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PISA - einfach nur Dummheit?

Ich würde von euch ganz gern mal eure meinungen über die PISA-Studie und die Ergebnisse erfahren.

und natürlich auch, ob ihr euch schon näher mit der Studie befasst habt, oder ob ihr nur das kennt, was in den Medien darüber berichtet wird.
was haltet ihr von den reaktionen der Politiker?
könnte es sein, dass tatsächlich der hohe ausländeranteil schuld ist an den schlechten ergebnissen???

und was kann man tun, um Deutschland zu einem besseren Bildungsland zu machen????

http://www.froggyland.de/images/danceivy.gif

P.S.: Kommentare von mir zu dem Thema kommen später.
öhm..........was ist pisa-studie???

*nixpeil*


tina-tara
also ..die PISA-Studie ist ein breit angelegter Ländervergleich, der das Wissen der 15-jährigen Schüler testet.
Es sind die Bereiche Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften abgefragt worden, und es ging weniger um Faktenwissen als um eine Grundbildung, die auch Umgehen mit Wissen und angemessene Anwendung mit einbezieht.

Zu den Ergebnissen kann man sagen, dass Korea und Japan in den Naturwissenschaften die absoluten Spitzenreiter sind, bei der Lesekompetenz haben Finnland und Kanada am besten abgeschnitten. Deutschland liegt jeweils ein gutes Stück unter dem Durchschnittswert aller teilnehmenden Staaten.

Die Ergebnisse der Studie sind schon viel diskutiert worden, aber ja anscheinend noch nicht zu allen durchgedrungen. Die Politiker sehen einen Grund in dem recht hohen Ausländeranteil den wir in Deutschland haben. Desweiteren wurden schon Reformen des Schulsystems angesprochen.

Meine Frage ist halt, wo ihr die Gründe seht, warum Deutschland im unteren Mittelmaß abgeschnitten hat. Sind deutsche Schüler einfach zu blöde? Ist es der hohe Ausländeranteil? Liegt es am Schulsystem? Fehlt die Motivation zum Lernen?
oder fallen euch noch andere Gründe ein?

http://www.froggyland.de/images/danceivy.gif
Meine Meinung hierzu: (linkto)29185(/linkto) ;)

(Edit wegen linkto)
öhm..........was ist pisa-studie???

*nixpeil*


tina-tara


Name: tarantel
Alter lt. ID-Card: 16

ergo: eigentliche Zielgruppe der PISA - Studie

... und da fragst Du nach Gründen ... Ivy ... ich glaub jede Diskussion dieses Themas in diesem Forum ist "Perlen vor die Säue"

mein Statement folgt evtl. wenn ich mehr Zeit habe.
also da vera nich ruhen wird bis ich was in diesen beitrag geschrieben habe gebe ich mal meinen senf auch wenn ich bis vor ivy´s erklärung nich wusste was die pisa-studie is :-x ma zu echo schaut und :-rot

ich will mich jetzt nicht groß dazu äussern aber ich glaube nicht das deutschland so schlecht abgeschnitten hat weil wir zu viele ausländer haben. ich meine wenn doch andere länder diese tests auch gemacht haben *g* oder haben wir die dümmsten ausländer dann nach deutschland geschickt bekommen? *ggg* nee jetzt mal im ernst ich denke da ist eher das schulsystem schuld. von eltern und bekannten bekam ich als ich noch zur schule ging des öfteren zu hören das wir nicht mehr annähernd so viel lernen müssen wie sie damals und ich glaube da ist was wahres dran. oft bekamen wir überhaupt keine hausaufgaben auf oder keinen lehrerersatz wenn man lehrer krank waren. ich denke das sind alles faktoren die dabei eine rolle spielen.

mehr hab ich dazu nich zu sagen
noch eine info wer dran teilgenommen hat:

Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Japan, Kanada, Korea, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten, Brasilien, Lettland, Liechtenstein, Russische Föderation

http://www.froggyland.de/images/danceivy.gif
mal kurz einige nachdenkenswerte Punkte

- Lehrer durchschnittlich zu alt
- junge Lehrer können sich zum Teil nicht gegen alte eigeschliffene Strukturen durchsetzen
- Ideale der Junglehrer fallen dem Beamtenstatus zum Opfer
- Schulsystem (Kultusministerkonferenz der Länder) zu schwerfällig
- Neuerungen / neue Erkenntnisse brauchen zu lange bis in die schulische Praxis
- Eltern wälzen die Erziehung auf die Schule ab
- Schule ist Parkplatz für Kinder solange die Alten arbeiten müssen
- zu wenig schulbegleitende soziale Maßnahmen bzw. zuwenig Geld dafür (Sportvereine u.ä.)
- mangelhafte materielle Ausstattung der Schulen
...

die Liste läßt sich nach belieben erweitern, das schlimmste sind eigentlich die krassen Unterschiede zwischen den Schulen. Dort wo Schulleiter sich stark machen ist so gut wie alles möglich.
Jo, also dazu schreib ich doch glatt mal was :-t.

