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~*~Für den Ritter, einst der meine~*~

Für den Ritter, einst der meine

Dann eile Du, dann tu`s geschwind
hörst fern die Schreie, lockender Wind
Leg Dich endlich dahernieder
wie einst als Kind verschließ`die Lider.

Gelitten hat der Knab`im Moor,
hinweg Du Schmerz, hinfort hinfort
Die Mutter singt im Wahn ihr Lied
das hölzern` Kissen in den Schlaf Dich wiegt.

Dich niemals will ich leiden seh`n
mußt´ tapfer, einsam Deinen Weg jetzt gehen
Hinab ins kalte moder Grab
wend` ich ab mein Antlitz, ab vom Sarg.

Hörst Du es nachtens knacken, morschen
kommt meine Seele Dich erforschen
Denk`stets an mich, nimm Dich in Acht
keiner Jemals könnt`was Du vollbracht`.

D`rum bitt`ich Dich verweil nicht lang`
ich brauch Dich doch, mein Herz starrt bang
An diesem Ort, die ew`ge Treu`mir schworest
und lieblich hold zu Deiner Maid erkorest.

Einst vor langer Zeit die Maid den Ritter küßt`
für sünd`ge Wünsche stest mit beten büßt
So magst einzig Du in meinem Herzen sein
im Herzen rein, auf immer Dein.

http://ccat.sas.upenn.edu/~humm/Topics/Lilith/Images/waterh18.jpg
bin sprachlos Mel...das Gedicht ist wirklich super schön...kann man gar nich beschreiben wie sehr es mir gefällst *smiles* Is einfach klasse was du schreibst ;o)

*bussi*

so yust smile,
stephy
schließ mich ma der stöphüüü an :-) :-n
Meinem reinem Liebesfreund

Tristan kämpfte in Feindesland:
Viel Lieder hat er heimgesandt
Bis der Feind brach seinen Leib.

[Hans Ehrenbaum-Degele]

Er war der Ritter in Goldrüstung.
Sein Herz ging auf sieben Rubinen.

Darum trugen seine Tage
Den lauteren Sonntagsglanz.

Sein Leben war ein lyrisches Gedicht,
Die Kriegsballade sein Tod.

Er sang den Frauen Lieder
In süßerlei Abendfarben.

Goldnelken waren seine Augen,
Manchmal stand Tau in ihnen.

Einmal sagte er zu mir:
»Ich muß früh sterben.«

Da weinten wir beide
Wie nach seinem Begräbnis.

Seitdem lagen seine Hände
Oft in den meinen.

Immer hab ich sie gestreichelt,
Bis sie die Waffe ergriffen.

[Else Lasker-Schüler]


Dankeschön!
Ein Lied der Liebe
Else Lasker Schüler

Seit Du nicht da bist,
Ist die Stadt dunkel.

Ich sammle die Schatten
Der Palmen auf,
Darunter du wandeltest.

Immer muß ich eine Melodie summen,
Die hängt lächelnd an den Ästen.

Du liebst mich wieder -
Wem soll ich mein Entzücken sagen?

Einer Waise oder einem Hochzeitler,
Der im Widerhall das Glück hört.

Ich weiß immer,
Wann Du an mich denkst -

Dann wird mein Herz ein Kind
Und schreit.

An jedem Tor der Straße
Verweile ich und träume;

Ich helfe der Sonne Deine Schönheit malen
An allen Wänden der Häuser.

Aber ich magere
An Deinem Bilde.

Um schlanke Säulen schlinge ich mich
Bis sie schwanken.

Überall steht Wildedel,
Die Blüten unseres Blutes.

Wir tauchen in heilige Moose,
Die aus der Wolle goldener Lämmer sind.

Wenn doch ein Tiger
Seinen Leib streckte

Über die Ferne, die uns trennt,
Wie zu einem nahen Stern.

Auf meinem Angesicht
Liegt früh Dein Hauch.

http://www.sccs.swarthmore.edu/~alice/magdalen.jpg
kerl... manchmal wünscht ich ich hätte auch nur die geringste ahnung wie man sowas liest und auch nur den funken einer idee wie man sowas verfassen könnte...

ab und zu beneid ich euch echt für diesen schnulzigen schmus... denn vor allem das erste hab ich mal versucht zu lesen... un%27 ich glaub ich fand%27s sogar schön :-x

:-MX05
grins...das freut mich, peif!
Der schnulzige Schmus begann mit dem erstem Herzkasper und hat mich fortan nicht mehr losgelassen.[;)]
Und wenn es besonders schlimm wird... JesusMaria.Da muß ich mir erst einmal die volle Ladung geben,-manchmal hilft lesen.Manchmal.
Wo wir grad bei Rittern sind ein kleines Heidnisches Gedicht;

Ahnen hoben betend Hände,

Wende du dich innenwärts;

Gott und Welt hältst du umschlossen

Und die Wahrheit wohnt in dir!

