Hi .. dieses Gedicht hat eine Freundin von mir geschrieben, da sie nach einem schlimmen vorfall heftige suizid gedanken gequält haben .. ich find es unbeschreiblich traurig und konnte selbst meine tränen nicht verbegen, als ich es gelesen hatte ...
Abschied
Von hier oben schau ich nun hinab.
Alle stehen um mein Grab.
Vier starke Männer tragen meinen Sarg.
Der am Abend noch in der Leichenhalle lag.
Die Tränen füllen die Augen der Gemeinschaft.
Viele verlieren ihre Kraft.
Es wird eine Rede gehalten.
Sie ähnelt nicht den üblich alten.
Auf mich ist nun alles zurecht geschnitten.
All ihre Tränen, all ihr Bitten.
Der Wind trägt weiter ihren Schmerz.
Der momentan trübt ihr Herz.
Meine Brüder stehen dort beieinander.
Ich wünsche mir, sie treibt nie was auseinander.
Sie sind auch voll Traurigkeit.
Um ihre Schwester, in der Ewigkeit.
Meine Freunde stehen dort.
Allesamt am selben Ort.
Von weit her sind sie gekommen.
Ihre Herzen sind beklommen.
Selbst mein Vater er ist da.
Hält seine Frau und ihr Kind in seinem Arm.
Nie kann er mehr mit seiner Tochter reden.
Dabei hätte es noch so viel zu klären gegeben.
Aber mein lieber Papa.
Ich weiß, du warst für mich da.
Auch ohne weitere Worte, weiß ich,
ich war immer wertvoll für dich.
Mama, sie steht nur da.
Einen ihrer schlimmsten Tage nimmt sie kaum mehr wahr.
Ihre Tochter, ihre Freundin ist nun weg.
Aber Mama das Leben hat dennoch einen Zweck.
Ich werde auf euch alle achten.
Ihr übersteht die Lebensschlachten.
Über euch alle werde ich walten
und das Glück über euch halten.
Mama, ich bin noch hier.
Begegnen werd ich dir in jeder Blume, in jedem Tier.
Mama, hör nicht auf zu leben.
Du musst meinen Brüdern noch so viel geben.
Der Pfarrer spricht seine letzten Worte.
Sie sind von dieser traurigen Sorte.
Weihwasser schwenkt er auf meinen Sarg.
Der Geruch von Weihrauch den ich gar nicht mag.
Stumpf fällt die Erde auf mich hinab.
Ein Geräusch, es schnürt einem die Luft ab.
Alle halten rote Rosen in der Hand,
genau wie es in meiner letzten Bitte stand.
Mensch um Mensch schreitet nun zum Loch.
Ein Loch das wohl nun auch in all ihre Seelen kroch.
Rose um Rose fällt zu mir hinab.
Ihre Abschiedsworte erscheinen knapp.
Seit nicht traurig über meinen Tod.
Keine Träne ihm lohnt.
Ich habe mich selbst dafür entschieden.
Und absichtlich euer Wissen darum gemieden.
Von Schuld kann keiner sprechen.
Ich werde mich auch nie an einem von euch rächen.
Ihr wart mein Leben.
Ihr habt mir es so oft gegeben.
Doch das Leben war nicht mein Freund.
Deswegen keinen Atemzug ihm ich mehr vergeud.
Aber ich werde immer da sein.
Die Wolken sind nun mein.
Als Engel werde ich über euch alle wachen.
Für euch lasse ich ein Gewitter krachen.
Durch die Natur bringe ich mich euch nun zum Ausdruck.
Täglich ein kleiner Wolkenflug.
Mein Dasein hier wird schön werden.
Wohl schöner als je auf Erden.
Endlich ist die Freiheit mein.
Ich kann nun glücklich sein.
Nur ihr alle fehlt mir natürlich sehr.
Gebt die Erinnerung an mich nie mehr her.
In euren Herzen will ich weiter leben.
Das könnt ihr mir nun noch geben.
Mama und Papa,
vertragt euch und seit für einander da.
Meine geliebten Brüder,
ich schaue stehts auf euch hinüber.
Euer Leben soll blühen wie ein bunter Sommerstrauß,
nur ohne dieses schnelle welkende Aus.
Meine lieben Freunde allesamt,
ich hab euch alle gern gekannt.
Ihr werdet es auch ohne mich schaffen.
Und euch in schweren Stunden wieder aufraffen.
So verabschiede ich mich still von allen.
Und hoffe es wird keiner von ihnen nachfallen.
In ein paar Tagen wird mein Grabstein gebracht.
Ich hatte ihn entworfen, mit viel acht.
Rote Rosen und weiße Lilien werden mein Grab schmücken.
In ein paar Monaten wird sich aber kaum mehr jemand wegen den Blumen bücken.
So ziehen nun alle vom Friedhof
Und ziehen weiter in das Dorf.
Ein Dorf das meine Heimat war.
Nun liege ich für immer dar.
Vergessen sollt ihr mich nie.
Auch nicht wie ich vor dem Leben flieh.
Ich liebe euch alle mehr als je mein eigen Leben,
der Freitod war mir gegeben!
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