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Na, mit was vergiften wir uns denn heute mal?

Aloah alle zusammen -

wisst ihr noch, was vor zwei Jahren zu einer unglaublichen Hysterie geführt hat? Drei Buchstaben hat%27s, und lebend macht es "Muh!" - naja, nicht selbst, aber der Träger tut es. Jawoll - BSE, wunderbar. Esst ihr wieder Rindfleisch? Schmeckt ja auch so gut (zumindest vielen) ... aber - oha, da wurde doch tatsächlich vor ein paar Tagen erst wieder eine kranke Kuh in Bayern entdeckt - und wie man vernehmen muß, ist dies schon die 90. insgesamt - allein in Bayern (im August diesen Jahres waren es 200 Fälle bundesweit). Besteht also doch noch Gefahr? Anscheinend ja - aber dennoch werden alle großartigen Programme, die in der ersten Hysterie ins Leben gerufen wurden, jetzt wieder eingestampft - es kümmert sich ja kein Mensch mehr um die Seuche, warum noch Geld für die Bekämpfung zum Fenster rauswerfen? Da liest man auch einfach über Meldungen aus England hinweg: BSE soll nach neuesten Erkenntnissen nicht nur die "neue Variante" der Creutzfeld-Jakob-Krankheit verursachen, sondern auch die "herkömmliche" ("sporadische" genannt) - eieiei, und nun vermutet man, daß auch noch andere Krankheiten in BSE ihre Ursache haben. Aber mein Gott, wozu wieder das Land beunruhigen? So langsam fällt einem ja auch nicht mehr ein, welche Alternativen zu Rindfleisch man nennen soll. BSE ist doch nur ein weiteres Problem in dem großen Korb der sowieso schon existierenden.

Schweinefleisch ist Antibiotika-verseucht (von Hormonen ganz zu schweigen), Fisch ist Dioxin-belastet, Schweine, Schafe und Ziegen könnten auch mit BSE infiziert sein, achja, Maul- und Klauenseuche ist einem auch noch geläufig, Geflügelfleisch wird immer wieder gern von Salmonellen heimgesucht, für Kekse, Schokolade, Pudding und ähnliches werden Tierreste verwertet, ist also auch risikobehaftet, Obst und Gemüse sind pestizidbelastet, in Rohwürsten lauern antiobiotika-resistente Bakterien, in Hessen wird eifrig mit Klärschlamm gedüngt (enthält Schwermetalle und Schadstoffe), letztes Jahr war Olivenöl kurzzeitig mit krebserregenden Substanzen belastet, auf das Haltbarkeitsdatum kann man sich nicht verlassen, da es gern zu großzügig ausgelegt wird, zwischendurch landen Antibiotika-belastete Lebensmittel aus China auf unseren Tellern (Honig, Shrimps, Kaninchen, Aal, Geflügel), nicht überall, wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin, der Nitrofen-Skandal sollte auch noch ein Begriff sein, es kann auch passieren, daß in Getränken krebserregende Hormone enthalten sind, Weizen, Mais, Hafer & co. (Kaffee, Pistazien, Bier, Rotwein, undundund) sind mit Schimmelpilzen belastet (Mykotoxine - noch viel bedenklicher als künstliche Farbstoffe), Lebensmittel, die geröstet, gebraten oder frittiert werden (also z.B. Chips, Pommes, "Cerealien", Bratkartoffeln, Kaffeepulver, Knäckebrot) sind mit Acrylamid belastet (krebserregend), usw. usf. Und was alles die Bezeichnung "Fleisch" tragen darf, das will ich jetzt lieber nicht weiter erläutern.

