ChatKult FORUM · Next 1.0.8
Forenübersicht » [ Kontrovers ] » Irak-Kriese

Irak-Kriese

Ich habe heute einen Artikel im Spiegel-Online gelesen und muß sagen, daß ich das wirklich erschreckend und sehr beunruhigend finde.

Also ich zumindest empfinde schon ein wenig Angst wenn ich das lese vor allem da ich mich frage, wozu das noch alles führen wird?

Vielleicht gibt es in nächster Zeit einen Krieg der so grausam ist, daß er schwer vorstellbar ist?

:-1028




IRAK-FELDZUG

USA planen Einsatz von Anti-Personen-Minen

Das Pentagon hat im Rahmen seiner Kriegsvorbereitungen offenbar auch Landminen auf amerikanischen Stützpunkten in der Golfregion gelagert. Der Einsatz der international geächteten Waffen stünde im Widerspruch zur US-Militärdoktrin.


Anti-Personen-Minen

Washington - Wie die Zeitung "USA Today" unter Berufung auf Pentagon-Unterlagen berichtet, plant das US-Verteidigungsministerium den Einsatz der Anti-Personen-Minen bei einem Krieg gegen den Irak. Dem Blatt zufolge würde das US-Plänen zuwiderlaufen, wonach das Militär ab 2003 mit Ausnahme in der Pufferzone zwischen Nord- und Südkorea keine Minen mehr verwenden soll. Erst kürzlich war zudem die Untersuchungsbehörde des US-Kongresses (GAO) zu dem Schluss gekommen, dass der Einsatz solcher Minen im Golfkrieg 1991 die US-Streitkräfte selbst behinderte, aber die irakische Armee nicht beeinträchtigte.
Nach Statistiken der Vereinten Nationen kommen weltweit jedes Jahr 15.000 bis 20.000 Menschen durch Antipersonen-Minen ums Leben oder werden verstümmelt. 80 Prozent dieser Opfer sind Zivilisten und ein Drittel Kinder. Vor diesem Hintergrund zitierte die "USA Today" am Mittwoch auch den demokratischen Senator Patrick Leahy mit den Worten, es wäre ein "schrecklicher Fehler", Landminen im Irak einzusetzen.

Ein 1997 im kanadischen Ottawa aufgesetzter Vertrag über die Ächtung von Landminen war von den USA nicht unterzeichnet worden. Aber auch andere Großmächte wie Russland und China zeigten sich nicht bereit, über einen Verzicht auf Anti-Personen-Minen nachzudenken.

Inzwischen nun erhöhten die USA den Druck auf den Irak und betonten ihr Recht , auch auf einen Angriff mit biologischen und chemischen Waffen mit Atomwaffen zu reagieren . US-Regierungskreise machten klar, dass es sich nicht um einen Politikwechsel handele. Es gehe nur darum, besonderes Gewicht auf die nukleare Abschreckung eines Angriffes mit atomaren, aber auch mit biologischen oder chemischen Waffen zu legen.

Die Drohung mit nuklearer Vergeltung nahmen die USA in ihre Militärdoktrin auf, die zuletzt 1993 aktualisiert worden war. Nun heißt es darin, sie behielten sich das Recht vor, auf einen Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen ihr Territorium, gegen die US-Streitkräfte im Ausland und gegen Freunde und Verbünde mit allen Mitteln zu reagieren. Darunter sind auch Kernwaffen zu verstehen.

11.12.2002
Und es rückt immer näher. :-/
http://www.takebackthemedia.com/bushnonazi.html
Tony Blair und Bush unterhalten sich, kommt ein Typ und fragt worüber sie gerade reden?
Da sagt Bush: Wir planen gerade den 3. Weltkrieg.
Der Typ fragt: wie habt ihr euch das vorgestellt?
Bush: wir töten 4 Millionen Muslime und ein Zahnarzt.
Der Typ: wieso ein Zahnarzt?
Bush dreht sich zu Tony Blair und sagt: siehst du, wie ich gesagt habe, die 4 Millionen Muslime interessiert niemandem.


