Tief in der Vergangenheit, In einem Teil von Dir,
Den Du schon längst vergessen hast, Der kaum mehr existiert;
Leben die Menschen weiter, die Freunde von einst,
Die, jeder für sich, den Menschen geformt haben, der Du heute bist.
Blickst in Dein inneres und siehst die Vergangenheit vorbeiziehen,
Siehst Menschen, Gesichter, lächelnd, weinend, und manche lachend;
Menschen, die Dir wichtig waren, ein Teil von Dir,
Menschen, die Dich die kalten Tage des Winters vergessen liessen.
Es waren diese Freunde von einst, die Dir halfen,
Den Kummer zu vergessen, Dir die Tränen von der Wange streichelten;
Sie weilten bei Dir, Tag und Nacht, um einen Menschen,
Der ihnen sehr wichtig war, für den Sie ihre Zeit opferten.
Blickst aus dem Fenster und siehst die Sonne langsam untergehen,
Genauso, wie die Freunde von einst auch untergegangen sind;
In der Alltäglichkeit des Daseins, kein Platz mehr war,
Um einen Augenblick der Zeit auch ihnen zu widmen.
Manchmal sind sie da, diese kalten Tage in Deinem Herzen,
An denen Du Dir diese Freunde von einst wünschst, sie bei Dir wären;
Um den Schmerz zu teilen, einfach nur für Dich da zu sein,
Und Dir die Geborgenheit zu geben, nach der Du Dich sehnst.
Doch es sind nur Trugbilder, sie sind fort, aus den Augen, aus dem Sinn,
Verloren in der Vergangenheit, Dunkelheit, die sie umgibt;
Einfach nicht die Zeit, diese Menschen zu umsorgen, ein Lächeln,
Oder einfach nur ein Gedanke, ein einzelner Gedanke unter vielen.
Nun bist Du alleine, in der Welt voller Einsamkeit,
Dich sehnend nach den Menschen, die die Welt für Dich waren;
Bevor Du sie zurückliessest auf Deinem Weg in die Zukunft,
Und begonnen hast, Deinen eigenen Weg zu gehen, ohne sie.
Und alles, was Dir nun bleibt, in Deiner tristen Einsamkeit,
den Weg weiterzugehen...einsam und allein
ghostwalker @13.06.2000
Aus dem Buch "Momente" von Alper Iseri
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