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ertrunken.

ertrunken.

In der Waagschale berechne ich Wörter
die müssen alle aus meinem Mund
In die blaue Nacht hinein
schaufel ich Dir eine samtene Baugrube
Am Tage lüge ich Rosenblätter in Dein Ohr
Immerfort muß ich daran denken
Deine Augen sind meeresblau
und ich kann nicht schwimmen.

http://www.foothill.fhda.edu/fa/artdept/images/hilary-ophelia.jpg
Hey Miss, mir gefällt dein Gedicht, besonders der letzte Absatz. Das gibt der Redewendung "in fremden Augen ertrinken" eine bedrohliche Wendung und nimmt ein wenig die Romantik, zeigt das Risiko..
In einer Waagschale berechne ich Wörter- naja, ich mag das "berechne" daran zwar nicht so, es passt für mich nicht so zum Begriff der Waage.. "errechne"? Egal, du wiegst sie eben gegeneinander ab ;)
"In die blaue Nacht hinein
schaufel ich dir eine samtene Baugrube"
das verstehe ich nicht so ganz. Auch eine Redewendung, anderen eine Grube graben??
Vielleicht hilfst du mir ja.. würde mich freuen.. Viele liebe Grüße, Lolly
Grüßle, Lolly

Da hast Du schon recht, >>errechne<< ist etwaspositiver; wenn man in der Liebe überhaupt von er/berechnen sprechen darf.Nein, nicht Anderen eine Grube graben,sondern eben dem Einen, wollte nicht >>ein Grab schaufeln<< schreiben.[eben die Liebe beerdigen.]Mir ging`s um Abschied&Trennungsschmerz.Und eben um das Ertrinken im Anderen,um das Gefühl des Selbst-Verlierens.
Eben die bekannten Irrungen&Wirrungen.

thanks&lieben Gruß
Melanie
the anchor song
björk

i live by the (blau)ocean(/blau)
and during the night
i dive into it
down to the bottom
underneath all currents
and drop my anchor

this is where I%27m staying

this
is
my
home.
Eine Art Verlust

Gemeinsam benutzt: Jahreszeiten, Bücher und eine Musik.
Die Schlüssel, die Teeschalen, den Brotkorb, Leintücher
und ein Bett.
Eine Aussteuer von Worten, von Gesten, mitgebracht,
verwendet, verbraucht.
Eine Hausordnung beachtet. Gesagt. Getan.Und immer
die Hand gereicht.

In Winter, in ein Wiener Septett und in Sommer habe ich
mich verliebt. In Landkarten, in ein Bergnest, in einen Strand und in
ein Bett.
Einen Kult getrieben mit Daten, Versprechen für
unkündbar erklärt,
angehimmelt ein Etwas und fromm gewesen vor einem
Nichts,

( - der gefalteten Zeitung, der kalten Asche, dem Zettel
mit einer Notiz )
furchtlos in der Religion, denn die Kirche war dieses Bett.

Aus dem Seeblick hervor ging meine unerschöpfliche
Malerei.
Von dem Balkon herab waren die Völker, meine Nachbarn,
zu grüssen.
Am Kaminfeuer, in der Sicherheit, hatte mein Haar seine
äusserste Farbe.
Das Klingeln an der Tür war der Alarm für meine Freude.

Nicht dich habe ich verloren,
sondern die Welt.

[Ingeborg Bachmann]
Du bist etwas spät dran, ich bin schon zersplittert.
(font2)*Natalie Imbruglia(/font2)


http://www.lustandenvy.com/class/1960/images/1963_arts_drowning.jpg
© Roy Lichtenstein
Am erweiterten Strande des Meeres
blieb ich zurück
klagend über die Flut
die das Meer mir brachte
und unerbittlich wieder zurücknahm.

Aber vielleicht ist es nur dies
daß ein Leben nicht ausreicht
abzuwarten
bis sie zurückkommt.

Paula Ludwig