Was tun? Offenbar kann man NICHTS, aber auch GAR NICHTS mehr ohne Bedenken zu sich nehmen ... wie geht ihr damit um? Gehört ihr der Hardcore-Fraktion an, die nun zu Veganern mutiert und alles nur noch im eigenen heimischen Garten hegt, pflegt und verzehrt? Wobei - was da über den Boden und das Grundwasser in das Obst und Gemüse gelangt - heieiei ...
Oder seid ihr kurz erschrocken und empört - und fahrt dann morgen wieder beim McDrive vorbei bzw. greift weiter blindlings in die Kühlregale, Tiefkühltruhen und Fleisch-/Käsetheken der Supermärkte?
Ich persönlich bin ein wenig ratlos. Auf Fleisch verzichte ich mittlerweile so gut es geht - nicht nur wegen Dingen wie BSE, ich ekel mich einfach bei der Vorstellung, WAS ich da eigentlich zu mir nehme (ich rede hier von reinem Fleisch, nicht von dem, was die Industrie uns als "Fleisch" vorgaukelt). Aber ansonsten landet dann doch immer wieder eine Tiefkühlpizza oder eine Dosensuppe auf meinem Teller - man kann doch nicht immer nur Gemüse essen (dem man, wie oben dargelegt, ja auch nicht mehr trauen kann).

Könnt ihr noch mit Genuss essen? Oder geht euch das alles am Allerwertesten vorbei, sterben wird man sowieso irgendwann?
hmmja also ich mache mir darüber nicht so die gedanken ich esse schon immer was mir schmeckt ohne über die folgen nachzudenken. ma ehrlich zwei wochen kein rindfleisch essen weil eine warnung kommt und sobald die entwarnung kommt wieder reinhauen? wenn man sich eine krankheit eingefangen hat dann auch vor diesen zwei wochen während diese warnung umging. die krankheit würde eh erst später ausbrechen. heutzutage ist ja alles mit vorsicht zu genießen. nein danke sterben muss ich eh und wenn ich früher sterbe dann halt früher. kann ja auch keiner vorhersehen ob ich nicht morgen von nem auto angefahren werde.
Hmm,interessantes Thema. Ich find%27s wirklich krass,was in den letzten Jahren alles an schädlichen Stoffen im Essen gefunden wurde. Neuerdings dürfte man ja auch keine Pommes oder Lebkuchen essen,weil sie krebserregend sein sollen s-).
Die Frage ist: lebt man nun so,daß man auf jeden Krümel achtet,den man ißt, ist es einem total egal, oder findet man für sich ein passendes Mittelmaß.
Ich für meinen Teil passe nicht auf, aber grad mit Fleisch etc. ist es mir egal,weil ich sehr wenig Fleisch esse :-shy.

Trotzdem bleibt bei mir durch solche Meldungen immer ein bitterer Nachgeschmack übrig. Es sind keine Sorgen,aber irgendwas zwischen Frust und einem mulmigen Gefühl..

:-e
Ein wirklich sehr interessantes Thema - kompliment. Ich kann Dir nur voll und ganz zustimmen. Die weitere Globalisierung und die Profitgier der Unternehmen werden auch in Zukunft dazu führen, daß solche Fälle auftauchen und sich häufen werden. Gleichzeitig ist die Macht der Industrie-Lobby so groß, das sie auch weiterhin es schaffen werden, diese Themen eher nebenbei in den Medien behandeln zu lassen. Wie Du schon sagtest Aba - wer denkt heute noch an BSE? Oder wie war das nochmal mit dem Antibiotika? Kräht kein Hahn mehr danach:

- Die Industrie will es nicht hören
- Der Verbraucher will es nicht hören
- Die Bundesregierung will es nicht hören

Denn solche Themen schaffen Beunruhigung und das kostet Arbeitsplätze. Wenn der Konsum dadurch nach unten getrieben wird oder noch mehr Organisationen nach Kontrolle schreien, kann es sich niemand leisten, das zu bezahlen. Also geht man dann doch den einfachen Weg. Niemanden informieren, Themen schnell totschlagen...

Das Beste wäre doch wirklich sich in irgendeine einsame Hütte im Wald oder auf eine Insel zurückzuziehen und sein Essen selber zu fangen. Dann weiß man wenigstens, was man isst...

