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FSK

FSK sollte Euch einigermassen vorläufig bekannt vorkommen, wenn man ins Kino geht, oder Videos bzw. DVDs ausleiht.
Für die Leser hier, die es nicht kennen bzw. nicht wissen, was das ist und auf welcher Basishintergrund es abläuft, gebe ich hier eine Erklärung: FSK bedeutet "Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" und sprechen Freigabe nach der gesetzlichen Vorgabe aus, daß Filme und vergleichbare Bildträger, die geeignet sind, das körperliche, geistige oder seelische Wohl von Kindern und Jugendlichen einer bestimmten Altersgruppe zu beeinträchtigen, nicht für diese Altersgruppe freigegeben werden dürfen. Die Grundsätze werden von einer Grundsatzkommission festgelegt, verankert mit Meinungs- und Informationsfreiheit, besonders aber auch mit der Presse- und Kunstfreiheit. Soviel dazu, es reicht auch als Information zufolge.

Gut, gestern wurde mir bei einer Diskussion mit einem Kumpel bewusst, daß die FSK meist bei ihren Prüfung danebenliegt. Ich bin kein regelmäßiger Kinogänger, aber ich bemerkte oft, nachdem ich einen Film angeschaut habe, daß die FSK mal wieder reichlich über- und bei einigen anderen Filmen einfach untertrieben.
Aktuelles Beispiel: "Herr der Ringe". Ich muß eingestehen, ich habe leider immer noch keine Zeit gefunden, den Film mal anzuschauen. Aber gehe ich der Meinungen vieler Verbraucher nach, dann hätten sie den Film aufgrund einiger Szenen, in denen Gewalt vorkam, erst ab 16 freigegeben, und nicht wie offiziell ab 12.
Anderes und älteres Beispiel: "Hannibal". Offiziell zum Filmstart damals war der Film ab 18 erst erlaubt, und nachdem ich den Film angeschaut hatte, hätte ich ab 16 für besser gehalten, so schlimm war der Film auch wieder nicht.

Die FSK entsteht aus freiwilliger Basis, und will schon überhaupt gar nicht nach pädagogischen Punkten gehen, dennoch ist die FSK sehr begehrt. Rein theoretisch kommt eigentlich kein Film in den Medienveranstaltungen, ohne vorher mit FSK geprüft geworden zu sein.
Doch wie unabhängig ist die FSK? Immerhin entdeckte ich in vielen Fällen richtige Fehlentscheidungen. Könnte es möglich sein, daß die FSK im Hintergrund "finanziell überredet" wurde, um den Film auch für jüngere Zuschauern geeignet zu machen, um die Kinobesucherzahlen und die Einschaltquoten zu erhöhen? Oder wie im Falle "Hannibal" wegen einiger spektulären Szenen zu verteufeln, daß weniger Menschen diesen Film anschauen, womöglich von einer Konkurrent?
Wäre nicht immer diese viele Fehlentscheidungen aufgetreten, würde ich keine Gedanken darum machen, aber nachdem was ich so gesehen habe, denke ich, daß die Kommission geradezu leicht zu überreden ist, und nicht zuletzt eine "kleine Bestechung" im Hintergrund verspüren mag.

:-MX03
Habe mir Infos bezogen, von der Filmwirtschaft-Hauptseite:

"Freigegeben ohne Altersbeschränkung"

Kleinkinder erleben filmische Darstellungen unmittelbar und spontan. Ihre Wahrnehmung ist vorwiegend episodisch ausgerichtet, kognitive und strukturierende Fähigkeiten sind noch kaum ausgebildet. Schon dunkle Szenarien, schnelle Schnittfolgen oder eine laut bedrohliche Geräuschkulisse können Ängste mobilisieren oder zu Irritationen führen. Kinder bis 6 Jahre identifizieren sich vollständig mit der Spielhandlung und den Filmfiguren. Vor allem bei Bedrohungssituationen findet eine direkte Übertragung statt. Gewaltaktionen, aber auch Verfolgungen oder Beziehungskonflikte lösen Ängste aus, die nicht selbständig und alleine abgebaut werden können. Eine schnelle und positive Auflösung problematischer Situationen ist daher sehr wichtig.


"Freigegeben ab 6 Jahren"
Ab 6 Jahren entwickeln Kinder zunehmend die Fähigkeit zu kognitiver Verarbeitung von Sinneseindrücken. Allerdings sind bei den 6- bis 11-jährigen beträchtliche Unterschiede in der Entwicklung zu berücksichtigen. Etwa mit dem 9. Lebensjahr beginnen Kinder, fiktionale und reale Geschichten unterscheiden zu können. Eine distanzierende Wahrnehmung wird damit möglich. Bei jüngeren Kindern steht hingegen noch immer die emotionale, episodische Impression im Vordergrund. Ein 6-jähriges Kind taucht noch ganz in die Filmhandlung ein, leidet und fürchtet mit den Identifikationsfiguren. Spannungs- und Bedrohungsmomente können zwar schon verkraftet werden, dürfen aber weder zu lang anhalten noch zu nachhaltig wirken. Eine positive Auflösung von Konfliktsituationen ist auch hier maßgebend.