Denkt mal drüber nach.
http://www.takebackthemedia.com/bushnonazi.html


wirklich gut gemacht das ganze, fraglich ob in dem geschichtsexkurs auch alles verifizierbar ist. im grunde aber erweckt dieses werk eine böse ahnung.

ich mag nicht dran denken, wie die situation auf diesem erdball in 2 monaten aussehen mag, momentan scheint ja nichts mehr aufhaltbar. nach letzten rechnungen dürften die amerikaner gegen februar bereits ca. 150.000 soldaten am golf stationiert haben. irgendwie erinnere ich mich auch gehört zu haben, das militärstrategen davon ausgehen das eine anzahl von 100.000 soldaten zum angriff auf den irak erstmal ausreichen würden. bei den briten sieht es auch nicht anders aus.

dazu kommt auch noch der ganze trubel mit den nordkoreanern, die jetzt meinen auch in der weltpolitik mitmischen zu müssen.

schwarzmalerei ist vielleicht nicht immer angebracht aber in unserer zeit wohl ein ziemlich realistischer weg die lage einzuschätzen.

ich habe um ehrlich zu sein angst vor einer eskalation der dinge.

bin auf andere eindrücke gespannt,

Stego
die koreaner hätte wohl versichert das sie ganz lieb sind, und wollten den friedlichen dialog mit usa vertiefen... klingt schön und gut, aber die lage bleibt allgemein angespannt.

was irak angeht so kann ich nur hoffen, dass die mehrzahl der amerikaner ihre meinung zum ausdrueck bringen und busch diese nicht ignoriert. atm sieht es doch so aus, dass obwohl irak jeder forderung nachgegeben hat usa die militärpräsenz in der golfregion ständig verstärkt. wieso schwebt mir eine überschrift in der zeitung ala "wir haben nur zurueckgeschossen" vor?
Spiegel Online vom 17.01.03

Bagdad/Paris - Hans Blix hat vom Irak angesichts einer sehr gespannten Situation klare Beweise und eine deutlich verstärkte Zusammenarbeit bei den Waffenkontrollen gefordert. "Wir haben noch keine Beweise, dass im Irak chemische oder biologische Waffen vollständig zerstört wurden", sagte er am Freitag in Paris nach einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac.

Zu den in einem Munitionsdepot 140 Kilometer südlich von Bagdad gefundenen leeren Chemiewaffen-Sprengköpfen forderte Blix vom irakischen Präsidenten Saddam Hussein ausführlichere Erklärungen. Ob diese Sprengköpfe - wie von Bagdad behauptet - in dem 12.000 Seiten umfassenden Waffenbericht des Iraks aufgeführt seien, werde derzeit noch in New York geprüft.

Mehrfach betonte der 74-jährige schwedische Diplomat, dass eine aktivere Kooperation Bagdads erforderlich sei. Die Waffeninspekteure wollten den Irak nicht demütigen. "Wir wollen sicherstellen, dass es keine Waffen im Irak gibt, damit ein Krieg verhindert werden kann", sagte Blix.

Wichtig sei ferner eine einheitliche Haltung im Uno-Sicherheitsrat, die dieser auch in Zukunft beibehalten sollte. Blix reiste noch am Freitag nach London weiter. Geplant ist ein Treffen mit Premierminister Tony Blair auf dessen Landsitz Chequers.

Hans Blix ist nicht sicher, dass der Irak tatsächlich abgerüstet hat

Am Donnerstagabend waren die USA mit ihrem Vorstoß im Uno-Sicherheitsrat gescheitert. "Die Inspektionen müssen weitergehen, es gibt keinen Grund für eine Entscheidung des Sicherheitsrates", sagte Großbritanniens Uno-Botschafter Sir Jeremy Greenstock nach internen Konsultationen des Rates über das Ansinnen der USA, die Inspektionen zeitlich zu begrenzen. "Die Führung (der Kontrollen) liegt weiterhin bei den Inspekteuren, das ist die Ansicht Großbritanniens", sagte der Botschafter, dessen Land der engste Bündnispartner der USA im Sicherheitsrat ist. Auch Vertreter anderer Mitgliedsländer sprachen sich für eine uneingeschränkte Fortsetzung der Suche nach versteckten Massenvernichtungswaffen im Irak aus.

