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Katastrophengebiet New Orleans

Eine Woche nach der verheerenden Katastrophe, die "Katrina" in New Orleans angerichtet hat, gehen die Rettungsarbeiten immernoch nur schleppend voran. Tausende Menschen konnten noch immer nicht aus dem Katastrophengebiet evakuiert werden, Leichen liegen noch überall herum, die Wasserversorgung lässt zu wünschen übrig, Menschen verhungern oder verdursten, die Verzweiflung trieb, nach neuesten Angaben, mittlerweile sogar Helfer in den Selbstmord, die Gewaltbereitschaft hat Ausmaße angenommen, die die Einberufung des "Kriegsrechtes" zur Folge hatte. Es herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände!

Nun werden Stimmen laut, dass Bush sich nicht ausreichend um Rettuns- und Evakuierungsmaßnahmen, sowie einer Organisation der Hilfskräfte kümmert, da es sich hauptsächlich um farbige Menschen handelt! Internationale Angebote der Hilfe wurden abgelehnt, weil nicht drum gebeten wurde und erst heute, viele Tage zu spät, wurde die UNO seitens der USA um Hilfe gebeten :-spy

(Angeblich) diskutiert die amerikanische Regierung gerade darüber, ob sich ein Neuaufbau von New Orleans und Umgebung überhaupt noch lohnt...

Was meint ihr dazu? Warum wurden die Amerikaner nach den Attentaten auf das World-Trade-Center am 11. September quasi als „Paradebeispiel“ für Solidarität, Gemeinschaft, organisierter Hilfe und Menschlickeit gefeiert, während man die Südstaaten auf sich allein gestellt lässt und nur sporadisch hilft bzw. für nationale Fernsehteams Aufräumarbeiten etc. inszeniert?!

Globale Erderwärmung. Die Amerikaner weigern sich weiterhin das KIOTO-Protokoll zu unter-schreiben und sind größtenteils an der Erderwärmung beteiligt. Nun diese Klimakatastrophe. War sie absehbar? Sind die Amerikaner selber Schuld?

Was ist eure Meinung zu dieser ganzen Katastrophe? Jeden Tag erreichen uns neue Nachrichten, die bis ins Mark erschüttern und das in einem Land, das als das mächtigste der Welt gilt.

Ich finde das ganze Unfassbar! Unmenschlichkeit scheint eine neue Definition bekommen zu haben. In meinen Augen lautet diese „Bush“!

Was habt ihr für Ansichten, Meinungen?
Ich denke, dass ist wirklich ein diskussionswürdiges und verdammt trauriges Thema, welches wir nicht einfach außer Acht lassen sollten.

(schwarz)carina(/schwarz)

P.S. Das ist übrigens meine persönliche Zusammenfassung, basierend auf allen möglichen Artikeln aus vielen verchiedenen Zeitungen, Onlinenews etc., Interviews mit Reportern vor Ort, Nachrichten, Erfahrungsberichten von Betroffenen ....

da hat sich ein satz doppelt eingeschlichen s-)
Tja, was soll man davon halten. Wir hatten diese Diskussion hier am Freitag im Büro. Ich habe auch die These, das Bush ein menschenverachtendes Arschloch (t%27schulidigung :-spy) ist, der die Menschen da verrecken lässt.

Nun, Busch ist in einer der reichsten Familien in Amerika aufgewachsen, also kennt er es nicht anders, aber 3-4 Tage nach der Katastophe dem Piloten seines Hubschraubers oder wars ein Flugzeug :-spy anzuweisen, nochmals eine Schleife über dem zerstörten Gebiet zu fliegen, grenzt für mich an Arroganz die nicht mehr zu übertreffen ist.

