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falls es noch wen interessiert:
Freundin Journal GELD
Wir kaufen uns vier Wände!
Niedrige Zinsen, günstige Preise - nie waren die Konditionen für Eigentumswohnungen so gut. Was man trotzdem wissen sollte
Eine eigene Wohnung - derzeit erschwinglicher als je zuvor: Die Zinsen für Baugeld sind rekordverdächtig niedrig, die Preise für Wohnungen vielerorts gesunken, und für die Altersvorsorge gelten die eigenen vier Wände als sicherste Geldanlage. Viele zögern dennoch: Kann man sich%27s wirklich leisten, wie ist das mit Zuschüssen, was muss man beachten? Die wichtigsten Fragen zu Finanzierung und Kauf beantwortet die unabhängige Finanzexpertin Anne Wulf (www.dasfinanzkontor.de).
Wie viel Geld muss ich selbst mitbringen?
Die Banken bestehen meist auf mindestens 20 %25 Eigenkapital. Aber: Rechnen Sie genau durch, welche Kredithöhe Sie langfristig verkraften können. Anne Wulf: "Eine Beamtin mit garantierter Lebenszeitanstellung kann besser kalkulieren als ein Freiberufler." Außerdem sind die Nebenkosten des Immobilienkaufs zu bedenken: Grunderwerbssteuer, Notar- und Maklergebühr, Umzugskosten und Schönheitsreparaturen machen bis zu 15 %25 des Kaufpreises aus. Diese Kosten sollte man zusätzlich zum Eigenkapital aufbringen, also nicht per Kredit finanzieren.
Welche Belastung kann ich mir leisten?
Zuerst das Eigenkapital checken: Sparbuch, Wertpapiere, Aktien etc. Dabei gilt: Zwei bis drei Monatsgehälter sollte man für Notfälle zurücklegen. Dann prüfen Sie die monatlichen Ausgaben: Versicherung, Telefon, Auto, Ausgehen, Urlaub etc. Berücksichtigen Sie auch die monatlichen Kosten für die Eigentumswohnung. Etwa für Strom, Heizung, Gebäudeversicherung, Grundsteuer und Umlagen für Eigentümer, z. B. den Rücklagentopf der Hausgemeinschaft, aus dem Instandhaltung und Reparaturen gezahlt werden. Die Höhe erfahren Sie von Vorbesitzer/Hausverwaltung. Pauschal rechnet man pro Quadratmeter Wohnfläche 2,25 Euro. Der Wert schwankt je nach Region und Zustand der Immobilie. Ziehen Sie am Ende alle Fixkosten vom Nettogehalt ab. Was bleibt, ist frei für die Finanzierung. Die Kreditrückzahlung (monatliche Tilgungsrate plus Zinsen) sollten max. 40 %25 des Nettogehalts betragen.
Bausparvertrag oder Kredit von der Bank?
Selten reicht das Darlehen aus einem Bausparvertrag, viele Käufer kombinieren es mit einem Bankkredit. Momentan kann es aber günstiger sein, sich den Bausparvertrag auszahlen zu lassen. Anne Wulf: "Die Banken bieten derzeit Kredite mit Effektivzins (= Gesamtzins) deutlich unter 5 %25, festgeschrieben auf zehn Jahre - das ist so günstig wie nie." Bei älteren Bausparverträgen kann dieser Zinssatz erheblich höher sein - in diesem Fall lohnt sich die Auszahlung des Bausparguthabens, statt das Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen. Aktuelle Baugeldzinsen: www.baugeldvergleich.de
wie lange sollten die Zinsen gültig sein?
Das Zinsniveau wird wohl kaum zehn Jahren halten, daher sollte man - wenn nötig und möglich - die Zinsen für den Bankkredit auf 15 bis 20 Jahre festschreiben. Je niedriger die monatliche Tilgung ist, umso länger muss man abbezahlen. Dadurch steigt der Effektivzins zwar (derzeit auf etwas über 5 %25), voraussichtlich ist das aber günstiger als das künftige Zinsniveau. Außerdem sollte man mit den Banken Sondertilgungen vereinbaren. Dadurch kann man Teile des Kredits vorzeitig zurückzahlen, etwa bei einer Erbschaft. Meist beträgt die Sondertilgung mindestens 1250 Euro/Jahr, maximal 5 %25 der Darlehnssumme. Achtung: Will man höhere Beträge zurückzahlen, kann die Bank dies verweigern oder happige Gebühren verlangen.