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[Voting Diskussion]: Deutsche Soldaten in Afghanistan. Unterstützung oder Demontierung?

Hallo @all,

Seit einiger Zeit ist es amtlich: Deutschland schickt Soldaten in das umkämpfte Afghanistan, um den Bündnisspartner USA bei der Bekämpfung der Taliban und des internationalen Terrorismus zu unterstützen. Dabei sollen die Soldaten zunächst nicht direkt in den Kampf eingreifen sondern "nur" hinter den feindlichen Linien Versorgungen absichern und humanitäre Hilfen unterstützen.

Was haltet Ihr von dem Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan? Ist es ein zwingender Schritt, der schon lange nötig war, oder ist es falsch, daß sich Deutschland in einen Kampf begibt, der tausende von Kilometern entfernt ist? Was haltet Ihr generell von dem Einsatz von Soldaten für die oppositionelle Nordallianz? Haben andere Länder das Recht sich in die internen Angelegenheiten von Ländern einzumischen?

Die Diskussion wird dieses Mal von Abalone und Sam_Naseweiss geleitet. Wir sind auf Eure Meinungen gespannt.

Euer meetinx-Team
YOU are the Community

PS: Weitere Diskussionen zum aktuellen Weltgeschehen, Philosophie und Menschlichkeit findet Ihr in unserem [Arena]-Forum.
Ich halte absolut NIX davon, deutsche Soldaten in das umkämpfte Afghanistan zu schicken, um den Bündnisspartner USA bei der Bekämpfung der Taliban und des internationalen Terrorismus zu unterstützen. (Ich bin generell gegen die Angriffe auf Afghanistan)


KRIEG ist niemals eine Lösung, und allerhöchsten bei der Verteidigung
gegen einen Angriff ein Mittel um Menschen vor Schaden zu
BEWAHREN!!!

Aber der Gedanke, dass Politiker in aller Welt einen militärischen
Schlag gegen das vermutliche Land des "Drahtziehers" in Betracht
ziehen, veranlassen oder auch nur untersützen, und dass alles in Kenntnis der möglichen verheerenden Konsequenzen, der Möglichkeit von viel mehr als Zehntausenden von unschuldigen
Opfern, ist eigentlich unvorstellbar.

Eine weltweite Bestürzung....
Wäre es jetzt nicht vielmehr eine weltweite Aufgabe gewesen, einen Krieg zu verhindern, zu verhindern, dass noch viel mehr Unschuldige sterben???

...doch wie viele rufen nach Vergeltung, nach noch mehr Tod...

Selbst diese Katastrophe hat die Menschen nicht dazu gebracht,
aus ihren Fehlern zu lernen.

Viele Grüße,
Vivien :)
Es heisst auch noch über 2 Monaten noch: Der mutmassliche Drahtzieher der Anschläge.

Tja, wenn eine Katze aus den Trümmern des WTC gerettet wird, dann ist das ja auch wichtiger, als den Menschen in aller Welt einen Beweis zu präsentieren, auch wenn es nur ein einziger Beweis ist.

ReneeW
Wenn man sich fragt, welche Ergebnisse die Anti-Terror-Allianz bisher in Afghanistan erreicht hat, so ist "nur" die Schwächung des Taliban-Regimes zu nennen.
Das Taliban-Regime wurde schon länger ob ihrer menschenverachtenden Praktiken kritisiert, besonders von AI.
Es wurde aber nichts gegen die Taliban unternommen, sie waren lange Zeit Verbündete der USA.

Es ist auf jeden Fall begrüßenswert, daß die Taliban geschwächt wurden (besiegt sind sie noch nicht, denn sie haben sich dorthin zurückgezogen, wo sie am gefährlichsten sind - in Fels- und Bergland). Ohne massiven Einsatz von Bodentruppen wird man sie dort nicht vertreiben können und eine Einsetzung einer neuen Regierung wird den kommenden Guerillakrieg und eventuelle von Taliban-Freunden geplante Terroranschläge auch nicht verhindern können.
Es liegen bisher noch keine konkreten Beweise für die Beteiligung Osama Bin Ladens an den Terroranschlägen vor, während sich die Widersprüche, Ungereimtheiten und Seltsamkeiten im Zusammenhang mit dem Attentat auf das WTC häufen:

http://eionews.addr.com/psyops/news/wtc_unanswered_questions.htm
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/9788/1.html
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/9865/1.html

Aber abgesehen davon, wie soll ein Krieg gegen Völker den Terrorismus beseitigen?
Wird dadurch nicht eher die Grundlage für neuen Terror gelegt?