Many greetinX,
ghostwalker
Aus Ermangelung an Zeit auch hier wieder einen Platzhalter... (Dann schreibe ich wenigstens wirklich etwas dazu, ich hab da einige Erfahrungen machen dürfen ;-))



GReeTiNX


CoDeD
Ich bin weder willens noch in der Lage, auf blutige Rindersteaks mit Kräuterbutter zu verzichten, no way!

Aber da ich in der totalen Pampa wohne und die Kühe, den Metzger, den Bauern und die Weide quasi persönlich kenne, tu ich das ohne schlechtes Gefühl. :-)

Mahlzeit,
§ha

geröstet, gebraten oder frittiert werden (also z.B. Chips, Pommes, "Cerealien", Bratkartoffeln, Kaffeepulver, Knäckebrot) sind mit Acrylamid belastet (krebserregend)


Hi Abalone :-)

Die, von den o.g. Produkten ausgehende Gefährdung durch Acrylamid ist nicht das Ergebnis der Beimengung irgendwelcher Chemikalien, sondern eine chemische Reaktion die in allen stärkehaltigen Lebensmitteln stattfindet, wenn man diese in Fett gart ( knusprig brät ), welches zum Zwecke der Knusprigbratung auf über 164°C erhitzt wurde.

Durch Auslassung des Frittierungsprozesses kann man diese chemische Reaktion verhindern.


Hier aber nun meine Antwort auf Deinen wundervollen und provokativen Beitrag:

Mit unseren Nahrungsmitteln werden in der Tat eine Menge Dinge angestellt, die sich nicht unbedingt positiv auf unsere Gesundheit auswirken.

Eines jedoch sollten wir bei unserem Hang zur Schuldzuweisung nicht ausser Acht lassen!

Der fortwährend jammernde Verbraucher ist es, der unter allen Umständen täglich ein Schnitzel auf dem Teller liegen haben will.

Der Verbraucher fordert die niedrigen Fleischpreise.

Der Verbraucher fordert auch ein Optimum an Sauberkeit des Fleisches das er essen will.

Oder findet sich hier jemand, der bereit wäre einen angefahrenen und seinen Verletzungen erlegenen Hasen von der Strasse zu kratzen und zu verzehren ? Ich denke nein, denn schliesslich könnte das Tier ja krank gewesen sein.

Der Verbraucher ist immer schnell am Ball, wenn es darum geht zu fordern.

Aber der Verbraucher ist in der Regel eines ganz sicher nicht; Er ist in der Regel nicht bereit, seinen Forderungen Ausdruck zu verleihen, indem er hingeht und selber zu deren Umsetzung beiträgt.

Wie gesagt, in der Regel !

Ich bin übrigens froh, dass Du Deinen Beitrag so optional aufgezogen hast Abalone :-)

Wir sind über 80 Millionen Menschen in diesem Land. Sind wir aber auch bereit auch nur ein Stück weit selber etwas zur Realisierung all unserer Forderungen beizutragen.

Will ich als Einer von 80 Millionen Menschen gutes und unbelastetes Fleisch von einem gesunden Tier essen, dann muss ich auch einsehen, dass es schlichtweg unmöglich ist täglich frisches und gesundes Fleisch für 80 Millionen Menschen zu produzieren.

Wenn ich mein Schnitzel von einem Schwein haben will, was sein Dasein garantiert in frischer Bergluft und dazu noch frei von jedem Stress fristen darf, dann muss ich auch bereit dazu sein, 20 Euro und mehr für ein einzelnes Schnitzel zu bezahlen.
Ferner muss an dem Tag, an dem ich mir so ein Schnitzel leisten möchte überhaupt eins verfügbar sein, denn für 80 Millionen Schnitzel die diese Voraussetzung erfüllen fehlt es an der notwendigen Infrastruktur die die Produktion solcher Produkte in unerschöplicher Menge ermöglicht.