US-Botschafter John Negroponte deutete nach der Beratung an, dass Washington die Forderung nach einer baldigen Beendigung der Inspektionen demnächst verstärkt vorbringen könnte. Man wolle aber den am 27. Januar fälligen Zwischenbericht von Uno-Chefinspekteur Hans Blix abwarten und dann weitersehen. Die Resolutionen 1441 und 1284, mit denen die Irak-Inspektionen vom Sicherheitsrat angeordnet wurden, seien zwar weiter gültig. "Wir haben heute aber klar gemacht, wie wichtig es ist, dass sie so umgesetzt werden, dass auf den Irak ein maximaler Druck zur sofortigen, bedingungslosen und proaktiven Kooperation aufrechterhalten bleibt."

Nach Angaben der "Washington Post" will die US-Regierung im Sicherheitsrat durchsetzen, dass Blix nach dem 27. Januar keinen weiteren Bericht zum Verlauf der Waffensuche im Irak vorlegen soll. Die Bush-Regierung fürchte, dass der Zeitplan für eine militärische Konfrontation verzögert werden könnte.

Saudi-Arabien wirbt für Umsturzpläne in Irak

DPA

Irak/ UN-Inspektoren

Saudi-Arabien wirbt nach Informationen des US-Magazins "Time" für Pläne zu einem Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein, um so einen Krieg gegen Irak zu vermeiden. Unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise berichtete das Magazin am Donnerstag auf seiner Internet-Seite, Saddam sollte durch seine Generäle gestürzt werden. Für einen solchen Plan strebe das Königreich eine Zustimmung des Uno-Sicherheitsrates an.

Außer für die 100 bis 120 engsten Mitarbeiter Saddams sollte nach den Plänen eine Amnestie gelten. Ein solche Zusicherung könnte genügend Generäle gegen Saddam aufbringen, berichtete das Magazin unter Berufung auf die Kreise weiter.

Bei der Uno in New York hieß es in diplomatischen Kreisen, es gebe keine Anzeichen, dass im Sicherheitsrat ein derartiger Umsturzplan diskutiert würde. Das US-Außenministerium und saudiarabische Regierungsvertreter reagierten zunächst nicht auf den Bericht.

:-1028
http://www.idleworm.com/nws/2002/11/iraq2.shtml
http://www.idleworm.com/nws/2002/11/iraq2.shtml


echt klasse!


Stego
Quelle für beide Texte: http://www.tagesschau.de

"Rumsfeld: Deutschland wie Kuba und Libyen

Vor zwei Wochen erst hatte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld Deutschland und Frankreich als "Problem" und das "alte Europa" bezeichnet. Was Deutschland angeht, legte er nun noch einmal nach und stellte es gleich auf eine Stufe mit Kuba und Libyen - beide bekanntermaßen nicht gerade die engsten Freunde der USA.

Grund für die Würdigung ist die Haltung Deutschlands in der Irak-Frage. Vor dem US-Kongress sagte Rumsfeld am Mittwoch, diese drei seien die Staaten, die weder einen US-Angriff auf den Irak noch einen Wiederaufbau des Landes unterstützten. Es gebe eine "nicht-unbedeutende" Zahl von Staaten, die den USA bereits Unterstützung bei einem militärischen Vorgehen gegen den Irak oder die Nutzung von Militärstützpunkten und Überflugrechte zugesagt hätten, fügte Rumsfeld hinzu.

Andere Länder hätten signalisiert, sie würden beim Wiederaufbau des Irak helfen, wenn dort ein Machtwechsel stattgefunden habe. "Dann gibt es noch drei oder vier Länder, die gesagt haben, sie würden gar nichts tun", sagte Rumsfeld. "Ich denke, Libyen, Kuba und Deutschland sind diejenigen, die angedeutet haben, sie würden in keiner Beziehung helfen." Andere Länder, die auf der Schwarzen Liste der USA stehen, wie Iran, Nordkorea oder Syrien nannte er nicht namentlich.
Coats erhebt schwere Vorwürfe

