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Lebensqualität

So meine Lieben,

heute wenden wir uns mal einer Thematik zu, die uns alle betrifft. Jeden einzelnen und jeden anders, da wir, wie wir bereits in einem anderen aktuellen Thread erfahren durften, dass wir alle In-di-vi-dua-lis-ten (schön langsam lesen, sonst werden Buchstaben übersehen, was zu Misstverständnissen führen kann :-grins) sind.

Also was bedeutet Lebensqualität für euch? Was macht euer Leben aus? Was erfüllt euch so mit Freude, dass ihr ständig und jederzeit bereit seid eure (tatsächlich) begrenzte Zeit zu widmen?

Bedeutet es, einen guten Job zu haben, viel Geld zu verdienen und sich vieles leisten zu können? Seid ihr eher Materialisten?

Ist es das größte, zu seiner Frau/seinem Mann (Freund, Freund) nach Hause zu kommen und gemeinsam einen schönen Tag zu verbringen?

Was ist eure Definition von Lebensqualität und wie zeichnet sie sich in eurem Leben ab?

Vielleicht ist es ja auch das geilste, als erster die neue X-Box zu haben und die ganze Nacht durchzudaddeln?

Oder gemmeinnützig tätig zu sein und mit einem guten Gefühl heim zu gehen?

Viele Reisen unternehmen und fremde Länder/Kulturen kennenzulernen?

Freunde? Familie? Wie groß ist deren Einfluss auf euer Leben?

Meint ihr, dass die Lebensqualität im Laufe der Zeit (also mit dem älter werden) abnimmt?
Haben alte Menschen in unserer Gesellschaft ein schönes Leben? Oder kann man nur jung sein Leben genießen?

Fragen über Fragen, würd mich wirklich interessieren was ihr denkt und hoffe, dass ihr euch beteiligt.

Gruß,
Carina
gemeinnützig wird nur mit einem m geschrieben und noch n edit war mir jetzt zu blöd s-)

verzeihung :-beg
Also, ich sitze des öfteren mal am Telefon und höre mir die Sorgen der Mitmenschen an, die das wirklich brauchen. Es freut mich persönlich, wenn ich helfen konnte.

Zum Ausgleich brauche die Nähe zu den Tieren. Zumindest Samstags kümmere ich mich um die Pferde.)

Arbeit zu haben, ist sehr wichtig. Jeden Werktag bin ich an der Arbeit und am Nachmittag beschäftige ich mich noch so zwei - drei Stunden mit meinen Projekten (HP, Servern, Netzwerken und auch meetinx).

Lebensqualität nimmt ab, wenn alles Gewohnheit wird. Und/ oder wenn wichtige Dinge im Leben verschwinden (durch Tot, Diebstahl usw.). Habe in dieser Hinsicht noch keine schlimmen Erfahrungen gemacht. Hier und da mal Tiere sterben sehen, Menschen noch weniger, aber das hat mich nicht länger als den einen Tag beeindruckt.

Jeder Mensch hat seine eigene Individuelle Vorstellung vom Leben, und das ist gut so!

Alles Gute Euch allen!

Picasso
wow! ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber das hier

Hier und da mal Tiere sterben sehen, Menschen noch weniger, aber das hat mich nicht länger als den einen Tag beeindruckt.


klingt mE reichlich abgestumpft. Wenn ich sowas allein höre, beschäftigt mich das ne ganze Zeit. Dich nicht? Woran liegt das?
Ich glaube die Punkte, die jedem Einzelnen unter uns wichtig sind, verändern sich im Laufe des Lebens zumeist. Wenn ich mich selber mal betrachte, kann ich in einigen Punkten einen sehr großen Wandel sehen.

Vor einigen Jahren war es mir wichtig, möglichst viel zu verdienen und generell viel Geld zu haben. Mittlerweile ist dieser Wunsch kaum noch ausgeprägt. Durch meinen Einstieg in die Selbstständigkeit vor 2 Jahren, die Gründung einer Firma und durch die Veränderung meines Charakters an sich ist mir das Thema Geld nicht mehr so wichtig. Natürlich - Geld muß verdient werden denn es sorgt für Sicherheit aber viel wichtiger sind dann doch andere Dinge:

Die Gesundheit von mir selber und natürlich der Menschen, die mir am nächsten stehen - Familie, meine Partnerin und mein Umfeld an sich. Erfolg zu haben ist mir ebenfalls noch immer sehr wichtig aber das drückt sich weniger darin aus, wieviel "Macht" ich über Andere habe sondern wie weit ich mit meinen eigenen Ideen, mit meiner Persönlichkeit im Job komme. Ich habe so vieles im Berufsleben gelernt und auch erfahren (müssen) - sowohl positives wie auch negatives, dass ich mir mein ganz persönliches Bild im Leben gemacht habe.