Bevor man in diesem Thread aber nun Gefahr läuft und mich des Dummschwätzertums anprangert bitte ich noch um ein wenig zusätzliche Aufmerksamkeit für den Blick auf eine recht eindrucksvolle Überzeugungstat ein paar weniger Menschen.

Auf der japanischen Insel Hokaido gibt es einen Fleischproduzenten, der das teuerste Rindfleisch der Welt produziert.

Ein Kilogramm Rumpsteak von "seinen" Rindern kostet umgerechnet rd. 400 Euro.

Der Preis erklärt sich darin, dass auf dieser Rinderfarm ein recht stattlicher Aufwand betrieben wird, der die Zufriedenheit der Rinder und die Sauberkeit ihres Fleisches gewährleisten soll.
So gibt es dort zum Beispiel Rindermasseure, die den Tieren in regelmässigen Abständen Akupressur angedeihen lassen, damit es bei den Rindern unter keinen Umständen zur Bildung von Stresshormonen im Fleisch kommt, denn die Stresshormone machen das Fleisch nach Aufassung einiger gesundheitsfanatischer Japaner ungeniessbar. Also muss ein Fleisch her, was alle Voraussetzungen zur Unbelastetheit erfüllt.

Der administrative Aufwand für eine derartige Fleischproduktion ist teuer und für die breite Masse nicht erschwinglich. Daher leisten sich diesen Luxus auch nur ein paar hundert betuchte Menschen auf dieser Welt.


Fazit:

Will ich Fleisch essen und soll dieses garantiert frei von gesundheitsgefährdenden Stoffen sein, dann muss ich schauen wie ich das hinbekomme.

Bin ich jedoch zu faul, mich diesbezüglich um mein eigenes Wohl zu kümmern oder übertrage ich -wie ich es als Verbraucher nun einmal so gerne tue- die Verantwortung über meine Gesundheit einfach auf Dritte oder meine Armut, dann muss ich noch einmal scharf darüber nachdenken ob ich in der Hackordnung wirklich keinen grösseren Fisch mehr hinter mir dulden brauche.



Gruss,
Nucleus
Knusprigbratung


*sich mal ganz spontan über dieses Wort freuen muss* :-)
Ja, das haben wir nun davon, dass alles nur noch billig, billiger und noch billiger sein soll. Es wird am falschen Ende gespart- das Ergebnis ist minderwertige Qualität. Dies ist nicht nur schlecht für die Gesundheit, sondern schmeckt zu allem Übel auch noch mies. Gibt man dann ein paar Euro mehr aus, um naiverweise ein besseres Produkt zu kaufen, ist es wahrscheinlich dennoch genauso verpestet, wie ein Billigprodukt vom Discountmarkt. Vor den Umweldschäden und den Seuchen kann sich niemand schützen, egal wo es angebaut oder gezüchtet wird. Zu dem die Chemischen Prozesse, die man eh kaum verhindern kann (wenn man nicht grade auf alles verzichten will). Als ich deine Auflistung gelesen habe, Aba, hab ich überlegt, was man überhaupt noch ruhigen Gewissens zu sich nehmen kann- mir ist nichts eingefallen. Schon beängstigend einerseits. Andererseits stört es mich aber auch nicht so sehr, dass ich mir bei jedem Bissen Gedanken mache, wie schädlich die einzelnen Lebensmittel nun für mich sind. Ich esse zwar weniger Fleisch (und wenn dann Geflügel oder halt Fisch), aber irgendwie ist doch immer etwas ungesundes dabei. Ich finds albern aufeinmal kein Rindfleisch, Frittiertes, etc mehr zu essen. Wenn es wirklich so schlimm ist, hat es uns eh schon längst erwischt.. Werden wir dann in ein paar Jahren sehn, wenn wir alle durchdrehn s-)


:-MX00
@abalone
Natürlich ist es nicht mehr möglich, etwas "dagegen" zu tun. Übrigens sind auch die "Dörfler" etc. betroffen (an Shalee). Mein Resümee: Genuss ohne Reue bedeutet hier und jetzt: Eine Art Resignation ohne die Wahrnehmung an dessen Rockzipfel zu hängen (Natürlich nur in diesem Kontext ;)).