Wie kann man nun den Terror wirksam bekämpfen?
Ich denke, dies geht nur, wenn wir die Globalisierung nicht einseitig wirtschaftlich betreiben, sondern auch sozial. Dies bedeutet, daß wir als Fernziel die Angleichung des Lebensstandards auf der ganzen Welt haben sollten. Kurz- und mittelfristig müssen die Krisenherde in Nahost und Südamerika beseitigt werden.
Dies bedeutet, daß Druck auch auf Israel, China, Algerien und südamerikanische Regierungen ausgeübt werden müßte, die im Moment von der zivilisierten Welt ungetadelt bleiben.

Ich denke, daß das, was im Moment geschieht, eine Umgestaltung der Welt ist. Die Atommacht Pakistan soll verdrängt, die Öl- und Gasvorkommen in Nahost gesichert werden.
Gefahr droht dem Staat und den Mächtigen in Politik und Wirtschaft nicht mehr von anderen Staaten, sondern von Zivilisten/Bürgern. Jeder kann ein Schläfer sein, sofern es denn die Schläfer gibt, die Beweise sind im Moment recht dünn, die meisten Verdächtigen, die festgenommen wurden, sind wieder entlassen worden. Der einzige Hinweis ist die Passagierliste, es hat sich in einigen Fällen jedoch gezeigt, daß die Namen auf der Liste falsch waren, weil sich die richtigen Personen bei der Polizei gemeldet haben.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,157856,00.html

Die Anthrax-Täter stammen vermutlich aus der USA:
http://berlinworldwide.welt.de/daten/2001/11/02/1102vm292857.htx

Die USA wollen mutmaßliche Terroristen nicht vor ein ziviles Gericht stellen, dafür würden die Beweise nicht ausreichen, sondern vor ein Militärgericht:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,167668,00.html

Wenn man überschaut wieviel Menschen im Zusammenhang mit dem Attentat auf das WTC bereits gestorben sind und die Kosten überblickt die der Krieg verursacht, so ist der Krieg mit jedem Tag, den er fortgestzt wird, eine Niederlage gegenüber dem Terrorismus.

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/9975/1.html

Es nützt wirtschaftlich (langfristig betrachtet - Öl- und Gasvorkommen!) und politisch den USA, aber der Terrorismus läßt sich dadurch nicht besiegen.
Seltsam, daß solch ein Aufwand nur für Terrorbekämpfung in die Wege geleitet wird, während das Elend, welches durch Mafia und andere Organisationen, Drogenplantagen, etc., nicht als ausreichend für eine ähnlich große und geschlossene Mobilmachung von politischen und polizeilich/militärischen Mitteln gesehen wurde.

Die Aussage Bushs, daß jedes Land potentiell Ziel von Angriffen sein könnte, und der Rückgriff auf mittelalterlich anmutende Kreuzzugsaufrufe läßt befürchten, daß der Krieg nicht auf Afghanistan beschränkt bleibt und auch nicht vor geltenden UN-Rechten und Menschenrechten halt machen wird.

