Eine alte Krähe spricht:
"Ich aß von des Menschen Leib und Brot,
ich bin Bemesser seiner Zeit
aber auch der Gefährte in seiner Not!"
"Warten", "warten" ruft ein alter Mann
Eine tote Schöne leckt an seinem Ohr
vor Lust wird dem greißen Jüngling kalt und heiß
an seinem Schenkel gleitet ihre weisse Hand empor
Seine Rippen spreitzen sich wie Gräten
- ein roter Mund der Ratten willig lockt
wilde Zungen schneiden in das Fleisch
ein Häufchen Elend - ein weißes Weib das auf ihm hockt
Im Hochhaus fällt eine junge Poetin
streift dabei das Geländer und die Kanten
im Erdgeschoß lauern darauf kichernd
hungrige Schwätzer und ihre Verwandten
Auf der Straße tanzt ein großer Polizist
an seinen halbverfaulten Fingern
kriecht ein Wurm der lang%27 schon an ihm frisst
doch lachend glaube ich, dreht er sich im Kreise
Ein kleines Mädchen
pflückt ein Blume
ich glaube es ist wilder Mohn
und die alte Krähe fliegt auf
(schön so ein neues Forum, da kann man die ganzen alten Gedichte, die in den anderen Foren niemand mehr sehen mag, noch mal posten *g)
Thema
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