...für diese Berichterstattung zur besten Nachrichtenzeit.
Vielen Dank, dass ich diese geringfügig geschnittenen "Amateuraufnahmen" aus Mexico sensationslüstern begeifern durfte. Dass ich zwischen geplantem neuem Waffenrecht und der neuesten Umfrage zum Mobiltelefonieren mitansehen durfte, wie ein gestörter Mensch seinen Pickup vor einer Schülergruppe zum Stehen bringt, die mitten auf der Straße musiziert und tanzt. Dass ich sehen durfte, wie er ein paar Meter zurücksetzt. Gas gibt. Mit einem gnädigen Schritt, als der erste Schrei zu hören ist und die Stoßstange den ersten Körper anfährt. Dass ich den langsamen Schwenk über das vielleicht sechsjährige Kind, das tot in einer Blutlache liegt - nicht verpassen durfte. Dass ihr (oder der Berichterstatter) dem Mann die Möglichkeit gegeben habt, sich in einem Interview aus der Zelle zu rechtfertigen.
Selbstverständlich ist das furchtbar. Selbstverständlich sollte man darüber berichten. Selbstverständlich kann man erwähnen, dass jemand das Ganze gefilmt hat. Und vielleicht hätte ich auch nicht so sehr darüber nachgedacht, wenn ich es nicht (Dank euch) mit eigenen Augen gesehen hätte. Also: Hut ab, war eine prima Idee.
Ein Tipp fürs nächste Mal: Vielleicht könnt ihr den Schnitt weglassen und das Video in voller Länge zeigen. Das störende Gesabbel des "Korrespondenten" (sic) durch stimmungsvolle Musik ersetzen oder Ähnliches.
In diesem Sinne... "Two thumbs waaaaaaay up".
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