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Immobilien

hallo zusammen,

man hört ja oft genug das ein eigenheim die beste altersvorsoge ist. ständig bekomme ich zu hören dass man sich darum kümmern soll solang man jung ist um nicht das ganze leben daran zu zahlen. andererseits braucht man dafür nicht gerade wenig eigenkapital und mal ehrlich... soooo viel kann man sich in den wenigen berufsjahren nicht ansparen.

auf jeden fall dachte ich fang mal zumindest an mich in diesem bereich zu informieren und hoffe es kann mir jemand sagen wo man sich informieren/beraten lassen kann. was muss man alles beachten wenn man sich nach etwas eigenem umgucken will. hat vielleicht schon jemand von euch immobilien gekauft? und was muss man beachten wenn man sich gemeinsam mit dem partner sucht, jedoch nicht verheiratet ist?

danke schon mal

:-1017
von Geldanlagen (egal in welcher Form) gemeinsam mit einem Partner (egal ob verheiratet oder nicht) kann ich nur abraten.

1. Dazu bedarf es einer sehr umfangreichen vertraglichen Regelung ... aber wer denkt frischverliebt schon ernsthaft drüber nach was wird wenn man sich trennt und wer will dann diese Gedanken in einem Vertrag unterbringen

2. Weiß keiner heute ob diese Verträge aufgrund staatlicher Einflußnahme in 20 Jahren noch gültig sind.
geld müsste ma hamn s-)
joha :-motz
Hallo nanina,

meine Eltern haben eine Wohnung gekauft aber so im Detail bin ich da nicht so drin. Was absolut wichtig ist, wenn man sich als unverheiratetes Paar eine Wohnung kauft, das man einen Vertrag aufsetzt (Gütertrennung) damit es, bei einer evtl. späteren Trennung nicht zu Problemen kommt.

In der aktuellen Fokus gibt es einen Artikel zum Thema Immobilien. Wenn Du die Fokus nicht mehr auftreiben kannst, kann ich Dir die Seiten einscannen und schicken.

Weitere Informationen dürftest Du vielleicht bei den Verbraucherzentralen bekommen bzw. bei www.finanztest.de oder bei www.test.de nachschauen. Die bringen immer Spezialhefte zum Thema Immobilien heraus, die sehr fundiert und korrekt sind. Finanztest gehört zur Stiftung Warentest, ist eine (halb-)staatliche Organisation und daher unabhängig.

Als letzte Möglichkeit gibt es immer noch den Weg zu den Banken. Die werden Dir natürlich zwar immer was verkaufen wollen und das Blaue vom Himmel herunterreden aber 1. musst Du ja nichts kaufen und 2. kannst Du bei mehreren Banken Termine machen und die Aussagen vergleichen.

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vergibt, soweit ich weiß, sehr günstige Kredite an Privatpersonen, die man sich auch mal anschauen sollte. Die meisten Banken verschweigen Dir das aber (sind halt Betrüger ;-)).

Wenn Du noch weitere Informationen brauchst, dann helfe ich Dir gerne.

:-ghost
(waterangel)hallo sara,
wenn du magst, können wir darüber ja mal in icq in ruhe schreiben. ich denke mal, daß ich dir ein paar tips bzw. informationen geben kann...
schreib mich mal an :-)
gruß
:-1048
hallo nanina..

da gibt es einige moeglichkeiten, man kann z.b. auch eine sogenannte 100 prozent finanzierung machen... allerdings ist das im allgemeinen bei banken recht uninteressant, weil du dort nicht die besten konditionen bekommst....

im grunde genommen hast du folgende moeglichkeiten:

darlehen
darlehen mit kfw darlehen
darlehen mit bausparvertrag
oder ein reiner bausparvertrag..

von darlehen wuerde ich im grunde genommen eher abraten, da die tollen konditionen, die du dort bekommst (zinsen z.b.) nach 10 bis 15 jahren erneut verhandelt werden muessen..... vielleicht hast duglueck, und die zinsen sind in 10 jahren niedriger als im moment, wenn du pech hast, steigen sie aber wieder auf 6-7%25, und das kann sich dann deutlich bemerkbar machen... zum anderen zahlst du in den ersten jahren ja eigentlich nur die zinsen ab, und tilgst deine kreditschuld nicht....

kfw darlehen lohnt sich derzeit nicht wirklich, ist auch nicht guenstiger als ein gut verhandelter normaler bankkredit, hat aber einen kleinen vorteil: bei einer 100 prozent finanzierung wollen die meisten banken nicht das komplette risiko selbst tragen, und da ist die kfw sache dann ganz ok...

riesennachteil bei banken:
wenn du aus welchen gruenden auch immer mal ein paar monate lang deine rate nicht zahlen kannst, sind banken recht schnell drauf und dran, deine wohnung /dein haus zu versteigern, vor allem mit den neuen vergaberichtlinien fuer kredite (stichwort basel2) sind die sehr sehr vorsichtig geworden...