Ich finde, dass unser ganzes "Schulsystem" dringend geändert werden muss. Das fängt damit an, das die Oberstufe nicht immmer wieder neu reformiert wird (wie bei mir in BW), sprich die "Elite" wird immer weiter aussotiert. Um die Realschule und Hauptschule kümmern sie sich in der Hinsicht nicht so aufmerksam.
Die Bezahlung der Lehrer sollte man ändern, so das die mehr bekommen, die auch wirklich sich sehr um die Schüler bemühen und es daher ein Ansporn für jüngere Lehrer beispielsweise is.
Man darf auch nicht vergessen, das das "Siegerland" , (war doch Finnland oder?!) ausschließlich Gesamtschulen hat. Wenn ich hier an manche Eltern denke, da würden viele sagen, mein Kind zusammen mit Haupt/Real-Schülern, kommt gar nicht in Frage. Bei uns herrscht doch Schicht-System, Schüler aus Arbeiterfamilien, findet man kaum in Gymis usw.

Kann noch aus meine Schülerleben sprechen:
Ich bin auf einer Gesamtschule, in Klasse 5-7 wird man in diverse Kurse eingeteilt, also eher Gymi od. Real. od Haupt, die Klasse bleibt daher im Kern zusammen. Nach der 7. KLasse erst werden die Klassen neu gemischt so das erst dann Gymi od. Real od. Hauptschul-Klassen enstehen. So hat jeder Schüler bei uns die Möglichkeit einen anderen Abscluss zu machen, als den den er nach der Grundschule vorgschlagen hat bekommen.

Zu den "Ausländern", sage ich auch noch was kurz, man sollte einführen, das diese erstmal Deutsch lernen bevor sie in die Schule gehen. So das ihre Chance höher ist, den Unterricht zu verstehen und sich auch ausdrücken können.

So viel zu dem was man ändern kann un einfach meine Einschätzung.

Soooo das wars erst mal

Greeetz Sunshine :-)
Die Punkte, die Echolon aufgeführt hatte, waren recht nette und interessante Aspekte, jedoch waren die Punkte auch vor vielen Jahren angewendet worden; ich glaube zu wissen, daß es sogar noch vor meiner Schulzeit gab.
Doch ich kann im Moment zu der normalen Schulstruktur nichts dazu sagen, weil ich eher an einer Sonderschulstruktur eingebunden wurde. Eines wurde mich bei dem System bewusst, es galt vorallem intensives Lernen im Unterricht, mehr oder weniger strenge Regeln und das Wichtigste unter den Schülern war Kooperation. So schaffte jeder Schüler eben jene Prüfungen locker (das Schwierigkeitsgrad war identisch mit den anderen Schulsystemen, also ergo gleiche Prüfungen mit ein paar Abänderungen)
Was damals funktionierte, funktioniert dort auch immer noch; wieso sollte das allgemeine Schulsystem jetzt auf einmal den Schülern angepasst werden? Sorry, wenn ich das sage, aber wenn man das System anpassen müsste, müssten die Schüler noch 2 Jahre extra in der Schule bleiben können, bis die Unterrichtstoffe bis zur Prüfung durchgemacht wurden.
Sicher hängt es davon ab, ob man den Lehrer versteht oder nicht. Was ist denn realistischer? Ein Lehrer, der sich jeden einzelnen Schülern anpasst, oder die Klasse, die sich dem Lehrer anpasst? Dazu brauchen wir wohl noch 2 Hilfslehrer zusätzlich. ;)
Sicher, es ist keine Frage, daß man den Unterricht als Pädagoge interessant gestalten sollte; aber eines begreife ich nicht, wieso bewegen die Schülern (die den Unterricht öde und fad finden) ihren Arsch nicht hoch, und machen den Lehrer einige Vorschläge, wie man den Unterricht besser gestalten könnte? Ein Lehrer kann nun mal nicht Gedanken lesen, und er wird sich dann sowieso Gedanken machen, auch wenn er abwinken würde.

Das Gebrabbel nach dem Ursachen ging mir schon damals auf dem Keks; damit machen sich zuviele Verantwortlichen zu einfach, alles nur wegen so ner Studie, die zugleich noch dem Grand Prix der Lalala-Musik gleicht.

