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Die Zeit bleibt Dein Begleiter...

Leise scheint der Mond seine Lichter hernieder,
Leuchtet und glänzt mit all seiner Kraft;
Bedeckt von vereinzelten Wolken, langsam schweben,
Begleitet vom leisen Rauschen des weiten Meeres.

Weit und unendlich das Meer, Wellen brechen sich,
Weiße Linien zeigen sich, schäumendes Element;
Blickst Dich um und erblickst nur die weite Ferne,
Das weite Licht des unendlichen in Deinen Augen.

Niemand hier bei Dir, ganz alleine in dieser Pracht,
Der Sand rieselt über Deine Füsse, kitzelt sie leicht;
Getragen vom Winde erhaschst Du wundersame Düfte,
Die Dich an die Freiheit erinnern, die Du so lange gemisst.

Langsamen Schrittes gehst Du dem Rauschen entgegen,
Vergisst all Deine Sorgen - die Zeit bleibt Dein Begleiter;
Das kleine Knarzen der Holzplanken auf den Schiffen,
Gezeichnet vom Rad der Zeit, gealtert nach Jahren.

Du tauchst ein in das warme Wasser, wirst eins mit ihm,
Hast keine Angst, keine Furcht vor dem Ende,
Denn es wird kein Ende für Dich sein, nicht heute, nicht jetzt,
Nur an einem anderen Orte, werden wir uns wiedersehen.

Dein Körper versinkt in den Fluten des Meeres,
Leises Sprudeln zeugt von dem, was gerade geschehen;
Um nach einigen Momenten sich wieder zu verschließen,
Und zu verbergen, was vor einigen Momenten hier geschehen.

Leise scheint der Mond seine Lichter hernieder,
Leuchtet und glänzt mi all seiner Kraft;
Bedeckt von vereinzelten Wolken, langsam schweben,
Begleitet vom leisen Rauschen des weiten Meeres.

ghostwalker @May 10th 2001
For the person I have never known
"Leise scheint der Mond seine Lichter hernieder,"

dieser satz ergibt so keinen sinn ... höchstens, wenn man "scheint" durch "schickt" o.ä. ersetzt. aber dann stellt sich noch die frage, warum du den plural benutzt - der mond ist nur eine einzelne lichtquelle (wobei dies ja so nicht ganz richtig ist ;-)), somit kann er auch nur ein einzelnes licht aussenden. oder wie willst du es verstanden wissen?

"Bedeckt von vereinzelten Wolken, langsam schweben,"

auch hier stimmt%27s wieder nicht ganz - entweder, du fügst nach dem komma noch ein "die" oder "welche" ein, oder du setzt an das "schweben" noch ein d - "schwebend".

"Blickst Dich um und erblickst nur die weite Ferne,"

"blickst" und "erblickst" sind zu ähnlich - wie wär%27s, wenn du "blickst" durch "schaust" ersetzt?

"Das weite Licht des unendlichen in Deinen Augen."

der satz ist schön.

"Die Dich an die Freiheit erinnern, die Du so lange gemisst."

hier bin ich mir gerade nicht ganz sicher - aber "gemisst" klingt falsch, "vermisst" ist auf jeden fall richtig :-)

"Denn es wird kein Ende für Dich sein, nicht heute, nicht jetzt,
Nur an einem anderen Orte, werden wir uns wiedersehen."


hm, hier kann ich nicht genau festmachen, was mich stört - aber es stört so sehr, daß ich den satz mehrmals lesen mußte. vllt fehlt mir hier noch sowas wie "Nur an einen anderen Ort wirst du gehen, und dort werden wir uns wiedersehen." oder so :-)

"Leises Sprudeln zeugt von dem, was gerade geschehen;
[...]
Und zu verbergen, was vor einigen Momenten hier geschehen."


hier wiederholst du dich - vorschlag: "Leises Sprudeln zeugt von dem, was sich gerade ereignete;" o.ä.