bauspargeschichte:
hat den vorteil, dass du einen festen zinssatz auf die komplette laufzeit hast, im grunde genommen nimmst du bei der bausparkasse einen kredit auf, um moeglichst schnell einen zuteilungsreifen bausparvertrag zusammenzusparen, der dir wiederum ausgezahlt wird.... zum anderen kann man bei guten bausparkassen auch jederzeit die konditionen neu verhandeln (sprich schauen, ob man durch einen neuen tarif, usw. guenstiger wegkommt, was bei banken so nicht geht....) die bausparkasse darf von ihrer seite her aber nichts tun, um deinen tarif zu verschlechtern....

und der riesenvorteil: wenn man knapp bei kasse ist, kann man die raten auch mal fuer ein halbes jahr /jahr ruhen lassen, ohne dass gleich die bausparkasse versucht, deine wohnung zu versteigern....

was du aber nicht vergessen darfst: die kaufsumme fuer die wohnung ist eine sache, dann kommen zusaetzlich nicht unerhebliche notar / gerichtskosten und vielleicht makler kosten dazu, was insgesamt noch einmal 6-10%25 der kaufsumme ausmachen kann.....
Mir ist noch eingefallen:
In der letzten Ausgabe der Fokus (oder eine davor?) war ein guter Artikel zum Thema Eigenheim und so weiter.

Vielleicht kannst Du den Artikel noch irgendwo auftreiben :-)

:-ghost
falls es noch wen interessiert:

Freundin Journal GELD

Wir kaufen uns vier Wände!

Niedrige Zinsen, günstige Preise - nie waren die Konditionen für Eigentumswohnungen so gut. Was man trotzdem wissen sollte

Eine eigene Wohnung - derzeit erschwinglicher als je zuvor: Die Zinsen für Baugeld sind rekordverdächtig niedrig, die Preise für Wohnungen vielerorts gesunken, und für die Altersvorsorge gelten die eigenen vier Wände als sicherste Geldanlage. Viele zögern dennoch: Kann man sich%27s wirklich leisten, wie ist das mit Zuschüssen, was muss man beachten? Die wichtigsten Fragen zu Finanzierung und Kauf beantwortet die unabhängige Finanzexpertin Anne Wulf (www.dasfinanzkontor.de).

Wie viel Geld muss ich selbst mitbringen?
Die Banken bestehen meist auf mindestens 20 %25 Eigenkapital. Aber: Rechnen Sie genau durch, welche Kredithöhe Sie langfristig verkraften können. Anne Wulf: "Eine Beamtin mit garantierter Lebenszeitanstellung kann besser kalkulieren als ein Freiberufler." Außerdem sind die Nebenkosten des Immobilienkaufs zu bedenken: Grunderwerbssteuer, Notar- und Maklergebühr, Umzugskosten und Schönheitsreparaturen machen bis zu 15 %25 des Kaufpreises aus. Diese Kosten sollte man zusätzlich zum Eigenkapital aufbringen, also nicht per Kredit finanzieren.

Welche Belastung kann ich mir leisten?
Zuerst das Eigenkapital checken: Sparbuch, Wertpapiere, Aktien etc. Dabei gilt: Zwei bis drei Monatsgehälter sollte man für Notfälle zurücklegen. Dann prüfen Sie die monatlichen Ausgaben: Versicherung, Telefon, Auto, Ausgehen, Urlaub etc. Berücksichtigen Sie auch die monatlichen Kosten für die Eigentumswohnung. Etwa für Strom, Heizung, Gebäudeversicherung, Grundsteuer und Umlagen für Eigentümer, z. B. den Rücklagentopf der Hausgemeinschaft, aus dem Instandhaltung und Reparaturen gezahlt werden. Die Höhe erfahren Sie von Vorbesitzer/Hausverwaltung. Pauschal rechnet man pro Quadratmeter Wohnfläche 2,25 Euro. Der Wert schwankt je nach Region und Zustand der Immobilie. Ziehen Sie am Ende alle Fixkosten vom Nettogehalt ab. Was bleibt, ist frei für die Finanzierung. Die Kreditrückzahlung (monatliche Tilgungsrate plus Zinsen) sollten max. 40 %25 des Nettogehalts betragen.

Bausparvertrag oder Kredit von der Bank?
Selten reicht das Darlehen aus einem Bausparvertrag, viele Käufer kombinieren es mit einem Bankkredit. Momentan kann es aber günstiger sein, sich den Bausparvertrag auszahlen zu lassen. Anne Wulf: "Die Banken bieten derzeit Kredite mit Effektivzins (= Gesamtzins) deutlich unter 5 %25, festgeschrieben auf zehn Jahre - das ist so günstig wie nie." Bei älteren Bausparverträgen kann dieser Zinssatz erheblich höher sein - in diesem Fall lohnt sich die Auszahlung des Bausparguthabens, statt das Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen. Aktuelle Baugeldzinsen: www.baugeldvergleich.de

