Wenn man sich fragt, welche Ergebnisse die Anti-Terror-Allianz bisher in Afghanistan erreicht hat, so ist "nur" die Schwächung des Taliban-Regimes zu nennen.
Das Taliban-Regime wurde schon länger ob ihrer menschenverachtenden Praktiken kritisiert, besonders von AI.
Es wurde aber nichts gegen die Taliban unternommen, sie waren lange Zeit Verbündete der USA.
Es ist auf jeden Fall begrüßenswert, daß die Taliban geschwächt wurden (besiegt sind sie noch nicht, denn sie haben sich dorthin zurückgezogen, wo sie am gefährlichsten sind - in Fels- und Bergland). Ohne massiven Einsatz von Bodentruppen wird man sie dort nicht vertreiben können und eine Einsetzung einer neuen Regierung wird den kommenden Guerillakrieg und eventuelle von Taliban-Freunden geplante Terroranschläge auch nicht verhindern können.
Es liegen bisher noch keine konkreten Beweise für die Beteiligung Osama Bin Ladens an den Terroranschlägen vor, während sich die Widersprüche, Ungereimtheiten und Seltsamkeiten im Zusammenhang mit dem Attentat auf das WTC häufen:
http://eionews.addr.com/psyops/news/wtc_unanswered_questions.htmhttp://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/9788/1.htmlhttp://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/9865/1.htmlAber abgesehen davon, wie soll ein Krieg gegen Völker den Terrorismus beseitigen?
Wird dadurch nicht eher die Grundlage für neuen Terror gelegt?
Wie kann man nun den Terror wirksam bekämpfen?
Ich denke, dies geht nur, wenn wir die Globalisierung nicht einseitig wirtschaftlich betreiben, sondern auch sozial. Dies bedeutet, daß wir als Fernziel die Angleichung des Lebensstandards auf der ganzen Welt haben sollten. Kurz- und mittelfristig müssen die Krisenherde in Nahost und Südamerika beseitigt werden.
Dies bedeutet, daß Druck auch auf Israel, China, Algerien und südamerikanische Regierungen ausgeübt werden müßte, die im Moment von der zivilisierten Welt ungetadelt bleiben.
Ich denke, daß das, was im Moment geschieht, eine Umgestaltung der Welt ist. Die Atommacht Pakistan soll verdrängt, die Öl- und Gasvorkommen in Nahost gesichert werden.
Gefahr droht dem Staat und den Mächtigen in Politik und Wirtschaft nicht mehr von anderen Staaten, sondern von Zivilisten/Bürgern. Jeder kann ein Schläfer sein, sofern es denn die Schläfer gibt, die Beweise sind im Moment recht dünn, die meisten Verdächtigen, die festgenommen wurden, sind wieder entlassen worden. Der einzige Hinweis ist die Passagierliste, es hat sich in einigen Fällen jedoch gezeigt, daß die Namen auf der Liste falsch waren, weil sich die richtigen Personen bei der Polizei gemeldet haben.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,157856,00.htmlDie Anthrax-Täter stammen vermutlich aus der USA:
http://berlinworldwide.welt.de/daten/2001/11/02/1102vm292857.htxDie USA wollen mutmaßliche Terroristen nicht vor ein ziviles Gericht stellen, dafür würden die Beweise nicht ausreichen, sondern vor ein Militärgericht:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,167668,00.htmlWenn man überschaut wieviel Menschen im Zusammenhang mit dem Attentat auf das WTC bereits gestorben sind und die Kosten überblickt die der Krieg verursacht, so ist der Krieg mit jedem Tag, den er fortgestzt wird, eine Niederlage gegenüber dem Terrorismus.
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/9975/1.htmlEs nützt wirtschaftlich (langfristig betrachtet - Öl- und Gasvorkommen!) und politisch den USA, aber der Terrorismus läßt sich dadurch nicht besiegen.
Seltsam, daß solch ein Aufwand nur für Terrorbekämpfung in die Wege geleitet wird, während das Elend, welches durch Mafia und andere Organisationen, Drogenplantagen, etc., nicht als ausreichend für eine ähnlich große und geschlossene Mobilmachung von politischen und polizeilich/militärischen Mitteln gesehen wurde.
Die Aussage Bushs, daß jedes Land potentiell Ziel von Angriffen sein könnte, und der Rückgriff auf mittelalterlich anmutende Kreuzzugsaufrufe läßt befürchten, daß der Krieg nicht auf Afghanistan beschränkt bleibt und auch nicht vor geltenden UN-Rechten und Menschenrechten halt machen wird.
http://berlinworldwide.welt.de/daten/2001/11/11/1111pte295040.htxIch bin der Ansicht, Deutschland sollte sich nicht an einen Krieg beteiligen, dessen Motive zweifelhaft, dessen Feind unklar ist, der Unschuldige in Tod und Elend stürzt.
Das einzige, was die Beteiligung der Bundeswehr in einem etwas günstigeren Licht erscheinen läßt, ist, daß die USA ohne Beteiligung der Bündnisspartner noch unberechenbarer handeln würde und daß die Beseitigung des Taliban-Regimes kein Übel ist.
Allerdings gäbe es in dieser Hinsicht noch viel mehr zu erledigen auf der Welt, da es aber nicht darum geht, Diktaturen und menschenverachtende Regimes zu beseitigen, sondern nützliche Regimes zu fördern und unnütze oder unbequeme zu beseitigen, wird sich am Unrecht in der Welt nichts ändern.