http://berlinworldwide.welt.de/daten/2001/11/11/1111pte295040.htx

Ich bin der Ansicht, Deutschland sollte sich nicht an einen Krieg beteiligen, dessen Motive zweifelhaft, dessen Feind unklar ist, der Unschuldige in Tod und Elend stürzt.
Das einzige, was die Beteiligung der Bundeswehr in einem etwas günstigeren Licht erscheinen läßt, ist, daß die USA ohne Beteiligung der Bündnisspartner noch unberechenbarer handeln würde und daß die Beseitigung des Taliban-Regimes kein Übel ist.
Allerdings gäbe es in dieser Hinsicht noch viel mehr zu erledigen auf der Welt, da es aber nicht darum geht, Diktaturen und menschenverachtende Regimes zu beseitigen, sondern nützliche Regimes zu fördern und unnütze oder unbequeme zu beseitigen, wird sich am Unrecht in der Welt nichts ändern.
wobei wir an einem strittigen punkt angelangt wären,
die merzahl des deutschen volkes hält nichts oder zumindest nicht viel von der beteiligung deutscher streitkräfte. die regierung, scheint jedoch trotz einiger querelen, am ende auf einen nenner zu kommen, sprich eine entscheidung die dem volke widerstrebt.

was gilt nun zu tun?

volksbegehren, volksentscheid und andere plebiszitäre demokratiebeteiligungsmittel (komisches wort, kritik wäre nicht unberechtigt) wieder in das Grundgesetz eingliedern und dem Volk so die möglichkeit geben selber auf solcherlei wichtige entscheidungen zumindest einfluß nehmen zu können, da es ja eine entscheidung wäre, die im grunde zu einem großen teil das volk trifft!?

aber besteht nicht die gefahr, dass es zu ähnlichen ereignissen wie in der weimarer republik kommt!?

schwierige sachlage, denke mal, dass die nächsten jahre eine zeit der umbrüche sein wird, sowohl globalpolitisch als auch regional auf deutschland bezogen, und das nicht nur aufgrund des euros!

Stego
Ich habe auch über so etwas wie Volksentscheid im Zusammenhang mit Kriegsbeteiligung nachgedacht, dürfte aber wohl etwas problematisch sein, einmal weil zu langsam - eventuelle Angreifer warten bestimmt nicht das Ergebnis eines Volksentscheides ab. Man müßte hier zwischen unmittelbarer Bedrohung und Einsätze wie der in Afghanistan geplante unterscheiden.
Ein weiterer Nachteil des Volksentscheides im Zusammenhang mit Kriegsbeteiligung ist die Gefahr emotionaler Massenhyterie, das Volk könnte durch Medienberichte oder charismatische Führer manipuliert werden.

Ich denke Schröder kommt nochmal mit einem blauen Auge davon und die Bundeswehr macht sich auf den Weg in die afghanische Ödnis. Mal abwarten was passiert, wenn die ersten Bundeswehrsoldaten fallen sollten, sofern sie von den USA überhaupt für direkte Aktionen mit Feindkontakt vorgesehen sein sollten. Der Fuchs wird wohl eher für Sicherung befriedeten Gebietes verwendet werden. Er wird benutzt um chemische und biologische Kampfstoffe zu erspüren.
sicherlich käme eine volksentscheid, zu diesem zeitpunkt zu spät, doch so wie ich das sehe, wird es in den kommenden jahren noch öfter zu solcherlei schwerwiegenden entscheidungen kommen, und da man dem deutschen volke mehr demokratische einflußnahme zugestehen sollte, wäre irgendeine art plebiszitärer abstimmung, ausser der bundestagswahl angebracht.

hoffe ich drücke mich nicht unverständlich aus.

das die bundeswehr nun dieser tage ab nach afghanistan ziehen wird, sehe ich nach den jüngsten ereignissen mehr und mehr unproblematisch, der krieg scheint sich in ein massensterben der hochburgen der gotteschüler umgewandelt zu haben, erst die nächsten tage/wochen werden wirklich zeigen, was ein deutscher einsatz bewirkt.

Stego
deutschland ist eben in der NATO und da dies ein nato fall ist muss man "seinem" nato-verbuendeten eben helfen.
Man kann nicht nur "annehmlichkeiten" haben wollen aber selbst nichts riskieren wollen.
Oder man tritt aus der NATO aus und ruhe ist ...schulterzucks.

der Möglichkeit von viel mehr als Zehntausenden von unschuldigen Opfern, ist eigentlich unvorstellbar.

Was ist eigentlich mit den unschuldigen opfern im WTC oder im flugzeug?

