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mare

Es beginnt im Jahre 1994. Drei Menschen sitzen zusammen und besprechen sich, sammeln Ideen, entwerfen ein Konzept.

"Drei Viertel der Erdoberfläche sind von Ozeanen, ihren Rand- und Nebenmeeren bedeckt. mare, die Zeitschrift der Meere, möchte den Stellenwert, den das Meer als Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum für den Menschen hat, in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken."

11 Jahre später wird das Erscheinen der 50. Ausgabe gefeiert, mare http://www.mare.de hat sich gemausert, es gibt ein eigenes TV (seit 2001 beim NDR), seit 2004 geht das mareRadio on air (produziert von Radio Bremen/Nordwestradio), Hörbücher werden produziert, Bücher gedruckt.

Herzstück ist und bleibt aber die Zeitschrift. Und diese kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen. Mit 7,50 Euro ist sie nicht billig, aber es ist eines der schönsten Druckerzeugnisse unserer Zeit. mare ist leise, elegant, wortgewaltig - und zeitlos. Und ganz bestimmt auch etwas für Landratten.

http://www.lolope.de/misc/mare52.jpg

Inhalt der aktuellen Ausgabe Nr. 52:

DIE ERSTE FAHRT DER "ANDREA DORIA" http://www.spiegel.de/reise/kurztrip/0,1518,383017,00.html

Ah, diese Linien, seufzten die Seeleute, so ein elegantes Schiff. Und unter Deck? Da besticht es durch den besten Komfort. Ein Besuch bei Passagieren der ersten Ausfahrt
Von Sandra Schulz und Walter Studer

DER UNTERGANG DER "ANDREA DORIA" http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,382948,00.html

2006 jährt sich der Untergang des italienischen Luxusliners zum 50. Mal. Der genaue Hergang des Unglücks ist bis heute nicht abschließend geklärt.
Von Maik Brandenburg

AUF DER SUCHE NACH DEM LICHT DES SÜDENS

Zwei Reisen ans Meer schenken Vincent van Gogh wichtige Impulse. 1882 malt er an der Nordsee, 1889 am Mittelmeer.
Von Stefan Koldehoff

LICHTSPIEL AM RIFF http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,382691,00.html

Die Natur spendiert keine überflüssigen Extras. Wenn Korallen
fluoreszieren, hat das sicher einen Grund. Nur, welchen?
Von Georg Rüschemeyer und Reinhard Dirscherl

Schwerpunkt Kapstadt

KAP DER ALTEN NAMEN

Wer die Macht besitzt, gibt Orten ihren Namen. An den Spuren in Xhosa, Afrikaans und Englisch lässt sich Geschichte ablesen.
Von Zora del Buono und Jörn Vanhöven

DA BLÄST ER!

Wenn die Wale nach Hermanus kommen, tutet Wilson Salukazana in sein Kelphorn. Er ist der Welt einziger Herold der Giganten.
Von Sven Lager und Antonin Kratochvil

ABALONEBARONE

Kapstadts Polizei kämpft gegen ein Multimillionengeschäft: den illegalen Handel mit einer schmackhaften Schnecke.
Von Bartholomäus Grill

KAP-ROCKER

Putzig, wenn so ein Affe sich am Strand eine Muschel knackt. Aber die Paviane vom Kap können auch eine rechte Plage sein.
Von Zora del Buono und Kat Menschik

DIE NEUE FREIHEIT http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,382949,00.html

Warum kehren die ehemaligen Häftlinge nach Robben Island zurück? Die Insel ist das Symbol des Sieges über die Apartheid.
Von Michael Bitala und Antonin Kratochvil

WELLEN UND WEIN

Wo Wein wächst, finden oft auch Surfer beste Bedingungen. Am Kap jedenfalls treffen sich die Winzer regelmäßig zum Wellenreiten.
Von Elke Naters und Guy Tillim

LIEBLICHES, STÜRMISCHES KAP

Ein Unwetter entscheidet, wer das Kap besiedelt. Die Portugiesen segeln am äußersten Zipfel Afrikas vorbei, die Holländer bleiben.
Ein Essay von Allister Sparks

