Eines Tages
text: Jochen Distelmeyer
[1]
Eines Tages
Du wirst ihn vergessen
Du trittst aus dem Schatten
und siehst Dich verlassen
es war%27n keine Geister.
Du schließt Deine Augen
um Dich zu beschützen
Dir schwinden die Sinne
ein Zerfall, kein Verschwinden
Du stürzst und versteinerst
und sinkst ohne Frage
durch schlaflose Nächte
in grundlose Tage
niemand versteht Dich
nichts mehr wird kommen
Deine innere Stimme
niemand hat sie vernommen
sie wollte nicht klingen
Du suchst Dich zu finden
in den Stimmen der ander%27n.
[2]
In Lieder getaucht
in Legende und Nachricht
Du bist nur die Abschrift
dessen was man Dir vor schreibt
ein Nichts ohne outfit
sobald Du es abstreifst
zum Schweigen gebracht
im Himmel der Geigen
da spielst Du die erste
ganz für Dich und die ander%27n
die wenn sie Dich ansehen
sehen was sie sein wollen
so wie Du sie ansiehst
siehst Du was Du bist
Gestalt aus Gerüchten
Du fühlst wie sie kochen
und fragst ununterbrochen
wo kann ich noch hinfahr%27n
zur Hölle - wo liegt das
[3]
Mit einem Fuß in der Wildnis
mit dem ander%27n am Highway
stehst Du für Dich allein
in Gedanken versunken
Du kannst sie nicht lesen
und willst ihnen nachgehen
Deinem Geist auf den Grund
ihm an Kreuzungen zusehen
wie seine Blitze verrückt spielen
und funkeln
und tappst nur im Dunkeln
mit der Weisheit am Ende
ein Blinder mit Krückstock
der es besser verstünde
ein Lied davon zu singen
will sich ein Bild davon machen
Du schaust aus dem Fenster
und siehst schwarz
in den Spiegel.
[4]
Ein zweites Gesicht
kommt Dir wie gerufen
erscheint aus dem Nichts
und bringt Licht in Dein Dunkel
seine Augen beleuchten
wie Laser die Punkte
sein Blick öffnet die Nacht
legt einen Schnitt in die Welt
läßt sie im Dunkeln
und setzt Dich ins Bild
Deiner eigensten Enge
gilt die Lichtung als Weite
Deiner freien Entfaltung
zur Verfügung gestellt
tritt in Deinen Schatten
black box, die Zweite
Deine andere Seite
und führt Dich ins Feld
Du gehst mit der Zeit
in eine innere Ferne
mit magischen Kräften
Dein Geheimnis zu lüften
zerstreust Du den Zweifel
und stehst in den Sternen.
[5]
Eine Frage im Raum
in sprachlosen Zeiten
Du kursierst als Pulsar
durchquerst luftleere Weiten
und wirst zum Begriff
gegen alle Natur
in drei Teufels Namen
leistest Du Deinen Schwur
er bringt Dich zur Sprache
Du hüllst sie in Schweigen
darin bist Du bewandert
und so kommst Du zur Welt
ein Monster vom Himmel
ein Engel, der fällt
bilingual born hobo
Dein Weg ist bereitet
die Weichen gestellt
für eine Stunde der Wahrheit
vergeh%27n die Jahre wie Strobo.
Thema