Eine weltweite Bestürzung....
Wäre es jetzt nicht vielmehr eine weltweite Aufgabe gewesen, einen Krieg zu verhindern, zu verhindern, dass noch viel mehr Unschuldige sterben???

Es waere nie soweit gekommen, wenn der taliban bin laden ausgeliefert haette.

Frage mich ernsthaft wie "man" reden wuerde, wenn ein flugzeug, z.b. in frankfurt in den fernsehturm geflogen waere.

dasti
deutschland ist eben in der NATO und da dies ein nato fall ist muss man "seinem" nato-verbuendeten eben helfen.
Man kann nicht nur "annehmlichkeiten" haben wollen aber selbst nichts riskieren wollen.

Hi Dasti!
Sicherlich, dass habe ich auch nicht gesagt. Aber die USA hat nicht einmal den Einsatz von deutschen Soldaten angefordert (soweit wir es wissen). Das hat Schröder von sich aus angeboten- und darum gehts!


Eine weltweite Bestürzung....
Wäre es jetzt nicht vielmehr eine weltweite Aufgabe gewesen, einen Krieg zu verhindern, zu verhindern, dass noch viel mehr Unschuldige sterben???

Es waere nie soweit gekommen, wenn der taliban bin laden ausgeliefert haette.

Das KANN sein, aber so ist es nunmal nicht!

Viele Grüße,
raini




Haben wir es wirklich nötig unsere Jungs in den Tod zu schicken um uns bei den USA noch weiter anzubiedern?
http://members.tripod.de/cally7/TheGladiator.gif
hi raini,

ich persoenlich find es gut vom Schroeder, dass er ohne anfrage "seine" hilfe angeboten hat. Denn gemeinsam muss der terrorismus bekaempft werden und nicht nur von einem land.

gladiator ...ich glaube kaum, dass unsere jungs in den tod geschickt werden ...tztzt.

offtopic ...hatte in meinem ersten beitrag viel mehr geschrieben ...hm

dasti
Denn gemeinsam muss der terrorismus bekaempft werden und nicht nur von einem land.
es bleibt immer noch die frage, ob dies der richtige weg ist, den terrorismus zu bekämpfen, dasti.
für mich ist dies nichts weiter als das herumdoktern an den symptomen. das ergreifen von bin laden (dessen schuld für mich immer noch nicht bewiesen ist) wird nicht plötzlich für ruhe sorgen - an osamas stelle werden andere rücken.
das attentat auf new york war keine kriegserklärung eines landes, sondern ein terroristischer akt. darauf mit einem angriff auf afghanistan zu reagieren, ist für mich nicht so recht nachvollziehbar. afghanistan mag osama bin laden unterschlupf gewährt haben (wobei dies auch nie stichhaltig belegt wurde) - aber nur, um diesen mann aus dem land zu holen, verwickelt man den gesamten staat in einen krieg? eine merkwürdige vorgehensweise.

dieser krieg wird nichts gegen den terrorismus ausrichten - ihm im gegenteil eher noch mehr zündstoff liefern.
wer dem terrorismus tatsächlich den nährboden entziehen will, der sollte für soziale und wirtschaftliche gerechtigkeit auf der gesamten erdkugel sorgen.

*gruß* Abalone
Ich gebe Abalone absolut Recht. Ich bin mir auch nicht sicher (ich bin mir sicher! ;)), ob DIES der richtige Weg ist, gegen den Terrorismus zu kämpfen...?!?
%27das attentat auf new york war keine kriegserklärung eines landes, sondern ein terroristischer akt. darauf mit einem angriff auf afghanistan
zu reagieren, ist für mich nicht so recht nachvollziehbar.%27
Für mich ist es unüberlegt und irgendwo unverständlich...