Meine These, ihm ist es egal ob die "schwarzen" in New Orleans verrecken. Er zieht Militärpersonal aus dem Irak ab und schickt die Männer die die meiste Zeit im Krieg waren und vermutlich so am Ende sind das sie auf alles schießen was sich bewegt, in ein Katastrophengebiet. Na herzlichen Glückwunsch. Eine Dame (Pressesprecherin von ...) steht vor einer Kamera und sagt, dass die Leute dort unten die Erlaubnis haben, zu schießen. HALLO gehts noch? :-motz

Dieser Mann ordnet einen Krieg an, der Millarden von Dollar kostet, und kriegt es noch nicht mal gebacken, seinem eigenen Land finanzielle sofortige Hilfe zuzusprechen? Das ist wirklich nur noch zum :-kotz. Heute morgen kam in den Nachrichten, dass die Amerikaner 300 Mio. Dollar gespendet haben und das bei dem reichsten Land der Welt.

Sollte Busch mal endlich seine Kriege beenden, dann wäre auch genug Geld für die Opfer da.

:-1028
Eigentlich war das Ganze abzusehen, denn man hat ja schon oft genug bemerkt, dass es der augenblicklichen Regierung oft schwerfällt, die sinnvollsten Prioritäten setzen.
Dieses ganze Durcheinander im Katastrophengebiet ist vermutlich auch eine Folge von schlechter Organisation. Man hört von Plünderungen und sind erst mal derart chaotische Zustände ausgebrochen, fällt es natürlich schwer, wieder einigermaßen Ruhe zu schaffen.
Mit der möglichen Benachteiligung der Farbigen sollte man vorsichtig sein; ich habe schon Berichte gesehen, in denen gesagt wurde, dass das so nicht unbedingt ganz der Realität entspricht. Natürlich ist das eine der ersten Schlussfolgerungen und es kann gut sein, dass dies auch der Fall ist. Allerdings ist es immer besser, mit solchen Anschuldigung vorsichtiger umzugehen. Ich glaube nicht einmal, dass es Bush egal ist, wenn die "Schwarzen" "verrecken", ich glaube lediglich, dass er wie üblich Schwierigkeiten hat, Herr einer überaus misslichen Lage zu werden; es wäre ja nicht das erste Mal, oder? Er kann es sich sicherlich nicht leisten, den farbigen Teil der US-Bevölkerung so öffentlich vor den Kopf zu stoßen.
In Sachen Klimaveränderung und Luftverschmutzung sind jetzt wenigstens -und dass ist auch wirklich die einzige gute Sache an der ganzen Katastrophe- Stimmen auch in den USA laut geworden. Immerhin machen die USA ziemlich viel der Luftverschmutzung aus; vor einer Weile habe ich eine Schätzung von ca. 1/4 gehört und wenn dem so ist, dann ist es mehr als alarmierend. Aber auch die Bevölkerung der USA, nun persönlich von den Folgen des Klimawandels hart getroffen, scheint in dieser Hinsicht ein wenig aus ihrer rosaroten Welt aufzuwachen. Man kann nur hoffen, dass sich daraus mehr entwickelt.

Klar - es ist wirklich traurig, dass die große Nation zwar Krieg führen kann, allerdings vollkommen plan- und hilflos vor den eigenen Problemen zu stehen scheint. Ich weiß nicht, aber es hört sich ja auch irgendwie ein bisschen absurd an, Spenden in die USA zu schicken, oder nicht? Allein vom Klang her.
mfg

PS: Ach ja, selbst wenn er wollte, könnte er seine Kriege nicht so einfach beenden, das hat man ja im Irak gesehen. Er hat sich das Ganze wohl auch etwas einfacher vorgestellt, aber so einfach einen Schlussstrich ziehen geht nicht, auch wenn er es gern hätte.
2 zerstörte Gebiete.
Auf beiden Seiten sind die Opfer zu bedauern.
Denn ein Menschenleben bleibt immer ein Menschenleben,
nur die Ursachen oder Gründe für den Tod ändern sich.

Ursache der einen Katastrophe war ein Wirbelsturm
und ist eine Naturgewalt.

Ursache der Anderen war die Operation Wüstensturm
und war mutwillig.