Lebensqualität bedeutet für mich, mit meiner Partnerin einfach einen schönen, ruhigen Tag zu haben. Was zu kochen, essen zu gehen oder mal ins Kino. Dinge, die uns immer wieder dazu bringen, etwas schönes zusammen zu erleben. Heute war die besondere Lebensqualität, mit ihr zum IKEA zu fahren, dort zu frühstücken und mehrere Stunden zu bummeln :-)

Freunde haben ganz ehrlich aktuell nur einen relativ begrenzten Raum in meinem Leben. Auch dort spielen Erfahrungen eine ganz große Rolle. Wobei sich das mit jedem Tag, der vorübergeht, nun auch wieder ändert. In letzter Zeit merke ich wieder wie schön es ist, wenn man sich zwischendurch bei bestimmten Menschen meldet, fragt wie es ihnen geht und Hilfe anbietet. Ja, zur Lebensqualität gehört es für mich auch, Freunde zu haben. Und zwar nicht perfekte Freunde, sondern Freunde mit Fehlern die sie gerade deswegen zu besonderen Menschen machen.

Es gibt noch so vieles was ich schreiben könnte aber vielleicht erzähle ich später ja noch was :-)

Viele Grüße
Alper
carina schrieb:
wow! ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber das hier

Hier und da mal Tiere sterben sehen, Menschen noch weniger, aber das hat mich nicht länger als den einen Tag beeindruckt

klingt mE reichlich abgestumpft. Wenn ich sowas allein höre, beschäftigt mich das ne ganze Zeit. Dich nicht? Woran liegt das?
Ganz einfach denke ich: Gewöhung.

Ein Beispiel: Nächste Woche Dienstag werden die Fohlen von den Müttern getrennt, weil es Zeit ist, sie abzusetzen. Am Mittwoch, einen Tag später wird die eine Stute namens "Lilli" zur Tötung abgeholt. Sie kann nicht geritten werden und ist wegen ihres Alters von 18 Jahren nicht mehr zur Zucht geeignet.

Ich weiß nicht, wie oft ich bei diesem Pferd geschlafen habe um das Wunder der Geburt abzuwarten und ich weiß nicht, wie viele Ihrer 12 Fohlen ich selber aus Ihr gezogen habe. Aber ich verstehe die Tatsache, das Sie als Zuchtstute ausgedient hat und nun ihrem Schicksal entgegen geht. Verhindern kann ich das nicht. Wenn sich unter den Menschen hier jemand findet, der eine Beistellstute sucht, kann sich hier ein Bild von dem Pferd machen und sich bis spätestens Dienstagabend bei mir melden...

Ich selber finde es auch nicht toll und werde an diesem Tag sicherlich auch keine besonders gute Laune haben, aber es gehört zum Alltag und es ist nicht das erste Mal...

Mit freundlichen Grüßen

Picasso
Also erstmal- klasse Beitrag carina ;) Ist eine sehr interessante Topic, wie ich finde!

Lebensqualität nimmt ab, wenn alles Gewohnheit wird


Das genau kann ich nicht sagen.Bei mir ist es eher andersrum- Dinge, die man tut, weil man es schon immer getan hat... die in gewisser Hinsicht schon zur kleinen Tradition geworden sind, die tragen zu meiner Lebensqualität bei.
Jeden morgen die Kaffeemaschiene brodeln hören und den bekannten Stimmen der Radiomoderatoren lauschen, nachmittags pünktlich zur Lieblingssendung vor dem TV zu sitzen, einmal die Woche Freunde im Café treffen, Freitag abends den bekannten DVD-Abend wiederholen, Samstag Nachmittag Strand, am abend grillen etc.
Diese Überschaubarkeit finde ich nett- genau zu wissen, wie es in etwas sein wird und trotzdem gespannt sein, welche Überraschungen es noch geben könnte.
Es ist ein schönes Gefühl nachts im Bett zu liegen und sich zu überlegen, wie genial es sein wird!
Ich möchte nicht auf mein Lieblingscafé am Strand verzichten, in welchem ich bestimmt 3mal die Woche zum frühstücken gehe. Es wird nicht langweilig- es gibt meinem Leben feste Strukturen.

