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Rente mit 67

(Zitat)
Rentenreform
SPD für Sonderregelungen bei harten Berufen


jetzt ist es den kranken spd gehirnen auch aufgegangen...ein dachdecker kann wohl mit 65 jahren nicht mehr auf den dach arbeiten. ausnahmen für bestimmte berufe will man einführen. der gleichheitsgrundsatz gilt offensichtlich nicht mehr.

das wird ein schönes leben werden. mit so etwa 60 klingelt bei mir früh der arbeitsbringedienst(nicht zu verwechseln mit dem reichsarbeitsdienst). ich wackle freudig und klapprig zum auto..oder einer schiebt meinen rollstuhl...und auf gehts zur arbeit. mittags kommt der pflegedienst und bringt mich zum klo..später bekomme ich mein essen ....gefüttert natürlich.

punkt 16.00 uhr kommt der fahrdienst und bringt mich nach hause. mein sohn, inzwischen so um die vierzig wartet schon. da er noch keinen anspruch auf einen eigenen haushalt hat, wohnt er noch bei uns.

meine fahrerlaubniss mußte ich abgeben...weil leute über 60 ein zu großes risiko für die anderen verkehrsteilnehmer darstellen....aber wir haben ja den arbeitsbringedienst

hoch solln sie leben unsere glorreichen genossen...auf zu neuen wundertaten dieser....sie sind und bleiben arbeiterverräter.
Bautzius, magst du mich heiraten? :-n
Solange quicklebendige und überalterte Rentner die Urlaubsorte stürmen, werde ich das Argument nicht gelten lassen:

das wird ein schönes leben werden. mit so etwa 60 klingelt bei mir früh der arbeitsbringedienst(nicht zu verwechseln mit dem reichsarbeitsdienst). ich wackle freudig und klapprig zum auto..oder einer schiebt meinen rollstuhl...und auf gehts zur arbeit. mittags kommt der pflegedienst und bringt mich zum klo..später bekomme ich mein essen ....gefüttert natürlich.


Mal ganz im Ernst, hat ein Rentner in den 60er Jahren noch eine Rentenbezugsdauer von vllt. 6 oder 7 Jahren gehabt, so sind es mittlerweile Bezugsdauern von ca. 15 Jahren, wohlgemerkt gelten diese Zahlen durchschnittlich und sind von mir geschätzt, treffen aber mit Sicherheit den Nerv unserer Abgeordneten.
Unser Rentensystem ist aber noch immer auf diese kurzen Bezugsdauern gemünzt, irgendetwas kann daran also nicht auf Dauer funktionieren, ich hoffe einleuchtend? Entweder man erhöht die Beiträge für die Rentenversicherung massiv, was natürlich zur Folge hätte, dass der Aufschrei nicht minder leiser wäre, wie bei einer zu erwartenden Renteneintrittsaltererhöhung. Oder wie wäre es, wenn man begänne die Renten voll zu besteuern?
Die Problematik der Umlagefinanzierung ist schon in den 50er Jahren entstanden und bricht oder wird uns noch das Genick brechen. Man sollte aufhören dem Volk vorzugaukeln, dass hier in eine Kasse eingezahlt wird. Aber das dicke Ende wird noch kommen, der in den nächsten 20 Jahren zu erwartende Beamtenbumerang wird ohnehin dafür sorgen, dass die derzeit verschickten Rentenbescheide nicht einmal mehr das Papier wert sein werden, auf dem sie gedruckt sind.

Wegen meiner auch Rente mit 75! (mein deutscher Großvater hat im Übrigen mit 75 noch gearbeitet! seine Frau betreibt bis heute, im Alter von 81 Jahren, noch einen Bauernhof, mein russischer Großvater, seines Zeichens 77 Jahre alt, geht auch heute noch arbeiten ...)
Unbestritten dürfte ja die marode Lage unseres Rentensystems sein. Aber ist die Rente mit 67 die Lösung?

Eher nicht. Welcher Betrieb beschäftigt in großer Zahl ältere Arbeitnehmer. Wie sollen die jungen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, wenn es effektiv nicht mehr Arbeitsplätze gibt.

