Nur - welche Kompetenzen haben diese Kontrollinstanzen denn? Sie können doch gerade mal Empfehlungen aussprechen - ob diese dann befolgt werden, steht in den Sternen.
Schily schießt über das Ziel hinaus, ein Datenschützer hebt darob beharrlich die Hand - und muß sich dann anhören, dass er seine Kompetenzen überschreiten würde. Bitte?
Vor ein paar Jahren wurde noch über die ethische Vertretbarkeit von Transplantationen einzelner Extremitäten diskutiert. Jetzt stehen wir in Amerika kurz vor der ersten Gesichtsverpflanzung - die Ethikkommission gab grünes Licht ... - und schon einen Tag nach der Verkündung ist die Meldung unter "ferner liefen" abgetaucht.
Mediziner in Deutschland beruhigen - hier gibt es Bestimmungen, die solch einen Fall nicht zulassen ("Die Anonymität des Spenders muss gewährleistet sein"). Aber mal ernsthaft: wenn die Transplantation eines Gesichts vor Jahren noch weltweit ein Tabu war, jetzt jedoch teilweise zugelassen wird, warum sollte es hierzulande nicht auch so weit kommen?
Amerikanische Ärzte relativieren ja schon eifrig und liefern den deutschen Kollegen Argumente - bspw. würden sich die übertragenen Hautpartien nebst Muskelschicht den Knochenstrukturen des Empfängers anpassen, die Wahrscheinlichkeit, dass der Empfänger anschließend dem Spender sehr ähnlich sehe, sei also recht gering.
Aber ehrlich, allein beim Gedanken daran, dass es bald etliche gesichtslose Tote in den Gräbern der Welt geben könnte, treibt mir einen eisigen Schauer über den Rücken.
Und wir sind wieder einen Schritt weiter auf dem Weg zum "Ersatzteillager Klon".
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P.S. Ihr könnt hier ruhig Diskussionen vom Zaun brechen - oder auch eigene Beiträge schreiben, die Blogosphäre steht jedem offen!