"Freigegeben ab 12 Jahren"

Bei Jugendlichen dieser Altersgruppe ist die Fähigkeit zu distanzierter Wahrnehmung und rationaler Verarbeitung bereits ausgebildet. Erste Genre-Kenntnisse sind vorhanden. Eine höhere Erregungsintensität, wie sie in Thrillern oder Science-Fiction-Filmen üblich ist, wird verkraftet. Problematisch ist dagegen zum Beispiel die Bilderflut harter, gewaltbezogener Action-Filme, die zumeist noch nicht selbständig verarbeitet werden kann. 12- bis 15-jährige befinden sich in der Pubertät, einer schwierigen Entwicklungsphase der Selbstfindung, die mit großer Unsicherheit und Verletzbarkeit verbunden ist. Insbesondere Filme, die zur Identifikation mit einem "Helden" einladen, dessen Rollenmuster durch antisoziales, destruktives oder gewalttätiges Verhalten geprägt ist, bieten ein Gefährdungspotential. Die Auseinandersetzung mit Filmen, die gesellschaftliche Themen seriös problematisieren, ist dieser Altersgruppe durchaus zumutbar und für ihre Meinungs- und Bewußtseinsbildung bedeutsam.


"Freigegeben ab 16 Jahren"

Bei 16- bis 18-jährigen kann von einer entwickelten Medienkompetenz ausgegangen werden. Problematisch bleibt die Vermittlung sozial schädigender Botschaften. Nicht freigegeben werden Filme, die Gewalt tendenziell verherrlichen, einem partnerschaftlichen Rollenverhältnis der Geschlechter entgegenstehen, einzelne Gruppen diskriminieren oder Sexualität auf ein reines Instrumentarium der Triebbefriedigung reduzieren. Auch die Werteorientierung in Bereichen wie Drogenkonsum, politischer Radikalismus oder Ausländerfeindlichkeit wird mit besonderer Sensibilität geprüft.


"Nicht freigegeben unter 18 Jahren"

Erhält ein Film, Video oder sonstiger Bildträger keine Jugendfreigabe, wird er lediglich auf Übereinstimmung mit § 2 der FSK-Grundsätze hin geprüft. Dessen Maßstäbe liegen deutlich unterhalb der Schwelle strafrechtlicher Normen. An dieser Entscheidung sind allein die Vertreterinnen und Vertreter der Film- und Videowirtschaft beteiligt. Dieses Kennzeichen signalisiert eine Abwägung zwischen einem ethischen Minimalstandard und genrespezifischen Ästhetiken. Das Kennzeichen dient mit seiner Schutzfunktion der freien Meinungsäußerung, der Informationsfreiheit sowie der Kunstfreiheit. Die strafrechtlichen Vorschriften (§ 130 Volksverhetzung, § 131 Gewaltverherrlichung, § 184 Pornografie Strafgesetzbuch) sind die gesetzlich vorgegebenen Schranken der Filmfreiheit.
Hab jetzt alles nur kurz überflogen,weil ich keine richtige Zeit zum lesen habe..wo ich über FSK nur lächeln kann,ist "Herr der Ringe".Der Film besteht zu 70%25 aus gewaltätigen Szenen,die meiner Meinung nach für 12jährige nun wirklich nicht geeignet sind.Am Anfang dachte ich,daß der Film wirklich ab 16 ist.Späterhin,als ich erfahren habe,daß er ab 12 freigegeben ist,hab ich nen Schock gekriegt.

tz :-g
:-e
Hi engelchen,
was, Du überfliegst meine Beiträge? Zu schwer für Dich? gg
Herr der Ringe war ja oben schon genannt als Beispiel, aber das sind bei weitem viele Filme unterschiedlicher Genres so. So rein spontan fällt mir kein Titel ein, aber vielleicht wissen andere mehr?
Ich traue es nicht zu sagen, aber ich denke, das Kinopublikum wird immer jünger; und im allgemeinen soll der Film auch jüngere ansprechen. Nur das war damals auch der Fall, und wenn ich mich recht erinnere, gab damals viele Filme zuhauf erst ab 16 in Kinos. Mir kommt es manchmal vor, daß damals strengere Kontrollen gab; heute dagegen habe ich manchmal das Gefühl, daß die nur die Trailers anschauen und dann die Altersangabe festlegen. gg
Ne, besonders fiel mir auf, wenn der Film ein "Renner" werden sollte (oder die Nachfrage ziemlich groß bei jüngeren Publikum), denke ich schon, daß alles gemacht wird, damit ein Film der ab 16 sein sollte, extra ab 12 heruntergesetzt wird, als Beispiel Herr der Ringe.
FKK ist cooler
Was soll denn bitte heißen : zu schwer für mich?Na danke,froggy...:-g
Ich konnte mich aus Zeitgründen,wie ich in meinem Beitrag schon erwähnt hatte,nicht alles genau durchlesen.Anscheinend hast du meinen Beitrag auch überflogen,sonst wüßtest du den Grund.

etwas pikiert ist
:-e
Och engelchen, natürlich habe ich Deinen Beitrag exakt durchgelesen.
Aber
...keine richtige Zeit zum lesen habe...
Entweder man hat Zeit oder nicht. :-p Sagen wir mal so: Du hattest wenig Zeit, ne? wimperklimpers

montell, wie alt muß man sein, um das FKK anzuschauen? gg