Antwort
weiche scherben
(weiss)heute nacht will ich es wissen
heute nacht werd ich sie küssen
heute werde ich bei ihr sein
mit ihr sitzen im mondenschein
ich werd ihr schwören meine liebe
weiß ich um die schmerzlichen hiebe
die sie bekam aus jähzornigkeit
ich bin für sie da, zum sterben bereit
folgen werd ich ihr
sie ist scheu wie ein tier
verkriecht sich am tag
und nur die nacht sie vermag(/weiss)
still hört man schritte
leises weinen, eine bitte
blind sieht man tränen
aus angst sich zu sehnen
und er läuft geschwind
hinter dem weißem kind
das so unberührt und still
die ruhe der nacht nur will
doch sie ist geschickt
hat ihr spinnennetz gestrickt
in das ein jeder gefangen wird
der zu nahe kommt, der stirbt
nur ihn hat sie nicht gehört
und leis sie ihre worte schwört
seicht küsst das moos ihr haar
sie spürt es wieder ganz nah
komm schneller, zier dich nicht
komm zu mir, ich bitte dich
ich warte schon so lang darauf
das die welt meine seele verkauft
ich will mich opfern, hörst du mich
ich will zu dir, verwehr mich nicht
lass mich dir zeigen das ich würdig bin
sieh mich an, ich bin kein kind
doch unerhört ihr betteln
hart des lebens weiche ketten
stumm sieht der mond zu ihr herab
verwehrt den kuss der ew%27gen macht
verzweifelt wendet sie sich ab
legt nieder all ihre last
birgt aus dem kalten moos
einen kalten kristall in ihrem schoss
was das auge nun sieht
wird für die des jungen zuviel
bestürzt eilt er aus seinem versteck
schüttelt sie, die vom blut bedeckt
(weiss)was, wie kannst du dies tun
wie kann deine seele mit soetwas ruhn
wieso hebst du die hand gegen dich selbst
mein liebstes, wer hat dich so entstellt(/weiss)
erschrocken ihr blick
doch kam er zu spät
ein schwaches lächeln sie ziert
ihr körper bebt, vom leben friert
woher wusstest du...
wie kamst du dazu...
keine angst es tut nicht weh
die scherben sind weich wie schnee
sie streicheln mich zart
und nicht wie sonst jede hand hart
sie küssen mich schwach
nacht für nacht
aber sag, wieso, was tust du hier
woher wusstest du das versteck des tier%27s
dabei war ich so darauf bedacht
das nur der mond mich bedeckt sacht
und nun lieg ich hier in deinen armen
und mein körper beginnt sich zu wärmen
verzeih, es ist zu spät
sie sind weich, es tut nicht weh...
©by Minensie
02.05.2002