%27um diesen mann aus dem land zu holen, verwickelt man den gesamten staat in einen krieg? eine
merkwürdige vorgehensweise. %27
Sehe ich genauso.

rain
[i]hm ...dass bin laden sich in afghanistan aufhielt wussten sie schon und daraufhin haben sie dem taliban ein ultimatum gestellt. ausliefern oder ihr steckt mit in der scheisse. nun hat der taliban sozusagen (duch nitausliefern) bin laden gedeckt und die amis sind einmaschiert. warum wurde wohl der eine minister ermordert? weil er oeffentlich fuer die auslieferung bin ladens appeliert hat.

nurmalsofragt ...wie nach eurer meinung sollte man terrorismus bekaempfen? meint ihr durch reden aendert sich was? und mal nebenbei gesagt ...den afghanen konnte doch nix besseres passieren, als dass der taliban weg vom fenster ist, oder?

kriegserklaerung ...muss man denn erst mit bomben kommen um "den" krieg zu erklaeren? reicht es nicht aus, dass "jemand" oeffentlich den krieg mittels tv erklaert?

ich finds halt komisch, dass von einigen bin laden mehr oder weniger in schutz genommen wird und auf den amis rumgehackt wird. das waere genauso wenn jemand eine aufs maul gehauen bekommt und der schlaeger wird noch bedauert weil er ja sooo unschuldig ist.

in einem pukt geb ich euch allerdings recht ...krieg ist immer schlecht. aber sollte ein land nicht auch das recht haben "sein" land zu verteidigen? wo kaemen wir denn hin, wenn jeder grad nach lust und laune irgendwas in die luft bleast nur weil ihm die nase der deutschen, die hamburger der amis oder weil ihm die landschaft in frankreich net passt.[/i]

dasti
[i]boah ....alles was ich geschrieben hab ist nicht da ...grummelzwiewild

dasti[/i]
ich nehme einen osama bin laden nicht in schutz. trotzdem räume ich ihm das gleiche recht wie jedem menschen auf diesem planeten ein: ein mensch ist so lange unschuldig, bis seine schuld zweifelsfrei bewiesen wurde. was das fbi bisher als "beweise" veröffentlicht hat, sind nichts als indizien.

deine frage, wie man den terrorismus bekämpfen sollte, habe ich schon beantwortet: "wer dem terrorismus tatsächlich den nährboden entziehen will, der sollte für soziale und wirtschaftliche gerechtigkeit auf der gesamten erdkugel sorgen." sehr idealistisch und realitsfremd, das bestreite ich keineswegs, im gegenteil, mir ist dies sehr bewußt. daher sehe ich auch für die zukunft kein ende des terrorismus vorraus. solange es soziale ungerechtigkeit gibt, wird es den terrorismus geben.

"kriegserklaerung ...muss man denn erst mit bomben kommen um "den" krieg zu erklaeren? reicht es nicht aus, dass "jemand" oeffentlich den krieg mittels tv erklaert?"
wenn du hiermit das video osama bin ladens meinst - du bist also der meinung, die aussage eines mannes reicht aus, um krieg mit einem ganzen staat zu beginnen? nehmen wir an, ich setze mich morgen hin und erkläre in einer öffentlichen ansprache, daß ich den USA den "heiligen krieg" erkläre - dann würdest du es akzeptieren, wenn die USA als reaktion hierauf in deutschland einmaschieren?
es hat sich in den letzten wochen etwas grundlegend geändert - der feind ist heutzutage nicht mehr schön abzugrenzen, es sind keine regierungen, keine staaten - es sind einzelne gruppierungen, verteilt über die gesamte welt. soll man nun jedem islamischen staat den krieg erklären?
noch einmal: hinter dem anschlag steckt kein staat, sondern eine terroristische vereinigung. der feind läßt sich also nicht mehr einfach lokalisieren, wie es einst der fall gewesen ist.
und was das vorgehen der USA betrifft: einem land die pistole auf die brust zu setzen à la "entweder ihr liefert aus, oder es herrscht krieg" - ich bezweifle stark, daß diese vorgehensweise legitim ist. allerdings müßte ich hierzu noch auf die genauere suche nach berichten gehen.

*muß hier erstmal abbrechen* Abalone
http://www.meetinx.de/cgi-bin/mx/wwf/wwf.cgi?_AKT=20&_ID=20692&x=1834764028

ich verweise an dieser stelle konkret auf die von mir herangezogenen textauszüge in obigem beitrag.

lesen und denken,

Stego