Was mich mal wieder in diesem thread ankotzt, ist diese "Drittepersonlaberei" von nucleus a la: der böse Verbraucher will das und dies, und die Konsequenz daraus bedeutet nun das........usw. Vielbesagt, abgedroschen und Schlimmeres. Ob das Moustèrien derart bevölkert war, ist offen. Bestimmt befanden sich dort auch genügend "Lästermäuler" ;)


Cu


Chatwiesel :)
@ firestar: "kann ja auch keiner vorhersehen ob ich nicht morgen von nem auto angefahren werde."

Im Falle der unreflektierten Ernährung ist es aber wohl eher so, als ob man sich mitten auf die Straße stellt ;-) Aber sicher, nachdem immer zu spät gewarnt wird, kommt wohl auch der Verzicht auf Rindfleisch zu spät. Der Zug ist abgefahren, ganz klar, nicht nur in Bezug auf BSE - aber daß du davon keine Bauchschmerzen bekommst, klingt für mich schon wieder nach der mir so verhassten Resignation. Wenigstens sich klarmachen, was man täglich für einen MÜLL in sich hineinschiebt, sollte man doch. ;-) Was das bringen soll? Das Bewußtsein, daß dort draußen eine Menge nicht so läuft, wie es laufen sollte.

@ engelchen: Dein letzter Satz stimmt mich positiv :-)

@ ghostwalker: "Das Beste wäre doch wirklich sich in irgendeine einsame Hütte im Wald oder auf eine Insel zurückzuziehen und sein Essen selber zu fangen. Dann weiß man wenigstens, was man isst..."

Dioxin ist im Fisch, egal ob mit riesigen Fangschiffen oder mit der eigenen Bambusangel gefangen ;-) Ich weiß, ich bin furchtbar pessimistisch :-p

@ Hardcoded: Schade, daß du so viel Energie in den Flame-Thread steckst, daß hierfür nichts mehr übrig bleibt ;-)

@ Shalee: Sicher würde ich mich dann immer noch nicht fühlen - Krankheitserreger machen keinen Unterschied zwischen glücklichen Landkühen oder unglücklichem Mastvieh, zumal beide meist das gleiche Futter bekommen. Allerdings ging es mir auch nicht nur um BSE, sondern die gesamte Ernährungssituation.

@ Nucleus: Ich habe auch nicht gesagt, daß Acrylamid hinzugefügt wird - wie die Stoffe ins Essen gelangen, ist nicht relevant, nur daß sie da sind.

Deine Einstellung kann ich nicht teilen, Nuc ... denn sie klingt so sehr nach: wer nicht bereit ist, mehr für seine Ernährung auszugeben (mir geht es wie gesagt nicht nur um Fleisch), der muß einfach in Kauf nehmen, daß er seiner Gesundheit schadet. Das finde ich erschreckend! Mir fehlt in deiner Erläuterung der Grundgedanke, daß UNABHÄNGIG von jeglichen wirtschaftlichen Überlegungen dem Menschen eine gesunde Ernährung garantiert sein sollte!
"oder übertrage ich -wie ich es als Verbraucher nun einmal so gerne tue- die Verantwortung über meine Gesundheit einfach auf Dritte" Da gehört sie auch hin, denn auch sie haben meine Gesundheit in der Hand. Wenn ich mir aus finanziellen Gründen kein teures, sauber hergestelltes Essen leisten kann, dann sollte mir doch trotzdem eine vernünftige Alternative angeboten werden, und keine aus Resten zusammengepanschte und mit schädlichen Zusatzstoffen versehene Ersatznahrung! DA liegt für mich der Hund begraben: in der mangelnden ethisch-moralischen Verantwortung.
Ich hoffe, ich habe dich mißverstanden - und falls nicht: kannst du meinen Gedankengang wenigstens nachvollziehen? Der Mensch sollte gar nicht erst in die Lage kommen, sich durch das, was er am dringendsten braucht, zu vergiften ...

