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Fast hätte ich gelacht...

... als ich heute morgen folgenden Bericht in der Zeitung las.

Terroristenführer Osama bin Laden hat nach einem Bericht des Londoner "Sunday Telegraph" die Angriffe auf New York und Washington als "legitim" verteidigt. Die Zeitung erhielt nach eigenen Angaben im Nahen Osten "Zugang" zu einem Video mit bin Laden, das Ende Oktober in den Berggebieten Afghanistans aufgenommen wurde.
Die Aufnahme soll laut "Sunday Telegraph" in dieser Woche von den USA und Großbritannien als (blau)"zentrales Beweisstück"(/blau) gegen bin Laden vorgelegt werden. Der Terroristenführer bezeichnet die Attacken vom 11.September darin als "großartig" und warnt: "Wir werden nicht aufhören zu töten. Es gibt guten und bösen Terror. Was wir praktizieren ist guter Terror."
Unter anderem Australien, Deutschland und Japan werden aufgefordert, sich aus dem Konflikt herauszuhalten.

Die Piloten, die am 11.November (Druckfehler?) die gekaperten Flugzeuge flogen, waren laut bin Laden "von Allah gesegnet". Der Tod von mehr als 4500 Menschen sei "gerechtfertigt". Sie seien "keine Zivilisten" gewesen, sondern hätten für das amerikanische System gearbeitet. Mit dem Angriff auf das World Trade Center in New York seien auch die "Türme der Moral in jenem Land" und die "Wahrzeichen ökonomischer und militärischer Macht" zerstört worden.

Der Terroristenführer erklärte: "Bush und Blair verstehen nur die Sprache der Macht. Wann immer sie uns töten, werden wir sie töten, um so ein (blau)Gleichgewicht(/blau) des Terrors zu schaffen." Es sei die Aufgabe eines jeden Moslems zu kämpfen. "Juden zu töten ist unsere höchste Priorität."
(Quelle: dpa)

ReneeW
Dazu kann ich nur sagen, daß Bin Laden sich sehr souverän an die Spitze der kränksten Menschen in diesem Jahrhundert eingegliedert hat.

So eine Einstellung kann ich echt nicht verstehen, aber da sieht man mal, wie gefährlich die Mischung aus Wahnsinn und Reichtum gepaart mit Fanatismus und Irrglauben sein kann.
an dieser stelle möchte ich mal ein buch zitieren, dass sich mit dem thema terror beschäftigt:



>>Schmutzige kleine Kriege<<

Die USA demonstrieren das. Sie praktizieren, was man gemeinhin Staatsterrorismus nennt.
Da ist Grenada. Am 13. März 1979 stürzte die New Jewel Movement das diktatorische und korrupte Regime des Eric Gairy. Sie leitete eine revolutionäre Umwälzung ein für - wie Ministerpräsident Maurice Bishop ihre Ziele bestimmte - "Gerechtigkeit, Nahrung, Gesundheit, Wohnen, Kleidung, Leitungswasser, Erziehung, für die Kontrolle des Volkes über unsere Ressourcen und für die Partizipation des Volkes".
Den USA passte das nicht. Sie befürchteten, nach Kuba werde ein weiteres Beispiel praktizierter Demokratie den in Süd- und Mittelamerika geführten Kampf für nationale und soziale Befreiung beflügeln.
Am 25. Oktober 1983 überfielen sie Grenada. Um ihren Überfall zu rechtfertigen, behaupteten US-amerikanische Politiker - so Jeane Kirkpatrick, damals Vertreterin der USA im UNO-Sicherheitsrat -,"Terroristen" und "Verrückte" bedrohten 1000 USA-Bürger und die Nachbarstaaten. [...]

War Grenada für die USA ein Test- und Modellfall?
In einer Direktive, am 03.April 1984 unterzeichnet und vordergründig der Bekämpfung des Terrors gewidmet, ermächtigte Reagan die Behörden seines Landes zu Präventiv- und Vergeltungsschlägen in allen Teilen der Welt. [...]

In Nikaragua suchen die USA die rechtmäßige Regierung mit Präsident Daniel Ortega an der Spitze zu stürzen. Zu diesem Zweck halten sie konterrevolutionäre Banden aus, die Contras, sie geben ihnen Geld und Ausrüstungsgegenstände, sorgen für ihre Ausbildung und kümmern sich um die Erarbeitung einer entsprechenden Strategie und Taktik. Amerikaner sind unmittelbar in diesen "schmutzigen kleinen Krieg" verwickelt. [...] Bisher forderte der Krieg der Contras etwa 14000 Todesopfer. 3000 Kinder befinden sich darunter.

[...]

Im Oktober 1985 verübten die USA Teror gegen Ägypten. Ein aus 4 Mann bestehendes palästinensisches Kommando hatte das italienische Kreuzfahrtschiff "Achille Lauro" mit über 500 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord enführt, dann in Port Said aufegegeben. Die ägyptische Regierung wollte die Entführer an die PLO-FÜhrung, die die Aktion verurteilte, ausliefern. Eine Boeing 737 sollte sie zu diesem Zweck nach Tunis bringen. Vier Abfangjäger der USA kaperten die ägyptische Maschine und zwangen sie zur Landung auf dem Nato-Stützpunkt Sigonella auf Sizilien. Verteidigungsminister Caspar Weinberger rechtfertigte diese Völkerrechtsverletzung unter Berufung auf die 1984 erlassene Direktive und sprach von einer "sauberen, exzellent durchgeführten Aktion wie in Grenada".

