Hallo zusammen,
ich denke die meisten haben es gestern entweder live im Fernsehen verfolgt oder spätestens heute früh in allen Medien gelesen. Der Verlust der letzten SPD-Hochburg in NRW hat dem Wunsch des Volkes nach Veränderung endgültig Rechnung getragen. Was danach aber folgte, hat alle überrascht: Müntefering kündigte an, auf Neuwahlen hinzuarbeiten.
Was hat das nun genau zu bedeuten? Zunächst einmal betrachte ich diese Entwicklung mit äußerster Sorge. Nicht deswegen, weil ich ein eingefleischter Fan der SPD wäre, sondern vielmehr die Unausgewogenheit der Mächte in der deutschen Politik-Landschaft. Es war und ist noch nie gut gewesen, wenn eine Partei gleich in welchem Land die komplette Kontrolle hatte. Besonders bei der CDU mache ich mir große Sorgen, die in der Vergangenheit mit Spenden- und Schwarzgeldaffären von sich reden gemacht hat. Aber auch die allzu offensichtliche Abneigung gegenüber ausländischen Mitbürgern in Deutschland macht sie für mich nicht zum Mittel der Wahl.
Das eigentliche Problem ist meiner Ansicht nach aber woanders zu suchen: Die beiden etablierten Parteien Deutschlands sind schon lange nicht mehr die eigentliche Repräsentativität des wirklichen Wunsches nach Veränderung und des Fortkommens der Bundesrepublik Deutschland. Ehrlich gesagt erscheint es mir so als würde es nur darum gehen, die Wahlen zu gewinnen - was sich dann tut, ob nun wieder ein paar Milliarden Euro mehr Schulden gemacht werden, ist egal. Doch der Bürger in Deutschland bleibt vergesslich. Er erinnert sich nicht an die Versprechen der Politiker, erinnert sich nicht an ihre Skandale und erinnert sich nicht an das, was eigentlich passieren sollte. Und anstatt sich z.B. in Düsseldorf oder anderen Städten alternativen lokalen Parteien zuzuwenden und ihnen eine Chance zu geben, wird einfach die normale Gewohnheit praktiziert.
Ich hoffe inständig, dass sich meine Befürchtungen nicht bewahrheiten. Und das allgemein wegen dem gesamten Wohl der Bundesrepublik Deutschland.
- Alper Iseri
:-ghost
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