Der große Unterschiede zwischen dem 11. September und der Katastrophe von New Orleans ist, das die USA nun keinen Feind haben, auf den sie die Schuld abwälzen können. Bei dem 11.09. wurde ein Feindbild generiert, das die waffenfanatischen Amerikaner als das Sinnbild des Bösen sahen und angreifen konnten. Was will man gegen einen Sturm machen, gegen den keine Waffen dieser Welt helfen?

Die einzige Lösung ist Energien einzusparen und mehr für die Zukunft zu denken. Doch das ist ein sehr unpopuläres Thema in den USA. Ich habe durch meine frühere Arbeit für ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen sehr viel über die Hintergründe des Kyoto-Protokolls erfahren und was soll ich sagen - die USA haben es abgelehnt.

Solange die Menschen nicht nur in den USA sondern auch in Deutschland und anderswo nicht darüber nachdenken, woher unsere Energien für die Zukunft kommen sollen, solange wird es Probleme geben.

Alternative Energien sind kostenlos und unbegrenzt verfügbar. Das sie für die Anschaffung teurer sind, mag sein, doch irgendwann rechnen sie sich. Schade nur, das weltweit nur 5%25 der Energie-Weiterentwicklungen in erneuerbare Energien gesteckt werden... :-(

Weitere Informationen über das Kyoto-Protokoll findet ihr hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kyoto-Protokoll

LG
Alper
Ach, ich weiß gar nicht, was ich jetzt schreiben soll - das Thema beschäftigt mich doch sehr ... was dort passiert, ist heftig, schlimm und schrecklich ... aber mehr noch als die schleppenden Hilfsmaßnahmen erschreckt mich, was die Katastrophe aus den Menschen gemacht hat ... das wirft in mir grundsätzliche Fragen über die menschliche Moral auf ... sind wir im Grunde unseres Wesens doch nur dem anderen ein Wolf? ... Gibt es den Schulterschluß nur, wenn die Überlebensbedingungen noch einigermaßen gesichert sind - und angesichts des Todes ist sich jeder nur noch selbst der nächste? ... Werden manche - sofern sie überhaupt noch einmal zur Ruhe kommen - eines Tages aufwachen und sich entsetzt fragen, was sie getan haben? ... Ich habe so einige apokalyptische Hollywoodstreifen gesehen - aber sie waren für mich doch nur fiktive Szenarien. Jetzt sehe ich, dass sich eine scheinbar zivilisierte Gesellschaft, die sich großteils auf die christliche Ethik stützt, im Katastrophenfall in einen Haufen plündernder, vergewaltigender und mordender Egoisten verwandelt - und ich frage mich ängstlich, ob ich mich in derselben Situation etwa auch so verhalten würde? ... Wo ist das Gewissen, wo die Liebe zum Nächsten? ...
Bevor mich jemand falsch versteht - natürlich sind nicht alle Opfer nun zu Tätern mutiert, aber es gibt sie, und ihre Zahl ist groß ...

Die Ereignisse werden sicherlich viele hundert Menschen traumatisieren - das Ausharren neben Leichen und sterbenden Menschen, der Hunger, der Durst, das Erleben von Gewalt kann nicht spurlos an einem vorübergehen. Dann noch der Verlust des eigenen Heims - und niemand kommt, um zu helfen, bzw. nur langsam und oft zu spät. Und das im mächtigsten Land der Welt. Das muss doch erschüttern. Und wie die ausländische Presse da Dinge schreiben kann wie "Die Amerikaner werden dies überstehen und gestärkt daraus hervorgehen" kann ich nicht nachvollziehen. Mich als Amerikaner würden spätestens jetzt, wenn nicht schon nach dem 11. September mit dem Afghanistan- und Irakkrieg und dem "Patriot Act", ernsthafte Zweifel am Zustand meines Landes befallen. Als Nicht-Amerikaner stürzt es mich in Zweifel über die Menschlichkeit an sich.

(font2)Übrigens hat sich in China eine ähnliche Katastrophe ereignet - ein Taifun zerstörte 10.000e Häuser und es gab zahlreiche Tote ... nur mal so am Rande ...(/font2)