ChatKult FORUM · Next 1.0.7
Forenübersicht » [ Kontrovers ] » Geiselnahme: Osthoffs Fahrer unter Verdacht

Geiselnahme: Osthoffs Fahrer unter Verdacht

http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=22860&DDI=3303


kann dazu nix weiter sagen ... finde nur das es wichtig ist was in dem fall rauskommt...

dada
(Link herausgenommen wegen ständiger Aktualisierung)

und

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5077062_REF1,00.html

Sry, aber für so eine Stellungnahme haben Menschen lange Verhandlungen geführt und ihr Lebens riskiert?

Mir fehlt das Verständnis dafür, wie man erklären kann, dass es einzig und allein um humanitäre Hilfe aus Deutschland ging. Wo kommen wir denn hin, wenn alles mit Entführungen und sonstigen kriminellen Energien durchgesetzt wird und es einfach damit abgetan ist, dass es ja "nur gut gemeint war"?

Es ist der Hohn, dass die Entführte selbst alles so darstellt, als ob die Entführer es nicht so gemein hätten. Sie ist froh, nicht in die Hände von Kriminellen gefallen zu sein? Was sind denn die Entführer sonst? Menschenleben für Stunden, Tage und Wochen zu rauben ist nichts kriminelles?

Es gibt andere Wege als diesen, um Hilfe zu bekommen. Soll sie doch zurück in den Irak gehen. Aber finanzielle Hilfe würde ich ihr nicht geben. Was berechtigt sie, um finanzielle Hilfe aus Deutschland zu bitten, obwohl sie Deutschland den Rücken gekehrt hat und sich gar nicht mehr als Mitbürgerin fühlt?
Naja, ihr Grund im Irak zu sein, das "Arbil-Projekt" ist jetzt gestorben und kriegt keinerlei finanzielle Unterstützung mehr. Ich hab gestern im "stern" ein Portrait über sie gelesen und bisher hatte sie eigentlich immer nur Glück, dass sie wieder auf den Füßen gelandet ist. Finanzielle Hilfe wird ihr oft durch "befreundete Scheichs" gewährt. Ihre Tochter, die in Deutschland lebt, ist zum Beispiel in einem Internat - "durch Freunde finanziert".

Jetzt hat die Bundesregierung sicher einen ganzen Batzen zahlen müssen, damit sie freigelassen wird und man kann ja wirklich nicht gerade behaupten, dass sie sich unheimlich dankbar zeigt. Nach Deutschland wolle sie nicht zurück, obwohl gerade dieses Land es war, dass für ihre Freilassung gekämpft hat. Wahrscheinlich hat sie sich von ihrer ganzen Einstellung und Lebensweise und ihren Überzeugungen sofern von diesem (unserem) Land entfernt, dass vielleicht das Verständnis fehlt um zu begreifen, was für sie geleistet wurde.

Dennoch ist jeder seines Glückes Schmied und wenn sie unbedingt zurück will, dann sollte man sie ziehen lassen. Wenn sie eines Tages für ihre Überzeugung sterben muss, wird sich das "deutsche" Mitleid wohl in Grenzen halten. Ich seh das ganze mit sehr gemischten Gefühl und kann keine eindeutige Stellung beziehen...

Gruß,
(schwarz)carina
nun verdichten sich ja die meldungen, die der sache ein ganz anderes gesicht geben.

osthoff soll für einen deutschen geheimdienst gearbeitet haben und dann sieht so eine entführung natürlich ganz anders aus. wurden da nicht etwa millionen steuerbeiträge für den freikauf eines spitzels verschleudert?
blackcat schrieb:
Wo kommen wir denn hin, wenn alles mit Entführungen und sonstigen kriminellen Energien durchgesetzt wird und es einfach damit abgetan ist, dass es ja "nur gut gemeint war"?
Ganz so kann man das meiner Meinung nach nicht sehen.
Der Irak braucht ganz eindeutig Hilfe- und die Zivilisten viel mehr, als die Bankiers oder Politiker.
Die letzteren sind in der Lage diplomatische Verhandlungen zu führen... aber haben die es persönlich nötig?
Sind nicht vielmehr die Bürger die leidtragenden... diejenigen, die aber weder die Macht haben, um Forderungen zu stellen, noch wissen wie genau sie das anstellen können?!

Ich gebe Dir Recht, dass es nicht zu entschuldigen ist, auf diese Art und Weise Gehör zu finden. Aber sie rufen nach Hilfe- und wir sind nicht berechtigt Rachegefühle aufkommen zu lassen und ihnen diese zu verweigern.

Wer weiß, was passieren wird, wenn man die Menschen weiterhin ignoriert? Kaum einer kann das Ausmaß abschätzen.
Aber Susanne kennt die Leute dort, wie kein anderer Deutscher. Sie weiß, welche Beweggründe wo hinter stecken und kann Leidende Gruppierungen und Terroristen wohl unterscheiden.

Niemand hat das Recht ihr eine Einreise in den Irak zu verbieten, es handelt sich um ihre Freiheit.
Man kann ihr sagen, dass sie dies auf eigene Verantwortung tut und Deutschland im Falle des Falles nicht eintreten wird, aber alles andere ist illegal.
Es wäre, als würde man einen Studenten Parties und Alkohol verbieten, nur weil diesem nach dem Feiern einmal gewisse Dinge passiert sind.
Und wieder Neuigkeiten. Was meint Ihr dazu?

http://www.rtl.de/news/rtl_aktuell_artikel.php?article=16&pos=3