Es war einmal ein Regenwurm, der war sein ganzes Leben lang krank. Kaum hatte ihn seine Mutter auf die Welt gebracht, war er schon krank. Man merkte es an seiner unlustigen Art, dass ihm etwas fehlte. Der Wurmdoktor kam mit seinem Köfferchen gekrochen und fühlte ihm den Puls.
"Was fehlt ihm?" fragte die Mutter ängstlich. "Er ist krank", sagte der Wurmdoktor und machte ein besorges Gesicht.
Die Mutter wickelte das Würmchen in warme Sauerampferblätter ein und brachte ihm Schneckenschleim. Aber der Regenwurm blieb krank und zeigte keine Lebensfreude. Wenn die anderen Würmer spielen gingen, lag er krank in seinen Sauerampferblättern unter der Erde.
Er wußte nicht einmal, was Sonne und Regen sind. Er blieb auch krank, als er größer wurde. Nie verließ er sein Plätzchen unter der Erde, sondern lag immer in seinen Sauerampferblättern und aß traurig Schneckenschleim. Drum wurde er auch nie von einer Amsel gefressen, wie fast alle seine Kameraden. Er blieb die längste Zeit am Leben.
Aber sagt mir - ist das ein Leben?
ENDE
Was ich mit dieser Geschichte erreichen will fragt ihr euch bestimmt. Ich wollte nur dass ihr mal drüber nachdenkt ob denn das wirklich ein Leben ist und euch fragen was ihr machen würdet wenn ihr unheilbar krank sein würdet. Würdet ihr lieber so gut wie möglich auf alles verzichten (z.b Spass) nur um lange genug zu leben, oder würdet ihr lieber ein kurzes Leben, aber dafür ein erfülltes Leben wählen?!
Oder vielleicht doch lieber den goldenen Mittelweg?
Was anderes würde mich auch noch iteressieren: Wie geht ihr mit Menschen um, von denen ihr wisst dass sie krank sind, oder glaubt ihr ihr könnt mit sowas nicht richtig umgehen?
Sp.
Thema