Unikat - tragische Komödie ohne Akte - nach einer wahren Begebenheit
Sie war das,
was man getrost Mutter-
fickerin ersten Ranges
nennen würde.
Wischte sich die blutende
Nase mit einem Taschen-
tuch ab
und schlenderte zum Fenster.
Es lebt sich gut als Wurm,
wiederholte sie einige Male
und lehnte sich im Sofa zurück.
Die zusammengerollte Zehn-Dollar-
Note diente ihr als ulkiges
Spielzeug,
sie liebte es, über Rock-Stars
zu sinieren und hin und wieder
im After zu popeln.
Ihr Gesicht war recht
verschrumpelt und auch sonst
war die Gute ziemlich
beschränkt.
Sie trank Früchtetee und
spielte Klavier mit der rechten Hand.
Im Wohnzimmer hing ein altes billiges
Smiths-Poster. Sie erinnerte sich,
wie sie dem Sänger (an dessen Namen
sie sich weiß Gott nicht mehr erinnern
konnte) einen Snowball besorgt hatte.
Der Kerl hatte sich verschluckt und sie
von Kopf bis Fuß angepisst.
Sie schreckte auf und verpasste sich
unwillkürlich ein blutiges Kinn. Seit
diesem denkwürdigen Tag kam die gute Frau
nicht mehr aus London raus.
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Krautbach 22.5.01
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