@ thinkpink: Albern würde ich nicht sagen, wenn derjenige dann ein besseres Gefühl hat, ist das für mich in Ordnung. Aber bringen wird es im Endeffekt wohl nichts. Das ist jedoch genau das, was mich beschäftigt - etwas läuft gewaltig schief, und der Bereich Ernährung ist nur ein Teilaspekt dessen.

@ Chatwiesel: Und resignieren will ich nicht. Auch wenn ich nichts mehr tun kann - wenigstens die Augen will ich nicht schließen. Und das soll idealerweise niemand. Denn das Ausblenden von Teilaspekten kann den Sinn für größere Zusammenhänge eindämmen bzw. die Fähigkeit, größere Zusammenhänge überhaupt zu erkennen, völlig zum Erliegen bringen.
Jetzt oute ich mich noch kurz als ungebildete Person: was bedeutet "Moustèrien"? Ich werde jetzt nicht die Suchmaschine anschmeißen und dann so tun, als ob ich ohne Nachschauen mit dem Begriff etwas anfangen könnte ;-)
Du stimmst nicht mit Nuc überein, ich auch nicht, dennoch wäre ich dir verbunden, wenn du deine Kritik zumindest in diesem Thread sachlicher anbringen könntest - einen persönlichen Flamewar würde ich hier gern vermeiden und lieber eine ernsthafte Diskussion führen.

*es grüßt* Abalone
Bei aller Panikmache sollte uns bewusst sein das die Lebenserwartung des Menschen immer weiter steigt. Früher war vielleicht alles viel gesünder, dafür hatte man aber ab und zu mal rein gar nichts auf dem Tisch.
Offtopic für Aba: Moustèrien ist die sog. Stufe der mittleren Altsteinzeit, dessen Träger der Neandertaler war. :)

Ansonsten nehme ich später mal Stellung zum Thema, im Moment fehlt mir wirklich die Zeit dazu. :)

Mir fehlt in deiner Erläuterung der Grundgedanke, daß UNABHÄNGIG von jeglichen wirtschaftlichen Überlegungen dem Menschen eine gesunde Ernährung garantiert sein sollte!


Nicht ohne Grund habe ich die Grösse der Bevölkerung in unserem Land herangezogen Abalone und dieser grossen Bevölkerung will jeder Einzelne diese Garantie die Du da ansprichst.

Wenn wir Garantien wollen, dann liegt es an uns, ab welchem Zeitpunkt wir darauf vertrauen, dass unsere Nahrung so sauber und rein ist und wie wichtig uns das wirklich ist.

Gerne würde ich zum Beispiel erfahren, was Dich dazu veranlasst davon auszugehen, dass irgendwer dazu verpflichtet werden kann, Dich sauber und rein zu ernähren; unanbhängig davon, ob so etwas gesetzlich verankert ist oder nicht.

Wir, Leute wie Du und ich, wir die wir immer so nach Selbstbestimmung schreien, gehen hin und behaupten, dass für den wichtigsten Beitrag zu unserer Lebenserhaltung Dritte "verantwortlich" sind ?

Das ist nicht richtig !

Ghostwalker hat da mit seiner Hütte im Wald gar nicht einmal so unrecht. In so einem Fall-vorausgesetzt es kommt kein gesetzeshütender Forstbeamter vorbei- ist man wirklich für sich selber verantwortlich und wird sich aller Voraussicht nach auf der etwas sichereren Seite befinden.

Dann kommt es nur noch darauf an, wie geschickt Du Dich anstellst wenn es um das Überleben geht und ob Du nicht zu viele Knollenblätterpilze an Deinen, mit Pfeil und Bogen beschafften Rehrücken gemischt hast.