Gegenwind für die Bundesregierung kam auch vom US-Botschafter in Berlin, Daniel Coats. Er warf der rot-grünen Koalition in der "Berliner Zeitung" vor, gemeinsam mit Frankreich den Abrüstungsdruck von Iraks Machthaber Saddam Hussein genommen zu haben. Das Nein aus Paris und Berlin habe die Wahrscheinlichkeit einer Militärintervention im Irak erst erhöht. Deutschland habe sich zudem durch sein frühzeitiges Nein selbst aus dem Verhandlungsprozess verabschiedet.
Warnung vor Vertrauensverlust

Der US-Botschafter warnte des weiteren vor einem schweren Vertrauensverlust der Bundesrepublik in Amerika und deutete mögliche ökonomische Konsequenzen an. In den USA seien "ernste Zweifel aufgekommen, ob Deutschland noch ein verlässlicher Partner ist". Dies schade den Beziehungen, "und sicherlich schadet es Deutschland".
"

----------------------------------------

"%27%27Das alte Europa%27%27 - Rumsfelds Kritik im Wortlaut

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat mit Äußerungen zur Haltung Deutschlands und Frankreichs zu einem möglichen Irak-Krieg diesseits des Atlantiks beträchtlichen Wirbel ausgelöst. Hie eine Dokumentation der fraglichen Passagen aus seinem Gespräch mit ausländischen Journalisten am Mittwoch in Washington:

"Wenn Sie Europa meinen, dann denken Sie an Deutschland und Frankreich. Ich nicht. Ich denke, das ist das %27alte Europa%27. Wenn Sie sich aber das heutige gesamte Europa der NATO anschauen, dann verlagert sich der Schwerpunkt nach Osten. Und da gibt es viele neue Mitglieder. Und wenn Sie einfach nur die Liste aller NATO-Mitglieder hernehmen und alle die gerade zum Beitritt eingeladen wurden - worauf kommen Sie dann? 26 oder so? - genau, Sie haben recht. (...)

Deutschland ist ein Problem gewesen, und Frankreich ist ein Problem gewesen. (...) Aber sehen Sie sich die riesige Zahl anderer Länder in Europa an. Sie sind nicht auf der Seite Frankreichs und Deutschlands in dieser Sache, sie stehen auf der Seite der Vereinigten Staaten. (...)

Nun, Sie zitieren Meinungsunfragen. Das ist Ihr gutes Recht. Politische Führer müssen sich für die Haltung der Öffentlichkeit interessieren, mit ihr sprechen, darüber nachdenken, und dann - Führung übernehmen. (...) In ihrer Verantwortung liegt es, sich mit den Fakten zu beschäftigen, zu einer Einschätzung zu kommen und dann vor die Bevölkerung zu treten und ihre ehrliche Überzeugung davon zu übermitteln, was das Land tun sollte. Und sollte ein Land uns nicht zustimmen - was soll%27s - das ist in der Geschichte schon unzählige Male geschehen."
"

----------------------------------
Meine eigene Stimme:

Drohen uns nun auch wirtschaftliche Sanktionen seitens der USA?
Was hat das "alte" Europa eigentlich noch für Optionen ... entweder, man beugt sich der Gewalt aus dem Westen und wird zum Lakai der USA - man könnte sich allerdings doch allmählich mal umorientieren, sich Russland zuwenden. Ich denke, sobald sich eine Allianz zwischen dem "alten" Europa und Russland abzeichnet, werden auch die östlichen europäischen Länder sich wieder von den USA abwenden. Russland ist zwar ein chaotischer Haufen, der Annäherungs- und Aufbauprozess dürfte also eine längere Zeitspanne in Anspruch nehmen - aber am Ende stünde dort ein beachtliches Gegengewicht zu den USA. Ich sehe ehrlich gesagt in Zukunft lieber drei Großmächte am Werk als nur zwei - also lieber USA, Eurasien und China, als nur USA und China. Zumal Deutschland unter den Fittichen der USA kaum mehr als eine Statistenrolle spielen würde, als Partner an der Seite Russlands jedoch sicher mehr Einfluss nehmen könnte, da Russland von uns genauso (wenn nicht sogar noch mehr) abhängig wäre wie wir von Russland.
Hierin sehe ich die einzige Chance, nicht zu einem Mitläufer oder zumindest Lakaien der USA und ihrer dubiosen "neuen Weltordnung" zu werden.
Rumsfeld: ". Dies schade den Beziehungen, und sicherlich schadet es Deutschland".



