ALLEIN VEREINT: Teil 1
Der beige Leinenvorhang war ein Stück zugezogen, nur so, dass das Licht der Sterne sich einen Weg in das Schlafzimmer bahnen konnte. Da lag sie nun auf dem großem Bett, eingehüllt in eine blaue Samtdecke, tief träumend und leicht atmend. Ihr Anblick, wie sie da so friedlich und nichtsahnend schlief, löste in meinem Herzen eine unsagbare Wärme aus. Schon fast erschreckend schön. Ich setzte mich neben sie, an den Rand ihres weichen Bettes um ihrem Atem zu lauschen, mir ihr feines Gesicht besser ansehen zu können, das Zucken ihrer zarten Augenlieder, wenn sie intensiv träumte, ich wollte einfach nur ihre Nähe und Wärme fühlen können.
Ich fuhr mit meiner linken Hand über ihre zart rötliche Wange, doch ich spürte nichts, keine Wärme, es war als ob ich durch sie durch langen konnte. Es gelang mir nicht ihren Körper zu berühren. Egal was ich auch tat, meine Hände konnten nichts spüren. Sie regte ihren schlafenden Körper hin und her. Schien es so als könnte nur sie meine Berührungen spüren? Was war mit mir passiert, dass ich nicht verstand, warum sie, zwar so nah aber doch so fern war?
Ich erinnerte mich an frühere Zeiten. Wie oft ich am Schreibtisch noch saß, arbeitet und sie derweilen sich schon hingelegt hatte. Sie war nie böse oder gar beleidigt, dass ich immer bis spät in die Nacht meine Finger über die Tasten des Pc´s huschen ließ. Ich habe sie so gern im Schlaf beobachtet. Sie hatte immer so ein süßes, zufriedenes Lächeln auf den Lippen. Drehte sich tausendmal hin und her, und manchmal erschien es mir als ob sie mit mir sprechen würde, in ihren Gedanken. Ich konnte minutenlang einfach nur da sitzen, sie beobachten und alles um mich herum vergessen. Bei jedem Blick den ich über sie streifen ließ, spürte ich die Liebe in mir, die diese Frau in mir auslöste. Gefühle von so unvorstellbarer Größe, Intensität und Erfüllung, wo ich nie glaubte oder besser nicht ahnen konnte, dass sie wirklich in mir schlummern. Ja, diese Frau zeigte mir, dass ich im Stande war, unermesslich zu lieben.
Wenn ich dann fertig war mit meiner Arbeit, legte ich mich neben sie. Spürte ihren weichen, warmen Körper, ihren Atem auf meiner Haut, und wieder und wieder durchfloss mich dieses schöne Gefühl von Geborgenheit und Liebe. Ich legte meine Arme um sie und wollte sie in solchen Momenten nie wieder loslassen. Sie spürte es jedes Mal, wenn ich zu ihr kam, schmiegte sich ganz nah an mich, schenkte mir das liebevollste Lächeln, dass ich je gesehen habe und das sanfte Geräusch ihres Atems brachte mich dazu, friedlich neben ihr einzuschlafen.
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