Vielleicht ist es Dummheit, oder gar Faulheit, oder sie wollen einfach nicht anpassen.

PS: Der Ausländeranteil hat herzlich wenig damit zu tun, manchmal habe ich sogar noch das Gefühl, daß die sogar noch mehr in den Kopf reinkriegen. ;)
ob die Gesamtschule wirklich eine Lösung darstellt ist die Frage.

leider ist es in den deutschen Schulen so, dass in Gesamtschulen zwar das gesamte Leistungsspektrum abgedeckt wird, allerdings wird nicht erreicht, dass die Leistungen etwas einheitlicher werden.
Das Ziel wäre es doch, das Niveau insgesamt anzuheben, und dabei kein so riesiges Spektrum der Leistungen zu haben.
In Finnland (Lesekompetenz) und in Korea (Naturwissenschaften) ist es so, dass sehr hohe Werte erreicht worden sind, und das recht einheitlich. Sprich, die Abweichungen voneinander sind nicht sehr groß. Anders in Deutschland, hier haben wir eine irre Spannbreite, von Hauptschule und Gymnasium überschneiden sich grad mal die besten bzw. schlechtesten 5%25.

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o got komm nicht mit dem scheiß wir habe das ein halbes jahr in der schule gemacht das ist voll etzend
MiaMaus
froggy.. wieso vergleichst du PISA mit dem "lalala - Grand Prix"? was gibt dir anlass dazu?

ich glaube man sollte die Studie nicht so einfach abwerten, insbesondere weil es eben nicht darum ging, das beste land herauszufinden, sondern um den Leistungsstand der Länder zu dokumentieren und einzelne Stärken und Schwächen hervorzustellen, und auch um erstmal zu sehen, was 15jährige Schüler überhaupt an Wissen haben können.

Mia warum findest du das denn ätzend? es geht doch auch um dich, weil dadurch vielleicht der Unterricht neu gestaltet wird, oder die Ansprüche angehoben werden.

http://www.froggyland.de/images/danceivy.gif
oh gott komm nicht mit dem scheiß wir haben das ein halbes jahr in der schule gemacht das ist voll ätzend
MiaMaus


Name: MiaMaus
Alter lt. ID-Card: 13
ergo: zukünftige Zielgruppe der PISA - Studie
... und da fragst Du nach Gründen ... Ivy ... ich glaub jede Diskussion dieses Themas in diesem Forum ist "Perlen vor die Säue"

aber ich wiederhole mich ... ( bestätigt eigentlich nur die Richtigkeit meiner Meinung über die heutige "Jugend" )

... und nun sieht es doch wohl so aus als ob zukünftige Teilnehmer drauf getrimmt werden die Anforderungen zu erfüllen ohne dabei wirklich was zu verändern. Auch eher eine typisch deutsche Handlungsweise.
echo ... da du hier die fehler zitierst vermute ich, dass du doch eine gewisse fehlende Intelligenz unterstellst.
du hast eine menge von gründen angegeben, welche siehst du denn als gravierendste an?
und gibt es deinerseits irgendwelche verbesserungsvorschläge die auch durchsetzbar sind??

im übrigen wurde rechtschreibung gar nicht getestet ;-)

http://www.froggyland.de/images/danceivy.gif
Respekt!

es bedarf wirklich viel, über eine 13jährige herzuziehen - alle achtung.
<ot>respekt, montell - es bedarf wirklich viel, über das aussehen fremder menschen herzuziehen.</ot>
grins abalone, willst du mir dies noch lange vorhalten? hör auf, ich bekomme schnell ein schlechtes gewissen :-)
Hi Ivy,
mein Anlass zu diesem Vergleich brachte nur dazu, weil es unzählige Studien gab, aber darauf nicht soviel Aufmerksam von den Medien bekam. Ausgerechnet eine Studie, indem Deutschland peinlicherweise und zu Recht schlecht abschnitt, bekam große Aufmerksamkeit von den Medien, und die Gesellschaft wurde erst dann zu einem Zeitpunkt erwacht, wo es schon etwas zu spät war. Folge davon war, daß es sog. Experten kamen, und ihre Rechthaberei durchsetzen wollen, und jeden anderen gerne die Schuld gaben, sei es denn das Schulsystem, oder die Pädagogen, oder die Eltern sowie Erziehungsberechtigten oder oder (diese Liste lässt sich gerne beliebig erweitern).