Fakt aber ist:

In deutschen Supermärkten und Metzgereien liegen Tag für Tag die Überreste von ca. 7 - 9 Millonen Stück Geflügel in den Auslagen der "Frischfleischtheken". Noch einmal 3 Millionen Stück werden täglich für deutsche Tiefkühltruhen produziert. Wie hoch nun die Zahl der Schweine und Rinder ist, die Tag für Tag für Deutschland geschlachtet werden weiss ich nicht, aber die Zahl beider Fleischsorten bewegt sich auch im Bereich von 1 - 2 Millionen Stück für beide Sorten zusammen.

Also zwischen 12-15 Millionen Tierschlachtungen jeden Tag und das nur für Deutschland.

Der Bauernhof für so viele glückliche Hühner, Rinder und schweine dürfte in etwa so gross sein wie dass Land Deutschland selber.

Eine Bevölkerung unserer Grössenordnung, kann man nicht mit "garantiert unbelasteten Nahrungsmitteln" ernähren, dazu fehlt es uns an den entsprechenden Ressourcen und dazu setzen wir unsere Prioritäten falsch.

Die Bevölkerung wächst unaufhörlich Abalone, und das nicht zuletzt, weil wir nicht bereit sind die natürliche Auslese stattfinden zu lassen, sondern weil wir alle 200 Jahre alt werden wollen und alles daran setzen für unbegrenzte Zeit auf diesem Planeten zu verweilen.

Wir nehmen Nahrungsaufnahme als etwas so Selbstverständliches hin, dass wir es scheinbar gar nicht mitbekommen, dass selbst heute noch in den versteckteren Winkeln unseres Planeten die Menschen hingehen und ihre Artgenossen töten um sich der wichtigen und nicht sonderlich ertragreichen Jagdgründe zu bemächtigen. Nicht das ich das bei uns wieder einführen wollte, aber besonders schlimm finde ich das ehrlich gesagt auch nicht.



Bin ich jedoch zu faul, mich diesbezüglich um mein eigenes Wohl zu kümmern oder übertrage ich -wie ich es als Verbraucher nun einmal so gerne tue- die Verantwortung über meine Gesundheit einfach auf Dritte oder meine Armut, dann muss ich noch einmal scharf darüber nachdenken ob ich in der Hackordnung wirklich keinen grösseren Fisch mehr hinter mir dulden brauche.


So unwahr wie man hoffen möchte ist dieser Staz leider nicht!

Wenigstens sich klarmachen, was man täglich für einen MÜLL in sich hineinschiebt, sollte man doch.


das ist mE der springende punkt an der sache, wer sich nicht darüber im klaren ist, was er da tagtäglich in den unterschiedlichsten formen zu sich nimmt, sollte sich im endeffekt auch nicht beschweren wenn es ihm schlecht geht.

ich für meinen teil beziehe meine fleischerzeugnisse nur vom hof meiner großmutter *fg* da hat man das kälbchen noch mit der flasche großgezogen bevor es zwei jahre später als steak oder salami im tiefkühler landet.
beim geflügel sieht es nicht anders aus, die volle kontrolle besteht eben nur dann, wenn man das tier von der geburt bis zur schlachtung vor sich hat!

ich für meinen teil fühle mich ziemlich sicher,

Stego
Stego, wer sagt das die Tiere gesund ernährt wurden? Grundwasser versucht, Gras versucht, Tier verseucht. Aus meiner Bauernhof-Praxis weiss ich das die Tiere normalerweise sowieso auch noch zusätzlich Kraftfutter bekommen... das war / ist auch schon versucht gewesen. Natürlich hast du mehr Sicherheit als bei ner 250 Gramm Packung mit eingeschweisster Fleischwurst beim Aldi, aber 100%25 Sichheitheit gibts leider nicht mehr. :-(
In meinem Fall kriegen die Kühe kein Zusatzfutter. Die sind nachweislich BSE-frei in der xten Generation und haben wohl auch noch keinen Stall von innen gesehen, weil%27s Galloways sind, die das ganze Jahr auf der Weide stehen. Der Landwirt ist einer von den wenigen vorbildlichen.