Tja, was soll man dazu sagen ausser so schnell kanns gehen. So lange unsere gewählten "Diätenerhöher" treudoof den Kurs von Uncle Sam mitgegangen sind, waren wir verläßliche Partner. Jetzt hat Schröder, über den man denken kann was man will, endlich mal den Arsch in der Hose gehabt dem Ami "Nein " zu sagen, schon befinden wir uns in der sympathischen Gesellschaft von Castro & Co.

Wenn der liebe Rumsfeld der Meinung ist, Deutschland würde keinerlei Unterstützung gewähren, dann kann ich nur sagen der Mann ist grottenschlecht informiert und in seiner Position eine Gefahr für die gesamte Menschheit. Wer sitzt denn in Kuwait im "Fuchs" und wartet, bis die ersten Gasgranaten hochgehen? Und wer bitte schön führt das Anti-Terror-Kommando in Afghanistan? Und am Besten: Wer schützt jetzt die US-Kasernen und Flugplätze in Deutschland, nachdem die dort stationierten Soldaten an den Golf verlegt wurden?

Man könnte die Unlogik der amerikanischen Kriegspolitik noch endlos weiter führen aber ich glaube, daß eh jeder weiß worum es dem Ami geht. Die einzigen rauchenden Colts, die hier eine Rolle spielen, stecken wir alle in unser Auto, wenn wir mal wieder an der Tanke stehen. Und dafür darf kein einziger Soldat sterben......


standarte.....
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,233890,00.html

Das sind also die Spionage-Satelliten dre USA. In Farbe, hochauflösend und scharfe, überzeugende Bilder kann man damit machen.
US-Regierung droht deutschen Firmen

Die US-Regierung versucht einem Zeitungsbericht zufolge, Druck auf deutsche Unternehmen auszuüben, die mit dem Irak Geschäfte machen. Die "Welt" berichtet, Washington drohe in einem Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium, dass die betroffenen deutschen Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen in den USA verlieren, falls sie an ihrem Irak-Engagement festhalten.

Betroffen wären hiervon etwa der Siemens-Konzern, der Medizin-Technik in den Irak exportiert, sowie DaimlerChrysler. Die Zeitung zitiert Angaben des Statistischen Bundesamtes, wonach der Handelsaustausch mit dem Irak 2001 ein Volumen von 336,5 Millionen Euro erreichte.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder seit vergangenen Montag zahlreiche Beschwerden von deutschen Unternehmen erreicht hätten, die über Absatzeinbußen in den USA klagen. Die betroffenen Unternehmer machten die "anti-amerikanische Irak-Politik der Bundesregierung" für die Einbußen verantwortlich.

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,2044,OID1502800,00.html
...dieser Krieg sollte nie verhindert werden, dieser Krieg sollte von der UN genehmigt werden - und scheiss der Hund drauf was wir noch tun: Er wird geführt werden...

Wenn der erste Schuss am Golf gefallen ist, dann haben die USA all unsere moralischen und ethischen Werte mit FÜssen getreten - DANN haben sie bewiesen was die Worte Demokratie und Freiheit wert sind: Einen Dreck...

(auch wenns keiner laut sagt: Der Golfkrieg ist ein Angriffskrieg aus wirtschaftlichen Interesssen...)


CoDeD
"(auch wenns keiner laut sagt: Der Golfkrieg ist ein Angriffskrieg aus wirtschaftlichen Interesssen...)"

Das wird laut gesagt :-) Na gut, das Wort "Angriffskrieg" wird vermieden - aber es ist eigentlich mega-hyper-offensichtlich.
Spiegel Online vom 17.01.03

Bagdad/Paris - Hans Blix hat vom Irak angesichts einer sehr gespannten Situation klare Beweise und eine deutlich verstärkte Zusammenarbeit bei den Waffenkontrollen gefordert. "Wir haben noch keine Beweise, dass im Irak chemische oder biologische Waffen vollständig zerstört wurden", sagte er am Freitag in Paris nach einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac.

