>;-( (url)www.stylestation.ch/discussion/index.php?act=ST&f=6&t=907&s=4311e290e144245c17d568ff118359ed(/url)
Danke Echo und Booty.

Booty - ich habe mir den Thread mal angesehen ... wenn ich nach Echos und meiner Schlussfolgerung gehe, so hat der Typ eindeutig das Urheberrecht verletzt - im Grunde gibt er es selbst zu. Er hat eine Grafik verwendet, die von einem anderen erstellt und NICHT freigegeben wurde, ergo hätte er auf jeden Fall vorher um Erlaubnis fragen müssen. Das tat er nicht, da kann er nun so oft er will erzählen, er habe eine Collage gemacht und somit sei es nun sein Werk. Er hat versäumt, die Erlaubnis einzuholen, damit ist der Fall für mich klar. Aber nachdem der Thread schon etwas älter ist, melde ich mich da nicht mehr zu Wort ;-)
Vielleicht sollte man in naher Zukunft für alles was man eigenständig produziert Patente anmelden, dann sieht`s wohl auch der blödeste ripper ein...würde soetwas funktionieren (mit dem Patent, oder gilt das für ganz andere Dinge?)...

*jetztneugieriggewordenist*
Patent wohl nicht aber Gebrauchsmusterschutz je nach Sache die Du schützen willst. Theoretisch ist das Schützen nicht notwendig. Urheberrechte mußt Du bei Bedarf einklagen und Patenechte auch. Alles in allem ein teurer Spaß.
Kann ich mir vorstellen.Danke, echo!:-n
...wennn Du das erste mal auf dem Patentamt wars weisst Du warum die wenigsten ein Patent anmelden. Ist nicht nur schweineteuer, sondern in der Urform nur auf Deutschland beschränkt. Ein Europa- oder Weltweites Patent sprengt den finanziellen Rahmen der meisten mittelständischen Unternehmen. Meinem Wissen nach sind Kunstobjekte (wie Bilder / Musik usw.) nicht patentierbar, hier muss man den Weg über das Urheberrecht gehen.

Wenn ich Urheberrecht und Copyright höre muss ich automatisch an die grossen Musiklabels denken, die greinende, eifersüchtige Anstandsmama die immer was zu motzen findet. Wir verdanken der Musikindustrie den Tod mehrerer hochwertiger Standards - sofern die Damen und Herren ihren Willen bekommen hätten gäbe es nach wie vor CD´s zum Vertrieb der Musik, MC´s zum aufnehmen und wer es digital will soll sich gefälligst MiniDisc kaufen. Soweit die Wunschträume der grossen Labels welche mit der Entwicklung des MP3 Codec´s vor einigen Jahren endgültig begraben wurden.

Die Musikindustrie ist eine der wenigen Branchen welche trotz weltweiter Krisen ihren Umsatz halten konnten, die permanent gestreuten "Horror-Verlustmeldungen" sind in keiner Weise belegbar - alles Hochrechnungen über "entgangenen Gewinn", inwiefern die Summen reell erwirtschaftet worden wären bleibt absichtlich offen.

Urheberrecht, Copyright, alles schön und gut - ich bin der Meinung das die Künstler entsprechend entlohnt werden sollen. Doch solange ich von der Industrie dafür betsraft werde das ich ein halbes Vermögen für eine Album-CD ausgebe, solange ziehe ich MP3 der CD vor. Aktuelle CD´s im PC abspielen, im Auto??? Netter Traum, funktioniert nur noch selten - Kopierschutz sei Dank. Das ich als zahlender Kunde ein Recht ddarauf habe mit Kopien anzufertigen und die Musik auf jedem Gerät zu hören das ich wähle wurde bewusst immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Die selbe Rechtslage bei Video´s - darf ich in der Videthek leihen und ne provate KOpie von machen. Warum nicht mehr von der DVD??? (ein Schelm wer böses dabei denkt...)

Die grossen Filmverleiher welche durch DivX und Rip´s Unsummen verlieren greinen nicht - die Umsätze bei den hervorragenden Filem zeigen deutlich das die Leute gerne bereit sind für Qualität ins Kino zu gehen.

Also liebe Musikindustrie, ich mach es kurz: Wenn ich wieder Musik hören kann ohne 20 Tools zu benötigen, wenn ich wieder Musik zu kaufen bekomme, wenn das Album aus mehr als 2 - 3 hörbaren Tracks besteht, ja dann: Dann kaufe ich gerne auch wieder eine CD.

Bis dahin: Das einzig wahre Medium ist Venyl und MP3!!!


MfG MaSTaHMiND (Music Monk?!)