Nach Attentaten auf den Flughäfen in Rom und Wien am 27.Dezember 1985, die 19 Todesopfer und 120 Verletzte forderten, konzentrierten die USA ihre Angriffe auf Libyen. Das Land war ihnen aufgrund der antiimperialistischen Politik verhaßt. [...] Amerikanern, die Libyen nicht verlassen mochten - etwa 1500 waren dort tätig -, drohte sie mit Gefängnis bis zu 10 Jahren und einer Geldbuße von 50000 Dollar.
Ende März 1986 setzten die USA auf offene Gewalt. Es ging um die große Syrte, einen in das libysche Territorium hineinragenden Meerbusen. Libyen beansprucht ihn als Hoheitsgebiet. Die USA bestreiten diesen Anspruch. Jetzt boten sie, um Libyen zu provozieren, im Mittelmeer eine Armada auf, bestehend aus 3 Flugzeugträgern, 4 Lenkwaffenkreuzern, 7 Zerstörern und 12 Fregatten. An Bord der Schiffe befanden sich 24000 Marinesoldaten, 250 Kampfflugzeuge und hunderte von Atomwaffen. Die Amerikaner stießen mit ihren Schiffen und Flugzeugen in die große Syrte vor und beschossen Schiffe und Territorium der Libyer. Reagan beglückwünschte die an der Provokation beteiligten Soldaten. "Sie haben der ganzen Welt gezeigt, dass die USA den und durch Sie die Fähigkeit haben, die Interessen der freien Welt zu verteidigen... Im Namen aller Amerikaner sage ich: Gut gemacht, wir sind stolz auf Sie!"

[...]



Quelle: Terror - Hintergründe, Täter, Opfer; Dietz Verlag Berlin 1987


weiter, siehe nächster beitrag ->
die oben aufgeführten auszüge, sollen lediglich die aussage nightwalkers stützen:



So eine Einstellung kann ich echt nicht verstehen, aber da sieht man mal, wie gefährlich die Mischung aus Wahnsinn und Reichtum gepaart mit Fanatismus und Irrglauben sein kann.



jetz würd das gegenargument kommen, aber die usa hatten doch gewisser maßen eine rechtfertigung!

daraufhin kann ich nur entgegnen, nichts rechtfertigt, die einmischung in außen- und innenpolitische querelen anderer länder, die die usa in keinster weise tangieren.

mag der krieg in afghanistan berechtigt sein, nur zeigen die beispiele aus der vergangenheit hinlänglich, dass die usa ein land geführt von größenwahnsinnigen und machtgeilen "menschen" ist.

Stego
Zudem haben die USA auch noch einen "Fanatismus und Irrglauben".

Irrglauben, das Sie die Weltpolizei sind, den sie dann auch noch fanatisch verfolgen.

ReneeW
Aber aufgrund dieser erdrückenden Beweislast (Video) sollte bin Laden nun endlich seine Tat voll und ganz eingestehen und sich unverzüglich bei der nächsten Polizeidienststelle melden.

Sonst müssen die USA ja weiterhin "Beweise" an den Haaren herbeiziehen.

ReneeW
Auch auf die gefahr hin mich bei einigen leuten etwas unbeliebt zu machen, aber... War das denn nich scho längst ma anner zeit? Okok, ich trauer auch um die Opfer der Anschläge. Trotzdem hat die USA da ´nen kräftigen Tritt in ihre Imperialistischen Ärsche bekommen, das war gut so. Mit dem Angriff auf die Twintowers hat man sie zutiefst in ihrem Patriotismus verletzt. Und sollte man in diesem Verfahren doch auch andere Dinge aufzählen: Vietnam, der Golfkrieg, tausende von unschuldigen Zivilisten sind grundlos niedergemetzelt worden.
Das wird in diskussionen über dieses thema taktvoll verschwiegen.
Natürlich ist Bin Laden ein Terrorist, aber möchte ich an dieser Stelle den geneigten Leser auch auf die andere Seite der Medaille aufmerksam machen.
breadfan



vietnam ...sowie ich die gechichtsbuecher gelesen habe, haben damals die franzosen um die hilfe der amis gebeten und sind danach stillschweigend aus vietnam abgezogen.

golfkrieg ...auch da wurde der ami um hilfe gerufen und NEIN ...oel beziehen die amis kaum aus kuwait.

jugoslawien ...auch hier wurde um hilfe gebeten.

es wird niemand gezwungen in der USA zu leben aber seltsamerweise hat dieses land die hoechsten einwander antraege.
durch die zerstoerung des WTC hat USA keinen tritt in den imperalistischen arsch bekommen, sondern es wurden tausende unschuldiger menschen hingerichtet und es waren nicht nur amis.
wenn ich ein land oder dessen menschen nicht mag, gut, dann geh ich eben nicht hin und lebe nicht dort. aber schwachsinn zu reden. in jedem land gibt es gute wie schlechte seiten aber man muss zumindest dort gelebt haben um ne dicke lippe riskieren zu koennen. oder glaubst du jedes einzelne wort was du in tratsch zeitungen liest?

das waere genauso wenn du eine aufs maul bekommst und der schlaeger wird noch bemitleidet.

diegleichdiekrisebekommende
dasti
Auch wenn ichs ungern tue, aber muss Dasti recht geben...

Viele Grüße,
Chris