DIE KINDER VON OCEAN VIEW

Ein Hafen zwischen den Meeren, doch ein Mangel an Seeleuten. Die Simon’s Town High School sorgt für Nachwuchs.
Von Sven Lager und Jodi Bieber
Ein Artikel aus der mare Nr. 52 ist heute auch bei Spiegel Online erschienen :-)

DIE ERSTE FAHRT DER "ANDREA DORIA": http://www.spiegel.de/reise/kurztrip/0,1518,383017,00.html
Und noch ein Artikel aus der mare bei SpOn:

LICHTSPIEL AM RIFF: http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,382691,00.html
Also, bald haben sie bei SpOn das gesamte Magazin abgedruckt :-/ Noch ein Artikel aus der mare:

DIE NEUE FREIHEIT http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,382949,00.html
Habe gerade den Artikel über die Gefängnisinsel Robben Island gelesen. Der ist aus der "Mare"? Wow. Hätte eigentlich gedacht das wäre ein Spiegel-Artikel - weil er wirklich gut geschrieben ist und unter die Haut geht. Danke für die Links...
Und schon wieder ein mare-Artikel auf SpOn:


DER UNTERGANG DER "ANDREA DORIA" http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,382948,00.html
Habe gerade einen absolut faszinierenden Artikel aus der aktuellen mare auf SpOn entdeckt -> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,403926,00.html
Wollen kann jeder. Die Leute im Dorf, in Saleapaga, wo Willis Wunsch schnell die Runde macht, raten ihm ab. Sie reden von Dingen, die Willi nicht versteht. Dass er zum Kind werde, wenn er es tue, dass sein alter Körper verfaule, dass er das Gehen neu lernen müsse, dass er vielleicht nicht stark genug sei. Von Geheimnis reden sie und von zweiter Geburt und von großem Schmerz. Willi hört zu und begreift nicht. So schlimm kann das alles nicht sein, denkt er sich. Das tatau gefällt ihm, er sieht es als Zierde, als Schmuck, der zu ihm passt. Ist ja auch nicht sein erstes Tattoo, der Indianer auf der Schulter, der Skorpion auf der Brust.

"Riechst du das?", fragt Willi einen Helfer in der Hütte. Es stinkt nach verfaultem Fleisch. Der Mann nickt. Es ist der Geruch der Wunden, der Säfte, des verkrusteten Bluts, der Geruch der Verwesung. "Da fing ich an zu begreifen", sagt Willi, "von wegen Wiedergeburt und so. Man muss zuerst sterben, verstehst du?"

Elfter Tag, zwölfter Tag. Kein Schlaf, nie, nicht nachts, nicht tags. Aber auch keine Müdigkeit, zu sehr siedet das Blut. Kein Hunger, kein Durst, man füttert ihn. Kein Harndrang, kein Stuhlgang, tagelang nicht. Geschwollen das Geschlecht, empfindungstaub, keinerlei Begehren. Der Kopf gedankenleer. Kein Wille mehr. Kein Willi.

Dann, am 14. Tag, wird Willi neu geboren.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,410073,00.html

Little Germanys Untergang

"Es war die größte zivile Schiffskatastrophe in den USA: Als der Schaufelraddampfer "General Slocum" 1904 in New York sank, starben mehr als tausend deutschstämmige Einwanderer. Das Unglück besiegelte den Untergang der deutschen Gemeinde auf der Lower East Side."
http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,497859,00.html

Wir Kinder von Givær

Nein, sagt Olaug, keinesfalls sei sie mit allen auf Givær einer Meinung, keinesfalls würde sie denen alles von sich erzählen, keinesfalls seien das alles ihre Freunde. Aber man respektiere den Standpunkt des anderen, und eine gute Nachbarin, das sei sie schon. "Wir müssen einander helfen. Wir müssen einander wiedersehen. Wir müssen Lösungen finden", sagt Olaug. "Wir sind keine besseren Menschen hier." Oder vielleicht doch?