Mir persönlich kommt es wie eine Modeerscheinung vor: europäisches GrandPrix der Bildungsländer, komm nächstes Jahr machen wir es besser, und vielleicht "gewinnen" wir. Ist es nicht so? Oder irre ich mich, und es will niemand, daß Deutschland zu einem besseren Bildungsland wird? Es zählt nur die Ergebnisse, das Ansehen evtl. auch die Bildung. Mal ehrlich: Interessiert es den Schülern hier in Deutschland?
du hast recht frog, es gab schon vorher Ländervergleiche die ähnlich zu PISA sind. teilweise baut PISA auch darauf auf.
allerdings ist es so, dass Deutschland auch in den anderen Studien nicht unbedingt besser abschneidet, bestenfalls durchschnitt ist.
natürlich hast du recht, und man versucht, dass Deutschland in den nächsten Jahren besser abschneidet. allerdings wird dabei sehr schnell übersehen, dass innerhalb von 3 jahren eine extreme besserung selbstverständlich nicht möglich ist.
recht geben muss ich dir in bezug auf die Experten ... wobei immer noch die frage ist, ob diejenigen die sich so bezeichnen wirklich Experten sind.
mich persönlich stören die sehr häufig vorschnellen reaktionen der politiker, die gern versuchen eine bestimmte Ursache auszumachen, um dann ein Programm zu starten, das eigentlich nur zum Zweck hat, die Massen zu beruhigen.
wer sich näher mit den Ergebnissen von PISA beschäftigt, kann recht schnell verbesserungsvorschläge finden, die auch Sinn machen, aber dafür muss man sich erst einmal auf das Konzept der Studie einlassen.

http://www.froggyland.de/images/danceivy.gif
Hiho Pholx,

ich hab mir das Thema lange genug angesehen, allzu aktuell ist die PISA-Studie ja nu nich mehr, oder wurde die vom letzten Jahr neu aufgelegt???

Mein alter Herr pflegt immer noch zu sagen: "Traue keiner Studie die Du nicht selbst gefälscht hast...", auch wenn ich es nie zugestanden habe: Er hat recht...

Die PISA-Studie wurde von den Medien ausgeschlachtet, unsere verblüfften Politiker reagieren indes wie so häufig recht Kopflos. Das Schulsystem in Deutschland ist inzwischen kaputt reformiert, statt sich mit denen die es wissen müssen an einen Tisch zu setzen (den Paukern) werden "Experten" mit akademischen Auszeichnungen bestellt, die vom reellen Schulbetrieb nicht die leiseste Ahnung haben.

Solange unsere Regierung und die ihr unterstehenden Behörden lediglich auf äussere Kritik reagieren, anstatt die Schreie der eigenen Bediensteten zu hören sehe ich keine Besserung, sei es im Bereich Bildung oder den anderen unbedeutenden "Peanuts"-Problemen unseres Landes.

Traurig das eine Studie durch die Medien solch eine Resonanz erfährt, die vergangenen empörten Aufschreie aus der Lehrerschaft waren nicht Quotenträchtig genug für 5 Minuten in "Explosiv", die Politik dankt der PISA-Studie für ein neues Wahlkampfthema und unsere Pauker verwzeifeln weiter am "verschlimmbesserten" Schulsystem...


Guten Abend,



http://www.chathard.de/MeeTiNX/HaRDCoDeD.jpg
ich sag nur eins dazu

(zentriert) Traue keiner Statistik/Studie die du nicht selbst gefälscht hast (/zentriert)


http://vipersplace.de/vaipa.gif
ausser natürlich, man hat sich mal mit den methodischen/statistischen einzelheiten befasst und weiss was da gemacht worden ist...

was offensichtlich die meisten politiker nicht getan haben .. allein die vorstellung, es könnte zwischen regierung/partei und schulleistung einen kausalzusammenhang geben spricht dafür, dass die herrschaften politiker von statistik keinen schimmer haben.

http://www.froggyland.de/images/danceivy.gif
Wollte dafür keinen neuen Thread aufmachen:

dpa-Meldung:

"Neue Mängel durch PISA-Studie aufgedeckt - Für ein und dieselbe Leistung in Mathematik kann ein Gymnasiast, so wie es aussieht, eine 1 oder auch eine 5 bekommen. Das geht aus dem dritten PISA-Testbericht hervor. Er wird bislang unter Verschluss gehalten, liegt aber der dpa vor. Die PISA-Auswertung bestätigt damit frühere Untersuchungen, nach denen Zensuren auch in Matheamtik ein subjektives Lehrerurteil darstellen - abhängig unter anderem von der sozialen Herkunft des Schülers."