Also erstmal- klasse Beitrag carina ;) Ist eine sehr interessante Topic, wie ich finde!
Lebensqualität nimmt ab, wenn alles Gewohnheit wird
Das genau kann ich nicht sagen.Bei mir ist es eher andersrum- Dinge, die man tut, weil man es schon immer getan hat... die in gewisser Hinsicht schon zur kleinen Tradition geworden sind, die tragen zu meiner Lebensqualität bei.
Jeden morgen die Kaffeemaschiene brodeln hören und den bekannten Stimmen der Radiomoderatoren lauschen, nachmittags pünktlich zur Lieblingssendung vor dem TV zu sitzen, einmal die Woche Freunde im Café treffen, Freitag abends den bekannten DVD-Abend wiederholen, Samstag Nachmittag Strand, am abend grillen etc.
Diese Überschaubarkeit finde ich nett- genau zu wissen, wie es in etwas sein wird und trotzdem gespannt sein, welche Überraschungen es noch geben könnte.
Es ist ein schönes Gefühl nachts im Bett zu liegen und sich zu überlegen, wie genial es sein wird!
Ich möchte nicht auf mein Lieblingscafé am Strand verzichten, in welchem ich bestimmt 3mal die Woche zum frühstücken gehe. Es wird nicht langweilig- es gibt meinem Leben feste Strukturen.
Das neue finde ich auch in Ordnung- aber nicht grundsätzlich. Ich bin kein sehr spontaner Mensch, gerate leicht in Unsicherheit, wenn ich nicht genau abschätzen kann, was mich erwartet.
Ein materieller Mensch bin ich nicht so wirklich. Ich möchte zwar nicht auf meinen Laptop, den TV und die eigene Wohnung verzichten; gebe mich aber auch genau zufrieden mit dem, was ich habe.
Ich träume von keiner Traumvilla in irgendeinem exotischen Land, stehe nicht auf die neuesten Klamotten oder Designer Wear... ein Auto brauche ich auch nicht zum Leben.
Ich möchte nichts weiter, als dass alles so bleibt, wie es ist.
Wie ghost bereits gesagt hat- Gesundheit ist natürlich das wichtigste von allem. Früher konnte ich diese nicht so wirklich wert schätzen... denn solange man gesund ist, geht man ja nicht davon aus, dass es sich in nächster Zeit mal ändern könnte.
Genau das sehe ich jetzt anders. Ich habe 2 Menschen verloren, die mir viel bedeutet haben. 2 weitere sind verstorben, von denen ich nie gedacht hätte, dass es sie so schnell mal erwischen würde.Wo man auch hinhört- der Krebs macht vor niemanden Halt und man kann ihn auch durch nichts vermeiden.
Es hat mir bewusst gemacht, wie wertvoll das Leben- das pure Hier und Jetzt, ohne Schnörkel und Bim Bam drumherum doch ist... und wie schnell das einfach schwinden kann.
Nichts weiter als Gesundheit für mich und meine Liebsten steht im Vordergrund. Das muss einfach erste Priorität haben- sonst ist Lebensqualität auch garnicht möglich.
Ansonsten glaube ich nicht, dass meine Lebensqualität mit zunehmenden Alter abnehmen wird. Zwar glaube ich ab und zu verzweifeln zu müssen, weil die Zeit so schnell vergeht und ich mich in meine Kindheit zurücksehne- aber ich habe noch viele Träume.
Ich möchte viel mehr von der Welt sehen... möchte mein Berufsziel erreichen, eine Spur auf dieser Welt hinterlassen- irgendwo etwas bewegen- also gemeinnützig tätig sein, meiner Familie die Wünsche erfüllen und mich selbst weiter bilden.
Solange, wie ich nicht das Gefühl habe am Ziel zu sein und nach irgendetwas (nicht materielles) strebe, wird meine Lebensqualität bestimmt nicht abnehmen.
Ob aber alte Mensche in unserer heutigen Gesellschaft ein schönes Leben haben, weiß ich nicht. Vielleicht empfinden sie es als schön. Ich würde dies nicht tun.
Auf sie prasselt eine Neuerung technischer Geräte ein, die sie einfach nicht mehr einordnen können. Computer, CD-Player,mp3%27s, das Internet - drahtlos per WLan oder doch eher UMTS?Meine Oma jedenfalls versteht nur Bahnhof und versucht sich krampfhaft aus allem heraus zu halten.
Ich persönlich, bestimmt kein Technikfreak, würde mich trotzdem total ausgeschlossen fühlen. Ich könnte diese Grenze, die mich von der jüngeren Generation trennt nicht akzeptieren.
Auch die festen, teilweise noch sehr konservativen Strukturen würden mich nerven.
Benimm Dich in der Öffentlichkeit, Frauen hinter den Herd, Mund zu, wenn der Mann redet, "Ihh, das ist ein Schwuler" usw.
Naja, sie kennen es ja nicht anders... darum kann ich es ja nicht beurteilen.
Aber materiell gesehen, also rententechnisch betrachtet, geht es der aktuellen Generation ja noch ganz ok ;)