Aber außer in diesem speziellen Fall haben die Vorredner natürlich Recht, man sich kaum sicher sein.

[edit. müde&vergesslich]
würde ich nicht sagen frosch, die rinder meiner großmutter, stehen ebenso das ganze jahr auf der weide, bekommen kein kraftfutter und wachsen deshalb auch zwei jahre bis sie schlachtreif sind. und das grundwasser dürfte mE in ordnung sein. *lol*

Stego

ich für meinen teil beziehe meine fleischerzeugnisse nur vom hof meiner großmutter *fg* da hat man das kälbchen noch mit der flasche großgezogen bevor es zwei jahre später als steak oder salami im tiefkühler landet.
beim geflügel sieht es nicht anders aus, die volle kontrolle besteht eben nur dann, wenn man das tier von der geburt bis zur schlachtung vor sich hat!


@ogets

Fleischerzeugnis = Steak & Braten ?

oder

Fleischerzeugnis = Produkt aus tierischen Erzeugnissen ?


Beliefert deine Grossmutter auch unsere Dönerindustrie ?

Anmerkung:

Döner sei hier stellvertretend für alle Fast-Food Produkte beim Namen genannt.



@Abalone
Resignation bedeutet nicht zwangsläufig desinformiert zu sein. Vielmehr ist das Konsumverhalten gemeint. Ein "gesundes" Konsumverhalten macht ggf. weniger krank als die ewige Angst einiger Personen vor Folgeschäden und das daraus resultierende Ernährungsverhalten etc.

Engagement natürlich, Information auch. Doch Panik....nö !

Ein Tribut unserer Gesellschaft denke ich. Einen "globalen Schwenk" erspare ich mir.

Meine Kritik bringe ich wie immer so an, wie ich es für richtig halte :)

In diesem Sinne schon einmal: Frohes (und reichhaltiges ;))Fest und so.

Cu


Chatwiesel :)
nucleus: fleischerzeugnisse jeglicher natur - wurst, fett, schinken, speck, fleisch.

döner, esse ich seit langem nicht mehr, fastfood steht generell nicht auf meinem speiseplan, da a) zu fett und b) zu teuer.

versuche mich ja weitestgehend gesund zu ernähren, konservierungsstoffe sind von daher sehr selten bei mir anzutreffen, fertiggerichte mag ich überhaupt nicht, da dort der geschmack auf der strecke bleibt.

noch habe ich bei meiner ernährung ein reines gewissen.

Stego
mh ... war ne leckere gulaschsuppe die ich grade gegessen hab. ungeachtet der tatsache dass die fleischstueckchen wahrscheinlich von nem viech stammen, was in ner ungemütlichen welt geboren is, in beengenden platzverhaeltnissen aufgewachsen und ziemlich unglücklich gestorben is. freu mich schon auf eine überfettete weihnachtsgans, die nicht das privileg hatte laufen zu lernen.

frohes fest
Wenn man immer darauf gucken würde was schädlich ist im essen was man zusich nimmt dann dürften wir ja kaum noch was essen!!!! da überall irgend etwas schädliches drin ist!!! in drei jahren kommen sie vielleicht an und haben einen giftigen oder neuen Krebserregenden stoff Kinderüberraschungsei gefunden!!!! also ich esse auch alles was mir schmeckt und lebe auch noch!!!!

so that was it!! cu!!

http://images.animfactory.com/animations/animals/cows_bulls/cartoon_cow_female_stare_md_clr.gif
genau spunk!!!!! wir lassen unser appetit nicht versauen!!!! genauso wenig wie wir das recht uns nicht wegnehmen lassen möglichst viele ausrufezeichen zu setzen!!!!
mit genuss essen?
das klappt nur bei nahrung die mir das wasser in den mund treibt, da kann ich nicht anders, trotz der angeblichen gefahren.
ich putze mir nicht die nase, wenn ich einen mit schnupfen sehe ;-)