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Amnesie

Beizeiten braucht es nur einen gewissen Bruchteil von Sekunden, um tief Verborgenes wieder nach oben schwämmen zu lassen.
Plötzlich liegt hinter der augenscheinlichen Wahrheit eine Andere und es trifft einen wie der Blitz, oder zumindest wie ein kleinerer Donner.
Plötzlich ist alles klar und real.
Wer sagt die Realität ist real der irrt.
Manchmal kommt die Realität unwirklicher, surrealer als alles Andere.
Und wenn sie denn endlich geht hinterläßt sie Dir eine dumpfe Leere.
Du sitzt in einem Zug, alles ist alltäglich, nichts macht den Anschein, nicht normaler als an jenem anderem Tage zu sein oder gar verrückt.
Doch auf einmal ist etwas anders als sonst. Du spürst, vielleicht zum ersten Mal, so etwas wie ein Zusammenziehen der Kehle. Wie eine magische Hand umschließt sie Deinen Hals und raubt Dir die Luft zum Atmen.
Falls Du es schaffst und Du hast Kraft steigen Dir sogar Tränen in die Augen.
Wahrscheinlich hast Du ausnahmsweise noch nicht einmal nachgedacht, vielleicht war es einer dieser selbstvergessenen Momente, nach denen man sich verzehrt.
Und doch irgendetwas erinnert Dich, ist es ein Bild?
Ist ein Geräusch, ist es ein Geruch der Dir in die Nase steigt?
Du fängst unweigerlich an zu Weinen, obwohl du inmitten einer Menschentraube stehst, die Du niemals zuvor gesehen.. Doch All dies zählt nicht. Du kannst auch Jemand sein, für den es bisher unüblich war zu weinen und doch spürst du die Nässe Dein Gesicht hinunterkullern.
Etwas, wenn man es denn so nennen mag, hat sich befreit.
Etwas durchdringt die Oberfläche.
Dabei hat Etwas doch Jahre gebraucht um vergessen zu werden.
Etwas hat sich tief in Dein Herz vergraben, Dich erkalten lassen.
Es hat Dir doch so viel Mühe bereitet, ihn zu verstecken, in dieser Ummantelung aus Narben und Kruste.
An manchen Tagen oder war es jeder, jener gleiche Tag?
Hartnäckig hat Etwas sich immer und immerfort bemerkbar gemacht, auf eine zunehmend anstrengende Art und Weise. Dem seelischem Schmerze ist nun auch der physische gefolgt.
Abgelenkt durch diesen andersartigen Schmerz, ward es Dir leicht gemacht.
Das Vergessen.
Gebrochen aus dieser Amnesie konnte sich Etwas jedoch aus diesem Sumpf des Verdrängens, und dem Vergessen wieder befreien.
Was war der auslösende Punkt, warum mußte Etwas urplötzlich hinaus ohne jedwige Vorwarnung? Konnte es da nicht dort auf ewig bleiben? Konnte es nicht verdorren wo es vor so vielen Jahren hingekommen?
Verdrängt und Vergessen zwischen aufkeimenden Erinnerungen, Hoffnungen, Zweifeln?
Deine innere Stimme befiehlt Dir :Du wirst immer und immer wieder die gleiche Fragen stellen müssen. Fortwährend.
Wie konnte es geschehen?
Warum ist es geschehen?
Wie konnte ich vergessen?
Warum werde ich gerade jetzt erinnert?
Warum war ich blind, hab mich dem verschlossen, hab mißachtet?
Dir wird klar warum Dinge so sind, wie sie sind.
Warum Menschen reagieren, aber nicht agieren können.
Warum es auch Hass ohne die Liebe geben kann.
Und warum es dieses Eine nicht gibt, nicht geben kann.
Die Tränen die Du weinst sind nicht die Deinen, du weinst sie nicht für Dich.
Sie sind für Deine Kinder und Kindeskinder im Geiste, die du nicht gebären wirst, nicht heute und nicht morgen.
Und du hoffst, daß sie die Ihrigen Tränen weitergeben können.
Und du hoffst das Weinen Kraft spendet, wo Hoffnung verloren.
[Und du hoffst das der Der
verdrängt,
vergessen
und vergraben hat - seine Seele befreit.
Plötzlich anfängt.
Und weint]
wieder einsame spitze :-love sehr schon booty :-n

wenn etwas geschehen ist, etwas großes wichtiges, kannst du es begraben ,aber niemals wirklich vergessen, denn nichts geht verloren

catty
und manchmal wünscht man sich manches würdeverlorengehen.

Danke, catty.
danke....

:-1028
17

17 seconds of compassion
17 seconds of peace
17 seconds to remember love is the energy
behind witch all is created
17 seconds to remember all that is good
17 seconds to forget all your hurt and pain
17 seconds of faith
17 seconds to trust you again
17 seconds of radiance
17 seconds to send a prayer up
17 seconds is all that you need

[billy corgan]
Die Pistole, die ich mir an die Schläfe hielt,
war mit Scheiße geladen.
Ich schoss mir die Welt durch den Kopf.

Wolfgang Bächler
-


http://trurl.acusd.edu/~najmici/zdjecia/jaksa/Lady_Lazarus_IIIa.jpg
wer hätte es treffender ausdrücken können....
seufz........

:-1037
Ich bin ganz wild von
Tod, von dem Taft-
rauschen,von
den Wasserrüschen,
ich trag ihn schon
angezogen,das kleine
Kräglein,damit das
Beil weiß,wo mein
Kopf vom Körper
zu trennen ist.Hab ich
das noch,Kopf und
Körper,oh nein,
so täusch ich den Tod,
ich habe meinen Kopf
verschenkt an die Meute,aber
meinen Körper hat
niemand gehabt,der
wurde am Eingang zurück-
gewiesen.Ein Herr sagte
mir,sagte nicht einmal das.

[Ingeborg Bachmann]