Die Rentenbeiträge sollen nächstes Jahr wieder um ein paar Prozentchen steigen. Mein Lohn aber eher nicht. Eigene Vorsorge ja, aber wie bezahlen. Letztlich ist die Rente mit 67 eine massive Rentenkürzung. Wer eher geht , sicher nicht freiwillig, dem wird die Rente gekürzt. Eine alternative hat er doch gar nicht.

Klar haben frühere Generationen länger gearbeitet, aber siehe oben.....welcher Betrieb beschäftigt diese heute noch. Ehrlicher ist es schon einfach zu sagen die Renten müssen gekürzt werden und das ab sofort.
Abalone schrieb:
Bautzius, magst du mich heiraten? :-n
Wenn meine Frau einer Scheidung zustimmt überlege ich mir das Angebot:-)
Bautzius schrieb:
Unbestritten dürfte ja die marode Lage unseres Rentensystems sein. Aber ist die Rente mit 67 die Lösung?
Hm, ne Lösung ist es schon. Ob es eine gute ist, da ist sich wohl jeder einig, eher nicht.
Trotzdem- es müssen einige Ansätze gefunden werden.
Dass der Arbeitsmarkt es her gibt Leute bis 67 zu beschäftigen, das glaube ich auch nicht. Aber die Rentenkassen müssen entlastet werden ... auch, wenn es- wie es ausschaut, sehr auf die sonstigen Sozialversicherungen- sprich Arbeitslosenkassen lasten werden wird.
Das ist nicht ideal, aber man muss mit präziser Planung eine langfristige Altersrassismuswelle verhindern, die wohl eintreten würde, wenn übertrieben ausgedrückt irgendwann mal ein Rentner pro Arbeiter auftritt, der dann von diesem ernährt werden will.

Meiner Meinung nach stocken aber die gesamten Bemühungen. Warum bekommt der Staat es nicht hin einige konkreteren Planungen z.B. in Sachen Riester zu beschließen?
Es sollte schon längst keine Zusatzversicherung mehr sein, die gefördert wird, sondern eher ein Pflichtprogramm.
Außerdem wäre ein System sinnvoll, in welchem die jetzigen über 30-jährigen prozentual mehr in die private Kasse und dafür etwas weniger in die staatliche Rentenkasse einzahlt und die junge, dynamische Arbeitergeneration es genau andersrum tut: zu einem höhren Beitrag für die staatlichen Kassen gebeten werden(um die jetzige Rentnergeneration zu verpflegen) und dazu schon einen kleinen Pflichtbetrag in die private Kasse.
Optimal wird das auch nicht sein- so aber lassen sich die Übergänge etwas schmeichelnder gestalten- sprich: jeder hat was davon- die jetzige Generation und auch wir später.

Ich weiß nicht, wie man sich das sonst aktuell denkt.
Der Trend geht in Richtung jeder für sich- weg vom Sozialsystem! Aber welche Generation erklärt sich denn dazu bereit die aktuellen Rentner zu bezahlen und gleichzeitig für sich selbst? Doppelzahlungen würden zu Tumulte im gleichen Sinne führen!

Auch in Sachen Schweden-Modell geht%27s kaum voran- da wünscht man sich doch den Schröder zurück.
Es sind so einfach Dinge, die wir uns von den Skandinaviern abschauen könnten, aber Deutschland packt%27s einfach nicht!
Ich finde es nämlich wirklich interessant die finanzielle Unterstützung für Mütter bzw. Familien den Gehältern anzupassen, kinderfreundlichere Bedingungen an Arbeitsplätzen mit teils betriebseigenen Kindergärten und kostenlosen Kita-Plätzen zu schaffen und eine Erhöhung des Kindergeldes einzuführen.
Dadurch wird ein Anreiz für berufstätige Frauen geschaffen sich mit Nachwuch zu beschäftigen (wie war das? 16 Monate 80%25 des Gehalts?). Sie würden finanziell kein großes Risoko eingehen und auch schnell wieder die Möglichkeit haben im Job einzusteigen.
Die Arbeitslosen würden sich vielleicht überlegen mit der Kinderplanung zu warten, bis sie irgendwo eine Anstellung finden- allein, weil die Gehaltsweiterzahlung reizt...
Wir müssen einfach die Arbeiter, die Fleißigen unserer Gesellschaft fördern und belohnen und nicht den anderen Teil aushalten.
Nur so ist es möglich den tragischen Geburtenrückgang zu stoppen und gleichzeitig den Arbeitsmarkt zu beleben.