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Novell kauft SUSE für 210 Millionen US-Dollar

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Novell kauft den deutschen Linux-Spezialisten SuSE Linux AG zum Preis von 210 Millionen US-Dollar. Nach Prüfung und Genehmigung durch die Novell-Aktionäre soll diese Transaktion bis Ende Januar 2004 abgeschlossen sein. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von beiden Unternehmen unterzeichnet.

Mit der Übernahme des nicht börsennotierten Softwarehauses will Novell sein Engagement für Open-Source-Software untermauern und seine Entwicklungs- und Support-Kapazitäten für das Betriebssystem Linux ausbauen.
[...]

Quelle: http://www.golem.de/0311/28321.html

Wow - das hätte ich nicht gedacht. Eine wahre Überraschung und vor allem: Was wird das für die Zukunft heißen? Wird der Name SUSE weiterleben? Und wird Linux noch viel mehr (im kommerziellen Bereich) von den USA abhängen? Was meinen die Linux-Experten unter Euch?

:-ghost
An sich war nur der Name des Käufers eine Überraschung, aber dass SuSE verkauft werden sollte, das war schon vorrausgeahnt, zumindest in den Insiderkreisen.
Was wird das für die Zukunft heißen?
Eine Allianz zwischen 2 Firmen, nicht mehr. Was die genau für Pläne haben, keine Ahnung.
Wird der Name SUSE weiterleben?
Keine Ahnung, aber wer 210 Mio. hinblättert... Ich denke aber: ja.
Und wird Linux noch viel mehr (im kommerziellen Bereich) von den USA abhängen?
Für GNU/Linux an sich ändert es nicht viel, denke aber, dass die Allianz mehr auf US-Kommerz setzen wird.
Was meinen die Linux-Experten unter Euch?
Puh, wie schon erwähnt: für GNU/Linux an sich wird sich nicht viel ändern, Distributionsbedingt wird wohl mit mehr oder weniger Eigen-Innovation entwickelt.
also ich finds schon ziemlich spannend das ganze.

novell war mal der grosse rote riese in sachen netze.

leider haben die es verbockt und haben das feld den marketingfritzen von microsoft quasi kampflos übergeben. als die angefangen zu zucken haben, war es dann schon zu spät.

nunja .. als ich über die "neue" novell strategie habe ich die ausgelacht, als ob es nicht genug schon leute geben würde, die auf linux setzen ...

nun muss ich mich revedieren. suse ist soweit ich weiss, gar nicht mal so schlecht in europa positioniert. also in jedem fall ein ziemlich gute geschichte für beide parteien.

rein vom technischen war ich bisjetzt von novell eher überzeugt als von suse, aber wie gesagt .. ein gutes standing ist wie man immer wieder sieht oft mehr wert als ne gute technik.

also ich bin gespannt... wenn novell mit dieser aktion nicht nochmal das ruder zumindestens ein kleines stückchen den ms fritzen aus der hand zu nehmen schafft, dann wird wohl kaum irgendeine aktion das schaffen....

lustisch s-)
Ich finde die ganze Thematik an sich sehr spannend. Es ist wirklich interessant zu beobachten, wie Linux das Mittel zum Zweck wird, um Microsofts Monopolmacht eventuell zu brechen.

IBM setzt stark darauf, nun auch Novell. Wie wird das weitergehen? Ich bin echt gespannt, ob es irgendwann seitens Microsoft "Office X for Linux" geben wird...

:-ghost

"Office X for Linux"


nein, das glaube ich weniger. sowohl ibm als auch novell positionieren sich eher in backend bereichen. linux server werden meiner meinung nach möglicherweise es schaffen marktanteile zu gewinnen. client seite ist und bleibt ms domäne.

apropro domänen oder verzeichnissdienste. da hier hat novell mit der technisch weiter entwickelten lösung leider in der jüngsten vergangenheit boden gegenüber ms verloren hat - glaube ich kaum, dass die ganzen horden an admins sich dazu breitschlagen lassen wieder zurück vom ad zu nds zu migrieren. da wird novell wohl langen atem haben müssen.

wir werden sehen.
Frontpage für Linux, Solaris usw. gab es schon mal, inzwischen ist der Server zeitweilig nicht mehr so richtig erreichbar

(für die Neugierigen: ftp://ftp.microsoft.com/products/frontpage/ )

ADS ist auch für den unerfahrenen Admin leichter (wenn auch nicht wirklich leicht) zu verstehen als Strukturen à la LDAP u.ä. Das heißt aber nicht das es dadurch besser ist. Das hauptsächliche Problem bei den Verzeichnisdiensten ist die Struktur unabhängig vom verwendeten Produkt. Mit Hilfe von ADS lässt sich auch ohne großes Nachdenken schnell mal ne Firmenstruktur nachbilden während das ganz mit LDAP mehr "Denkarbeit" im Vorfeld verlangt.
echo, das täuscht...

die klickibunti frontends sind für den möchtegern-admin leichter zu verarbeiten und möchten der senkung von hemmschwellen dienlich sein, aber ad is sowohl ein vollwertiger ldap dienst, als auch gar nicht mal so einfach zu konfigurieren wenn es etwas grösser wird. zusammen mit den von ms angebotenen optionen zur zentralen steuerung der clients und netzwerkdienste ergibt sich eine komplexität die im verhältniss zur der fülle an möglichkeiten keine alternativen von anderen x.500/ldap diensten offenlässt.

ausnahme war und ist der zum gegenstand dieses threads gemachter herrsteller.

bei uns haben wir gerade den 103. ad controller ausgerollt. ;) ...
so teuer ?

bei uns im studio 79 kostet suse nur 250€ die nacht.
[...]sind für den möchtegern-admin leichter zu verarbeiten und möchten der senkung von hemmschwellen dienlich sein[...]

das führt dann dazu das eben diese sich zum ADS-Profi berufen fühlen aber noch nicht mal ne einfache NT4-Domäne administrieren können.

[...]ergibt sich eine komplexität die im verhältniss zur der fülle an möglichkeiten keine alternativen von anderen x.500/ldap diensten offenlässt.[...]


und eben diese Komplexität macht es dann wieder fast unmöglich den Überblick zu behalten. Zitat eines Dozenten aus dem Hause M$:"Auch unsere Spezialisten beherrschen höchstens 20%25 der Möglichkeiten das ADS ... "

Ich bevorzuge wenn dann NDS aber in meinen Größenordnungen reicht LDAP, auch eben weil es nur sehr schwer möglich ist Unixe an ADS anzubinden. Während andersrum ist es recht einfach Win in eine LDAP-Domäne einzubinden.


Ich jedenfalls bin guter Hoffnung, dass diese Verbindung einen neuen Schub für Linux in der Server-Landschaft bringt und vllt. auch Novell wieder etwas hochbringt.