Bautzius schrieb:
Unbestritten dürfte ja die marode Lage unseres Rentensystems sein. Aber ist die Rente mit 67 die Lösung?
Hm, ne Lösung ist es schon. Ob es eine gute ist, da ist sich wohl jeder einig, eher nicht.
Trotzdem- es müssen einige Ansätze gefunden werden.
Dass der Arbeitsmarkt es her gibt Leute bis 67 zu beschäftigen, das glaube ich auch nicht. Aber die Rentenkassen müssen entlastet werden ... auch, wenn es- wie es ausschaut, sehr auf die sonstigen Sozialversicherungen- sprich Arbeitslosenkassen lasten werden wird.
Das ist nicht ideal, aber man muss mit präziser Planung eine langfristige Altersrassismuswelle verhindern, die wohl eintreten würde, wenn übertrieben ausgedrückt irgendwann mal ein Rentner pro Arbeiter auftritt, der dann von diesem ernährt werden will.
Meiner Meinung nach stocken aber die gesamten Bemühungen. Warum bekommt der Staat es nicht hin einige konkreteren Planungen z.B. in Sachen Riester zu beschließen?
Es sollte schon längst keine Zusatzversicherung mehr sein, die gefördert wird, sondern eher ein Pflichtprogramm.
Außerdem wäre ein System sinnvoll, in welchem die jetzigen über 30-jährigen prozentual mehr in die private Kasse und dafür etwas weniger in die staatliche Rentenkasse einzahlt und die junge, dynamische Arbeitergeneration es genau andersrum tut: zu einem höhren Beitrag für die staatlichen Kassen gebeten werden(um die jetzige Rentnergeneration zu verpflegen) und dazu schon einen kleinen Pflichtbetrag in die private Kasse.
Optimal wird das auch nicht sein- so aber lassen sich die Übergänge etwas schmeichelnder gestalten- sprich: jeder hat was davon- die jetzige Generation und auch wir später.
Ich weiß nicht, wie man sich das sonst aktuell denkt.
Der Trend geht in Richtung jeder für sich- weg vom Sozialsystem! Aber welche Generation erklärt sich denn dazu bereit die aktuellen Rentner zu bezahlen und gleichzeitig für sich selbst? Doppelzahlungen würden zu Tumulte im gleichen Sinne führen!
Auch in Sachen Schweden-Modell geht%27s kaum voran- da wünscht man sich doch den Schröder zurück.
Es sind so einfach Dinge, die wir uns von den Skandinaviern abschauen könnten, aber Deutschland packt%27s einfach nicht!
Ich finde es nämlich wirklich interessant die finanzielle Unterstützung für Mütter bzw. Familien den Gehältern anzupassen, kinderfreundlichere Bedingungen an Arbeitsplätzen mit teils betriebseigenen Kindergärten und kostenlosen Kita-Plätzen zu schaffen und eine Erhöhung des Kindergeldes einzuführen.
Dadurch wird ein Anreiz für berufstätige Frauen geschaffen sich mit Nachwuch zu beschäftigen (wie war das? 16 Monate 80%25 des Gehalts?). Sie würden finanziell kein großes Risoko eingehen und auch schnell wieder die Möglichkeit haben im Job einzusteigen.
Die Arbeitslosen würden sich vielleicht überlegen mit der Kinderplanung zu warten, bis sie irgendwo eine Anstellung finden- allein, weil die Gehaltsweiterzahlung reizt...
Wir müssen einfach die Arbeiter, die Fleißigen unserer Gesellschaft fördern und belohnen und nicht den anderen Teil aushalten.
Nur so ist es möglich den tragischen Geburtenrückgang zu stoppen und gleichzeitig den Arbeitsmarkt zu beleben.