So und nochmal ich, heut is so schönes Wetter, da kann ich einfach nich aufhören *gg*
Regentropfen klein und geschickt, huschen über mein Fenster.
Leise und beruhigend klingen sie mit dem Rhythmus meiner Tränen überein. Wie gut es doch tut, unbemerkt mit den Regentropfen zu tanzen, sich ihnen freizugeben, sich in ihnen fallen zu lassen. Was für ein erleichterndes Gefühl ist es, alles zu vergessen, nur noch im Regen zu stehen und Gedanken, Gefühlen, Ängsten und Wut freien Lauf zu lassen.
Sanft prallt der Regen gegen mein Gesicht, doch ich merke es nicht, nicht wirklich denn Tränen sind Tropfen so gleich das man in Gedanken den Unterschied gar nicht wirklich wahrnimmt.
Erholsam, wie erholsam doch so ein Regen sein kann. Die kleinen Regentropfen vermischen sich mit meinen salzigen Tränen, fließen dahin als wäre nie etwas geschehen, vergessen sind somit die Sorgen, die diese Tränen mit sich brachten . Vergessen? Nicht ganz, aber leichter zu verarbeiten, lassen sie den Schmerz besser ertragen.
Regentropfen, warm und wohltuend brennen sie auf meinen Wangen, verdecken für andere die Wahrheit, lassen Einsamkeit in einen einschleichen. In mich.
Einsamkeit, ein großes Wort das so viel in sich birgt, das mich nicht vergessen lässt, das Wunden aufreißt die gerade verheilen. Narben sind sichtbar, doch sie werden mit der Zeit immer unsichtbarer, für andere, für mich.... für mich nicht, ich kann nicht vergessen obwohl es nicht viel zu vergessen gibt. Der Schmerz, die Wut, die Einsamkeit, heimlich sucht sie mich des Nachts, findet mich und frisst mich nahezu auf, lässt mich leiden und quält mich, bis ich unter Regentropfen auf meinem Gesicht, brennend über die Wangen ihren Weg bahnend, einschlafe und träume. Träume und nicht wirklich schlafe, denn diese Träume sind keine wirklichen Träume, sie sind Erinnerungen an Zeiten, die man verdrängen möchte, die man beiseite schieben will und einfach hofft niemals mehr darüber nachdenken zu müssen. Doch so gut es auch eine Zeitlang geht, es bricht immer wieder hervor, immer wieder werden die Regentropfen zu Tränen, salzig und unangenehm suchen sie sich den Weg durch meine Gedanken, meine Gefühle, meine Erinnerungen. Wann kann ich endlich vergessen, was war, obwohl doch eigentlich gar nicht so viel wahr... bilde ich mir denn wirklich alles nur ein?! Ist es denn alles nur betrogener Schein?! Lässt mich der Schleier der Vergangenheit so wirrwarr fühlen? So das ich nicht weiß ob ich wirklich weine oder doch nur träume?
Wann hört der Regen auf? Wann finde ich nach Haus? Wann setzt ich mich endlich zur Ruh? Wann hören Gedanken auf weh zu tun? Wann zerfressen Tränen meine Seele nicht mehr?
Die Zeit heilt alle Wunden?! Oh ja sicher, nur wie lange ist Die Zeit? Wie lange muss ich noch darauf hoffen, nicht mehr nachzudenken, nicht mehr zu erinnern? Wann?
Ich raffe mich auf, gehe noch ein Stück durch den Regen, warte und hoffe, vielleicht doch nicht vergebens......
P.S nichts zum verstehen...einfach nur gefühle
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