Das neue finde ich auch in Ordnung- aber nicht grundsätzlich. Ich bin kein sehr spontaner Mensch, gerate leicht in Unsicherheit, wenn ich nicht genau abschätzen kann, was mich erwartet.

Ein materieller Mensch bin ich nicht so wirklich. Ich möchte zwar nicht auf meinen Laptop, den TV und die eigene Wohnung verzichten; gebe mich aber auch genau zufrieden mit dem, was ich habe.
Ich träume von keiner Traumvilla in irgendeinem exotischen Land, stehe nicht auf die neuesten Klamotten oder Designer Wear... ein Auto brauche ich auch nicht zum Leben.
Ich möchte nichts weiter, als dass alles so bleibt, wie es ist.

Wie ghost bereits gesagt hat- Gesundheit ist natürlich das wichtigste von allem. Früher konnte ich diese nicht so wirklich wert schätzen... denn solange man gesund ist, geht man ja nicht davon aus, dass es sich in nächster Zeit mal ändern könnte.
Genau das sehe ich jetzt anders. Ich habe 2 Menschen verloren, die mir viel bedeutet haben. 2 weitere sind verstorben, von denen ich nie gedacht hätte, dass es sie so schnell mal erwischen würde.Wo man auch hinhört- der Krebs macht vor niemanden Halt und man kann ihn auch durch nichts vermeiden.
Es hat mir bewusst gemacht, wie wertvoll das Leben- das pure Hier und Jetzt, ohne Schnörkel und Bim Bam drumherum doch ist... und wie schnell das einfach schwinden kann.
Nichts weiter als Gesundheit für mich und meine Liebsten steht im Vordergrund. Das muss einfach erste Priorität haben- sonst ist Lebensqualität auch garnicht möglich.

Ansonsten glaube ich nicht, dass meine Lebensqualität mit zunehmenden Alter abnehmen wird. Zwar glaube ich ab und zu verzweifeln zu müssen, weil die Zeit so schnell vergeht und ich mich in meine Kindheit zurücksehne- aber ich habe noch viele Träume.
Ich möchte viel mehr von der Welt sehen... möchte mein Berufsziel erreichen, eine Spur auf dieser Welt hinterlassen- irgendwo etwas bewegen- also gemeinnützig tätig sein, meiner Familie die Wünsche erfüllen und mich selbst weiter bilden.
Solange, wie ich nicht das Gefühl habe am Ziel zu sein und nach irgendetwas (nicht materielles) strebe, wird meine Lebensqualität bestimmt nicht abnehmen.

Ob aber alte Mensche in unserer heutigen Gesellschaft ein schönes Leben haben, weiß ich nicht. Vielleicht empfinden sie es als schön. Ich würde dies nicht tun.
Auf sie prasselt eine Neuerung technischer Geräte ein, die sie einfach nicht mehr einordnen können. Computer, CD-Player,mp3%27s, das Internet - drahtlos per WLan oder doch eher UMTS?Meine Oma jedenfalls versteht nur Bahnhof und versucht sich krampfhaft aus allem heraus zu halten.
Ich persönlich, bestimmt kein Technikfreak, würde mich trotzdem total ausgeschlossen fühlen. Ich könnte diese Grenze, die mich von der jüngeren Generation trennt nicht akzeptieren.
Auch die festen, teilweise noch sehr konservativen Strukturen würden mich nerven.
Benimm Dich in der Öffentlichkeit, Frauen hinter den Herd, Mund zu, wenn der Mann redet, "Ihh, das ist ein Schwuler" usw.
Naja, sie kennen es ja nicht anders... darum kann ich es ja nicht beurteilen.
Aber materiell gesehen, also rententechnisch betrachtet, geht es der aktuellen Generation ja noch ganz ok ;)