Wünsche eines zahmen Vogels
Der wilde Vogel fliegt beizeiten
In die fernen, fremden Weiten
Setzt ohne noch groß Federlesen
Rasch und schnell da an zum Fliegen
Ach, wie neid ich seinen Mut
Neid ihm da sein wildes Blut
Meine Sorge wiegt zu schwer
Als dass ich könnte hinterher
Frei und leicht, das möchte ich sein
Ungezähmt wie wilder Wein
Meine Sehnsucht fliegt davon
Wie viele, viele Male schon
Ich bleib zurück mit schwerem Herz
Bleib zurück mit meinem Schmerz
Verfluche still da meine Schwäche
Wenn die Furcht doch endlich bräche,
bräche einfach rasch entzwei
ach wie schnell wär ich dabei
Meine Flügel auszubreiten
Endlich rasch zur Tat zu schreiten
Ich flög dem Vogel hinterher
Übers große, weite Meer
Ich ließe meine Angst zurück
Suchte hinterm Horizont mein Glück
Doch ich muss dennoch erkennen
Das uns letztlich Welten trennen
Jenen Vogel und dann mich
Horch,
wie da mein Traum zerbricht
Während
zahme nur vom Freiheit reden
Lernen wilde Vögel einfach Fliegen.
©Cat
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