Zu den in einem Munitionsdepot 140 Kilometer südlich von Bagdad gefundenen leeren Chemiewaffen-Sprengköpfen forderte Blix vom irakischen Präsidenten Saddam Hussein ausführlichere Erklärungen. Ob diese Sprengköpfe - wie von Bagdad behauptet - in dem 12.000 Seiten umfassenden Waffenbericht des Iraks aufgeführt seien, werde derzeit noch in New York geprüft.

Mehrfach betonte der 74-jährige schwedische Diplomat, dass eine aktivere Kooperation Bagdads erforderlich sei. Die Waffeninspekteure wollten den Irak nicht demütigen. "Wir wollen sicherstellen, dass es keine Waffen im Irak gibt, damit ein Krieg verhindert werden kann", sagte Blix.

Wichtig sei ferner eine einheitliche Haltung im Uno-Sicherheitsrat, die dieser auch in Zukunft beibehalten sollte. Blix reiste noch am Freitag nach London weiter. Geplant ist ein Treffen mit Premierminister Tony Blair auf dessen Landsitz Chequers.

Hans Blix ist nicht sicher, dass der Irak tatsächlich abgerüstet hat

Am Donnerstagabend waren die USA mit ihrem Vorstoß im Uno-Sicherheitsrat gescheitert. "Die Inspektionen müssen weitergehen, es gibt keinen Grund für eine Entscheidung des Sicherheitsrates", sagte Großbritanniens Uno-Botschafter Sir Jeremy Greenstock nach internen Konsultationen des Rates über das Ansinnen der USA, die Inspektionen zeitlich zu begrenzen. "Die Führung (der Kontrollen) liegt weiterhin bei den Inspekteuren, das ist die Ansicht Großbritanniens", sagte der Botschafter, dessen Land der engste Bündnispartner der USA im Sicherheitsrat ist. Auch Vertreter anderer Mitgliedsländer sprachen sich für eine uneingeschränkte Fortsetzung der Suche nach versteckten Massenvernichtungswaffen im Irak aus.

US-Botschafter John Negroponte deutete nach der Beratung an, dass Washington die Forderung nach einer baldigen Beendigung der Inspektionen demnächst verstärkt vorbringen könnte. Man wolle aber den am 27. Januar fälligen Zwischenbericht von Uno-Chefinspekteur Hans Blix abwarten und dann weitersehen. Die Resolutionen 1441 und 1284, mit denen die Irak-Inspektionen vom Sicherheitsrat angeordnet wurden, seien zwar weiter gültig. "Wir haben heute aber klar gemacht, wie wichtig es ist, dass sie so umgesetzt werden, dass auf den Irak ein maximaler Druck zur sofortigen, bedingungslosen und proaktiven Kooperation aufrechterhalten bleibt."

Nach Angaben der "Washington Post" will die US-Regierung im Sicherheitsrat durchsetzen, dass Blix nach dem 27. Januar keinen weiteren Bericht zum Verlauf der Waffensuche im Irak vorlegen soll. Die Bush-Regierung fürchte, dass der Zeitplan für eine militärische Konfrontation verzögert werden könnte.

Saudi-Arabien wirbt für Umsturzpläne in Irak

DPA

Irak/ UN-Inspektoren

Saudi-Arabien wirbt nach Informationen des US-Magazins "Time" für Pläne zu einem Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein, um so einen Krieg gegen Irak zu vermeiden. Unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise berichtete das Magazin am Donnerstag auf seiner Internet-Seite, Saddam sollte durch seine Generäle gestürzt werden. Für einen solchen Plan strebe das Königreich eine Zustimmung des Uno-Sicherheitsrates an.

Außer für die 100 bis 120 engsten Mitarbeiter Saddams sollte nach den Plänen eine Amnestie gelten. Ein solche Zusicherung könnte genügend Generäle gegen Saddam aufbringen, berichtete das Magazin unter Berufung auf die Kreise weiter.

Bei der Uno in New York hieß es in diplomatischen Kreisen, es gebe keine Anzeichen, dass im Sicherheitsrat ein derartiger Umsturzplan diskutiert würde. Das US-Außenministerium und saudiarabische Regierungsvertreter reagierten zunächst nicht auf den Bericht.

:-1028