für die letzte strophe gilt logischerweise das, was ich oben anmerkte *g*

allgemein: es gibt ein paar stellen, die mich stolpern lassen - z.b. weiß ich nicht genau, warum du die holzplanken eingebracht hast, sie kommen zusammenhanglos - und du meinst es sicher als allgemeines bild des alterns, doch man fragt sich, ob dort gerade in dem moment schiffe vorbeifahren - was wiederum nicht harmonieren würde mit "niemand hier bei dir, ganz alleine in dieser pracht".
vielleicht kannst du ein paar erläuternde worte schreiben - kann ja sein, daß ich es falsch betrachte :-)

*gruß* ABA

p.s. und zu vorbeugung: nein, es geht nicht nur um den inhalt, die form ist genauso wichtig :-) mal abgesehen davon, daß mir hier die form es etwas erschwert, den inhalt nachvollziehen und akzeptieren zu können.
gelöscht
gelöscht
gelöscht
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Hallo @all,

so nett es auch gemeint gewesen mag, daß Du mein Gedicht auseinandergenommen hast, so unnötig scheint es gewesen zu sein. In meinen Gedichten ist es nicht so wichtig, die grammatikalische und logische aufeinanderfolge von Wörtern zu betrachten sondern das Gesamtbild, welches sich dahinter versteckt. Meine Gedichte sind Beschreibend und fühlend, wollen eine Situation darstellen, in die sich jeder hineinversetzen kann, sich jeder vorstellen kann.

@Abalone: Meine Wörter haben gewiss einen Sinn. Dein Beitrag zeigt mir jedoch, daß Du diesen Sinn teilweise nicht ganz verstanden hast...

"Leise scheint der Mond seine Lichter hernieder"
Du hast recht, der Mond ist im ersten Augenblick nur eine einzige Lichtquelle, aber siehst Du es wirklich so physikalisch? Betrachte die Flecken auf dem Mond, die Schatten und das glänzen. Zudem sind nicht nur seine physikalischen Lichter sondern auch das mentale, gefühlvolle darin gemeint. Die Lichter, die uns beruhigen, wenn wir sie anblicken.

"Bedeckt von vereinzelten Wolken, langsam schweben,"
Hier sollte eigentlich auffallen, daß hier der Satz bewußt verdreht wurde, um die Stimmung deutlich zu machen. Ich hätte auch schreiben können "Bedeckt von den vereinzelten Wolken, die langsam schweben", aber dann würde der Lauf des Gedichtes unterbrochen. Hier denkst Du zuerst an Wolken und dann an die Tatsache, daß sie sich langsam bewegen.

"Blickst Dich um und erblickst nur die weite Ferne,"
Schauen hat einen zu weltlichen Touch als Wort an sich. In älteren Versen und Erzählungen wird zumeist das Wort "blicken" in mehreren Sätzen verwendet um eine Aktion und ein Gefühl auszudrücken. Das Gefühl des "nach etwas sehnens", das Du Dir etwas wünschst etc. - die Auswahl der Wörter erscheint mir durchaus logisch und verständlich.

"Die Dich an die Freiheit erinnern, die Du so lange gemisst."
Das Wort gemisst ist in diesem Zusammenhang nicht falsch sondern ganz einfach die alte deutsche Ausdrucksweise für "vermisst". Sie passt in das Bild, welches ich wiedergeben will. Die heutige und damalige Zeit. Das unendliche darin.

"Leises Sprudeln zeugt von dem, was gerade geschehen;
[...]
Und zu verbergen, was vor einigen Momenten hier geschehen."
Das Wort geschehen fügt sich wieder nahtlos in die Ereignisse mit ein. Das Wort "ereignete" löst in mir ein Unbehagen ein, weil es sich nicht in die Wortreihe einfügt. Es ist einfach zu modern und zu unruhig, als das ich das Wort verwendet hätte.

Das kleine Knarzen der Holzplanken auf den Schiffen,
Gezeichnet vom Rad der Zeit, gealtert nach Jahren.
Schiffe, die in der Bucht auf Anker liegen, alt und schwach, gealtert und vom Rad der Zeit gezeichnet. Erneut eine Metapher für die Darstellung des Alterns.