Tief am Grunde deiner Seele,

Die ein Meer ist, unermeßlichm

Und ein Brunnen unerschöpflich,

Liegt das goldne Götterland.

Dorten quillt dein%27s Lebens Quelle,

Dort, zu dritt, die stillen Nornen

Deines Lebens Faden führen,

Streng verknüpfend Blutes Bande.

Kniee nicht vor heil%27gen Büchern,

Suche Gott in Tempeln nicht,

Deiner Ahnen göttlich Wissen,

Sieh, es spricht zutiefst aus dir!

Kehre ein in weiten Wäldern,

Wo die grüne Stille wohnt,

Wirst ein ewig%27 Bild erkennen,

Das als große Mutter thront

Gelesen in in einen der Bücher von; Hildulf R. Flurschütz ®
ich hab auch im moment nen derben herzkasper...

irgendwie klappt das aber net... höre als ablenkung lieber death, thrash und alternative... denke ich bin einfach net dafür veranlagt :-(

*g*

:-MX05
Geschirmt sind die Liebenden
Nelly Sachs

Geschirmt sind die Liebenden
unter dem zugemauerten Himmel.
Ein geheimes Element schafft ihnen Atem
und sie tragen die Steine in die Segnung
und alles was wächst
hat nur noch eine Heimat bei ihnen.


Geschirmt sind die Liebenden
und nur für sie schlagen noch die Nachtigallen
und sind nicht ausgestorben in der Taubheit
und des Waldes leise Legenden, die Rehe,
leiden in Sanftmut für sie.


Geschirmt sind die Liebenden
sie finden den versteckten Schmerz der Abendsonne
auf einem Weidenzweig blutend -
und üben in den Nächten lächelnd das Sterben,
den leisen Tod
mit allen Qualen, die in Sehnsucht rinnen.

http://a1259.g.akamai.net/f/1259/5586/1d/images.art.com/images/PRODUCTS/shdws/large/10030000/10030304.jpg


[;-(]...schnieff...ja, nach death metal ist mir gerade jetzt auch so!
*mal solidarisch auf Schulter klopft*
fühl dir auch auf die schulter geklopft...

aber hör lieber net die mucke... hab jetzt auch ausgemacht... mir geht%27s nur immer und immer beschissener...

ich werd jetzt mit meinem wuff in den wald...

mal gucken ob das hilft

:-MX05
Requiem
Für eine Freundin
-Paula Modersohn Becker-

Geschrieben am 31. Oktober,
1. und 2. November 1908 in Paris



Ich habe Tote, und ich ließ sie hin
und war erstaunt, sie so getrost zu sehn,
so rasch zuhaus im Totsein, so gerecht,
so anders als ihr Ruf. Nur du, du kehrst
zurück; du streifst mich, du gehst um, du willst
an etwas stoßen, daß es klingt von dir
und dich verrät. O nimm mir nicht, was ich
langsam erlern. Ich habe recht; du irrst
wenn du gerührt zu irgend einem Ding
ein Heimweh hast. Wir wandeln dieses um;
es ist nicht hier, wir spiegeln es herein
aus unserm Sein, sobald wir es erkennen.

[Rainer Maria Rilke]

http://www.artmagick.com/images/p13tures/blair/blair3.jpg
ps.:Ablenkung ist Alles![;-(]
Ich möchte eine miauz, wuff habe ich auch nicht.Nur wenn die miauz einzieht, muß meine Mutter ausziehen.
nun ja... mein wuff wiegt 65 kilo, frisst schon allein zum frühstück 5 brötchen und 2 leberwurststullen...

sei froh das du net so ein vieh hast das dir die haare vom kopf frisst *g*

andererseits... im winter hält sie schön warm s-)

:-MX05
ja, so Jemanden könnt` ich jetzt gebrauchen.
[;-(]
http://www.zademack.com/wwwneu/002.jpg
(tuerkis)An den Ritter aus Gold
Else Lasker-Schüler

Du bist alles was aus Gold ist
In der großen Welt.

Ich suche deine Sterne
Und will nicht schlafen.

Wir wollen uns hinter Hecken legen,
Uns niemehr aufrichten.

Aus unseren Händen
Süße Träumerei küssen.

Mein Herz holt sich
Von deinem Munde Rosen.

Meine Augen lieben dich an,
Du haschst nach ihren Faltern.

Was soll ich tun,
Wenn du nicht da bist.

Von meinen Lidern
Tropft schwarzer Schnee;

Wenn ich tot bin,
Spiele du mit meiner Seele.

http://128.121.115.169/ALLpaintings/waterhouse/waterhouse58.jpg
(/tuerkis)