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Tausende zum Nichtstun verurteilt

M ehr als 10 000 BMW-Mitarbeiter in Bayern müssen wegen der Metallerstreiks in Ostdeutschland ab Montag auf unbestimmte Zeit zu Hause bleiben. „Die Produktion in München und Regensburg muss für längere Zeit unterbrochen werden“, sagte eine BMW-Sprecherin am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Der Streik beim brandenburgischen Getriebe-Zulieferer sei um eine Woche bis kommenden Samstag verlängert worden. In diesem Fall würde der Produktionsstopp bei BMW mindestens bis Mittwoch in einer Woche dauern.

[quelle Focus]

wie steht ihr denn zu dem Thema?<FONT SIZE=1><BR><I>Beitrag wurde von admin am 30.10.2003 um 21:45 Uhr aus dem Forum [ Jobs & Future ] verschoben.</I></FONT>
Entsetzlich, dass die Armen ein paar freie Tage haben. *g*
Ich bin geteilter Meinung was das Thema angeht:

Auf der einen Seite sehe ich, wie immer mehr ein "Amerikanismus" einkehrt, in dem die Arbeitnehmer immer weniger zu sagen haben und die Arbeitgeber immer mehr. Wenn man über den großen Teich blickt sieht man die Früchte einer solchen Wanderung: Keinen gesetzlichen Mindesturlaub, keine gesetzliche Krankenversicherung, keine Renten, kein Sozialsystem. Wer reich ist, hats gut - Mittelstand gibt es kaum und die Armen Menschen fristen ihr dasein. Immer mehr wird es auch hier dazu kommen, das die Gewerkschaften an Macht verlieren werden.

Die andere Seite ist natürlich, das wir mit einer solchen Situation, in der Gewerkschaften trotz der Krise in Deutschland weiterhin auf soundsoviel Prozent mehr Lohn pochen und dafür auf Streiks setzen. Das ist der falsche Weg und solche extremen Personen gehören abgeschafft. In einer solchen Situation wie dieser muß jeder seinen Teil beitragen, und wenn es nur der Verzicht auf 3,5%25 mehr Lohn ist. Ein Streik bei einem Zuliefererbetrieb hat verherrende Folgen, nicht nur für die Automobilindustrie.

Ich weiß nicht, wie es weitergehen wird, aber das Sozialsystem, so wie wir es kennen, wird es bald nicht mehr geben.

My opinion

:-ghost
ich finde es eine Unverschämtheit, daß die Gewerkschaften in der heutigen Zeit darauf kommen, weniger Arbeitszeit bei unverändertem Lohn oder eine tarifliche Lohnerhöhung fordern. In der momentanen wirtschaftlichen Lage sollte doch jeder froh sein, daß er einen Job hat und nicht noch mehr wollen.
Die Firmen sind durch die konjunkturelle Lage nicht mehr so liquide, wie sie einmal waren. Das Geld können sie nur einmal ausgeben. Entweder beim jetzigen Lohnniveau für alle Mitarbeiter oder bei mehr Lohn für weniger Mitarbeiter. Ist doch ne einfache Rechnung.

Zum Thema Getriebezulieferer: den Idioten habe ich zu verdanken, daß ich 4 Wochen länger auf mein Auto warten muß :-motz !!!

*gg* & :-winke
:-1048
ich finde es in den zeiten von arbeitslosigkeit und tiefer krise in unserer wirtschaft ne schweinerei für weniger stunden bzw. mehr lohn zu streiken. viele menschen, die ich kenne, arbeiten weit mehr als 40 stunden pro woche bei net mal annäherndem lohn. sie hätten grund zum streiken, tun es aber nicht, was ich mehr als richtig finde.

das schlimme daran ist immer, daß die, die den streik nicht mitmachen wollen, auch noch von ihren sogenannten kollegen fertiggemacht werden. hab gestern abend nen bericht darüber gesehen, wie nicht-streikwillige arbeiten gegangen sind, und von den kollegen ausgebuht und dumm von der seite angemacht worden sind.

aber nicht nur sie sind die leittragenden bei der ganzen sache... sondern auch die kunden (u.a. zu regina schautz), die aufgrund des streiks auf ihre bestellung warten müssen.

grundsätzlich kann ich mich nur den meisten der meinungen hier anschließen. diesen streik find ich total bescheuert. die ganzen jahre hinweg hat es ihnen nix weiter ausgemacht, 5 stunden pro woche mehr zu arbeiten. aber jetzt, wo unsere wirtschaft am meisten in der scheiße steht, fällt es ihnen ein zu streiken.

sicher versteh ich die streikenden auch irgendwie. es ist schon ungerecht, daß sie bei gleichem oder weniger lohn mehr leisten müssen, aber das ist überall so, wenn man sich vor allem die ost-west-löhne und deren arbeit ansieht. aber deshalb können doch net alle streiken? wo soll das nur hinführen?

bye and big kisses
:-1101
wenn dieser streik "nur" die kunden treffen würde wäre es ja noch fast erträglich aber wie dieser ausschnitt aus dem focus zeigt sind mal wieder alle die leidtragenden.

"Drei Wochen nach Beginn des Arbeitskampfes haben die ostdeutschen Metaller weite Teile der BMW-Fertigung in Westdeutschland lahm gelegt. Zudem kosten die Ausstände die Bundesanstalt für Arbeit Millionen – alles Steuergelder. Jetzt gibt es aber einen neuen Gesprächstermin..."
... eine Sprecherin von BMW gestern abend irgendwo im Fernsehen

sinngemäß:... Das BMW-Werk bei Leipzig wird trotzdem gebaut und der neue 3er dort produziert aber bei der Auswahl der Lieferanten brauch ein Unternehmen wie BMW es ist Planungssicherheit und im Hause wird über entsprechende Konsequenzen und Alternativen nachgedacht. ...

Wann merken die Dummköpfe die ständig nur blind ohne selbst zu denke den Gewerkschaftsbossen hinterherrennen endlich, daß man mit solchen Streiks nur kruzfristig etwas mehr Geld in der Tasche hat aber langfristig den eigenen Arbeitsplatz aufs Spiel setzt.