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Der See

Der See

"Der See", so sagt ein alter Mann,
"singt mir die schönsten Lieder.
Wie meine erste Lieb%27 begann
geschmückt in Sehnsuchtsflieder -

küssenaß die Lippen lachten,
ins Gras versanken, liebestoll -
sie Seelenwunder gar vollbrachten,
langsam ihr der Bauch anschwoll.

Ach!-
Ich sehne nach dem Gestern-Kraut,
die Seele hält%27s benommen ...
wurd%27 mir im Kindbett doch die Braut
an Gottes Seit%27 genommen.

Der See singt mir die schönsten Lieder,
verzaubert mich für Stunden.
Der Ort bringt mir mein Liebchen wieder
und läßt mein Herz gesunden."

© Abalone, 01.11.2002<FONT SIZE=1><BR><I>Beitrag wurde von Frosch am 02.11.2002 um 11:43 Uhr aus dem Forum [ Technik & Multimedia ] verschoben.</I></FONT>
Ups!!! Bitte ins Dreamworld verschieben *ggg*
Ersteinmal schön Dich wieder zu lesen, Abalone.:-)
Das Gedicht habe ich mir stiebizelt&kopiert, da ich gerade in einem spelunkenartigem Etablissemnet sitze, daß sich da "Internet-cafe" nennt, aber eher bordellähnliche Züge aufweist*g*.Da möchte ich mir Dein Gedicht lieber in gewohnter Atmos zu Gemüte führen.

Sehnsuchtsflieder...seufzelt...
Ob "er" auch so sehr wartet, wie die Dame aus "En el muelle de San Blas"?!

lieben Gruß,
M.
Ja, und genauso vergebens :-(

Oleander

Seinen Namen ritzte sie in die Rinde
und nah%27 beinander, noch ihren,
damit sie ihn wiederfinde
im fremden Land des Oleander

die Nacht sank regenbringend nieder
und Schatten spalten, was ohne Band
den Baum sah sie nie wieder
was müde war, das nahmen die Gewalten

© Sam_Naseweiss, 29.05.2001
Ach!-
Ich sehne nach dem Gestern-Kraut,[...]


Gestern-Kraut schööönnn!Und "küssennaß", so wunderhübsche Wortspielchen...grins...

Der "Oleander" ist auch seuftz!:-h

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch weiter...
Am erweiterten Strande des Meeres
blieb ich zurück
klagend über die Flut
die das Meer mir brachte
und unerbittlich wieder zurücknahm.

Aber vielleicht ist es nur dies
daß ein Leben nicht ausreicht
abzuwarten
bis sie zurückkommt.

-Paula Ludwig-

;-(
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Immer schreibst Du Nachtgedanken
Schmettereilig in mein Herz
Führst mich ab in tiefe Schranken
Borstend, zitternd brüllst Du Terz

Schon vergeben sind die Stunden
Sorgenfrierend und verklärt
Hast kein Los um zu gesunden
Keine Füllung die Dich nährt

Im Traume zückst Du schnell ein Beilchen
Und fliehst in Hast geschwind vor mir
Bleibe, wachse noch ein Weilchen
Lass mich hungern nur nach Dir

Wartend flattern die Gebeine
Schreien, klampfen um ein Wort
Doch du läufst wie um Dein Leben
Fort zu einem fremden Ort

Wie mag es sein dort ohne Liebe
Wart` ich stündlich immerdar
Am offnem Fenster mit dem Giebel
Dort wo Du standest, wo ich einst war.

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