Hallo,
Und zwar wurde uns vor längerer Zeit ein "Treue-Angebot" gemacht, wodurch wir für das volle Programm mit D-Box-Miete 28 zahlen müssten. Vor kurzen kam ein Schreiben, dass dieses Angebot auslaufen würde und die Leistungen die wir beziehen in Zukunft insgesamt 49 kosten.
Eine enorme Preiserhöhung, die eine Kündigung sogar ohne Frist rechtfertigt, da der Vertrag in diesem Sinne nicht mehr verbindlich ist.
Die außerordentliche Kündigung wurde von Premiere abgelehnt, die Kündigung zum fristgemäßen Termin 10/04 bestätigt.
Mit welcher Begründung wurde denn die Kündigung abgelehnt?
Wir haben dann versucht den Vertrag zu ändern, also weniger Programm für weniger Geld. Eine Änderung sei nur möglich wenn man einen neuen Vertrag über 24 Monate abschließt.
Unter diesen Zwangsbedingungen wäre eine Kündigung sowieso nachvollziehbar.
Es kann doch nicht sein dass ich jetzt ein Jahr lang 20 mehr zahlen muss für die gleichen Leistungen, keine Möglichkeit hab meinen Vertrag zu ändern und auch nicht austeigen kann!
Musst du auch nicht. Wenn es nicht anders geht, gehe zur Bank und lass die Einzugsermächtigung für nichtig erklären (und die Box natürlich zurückschicken) oder zumindest auf den max. Betrag von 28 Euro begrenzen lassen.
Haben nochmals mit der Kundenbetreuung telefoniert und da wurde gesagt dass unser Kündigungsgrund rechtens sei wenn da so in unserem Vertrag steht.
Ach du, Vertrieb und Kundenbetreuung sind 2 Paar Schuhe. Wäre ja ein Wunder, wenn ich selbst mal einen korrektes Dienstleistungsunternehmen erlebe. Aber wer Druck macht und gewisse %27Drohungen%27, der wird merken, wie schnell sich die 2 Abteilungen einigen können.
Es kam wieder ein Ablehnung der Kündigung mit der Begründung dass die Erhöhung in der monatlichen Zeitung angekündigt wurde.
Aus der monatlichen Zeitung? Das macht man mit einem persönlichen Schreiben in einem geschlossenem Umschlag mit dem Namen des Sachbearbeiters, mit einer zugehörigen und direkten Telefonnummer (und meinetwegen mit der HRA oder HRB und mit ner UID). War dies nicht der Fall, wird das Spiel einfacher: du wurdest nicht persönlich über die Erhöhung benachrichtigt, und von daher müsste die Erhöhung für deine Partei gegenstandlos sein. Vertrag war nicht verbindlich (durch ernorme Erhöhung), du hast keinen neuen Vertrag erstellt und du wurdest dementsprechend nicht persönlich benachrichtigt. Ergo zahlst du weiterhin nur die 28 Euro, oder du gehst zu einem Rechtsverdreher (der übrigens nicht mal ein Spezialist sein muss).
Ich werde nun Premiere nochmals schreiben mit der Bitte um Auflösung des Vertrags und erwähnen dass ich mich mit meinem Rechtsanwalt in Verbindung gesetzt habe.
Bitten? Neee, man schreibt in dem Falle, dass du den Vertrag kündigst, ohne Wenn und Aber. Ansonsten wirst du halt rechtliche Schritte einleiten. Genau: ein Ultimatum. Die sollen ruhig mal schwitzen. ;)
Habe ich überhaupt eine Chance aus dem Vertrag zu kommen?
Da der Vertrag nicht mehr verbindlich ist, ist er in der Regel nichtig. Sofern hast du immer eine Chance.