ChatKult FORUM · Next 1.0.7
Forenübersicht » [ Dreamworld ] » I.

I.

im Kindergartenzeitalter
wurde sie noch
Blume genannt
und ich stand
daneben und übergoss sie
mit hellblauem Freundeswasser
damit sie wuchs
und er nicht weiter
an Bedeutung
in meinem Leben gewann

wie eine Puppe
flog sie
später durch seine Kraft aus
dem kleinen Fenster
links die Strasse runter
und in mir stieg
der Wille auf
um ihre Vergebung
zu bitten doch
dieses Bedürfnis war seit dem
Seilsprigen für mich
schon verloren

somit vergass
ich den Täter und
faltete aus mir
selbst eine kleine
Fliegerkette in Richtung
Selbstlosigkeit
wer war nun der Täter?
nur der Wind?
wer ist "er", wohl doch nicht der Wind, dein Vater oder eine andere Macht?

dunkel, dunkel Delilah - wie meist!
aber interessant!

Gruß Sam
hallo deli!

ist dies mittlerweile zu deinem liebling avanciert? lächel
ich kann%27s immer noch nicht ganz duchdringen, aber wie sam schon sagte: es ist interessant - deine sprache ist stets wunderbar bildhaft ...

*ein lieber gruß* ABA
vielleicht... hier mal was zur näheren erklärung ;-)

%27Der Titel soll die Abkürzung eines Namens verkörpern, welcher das ist, kann ich selbst nicht sagen, aber mir kam dieses I. einfach sehr passend vor, denn es ist nur ein Strich, wirkte ir-gendwie sehr endgültig auf mich. Diese I. ist die Person, die in dem Gedicht mit %27sie%27 ange-sprochen wird. Das lyrische Ich erzählt eine Geschichte, die Lebensgeschichte dieser I.. Es geht um eine Freundschaft, die auf Grund von Zuneigung zu ein und dem selben Mann zu Ende geht ("...und er nicht weiter an Bedeutung in meinem [dem Leben des lyrischen Ich%27s] gewann..."). Jedoch hat das lyrische Ich schon eine dunkle Vorahnung und möchte I. diese Liebe ausreden – natürlich nicht ganz uneigennützig. Schliesslich zieht sich das lyrische Ich jedoch dann zurück. Die Zeit blieb natürlich nicht stehen – deshalb habe ich auch den Absatz hier gewält. Danach erfährt das lyrische Ich, dass etwas passiert ist, was nicht hätte passieren dürfen. I. stiess etwas zu, hauptsächlich weil sie noch immer diesen einen liebte. Das lyrische Ich macht sich Vorwürfe, möchte um Verzeihung bitten, weil sie den beiden damals den Rü-cken zuwandte und somit die Freundschaft beendete. Das "Seilspringen" steht eben für diesen Kampf, dieses Spiel mit dem Feuer – in diesem Fall eben der Freundschaft, der Liebe. Der Absatz fungiert wieder als eine Trennung zwischen den Ereignissen, eine gewisse Zeitspanne ist vergangen und jetzt erkennt das lyrische Ich, dass es zu egoistisch war. Hoch gepokert und alles verloren.%27

aba... yep, ist so ziemlich mein lieblingswerk. ich mag es einfach, irgendwie. :-)

sam... mein? oje, weisst du, es ist einfach nur eine geschichte und diese geschichte hat absolut nichts mit mir zu tun. mir geht es blendend und ich bin sehr glücklich. :-) das lyrische ich ist erfunden, genauso wie i. und jede andere person in diesem gedicht.



die dunkle ;-)
Nach mehrmaligen lesen verstehe ich es jetzt langsam.

Aber ich muß dir auch einen Rüffel erteilen, eigentlich darf der Meister sein Werk nie voll enthüllen.
Ich nehme daher an, daß in dem Gedicht noch mehr verborgen ist. ;O)

Aber das mit der Macht war doch vage genug um wenigstens ein wenig zuzutreffen. *g
thx, deli!
@ sam

na, die enthüllung war einfach für mich, denn diese erklärung hab ich auch in meiner facharbeit abgegeben. mal sehen ob mein lehrer sie versteht ;-)
stimmt, das mit der macht war nicht soooo schlecht. *g*

@ aba

bitte :-)