wie lange sollten die Zinsen gültig sein?
Das Zinsniveau wird wohl kaum zehn Jahren halten, daher sollte man - wenn nötig und möglich - die Zinsen für den Bankkredit auf 15 bis 20 Jahre festschreiben. Je niedriger die monatliche Tilgung ist, umso länger muss man abbezahlen. Dadurch steigt der Effektivzins zwar (derzeit auf etwas über 5 %25), voraussichtlich ist das aber günstiger als das künftige Zinsniveau. Außerdem sollte man mit den Banken Sondertilgungen vereinbaren. Dadurch kann man Teile des Kredits vorzeitig zurückzahlen, etwa bei einer Erbschaft. Meist beträgt die Sondertilgung mindestens 1250 Euro/Jahr, maximal 5 %25 der Darlehnssumme. Achtung: Will man höhere Beträge zurückzahlen, kann die Bank dies verweigern oder happige Gebühren verlangen.
Fortsetzung:

Haus- oder Internetbank: Was ist besser?
Klassische Banken bieten zwar Beratung, aber nicht unbedingt den günstigsten Zinssatz und wenig Verhandlungsspielraum. Bei Online-Banken gibt%27s niedrige Zinsen, doch ist man weitgehend auf sich gestellt. Für den Bankvergleich sollte man sich deshalb viel Zeit nehmen, detailliert die Konditionen checken. Gut sind kostenlose unabhängige Berater (z. B. www.finanzfachfrau.de) - bei Erfolg zahlen Banken ihnen eine Vermittlungsgebühr.

Welche Hilfen gibt es vom Staat?
Wer jetzt kauft und selbst in der Immobilie wohnen will, kann (noch) Anspruch auf Eigenheimzulage haben. Allerdings nur, wenn man innerhalb der letzten zwei Jahren unversteuert höchstens 70 000 Euro (verheiratete: 140 000 Euro) verdient hat. Pro Kind erhöht sich die Grenze um je 30 000 Euro. Gezahlt werden jährlich bis zu 1 250 Euro (max. acht Jahre lang), pro Kind gibt%27s 800 Euro/Jahr mehr. Wer vorerst nur einen Kauf plant, kann Zuschüsse zum Bausparvertrag erhalten: als Wohnungsbauprämie aktuell 8,8 %25 auf einen Sparbetrag von 512 Euro/Jahr - für Ehepaare das doppelte. Zuschussberechtigt sind Singles mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 25 600 Euro pro Jahr (Ehepaare: 51 200 Euro). Weitere Möglichkeit: Als Arbeitnehmersparzulage spendiert der Staat bei vermögenswirksamen Leistungen 9 %25 auf einen Sparbetrag von jährlich 470 Euro (Ehepaare 940 Euro). Die Einkommensgrenzen hier: 17 900 Euro und 35 800 Euro (Ehepaar). Beide Zuschussarten gibt es nur bei einer Anlagedauer von sieben Jahren. Zudem bietet die Staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de) zinsgünstige Darlehen (www.baufoerderer.de).

Vermieten - oder selbst einziehen?
Eine Wohnung als reines Anlageobjekt können sich die wenigsten leisten. Die meisten zahlen statt Miete den Kredit zurück. "Es kann sich aber lohnen, mit dem Umzug zu warten", sagt Anne Wulf. "Wer sehr günstig wohnt und eine lukrative Immobilie findet, sollte den Vorteil nutzen, dass er mehr Miete einnehmen kann, als er zahlen muss." In diesem Fall rät die Expertin, eine bereits gute vermietete Wohnung zu kaufen. der Kaufpreis ist oft günstiger, die Zahlungs- und Wohnmoral des Mieters bekannt. Zudem kann man so Steuern sparen: die Miete wird mit den Zinsen der Schulden gegengerechnet, sodass weniger oder gar keine Erträge versteuert werden müssen. Wer selbst in der Immobilie wohnt, kann z. B. nur ein Arbeitszimmer absetzen.

Was muss ich beim Kauf beachten?
Entscheidend ist die Wertsteigerung des Objekts - und die hängt von der Lage ab. Dazu zählt auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Checken Sie beim Bauamt, ob in der Nähe ein Gewerbegebiet geplant ist, und sehen Sie sich das Objekt mehrmals und zu verschiedenen Tageszeiten an. Prüfen Sie Umfeld und Infrastruktur (Cafés, Läden, Kindergärten). Auch Extras sollten nicht fehlen: Lift, Balkon oder Garten, Parkplätze und gute Verkehrsanbindung. Den Hauszustand am besten mit einem Experten checken: Keller, Dach, Heizung, Wasserrohre etc.

Was passiert wenn ich heirate?
Eigentum bleibt Eigentum, auch nach der Heirat - oder wenn man als Ehefrau auf eigenen Rechnung eine Wohnung kauft. Allerdings ist der Ehemann am Zugewinn beteiligt - es sei denn, Sie schließen dies per Ehevertrag aus (das ist ratsam, wenn die Immobilie Ihre Altersvorsorge sein soll). Im Scheidungsfalls steht ihm sonst die Hälfte der Wertsteigerung zu.

:-1017