Als abschließendes Statement möchte ich noch folgendes hinzufügen: Die Gedichte die ich schreibe, sind augenblickliche Gedanken und Gefühle, die ich niederschreibe, sobald sie sich bei mir bemerkbar machen. Ich denke, wie so viele Schreiber, nicht groß über das nach, was ich schreiben will und hocke mehrere Stunden an einem Gedicht. Die Worte, wie ich sie niederschreibe zeigen das Gefühl, welches ich gerade empfunden habe. Daher sind meine Gedichte durchaus nicht im ersten Augenblick in einem Fluß zu verstehen. Man muß über sie nachdenken. Im Gegensatz zu anderen Gedichten anderer Autoren, die man einmal liest und vergisst ist es meine Intention, den Leser zum nachdenken zu bringen.

Zudem sind Gedichte und Verse auch immer Geschmackssache. Bevor ich dieses Gedicht hier veröffentlichte, hatte ich es zur Beurteilung drei Bekannten gegeben, denen meine Art zu schreiben durchaus geläufig ist. Was soll ich sagen...sie waren begeistert.

Many greetinX,
ghostwalker
hai ghost -

unnötig ist eine analyse sicher nie ;-) egal, ob ich sie vornehme oder ein anderer.
beispielsweise habe ich nun aufgrund deiner antwort längere zeit über das wort "gemisst" sinniert - und empfinde es nun auch nicht mehr als falsch - es war einfach nur zu selten gehört, daher klang es für mich nicht richtig.
deinen freunden schmeckt deine art zu schreiben - das ist wunderbar. aber wie du schon sagtest - geschmäcker sind verschieden. dann schmettere eine andere meinung nicht damit ab, sie sei unnötig.
ich will dir gar nicht vorschreiben, wie du zu dichten hast. ich sage, was ich beim lesen empfinde, und gebe anregungen. wenn du sie dann nicht für brauchbar erachtest, ist das auch in ordnung! du kannst es sogar positiv auffassen, daß ich mich näher mit dem gedicht beschäftigt habe - wenn mir eines überhaupt nicht zusagt oder ich einfach keinen zugang finde, dann sage ich erst gar nichts.
aber ich möchte aus diesem forum auch kein reines "ach-ich-versteh-dich-ja-so-gut"-forum werden lassen. ich nehme die lyrik als kunstform sehr ernst, und ich persönlich empfinde es als sehr angenehm, wenn ich auf ein gedicht eine ausführlichere reaktion als ein "das ist schön" erhalte. deshalb wäre es mir recht, wenn hier ernsthaft auf die gedichte eingegangen werden würde - in jeglicher hinsicht, nicht nur auf den inhalt bezogen.
ABER :-) mir ist bewußt, daß dies ein tummelplatz einer normalen chatcommunity ist, und kein explizit auf lyriker zugeschnittener ort - daher erwarte ich auch nicht, daß hier nur meisterwerke erscheinen werden. und es muß jetzt auch niemand befürchten, daß jeder, der einfach nur mal seinen gedanken freien lauf läßt, bis ins letzte detail zerpflückt wird. wie gesagt, wenn mich etwas nicht anspricht, oder wenn es offensichtlich sehr persönlich ist (wie deine gedichte an engelchen), dann halte ich mich zurück und schweige.

und jetzt noch explizit zu meiner kritik an diesem gedicht: ghost, wir sind uns nicht feind, aber auch nicht unbedingt freund - dennoch mißverstehe meine kritik nicht als persönlichen angriff! dies war dein erstes gedicht in diesem forum, daß nicht ausschließlich einer person gewidmet war, also habe ich mich einmal damit beschäftigt - c%27est tout. :-)

*gruß* ABA
....wie schön, mal wieder etwas von dir zu lesen :-)
sagmal ghostie... schreibst du diese ganzen gedichte an sich echt alle selbst?

so far

peif

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