Tja, hier werfe ich hinein, was in den letzten Tagen so entstanden ist, oder was schon ewig in meinen Schubladen schlummerte ... es sind nicht ganz oder vielleicht doch ausgegorene Dinge - und auch manches, was sich auf ein Rollenspiel bezieht ... einfach Ausgeworfenes, wahllos durcheinandergewürfelt und präsentiert ... und ab und an werfe ich wieder etwas hinein ...
Schattentau
Die Seele eines Steines
ward niemals je entdeckt.
Der Stein nun aber wurde
vom Schattentau bedeckt.
In Winterzeit erwachte,
was leblos eben schien.
Der Liebe leiser Zauber
hat Sinne ihm verlieh%27n:
(Er sprach)
"Auf Larjas tausend Pfaden
möcht%27 ich sein Bogen sein
und in der kalten Fremde
sein warmes Bett aus Stein.
Dem wird sich%27s nicht erschliessen,
Wie sehr er mich verzückt,
Der nicht des Sturmes Auge
Von innen hat erblickt.
Der Tau benetzt die Felsen
Und bettet sie zur Ruh%27 -
Wir tragen uns%27re Herzen
Dem Gipfelkreuze zu."
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Kleide dich in eine Eisenrüstung
Zum Kampfe zieh! Zur Heldentat -
Ich will dein Schlachtfeld sein.
Kleide dich in grüne Waidmannskluft
Zum Wilde zieh! Zur Fleischesjagd-
ich will dein Bogen sein.
Kleide dich in deinen Sonntagsstaat
Zu Larja zieh! Zum Gottgesang -
Ich will dein Tempel sein.
Kleide dich in dein Naturkostüm
Zur Liebe zieh! Zur Leidenschaft -
ich will dein Feuer sein.
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Es gab eine Zeit,
da war eine Weinlache ein Meer,
ein Ährenkorn der Hort der Weisheit,
ein Windstoß der Sturm der Zeit -
dann fiel ich himmelwärts,
stürzte in haltlose Zwischenräume,
brach mich millionenabermillionenmal -
heute ist alles Unendlichkeit.
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Abendlied
Sag, was ist es, das in den Abendstunden,
wenn Mondlich schlafen legt den Tag,
Deine Lippen lässt nach Sonne munden,
dass ich sie nur noch innig küssen mag?
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Der Stein der Weisen schweigt
unerreichbar fern in tiefsten Wassern
und kein bebendes Bitten,
kein sehnsüchtiges Zittern
meines kochenden Blutes
wird ihn emporschleudern,
anziehen an mich.
So sinke ich zurück in die Fluten -
und mein Auge erschaut,
mein Geist ergreift,
wohin der Strom mich treibt.
Am Ende trifft mich Staunen.
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Irgendwann
Und wenn kein Blick mehr die Bestätigung sucht,
kein Tasten mehr die Sehnsucht stillt,
weil sie vor Augenblicken schon gestorben war
Und wenn das eig%27ne Sinnen fortstrebt
von der fremden Wärme hin zur Einsamkeit,
die jetzt und hier und ach so stark ins Dasein rückt
Dann öffnen sich mit Seufzen schwer die alten Pforten
und du tauchst ein in das, was du schon immer träumtest -
in Schweigen - Ruhe - und der Trappisten eigenen Erkenntnis.
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