ChatKult FORUM · Next 1.0.9
Forenübersicht » [ Dreamworld ] » Gedanken zur Einsamkeit...

Gedanken zur Einsamkeit...

Das Dunkel des geheimnissvollen Unbekannten legt sich über meine Augen. Leise scheint es Besitz von mir zu ergreifen, fühle die Kälte die mich umgibt, meine Haare sich aufrichten und mein Herz langsam zu schlagen beginnt. Schneller, immer schneller schlägt es tief in mir und ich fühle die Angst - die Angst vor der ich bisher noch immer entfliehen mich niemals erreichen konnte. Doch nun scheint es soweit zu sein, es umringt mich, durchdringt jeden einzelnen Teil von mir. Und noch immer bin ich alleine hier, alleine in dieser großen weiten Welt die nichts mehr zu sein scheint, als das Ebenbild dessen, dem ich in meinen Alpträumen Nacht für Nacht zu begegnen scheine. Nichts scheint mehr wichtig zu sein, keiner scheint sich um die Belange des anderen, ja überhaupt sich selbst zu kümmern. Was für eine Welt ist hier geboren, welche Qualen musste sie erleiden, wieviele Tode erleben um zu dem zu werden, was sie heute ist. Ich verschließe meine Augen vor dem Unbekannten, Dunkelheit umgibt mich und ich spüre sie. Die Angst alles zu verlieren obwohl ich doch niemals etwas hatte. Alle Liebe zu zerstören die doch niemals existierte und alles Leben zu beenden, welches niemals lebte. Meine Hoffnung schwindet dahin, obgleich sie doch vielleicht niemals existierte. Der Gedanke die Welt zu erretten, sie zu dem zu machen was sie einst war. Eine blühende Landschaft voller Liebe und Glück. Doch das nun ist...vorbei. Dunkel hat sich über sie gelegt, die Pflanzen sind verdorrt, die Vögel verstummt. Nur ein einziges leises Pfeifen in der Luft ist zu hören, ansonsten nur Stille die mich umgibt. Niemand mehr hier, der sich meine Sorgen anhören mag. Keine Arme mehr in denen ich Trost suchen kann und keine Liebenden mehr, die meine Tränen von meiner Wange wischen. Sie sind alle fort, verstummt in einem einzigen erstickenden Schrei der nur einige Sekunden und doch ewig in meinem Herzen ertönen wird. Fort und zerfallen zum Staub der vom Winde fortgetragen wurde. So sind sie nun doch Teil der Welt geworden, die sie niemals werden wollten. Und auch meine Zeit ist gekommen mich zu ihnen zu gesellen und die Früchte dieser Welt zu verlassen um vielleicht irgendwann und irgendwo ein neues Leben in einer glücklichen Welt zu leben. Langsam werde ich müde und das Dunkel des geheimnissvollen Unbekannten legt sich über meine Augen...

ghostwalker
October 11th 2001

Ich suche noch einen passenden Titel für diese Gedanken, die mich gerade vor einigen Minuten ereilten und ich sie niederschrieb. Vielleicht hat jemand eine gute Idee?
muß an einen songtitel der smashing punpkins denken - "the end is the beginning is the end" (war glaub ich der titelsong eines batman-films *g*) ... und du hast mich an noch etwas erinnert - da fällt mir der titel aber gerade nicht ein, frag gleich mal im multimedia-forum nach.

tja, und wie sollst du es nun nennen? hm ... "Porzelan" fällt mir dazu ein - es ist kalt, trägt meist abbildungen irgendwelcher idyllisch-illusorischer szenen und birgt doch das risiko in sich, einfach so zu zerbrechen - und damit die illusionen zu rauben. so sehe ich die situation in deinem text.

http://www.christianfeist.de/wartezimmer/misc/sigmx.gif