Eines morgens lagst du da, hast nicht mehr geatmet. Einfach so. Jemand lief los um den Krankenwagen zu rufen.
Gedanken, so viele Gedanken gehen einem durch den Kopf.
Was soll ich tun? Wirst du überleben? Das kannst du mir nicht antun. Du kannst mich nicht alleine lassen.
Gedanken wie im Traum.
Da kommt sie zurück. Wir sind in Panik. Dein Gesicht leblos, deine Augen geschlossen. Dein Gesicht blau und man hört auf zu denken.
Sie sagt "Mach du die Beatmung". Sie fängt die Herzmassage an. Du sitzt nur da und bewegst dich nicht, du denkst nicht und bist einfach nur unter Schock.
Sie schreit "los jetzt, beatme" und wie aus einem Traum erwacht, fängst du an Luft in die Lungen zu pressen.
Sie schreit weiter "mehr, ich spüre nichts" und du machst es einfach.
Ein Person dringt langsam in dein Gedächnis ein, die dir in Panik wild etwas zuruft. Du weißt sie sagt was, aber du hörst sie nicht.
Dann dringt langsam ein Geräusch in dein Gedächnis. Eine Sirene und du fängst an zu denken und langsam kommt die Hoffnung wieder. Auf einmal wirst du weggedrängt und bist eigentlich froh das die ganze Verantwortung nicht mehr bei dir liegt.
Und dann setzt du dich auf einen Baum und fängst an zu beten. Setzt alle Hoffnung auf Gott. Nie hättest du gedacht das der Tag kommen wird, an dem du dir wünscht das es einen Gott gibt.
Eine Person kommt in dein Blickfeld und setzt sich neben dich. Du fragst "und wird er es schaffen". Sie sagt "die Ärzte tun alles" und du hoffst weiter.
Dann drehst du dich um und siehst das dort wo der Mensch liegt, bereits eine Plane liegt. Und schlagartig wird dir bewußt, das du alles verloren hast woran du jemals geglaubt hast.
Es ist wie ein Sog der dich immer tiefer und tiefer zieht und du denkst nur weg hier. Du fängst an zu laufen, ohne ein Ziel ohne einen klaren Gedanken zu haben. Du läßt deinen Tränen freien Lauf. Nimmst nichts mehr um dich wahr schaust auf den Boden ohne ihn zu erkennen.
Du siehst auf und denkst "nein bitte nicht das auch noch".
Du siehst die Ehefrau mit hoffnungsvollem Gesicht auf dich zulaufen.
20 m Entfernung: du kannst sie nicht erkennen.
10 m Entfernung: du glaubst du erkennst sie.
Sie kommt auf dich zu, sieht in dein Gesicht und kann alles daraus lesen.
Du läufst weiter und hoffst das alles nur ein böser Traum ist, aus dem du möglichst schnell erwachst. Nur weg hier.
Du mußt nochmal zurück. Die Polizei wartet auf dich. Du mußt nochmals alles erklären und wieder siehst du diesen Menschen wie er dort liegt halb begraben unter einer Plane.
Du mußt ihn anfassen um zu erklären wie du diesen Menschen gefunden hast. Du siehst die Witwe, wie sie auf ihren Mann schaut und sagt "Er sieht aus als wenn er schläft". Weg nur weg hier...
Und langsam fängst du an zu begreifen.
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